Wesley

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Aber eben auch die abseits des Platzes.

Als Bayer Leverkusen mal eine zeitlang etliche Brasilianer holte, gab es zum Beispiel eine Art Vollversorgung inklusive vom Verein bezahlter Betreuer, Helfer usw. usf., die für die Integration und das Wohlfühlen sorgten. Nun hört man bei Wesley wohl, dass seine Frau unglücklich gewesen sein soll. Das ist übrigens, wenn man wieder die "freie Wirtschaft" als Beispiel heranzieht, ein altbekanntes Phänomen. Große Konzerne, z.B. in Shanghai, machen riesige Programme, um die Frauen der Expats zu bespaßen. Wenn man 8 Millionen für einen Brasilianer in die Handn immt, kann es auf ein paar Tausender, die aber für die Integration in ein fremdes Umfeld ungemein wertvoll sein können, wohl kaum ankommen. Da scheint mir bei Werder zu wenig zu laufen.


Jeder ist seines Glückes Schmied,aber nicht jeder Schmied hat Glück. Anders herum gesagt: Es sind 2 Südamerikaner im Team, ein Brasilianer/Naldo, also ebenfalls portugisisch sprechend woe Wesley und ein Peruaner/Pizarro, spanisch sprechend. Ich weiß, daß z.B. Naldo und Pizarros Familien des öfteren gemeinsame Aktivitäten starten - und ich glaube nicht, daß die Beiden zu Wesley gesagt haben, daß sie mit Wesley und seine Frau nichts zu tun haben wollen. Man muß natürlich selber auch wollen und nicht nur darauf warten, daß andere auf einen zukommen.

Wenn ich in ein fremdes Land gehe zum Arbeiten, muß ich auch zusehen, daß ich die Sprache erlerne und mir dort einen neuen Freundeskreis aufbaue. Und wie geht das beser, als mit Offenheit und dem Willen, sich durchzusetzen.

Zum 2. fettmarkierten Satz: Wenn ich so einen Vertrag unterschreibe, überlege ich mir aber ganz genau, ob das für mich und meine Familie das Richtige ist. Ich wüßte nicht, warum ein Verein da noch zusätzliches Geld in die Hand nehmen sollte, um Spielerfrauen zu bespaßen, denn der Spieler nagt ja nun nicht gerade am Hungertuch, um das selber in die Hand zu nehmen.
 
Werder hat für die Integration der Südamerikaner doch Herrn Martinez. Man kann doch nicht jedes Defizit beim Spieler - ohne das jetzt persönlich zu meinen und eine Wertung vorzunehmen - mit der "Unfähigkeit des Vereines" erklären.
 
Naja in dem anderen Artikel steht doch, dass Palmeiras noch versucht, das Geld aufzutreiben...... bin mal gespannt, wieviel Ärger wir da noch haben werden..... :wild:
 
Zum 2. fettmarkierten Satz: Wenn ich so einen Vertrag unterschreibe, überlege ich mir aber ganz genau, ob das für mich und meine Familie das Richtige ist. Ich wüßte nicht, warum ein Verein da noch zusätzliches Geld in die Hand nehmen sollte, um Spielerfrauen zu bespaßen, denn der Spieler nagt ja nun nicht gerade am Hungertuch, um das selber in die Hand zu nehmen.

Genau an solchen Aussagen merkt man, dass das weder wirtschaftlich noch psychologisch gedacht ist.

Man kann es empirisch festmachen: Von 100 Expats, die von großen Firmen für viel Geld ins Ausland geschickt werden, kommen x% im Zeitraum y dort nicht zurecht, fühlen sich unglücklich usw. usf., das ist eine rein statistische Größe.

Nimmt man nun einen Geldbetrag z in die Hand, um die Integration in ihr neues Umfeld zu erleichtern, macht Programm, führt sie mit expats anderer Firmen, Landsleuten zusammen, tut etwas dafür, dass sich die Familie wohlfühlt, um das Risiko x zu drücken, so kann das Sinn ergeben. Das und nur das wollte ich andeuten. Gerade Leute, die sehr gut verdienen, sind eben nicht auf den Euro angewiesen und können es sich leisten, einen Job hinzuwerfen, wenn die Familie unglücklich ist. Und das tun sie auch konsequent, gerade bei Auslandsengagements. Das mit dem "vorher überlegen" ist da nichts als eine hohle Phrase.
 
Das mit dem "vorher überlegen" ist da nichts als eine hohle Phrase.

Na, Du mußt es ja wissen - Du bist ja unser Fußballexperte.

