Matze Knops Buch kenne ich nicht, kann zumindest ich nichts zu sagen.
An Manny mein Aufruf: Hier unbedingt was über das Paralell-Universums-Buch einzutragen sobald er es durchgelesen hat. Hört sich gut an.
War auch gut. Hab's endlich geschafft, das Buch zu lesen.
Also, worum geht's? Die ersten ~4-5 Kapitel beschäftigen sich noch mit dem Gang der Wissenschafft bis heute. Sprich: es werden die Errungenschaften Kopernikus', Galileos und Newtons etc. durchgekaut, um eine gewisse Wissensgrundlage zu schaffen. Kennt man sich darin schon gut aus, kann man diese Kapitel getrost vernachlässigen. Für alle anderen(mich inklusive) mag das ein oder andere durchaus interessant und evtl. wichtig für das weitere Verständnis sein, aber richtig los geht's erst, wenn die beiden Autoren anfangen über das Multiversum zu sinnieren. Denn nach dem etwas zähen Einstieg, hat mich schon ein gewisses "Wissenschaftsfieber" gepackt. Die Theorien über das Multiversum sind wirklich verdammt spannend. Und das obwohl, die Autoren hierbei ständig mit Quanten-, String- und sonstigen Theorien, die vermutlich den wenigsten Physiklaien verständlich sein dürften, hantieren(müssen). Wird der Stoff mal zu theoretisch, schaffen sie es das Buch mit witzigen Annekdoten aufzufrischen.
Neben dem reinen Verständlich machen der Multiversums-Theorien, werden auch deren moralische und ethische Konsequenzen behandelt. Etwas geärgert hat mich das letzte Kapitel "Wo ist Gott?". Zwar ist es löblich, dass sich in einem wissenschaftlichen Buch mit der Existenz Gottes beschäftigt wird, jedoch geschah dies hier mMn ziemlich lieblos, aber darüber lässt sich sicherlich streiten.
Neben all den Sachinformationen erfährt man aber auch sehr viel über die heutige Wissenschaftler-Szene. Ich fand es irgendwie erstaunlich, ein wenig erschreckend und gleichermaßen witzig, wie borniert viele Wissenschaftler auch im 21. Jahrhundert noch sind. Glücklicherweise gibt's auch noch den ein oder anderen Visionär unter denen.
Nunja, jedenfalls ist das Buch auf jeden Fall mehr als einen Blick wert. Zwar haben die diversen Multiversums-Theorien mein Weltbild nicht (wie befürchtet?) komplett auf den Kopf gestellt, aber man gewinnt zumindest einige Erkenntnisse über "den Stand der Dinge". Und das auf sehr unterhaltsame Weise. Mein Interesse an populärwissenschaftlichen Büchern ist jedenfalls geweckt und ich werde in diesem Genre definitiv noch weiterstöbern.:thumb: (Vielleicht hast du, Schmolle, da ja noch was parat?

)
Hab dann heute morgen direkt mit dem "Mann mit der Ledertasche" von Bukowski, welches Niedersachse mir empfohlen hat, begonnen. Nach den ersten 100Seiten kann ich zumindest schonmal sagen, dass es bis jetzt wirklich ziemlich unterhaltsam ist. Auch hier::thumb:
