Wer liesst denn noch heutzutage?

Zwei hochinteressante Bücher sind mir da unter gekommen, über den begnadetsten Kunstfälscher und sein Frau. Absolute Empfehlung über einen wahren Genius, der die Kunstszene aufgemischt und die "Kunstkenner" der Welt bis auf den letzten Lappen blamiert hat.

1. Einschluss mit Engeln: Gefängnisbriefe vom 31.8.2010 bis 27.10.2011 - Helene Beltracchi , Wolfgang Beltracchi

2. Selbstporträt - Helene Beltracchi , Wolfgang Beltracchi
Ich kenne den Fall, aber (noch) nicht die Bücher. Aber Beschreibungen von Bildern an anderen erlebten Stellen durch "Kunstkenner" lassen mich ahnen, was abgelaufen ist.
 
Durch Zufall habe ich Kenntnis von einem Buch erhalten, was die Politik rund um die Ostseepipelines beschreibt.

Nord Stream - Wie Deutschland Putins Krieg bezahlt

Alles rund um Vetternwirtschaft, Beziehung und Bestechung, länderübergreifend und bis in die höchsten Kreise korrupt.
 
Durch Zufall habe ich Kenntnis von einem Buch erhalten, was die Politik rund um die Ostseepipelines beschreibt.

Nord Stream - Wie Deutschland Putins Krieg bezahlt

Alles rund um Vetternwirtschaft, Beziehung und Bestechung, länderübergreifend und bis in die höchsten Kreise korrupt.

Es gab da neulich eine sehr umfangreiche Dokumentation bei Phönix, da schwoll mir schon der Kamm, ich glaube, ich will nicht auch noch lesen um mich dabei aufzuregen. Schlimmes Thema!!!
 
Ab morgen beginnt bei uns in Leipzig die Buchmesse. Am Freitag stöbern meine Freundin und ich den ganzen Tag durch die Hallen von Stand zu Stand und schauen bei so manchem Schreiberling vorbei. Mal sehen wer uns so über den Weg läuft:
 
Mit der Faust in die Welt schlagen – Lukas Rietzschel VÖ. 2019

Zwei Brüder, ein Dorf in Ostsachsen und eine Wut, die immer größer wird. Lukas Rietzschels Roman ist eine Chronik des Zusammenbruchs. Eine hochaktuelle literarische Auseinandersetzung mit unserem zerrissenen Land.
 
In den letzten 5 Tagen unseres 20 tägigen Albanien Trips waren Sandstrandtage angesagt, um sich vom Abenteuer zu erholen. Da bot es sich an zu lesen und da ich kein Buch mithatte, habe ich mir das meiner Liebsten geschnappt. Das hat mich so gepackt, das ich es in 3 Tagen durch hatte. Kein Wunder bei 140 Seiten, aber mit einer sensationellen Sprache im Umgang mit den Inhalten. Ja, dass kann er, der leider viel zu früh verstorbene Gabriel García Márquez. Sein letzter Roman, den er selber eigentlich gar nicht veröffentlicht sehen wollte...aber ich bin froh, das ich ihn lesen durfte. Eine Empfehlung für all die, die seine Sprache, so wie ich sehr mögen.

"Wir sehen uns im August‹ ist eine berührende Liebesnovelle, ein stimmungs- und Atmosphäre geladenes Prosastück, in dem man das Herz pochen, das Blut der Leidenschaft strömen fühlt. Eine Erinnerung daran, welch wunderbarer Sprachmagier dieser kolumbianische Literaturnobelpreisträger war und bis heute ist." Quelle: Dirk Fuhrig ― Deutschlandfunk Büchermarkt

Wir sehen uns im August - Gabriel García Márquez

Herausgeber ‏ : ‎ Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungstermin ‏ : ‎ 7. März 2024

 
In den letzten 5 Tagen unseres 20 tägigen Albanien Trips waren Sandstrandtage angesagt, um sich vom Abenteuer zu erholen. Da bot es sich an zu lesen und da ich kein Buch mithatte, habe ich mir das meiner Liebsten geschnappt. Das hat mich so gepackt, das ich es in 3 Tagen durch hatte. Kein Wunder bei 140 Seiten, aber mit einer sensationellen Sprache im Umgang mit den Inhalten. Ja, dass kann er, der leider viel zu früh verstorbene Gabriel García Márquez. Sein letzter Roman, den er selber eigentlich gar nicht veröffentlicht sehen wollte...aber ich bin froh, das ich ihn lesen durfte. Eine Empfehlung für all die, die seine Sprache, so wie ich sehr mögen.