Letztendlich ist es egal, ob ich als Angestellter einer Xbeliebigen Firma ins Ausland gehe oder als Fußballer - mein Vater hat auch sehr gut im Ausland verdient, für ihn war alles neu, aber deswegen hat er trotzdem nicht hingeschmissen. Da muß man sich dann auch mal durchbeissen.
 
Das habe ich doch erklärt.

Firmen, die Maßnahmen zum Wohlfühlen der Expatriats haben, sparen Geld durch die geringere Fluktuation und die geringeren Abbrecherquoten. Das ist eine statistische Größe, die sich auf die große Zahl bezieht. Genauso behaupte ich, dass sich das bei noch teureren brasilianischen oder anderen Spielern aus Übersee die Quote derer, die sich wohl fühlt und gute Leistungen bringt, erhöht werden kann. Das ist die Aussage.
 
Das habe ich doch erklärt.

Firmen, die Maßnahmen zum Wohlfühlen der Expatriats haben, sparen Geld durch die geringere Fluktuation und die geringeren Abbrecherquoten. Das ist eine statistische Größe, die sich auf die große Zahl bezieht. Genauso behaupte ich, dass sich das bei noch teureren brasilianischen oder anderen Spielern aus Übersee die Quote derer, die sich wohl fühlt und gute Leistungen bringt, erhöht werden kann. Das ist die Aussage.

Ich glaube nicht, daß Du ermessen kannst, was mein Vater dort für Leistungen gebracht hat. Er hat eine Straße komplett durch die Sahara gebaut, Arbeitszeit 6 Tage die Woche, 18 Stunden am Tag. 600 Arbeiter unter sich plus 40-60 Targi als Wachmannschaft - da schmeißt man nicht mal so eben hin, weil es 2 Grad zu heiß oder kalt ist und da hilft auch kein Geld der Firma um die Integration zu erleichtern oder Bespaßungsprogramme für Frauen und Kinder anzuleiern, denn die nächste wirkliche Stadt ist 1200 km weg.
 
Das sagst Du aus dem Einzelfall. In solchen Statistiken sind aber hunderte Geschichten und Einzelfälle enthalten. Insofern ist auch die Ausssage und ein hundertfaches höher. Mit Einzelfällen gegen Statistiken zu argumentieren, ist ziemlich sinnlos.
 
Das sagst Du aus dem Einzelfall. In solchen Statistiken sind aber hunderte Geschichten und Einzelfälle enthalten. Insofern ist auch die Ausssage und ein hundertfaches höher. Mit Einzelfällen gegen Statistiken zu argumentieren, ist ziemlich sinnlos.

Naja, die Kollegen meines Vaters waren genauso dran, die Firma ist ziemlich groß und weltweit bekannt, also nix Einzelfall.

Vielmehr sehe ich es so, daß das auch ein wenig mit Erziehung und Werten zu tun hat. Früher hat man sich nochmal durchgebissen und nicht gleich die Flinte ins Korn geworfen, das ist auch bei mir noch so. Heute wollen sie alle nur noch Würfelzucker rundgelutscht in den A**** geblasen haben.

Statistiken sind im übrigen immer nur so gut, wie derjenige, der sie geschrieben/gefälscht hat. Von Statistiken halte ich genausoviel wie von Politikern, zu weit weg von der tatsächlichen Materie.
 
Was aber von allem, was Du gesagt hast, spricht gegen meine grundsätzliche Aussage? Ich kann sie gerne nochmal wiederholen:

Firmen, die Expats die Integration erleichtern und ihnen das Leben in der fremden Umgebung erleichtern und sogar "Familienprogramm" machen, haben die Erfahrung gemacht, dass dadurch die Zahl derjenigen, die vorzeitig in ihr Heimatland zurückkehrten, signifikant gesenkt werden konnte.

Und was nun spricht gegen meine Schlussfolgerung:

Bei Fußballstars, die weit mehr kosten als Expats großer Firmen, sollten solche Anstrengungen erst Recht unternommen werden, um das Risiko teurer Flops wie CA und Wesley zu minimieren.

Ich habe jetzt nicht verstanden, welchem dieser Sätze Du widersprechen möchtest und vor allem nicht warum.
 
@maddin
Das führt zu nichts, Deine Argumentation. Im Falle Wesley wurde die Integration genau auf Deinen propagierten Weg veranlasst und klappte doch nicht.
Hast Du jetzt ein anderes Modell der Integration von expatrierten Mitarbeitern parat?
 
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