Wer liesst denn noch heutzutage?

Eschbachs Romane z.B. haben immer sonen moralisierenden Unterton, man liesst seinen erhobenen Zeigefinger geradezu. Das Buch "Ausgebrannt" ist z.B. sagenhaft. Aber die Annahme, daß das Internet mal Geschichte sein wird, die er zT auch in anderen seiner Bücher postuliert, ist einfach mal sagenhaft peinlich.

Man sieht ihn förmlich in seiner französischen Einöde, wo er versucht sich mit Mühe und Not selber zu verköstigen, wenn er sowas schreibt.
 
Ich lese gerade von Arne Dahl "Bußestunde". Dieses Buch, welches den Abschlussband der A-Team-Reihe darstellt, kam leider aus nicht nachvollziehbaren Verlagsgründen erst diesen Sommer raus. Die beiden indirekten Nachfolgebände "Gier" und "Zorn" kamen (leider) schon vorher auf den Markt.

Mit "Bußestunde" ist Arne Dahl wieder ein richtig gutes, stilistisch in sich geschlossenes Werk gelungen. Vor allem erfährt man noch einmal viel über das Innenleben der Hauptpersonen um Paul Hjelm und seine Truppe. Was mich persönlich gefreut hat, ist das die Musik von e.s.t., diesmal mit dem Album "Tuesday Wonderland" wieder sehr schön mit in das Buch eingebaut wird und dann folgerichtig zu Bach´s h-moll Messe wandert.

Arne Dahl schafft es, der A-Gruppe einen würdigen Abschluss zu ermöglichen und natürlich ist "Bußestunde" für jeden Leser dieses Zyklus ein Muß!
 
@oceandreamer
"A Team" wird wohl vom Großteil aller User - auch hier im illustren Literaturkreis - für eine Gruppe um einen zigarrerauchenden Alten Mann, einem schwarzen Truckfahrer, einen manisch depressiv-paranoiden Fliegerass und nem Frauenschwarm - alles Ex-Marines - gehalten.

Deiner Beschreibung nach gehts aber bei dem Zyklus um was ganz anderes?

Sollte ich falsch liegen: :lol:
 
@Schmolle: Um das von dir angesprochene "A-Team" geht es mit Sicherheit nicht, Gott bewahre. :D

Im Zyklus von Arne Dahl geht es um eine schwedische Sondereinheit, welche von Dahl als "A-Team" bezeichnet wird.

Ansonsten fällt mir gerade auf, das hier gar nicht auf den Tod von Erich Loest eingegangen wurde. Ich empfehle als Lektüre zumindest seine Romane "Nikolaikirche" (da gibt es auch eine sehr gelungene Verfilmung von) und "Es geht seinen Gang oder Mühen in unserer Ebene".
 
koschi hat im Paralleluniversum den Kondolenzreigen für Loest eröffnet. Ich gfür meinen Teil kann mit "OstLitratur" sehr wenig anfangen und kenne daher bewußt nichts von Loest.
Soll aber n richtig guter gewesen sein (ich finde Ostliteraten liesst man ihre Herkunft an, die sind so allegorisch, metaphorisch und gedrechselt am Schreiben).
 
Der Ozymandias Band fällt - wie die ganze figur - bei der Before Watchmen Serie etwas heraus. Letztlich ist er allerdings die zentrale Figur des ganzen, schließlich geschieht die "Maskenmörder" Serie auf seine Veranlassung hin, um "für das größere Wohl" die Welt zu retten.
Er geht förmlich über Leichen.
Das 11 Kapitel/der elfte Band in Watchmen war schon eigenständig in dieser völlig eigenständigen Serie (mal abgesehen von der Einspielung des "Black Freighter"), dieser 5te Band der "Before Watchmen" Reihe ebenso.
Blendend gezeichnet von Jae Lee - den die Anhänger der Dunkler Turm Reihe kennen (insesondere die ersten 5 Bände!).
Gefällt mir außerordentlich.
Der am meisten unterschätzteste Charakter der Watchmen.
 
Tom Clancy ist gestorben. Hab von ihm ein paar Bücher im Regal, aber nie eins gelesen. Kenne ihn daher mehr durch das Computerspiel Splinter Cell.
 
Meine Freundin liest aufm Kindle.

Ich selbst lese noch die guten alten "normalen" Bücher :D

Das letzte war von Simon Beckett - Leichenblässe und momentan habe ich begonnen das Buch Verwesung zu lesen.

Sind wirklich Klasse die Bücher um David Hunter.
 
Ich habe gerade "Rot" von Taavi Soininvaara gelesen. Sehr spannend, aber auch anspruchsvoll, weil mehrere Handlungsstränge, die auch noch alle auf bestimmte Weise miteinander verwoben sind, erzählt werden.
 
Heute Before I Go To Sleep beendet. Spannend erzählt. Kann ich empfehlen.

Quäle mich derzeit immer noch mit Das Druidentor von Hohlbein. Da lese ich schon seit Frühjahr dran und ich leg's immer wieder weg, weil's stinkenlangweilig und schlecht geschrieben ist...
 
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