"Wir sehen uns im August‹ ist eine berührende Liebesnovelle, ein stimmungs- und Atmosphäre geladenes Prosastück, in dem man das Herz pochen, das Blut der Leidenschaft strömen fühlt. Eine Erinnerung daran, welch wunderbarer Sprachmagier dieser kolumbianische Literaturnobelpreisträger war und bis heute ist." Quelle: Dirk Fuhrig ― Deutschlandfunk Büchermarkt

Wir sehen uns im August - Gabriel García Márquez

Herausgeber ‏ : ‎ Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungstermin ‏ : ‎ 7. März 2024
Habe gerade durch "Von der Lieb und andere Dämonen"; ich bin ein Fan von Márquez geworden, Dank deiner Empfehlungen. :D
 
Wurde hier die Björnstadt Trilogie von Fredrik Backman schonmal lobend erwähnt?
Dreht sich etwas um Eishockey und ganz viel um Zwischenmenschliches, unfassbar schön geschrieben.
Bin gerade äusserst traurig, dass ich damit durch bin:heul:
 
Wurde hier die Björnstadt Trilogie von Fredrik Backman schonmal lobend erwähnt?
Dreht sich etwas um Eishockey und ganz viel um Zwischenmenschliches, unfassbar schön geschrieben.
Bin gerade äusserst traurig, dass ich damit durch bin:heul:

Ich kannte die Trilogie bisher nicht, habe gleich mal recherchiert und denke, dass ich da mal eine Bestellung aufgeben muss.
 
Weil es der richtige Zeitpunkt ist, möchte ich diejenigen die unter die geplante Wehrpflicht fallen, folgende Bücher dringend empfehlen:

Die beiden Standardwerke zu diesem Thema, die insgesamt 600 Seiten von Ernst Jüngers „In Stahlgewittern“ und dem darauf aufbauende „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque, sollte man gelesen haben. Für die, die nicht so gerne lesen, gibt es auch mehrere Verfilmungen zur Auswahl.

In Stahlgewittern ist das erste Buch des deutschen Schriftstellers und Offiziers Ernst Jünger, das seine Erlebnisse an der Westfront des Ersten Weltkriegs von 1914 bis 1918 beschreibt. Es basiert auf seinen Tagebuchaufzeichnungen und wurde erstmals 1920 veröffentlicht. Das bekanntere Werk (Roman) von Remarque baut darauf auf (1929) und ist einer der bekanntesten Antikriegsromane der Weltliteratur. Er schildert aus der Perspektive des jungen Soldaten Paul Bäumer die grausamen Erfahrungen an der Westfront des Ersten Weltkriegs.

Bevor man sich also (noch) freiwillig für die Armee entscheidet, sollte man sich unbedingt die Mühe machen, die beiden Werke zu lesen (oder zumindest überfliegen) um zu verstehen, wie grausam der Krieg ist und jegliche Verherrlichung oder andere Propaganda nicht weiter von der Realität entfernt sein könnten.

Ebenfalls lesenswert, aber bezogen auf den 2. Weltkrieg, ist das Buch von Kurt Vonneguts Roman Schlachthof 5 oder Der Kinderkreuzzug, aus 1969, Der Roman ist stark autobiographisch geprägt und basiert auf Vonneguts eigenen Erlebnissen als amerikanischer Kriegsgefangener während des Zweiten Weltkriegs. Er überlebte 1945 die Luftangriffe auf Dresden im Keller des städtischen Schlachthofs, in dem er mit rund 100 anderen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern den Feuersturm überlebte. Der Titel bezieht sich direkt auf diesen Schlachthof, der als Unterkunft diente und der Kinderkreuzzug, auf das sehr junge Alter der Soldaten.

Dann noch der Roman "Catch-22" einem Begriff, der in der deutschen Sprache hauptsächlich als Zwickmühle, Teufelskreis, ausweglose Situation oder paradoxe Situation übersetzt wird. Er stammt vom Titel des 1961 erschienenen satirischen Kriegsromans des amerikanischen Autors Joseph Heller und beschreibt eine Situation, in der eine Regel oder Bedingung die Erfüllung der Voraussetzungen für ihre eigene Aufhebung unmöglich macht. Es handelt sich ebenfalls um einen Antikriegsroman

Der zentrale Held des Romans ist der Bomberpilot Captain John Yossarian, der auf der kleinen Mittelmeerinsel Pianosa stationiert ist. Yossarian ist überzeugt, dass der Krieg sinnlos und grausam ist und möchte unbedingt aus dem Einsatz herauskommen. Sein Hauptziel ist es, sich als geistig krank diagnostizieren zu lassen, um nach Hause geschickt zu werden. Die militärischen Vorschriften sehen vor, dass ein Soldat, der geisteskrank ist, vom Kriegsdienst befreit werden kann – aber nur, wenn er selbst diesen Antrag stellt.

Alle 4 Bücher sind absolut lesenswert, aber die Nr. 1 ist wohl "Im Westen Nichts Neues". Die Zeit sollte man sich unbedingt nehmen.

Wer keine Lust auf die super interessanten Bücher hat, dem empfehle ich die aktuellste Verfilmung von Im Westen nichts Neues (2022)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hatte die letzten Wochen viel Zeit zum Lesen. Daher mal die letzten gelesenen Bücher:

1984
War hier schon vor der Forenumstellung Thema. Leider sind die entsprechenden Einträge hier nicht mehr aufgetaucht. Der Schluss des Buches ist recht brutal.

Abenteuer Tiefe
Die Autobiographie von Robert Ballard, dem Entdecker der Titanic u.a. Schiffswracks. Nachdem ich alle seine Bücher zu seinen Expeditionen im Schrank habe, war das ein Musskauf.

Mercedes-Benz W196 - Der letzte Silberpfeil
Jetzt wird's technisch. Schöner Bild- und Textband.

Die Mauer / Entscheidung in Mogadischu
Zwei Bücher vom Stern. Beide sehr detailliert und eindrücklich bebildert. Die Mauer: vom Mauerbau bis zum -fall. Entscheidung in Mogadischu handelt von der Schleyer- und Landshut-Entführung.

Buchheim
Die Biographie von Yves Buchheim über seinen Vater bzw. die Familie.

Wilhelm Conrad Röntgen
Biographie von Hans Leicht. Röntgen, ein bescheidenes Genie!
 
Ich habe es mal wieder mit dem sehr humorigen Augenzwinkern von Sven Regener, der Bremer ist ja auch dem ein oder anderen als Sänger und Trompeter der Band Element of Crime bekannt. Bei ihm darf ich es sagen, er kann beides...musizieren und schreiben! Dieses Buch erinnert mich in vielen Passagen an die Ereignisse, die ich in den vielen Jahren als Musiker "on the road" so erlebt habe. Dieser Roman ist wie aus dem Leben so vieler Musiker geschrieben...quasi Sex, Drugs & Rock'n Roll, von einem völlig abgedrehten Alltag, in den man sich allzu oft verlieren konnte, wenn man nicht immer mal wieder dagegen gesteuert hat.

Inhalt:

"Karl Schmidt, am Tag des Mauerfalls Opfer eines Nervenzusammenbruchs, wird nach Jahren der Versenkung von alten Freunden in einer Drogentherapie in Hamburg wiedergefunden. Die mittlerweile erfolgreichen Kumpels wollen mit ihrem Plattenlabel auf einer Tour durch das Deutschland der 90er den Rave-Spirit mit dem Hippiegeist der 60er versöhnen - und brauchen dafür einen nüchternen Betreuer. Für Karl die Chance, seiner trostlosen Existenz aus Drogen-WG, Hilfsjobs und Gruppentherapie zu entkommen."

Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt - Verlag: KiWi-Taschenbuch 2013

Viel Spaß beim lesen!!!
 
Das englischsprachige Buch The Genius of the Few: The Story of Those who Founded the Garden in Eden von Christian und Barbara Joy O'Brien untersucht die Ursprünge der Zivilisation und stellt die These auf, dass um 8000–9000 v. Chr. eine fortschrittliche Gruppe von „Weisen“ – die Annanage oder „Shining Ones“ („Leuchtende“) – im südlichen Libanon, im Gebiet des Rachaiyah-Beckens, eine Siedlung namens Kharsag gründete. Diese Region wird von den Autoren mit dem biblischen Garten Eden identifiziert.



Basierend auf Übersetzungen sumerischer Tontafeln, den äthiopischen und slawischen Enoch-Büchern sowie biblischen Texten argumentieren die O’Briens, dass diese „Leuchtenden“ die ersten Landwirtschaft, Züchtung und zivilisiertes Leben lehrten. Sie interpretieren biblische Begriffe wie Elohim (als „die Leuchtenden“) und YHWH (als „Anführer“) neu und sehen in den alten Schöpfungsgeschichten verklärte Erinnerungen an historische Ereignisse.

Das Buch verbindet archäologische, linguistische und textliche Beweise, um eine alternative Lesart der Frühgeschichte der Menschheit zu bieten und stellt traditionelle religiöse Interpretationen der Genesis in Frage.

Wer sich für das Thema interessiert und eventuell Vorkenntnisse über die Babylonier und Assyrer besitzt, für den ist dieses Buch ein Augenöffner. Das gebundene Buch kostet 24,50 GBP und als. als Ebook 8,-- GBP.
 
Hat Erich von Däniken auch schon geschrieben. Bei dem waren es dann allerdings Aliens. Fand ich als Jugendlicher total schlüssig, heute bin ich eher…naja, skeptisch.
 
Hat Erich von Däniken auch schon geschrieben. Bei dem waren es dann allerdings Aliens. Fand ich als Jugendlicher total schlüssig, heute bin ich eher…naja, skeptisch.

Kann man auch gut als Auffrischung des Englischen betrachten und dabei Dinge lernen, die nachweisbar sind. Wenn Dich das Thema trotz Deiner Skepsis interessiert, kannst Du Dir die "Enuma Elish" durchlesen, der babylonische Schöpfungsmythos, das Epos, das in etwa 1000 Zeilen auf sieben Tontafeln in Keilschrift verfasst wurde, erzählt die Geschichte der Weltentstehung, des Götterkampfes um die Vorherrschaft und den Triumph des Gottes Marduk. Die Sumerer gab es nachweislich und waren die Begründer der ersten Hochkultur vor mehr als 4000 vor Ch.
 
1984
War hier schon vor der Forenumstellung Thema. Leider sind die entsprechenden Einträge hier nicht mehr aufgetaucht. Der Schluss des Buches ist recht brutal.
Hatte das Buch im Jahr 1984 als Schüler als Unterrichtsthema und vor kurzem erneut gelesen. War damals wie heute eine fesselnde Story, die einem die Schrecken von totalitären Systemen vor Augen führt. Und aus dem Blickwinkel der Gegenwart ist es ebenfalls erschreckend, dass in dem Buch fiktiv geschildete Überwachungstechniken, Datenanalysen, Informationsmanipulationen, allgegenwärtige Propaganda etc. in der Gegenwart so oder zumindest in ähnlicher Form bekannt vorkommen.
Die Mauer / Entscheidung in Mogadischu
Zwei Bücher vom Stern. Beide sehr detailliert und eindrücklich bebildert. Die Mauer: vom Mauerbau bis zum -fall. Entscheidung in Mogadischu handelt von der Schleyer- und Landshut-Entführung.
Hast du ggf. "Der Baader-Meinhof-Komplex" von Stefan Aust gelesen? Ein sehr informatives und Buch, welches die Hoch-Zeit der Rote Armee Fraktion von deren Gründung bis zum "Heißen Herbst" 1977 protokolliert.
 
Kann man auch gut als Auffrischung des Englischen betrachten und dabei Dinge lernen, die nachweisbar sind. Wenn Dich das Thema trotz Deiner Skepsis interessiert, kannst Du Dir die "Enuma Elish" durchlesen, der babylonische Schöpfungsmythos, das Epos, das in etwa 1000 Zeilen auf sieben Tontafeln in Keilschrift verfasst wurde, erzählt die Geschichte der Weltentstehung, des Götterkampfes um die Vorherrschaft und den Triumph des Gottes Marduk. Die Sumerer gab es nachweislich und waren die Begründer der ersten Hochkultur vor mehr als 4000 vor Ch.
Auf jeden Fall interessant, ja.
 
Der kurze Roman "The Tissue Culture-King" von Julian Huxley (1927), einem Bruder des bekannteren Aldeous Huxley (Schöne Neue Welt).

Im Roman nutzt der Protagonist tatsächlich Schutzmaßnahmen gegen mentale Beeinflussung: Insbesondere stellt sich am Ende heraus, dass Metall – in Form von Kappen aus Metallfolie („caps of metal foil“) und eines „tin pulpit“ – als Abschirmung gegen Gedankenübertragung bzw. telepathische Suggestion dient. Die Hauptfigur und seine Begleiter konnten sich damit gegen die massenhafte Hypnose und telepathischen Befehle schützen, die im Roman wissenschaftlich erzeugt werden. Das Wissen um die isolierende Wirkung von Metall wird bewusst genutzt, um nicht von kollektiver Beeinflussung, etwa einem Befehlswille der „nationalen Superconsciousness“, erfasst zu werden.

Der Ursprung des Begriffs „Aluhut“ als Schutz gegen Gedankenmanipulation lässt sich tatsächlich auf diesen Roman zurückführen, in der eine Metallkappe zur Abwehr telepathischer Kontrolle getragen wird. Ursprünglich stand der „Aluhut“ daher literarisch für Autonomie, kritische Distanz und Schutz vor Manipulation — also für eine Position, die durchaus als rational und aufklärerisch gemeint war.

Die Verwandlung vom Symbol der Aufklärung (Aluhut) zum Symbol für Verschwörungsdenken ist ein kultureller Umdeutungsprozess, der das ursprüngliche Narrativ verfälscht.

Der Roman ist bei Archive.org gratis (deutsch & englisch) zu finden und zeigt den wahren Ursprung des häufig falsch verwendeten Begriff "Aluhut".
 
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