Nachdem ich mir vorgenommen habe, wieder mehr zu lesen, habe ich am Sonntag den Anfang mit "Die Kinder Hurins" gemacht. Das Buch wurde von J.R.R. Tolkien verfasst und berichtet von den ältesten Tagen Mittelerdes, weit vor der Geschichte um den Herrn der Ringe. Als ich die Einführung gelesen habe, war ich schon kurz davor, das Buch wieder zur Seite zu legen, da in dieser um die 50 Namen, die sich ziemlich gleich anhören, erwähnt wurden. Dennoch habe ich begonnen, die Geschichte zu lesen und ich bereue es absolut nicht. Das Buch lässt sich sehr flüßig und verständlich lesen, sodass ich gestern Abend die letzte, die 311. Seite, hinter mich gebracht habe. Daraufhin folgt noch eine Auflistung aller Namen so wie eine kurze Beschreibung der Orte/Personen und auch eine Karte ist beigelegt, damit man den Handlungspunkt besser vor Augen hat. Ich persönlich habe die Karte jedoch nicht benutzt, da ich mir die aktuelle Handlung immer in Gedanken vorstelle.
Zur Geschichte: Die Geschichte handelt von Turin, dem Sohn Hurins, der ein angesehener Mann ist. Auch wie in den Büchern um den Herrn der Ringe, ist Morgoth hier der große Feind der Menschen und Elben. Eines Tages geschieht es, dass Hurin seine Familie verlässt, um gegen Morgoth und seine Orks in den Krieg zu ziehen. Dabei wird Hurin gefangen genommen und an einen steinernden Stuhl gefesselt. Ein Fluch sollte nun über ihn herrschen und er konnte seinen Platz auf dem Stuhl nicht verlassen. Weil Morgoth immer mehr Macht erlangt, schickt Morwen, die Frau Hurins, ihren Sohn Turin zu Bekannnten und Freunden weiter in den Süden. Dort wird er herzlich empfangen und er reift zu einem tapferen Mann, der bestens mit Waffen umgehen kann. Er hat dort viele Freunde, jedoch auch einen großen Feind, der neidisch auf ihn ist. Mit diesem gerät er in den Streit und tötet ihn, ausversehen, nach einer Hetzjagd. Er flieht aus dem Süden, da er dort vor Gericht verurteilt werden sollte. Im Wald schließt er sich einer Truppe von Geächteten an und kämpft mit diesen gegen die Orks. Eines Tages kommt ein Bote zu ihm, ein guter Freund, und überbringt ihm die Nachricht, dass die Klage im Süden gegen ihn fallen gelassen wurde und er zurückkehren solle. Turin aber fühlt sich in seiner Ehre verletzt und kehrt nicht zurück. Stattdessen formt Turin ein Heer aus Geächteten und Geflohenen und schlägt ein Lager in einem Berg auf. Er und sein Heer kämpfen ständig gegen die Orks und lernen diesen das fürchten. Dann jedoch wird Turins Heer verraten und von einer großen Anzahl Orks an ihrem Lagerplatz angegriffen. Sie haben keine Chance. Alle Leute außer Turin und sein bester Freund sterben. Sein Freund wird für tot gehalten, da er sich nicht mehr rührt und Turin wird von den Orks verschleppt. Sein Freund jedoch ist nicht tot, stattdessen sammelt er neue Kräfte und folgt den Orks. Er findet auf dem Weg einen Mittstreiter und befreit Turin schließlich mitten in der Nacht, während eines starken Gewitters. Turin, der währenddessen schlief, wacht plötzlich auf und erschlägt seinen Freund in der Annahme, er sei ein Ork. Während sich all dies zu trägt, machen sich Morwen und ihre neugeborene Tochter auf den Weg in den Süden auf, um Turin aufzusuchen. Doch er war nicht dort. Dennoch verweilten Morwen und ihre Tochter, Turins Schwester, dort weiterhin. Turin begibt sich nun in ein Land der Elben. Auch dort wird er freundlich aufgenommen und bald sollte er der Anführer der Krieger der Elben sein. Er führt sein übergroßes Heer in den Krieg. Doch sie verlieren. Sein Heer wird vernichtet und das ganze Reichtum der Elben zerstört. Turin ist am Ende der letzte Überlebende und steht einem Drachen gegenüber. Dieser legt einen Fluch auf ihn und lässt Turin daraufhin gehen. Wieder ist Turin alleine auf dem Weg durch die Wildniss, bis er sich schließlich einer Gruppe Waldmenschen anschließt. Auch dort wird er geehrt und hat schon bald inoffiziel das Sagen. Morwen und ihre Tochter erfahren jedoch von der Geschichte um die gefallende Festung der Elben und sie hören auch, dass Turin dort gekämpft haben soll. Weil sie ihn vermissen, machen sie sich auf in das Reich der Elben, um Turin oder dessen Leiche zu finden. Stattdessen erwartet sie dort der Drache. Morwen kann entkommen, ihre Tochter jedoch wird ebenfalls verflucht. Die Tochter flieht daraufhin in den Wald und wird von den Waldmenschen aufgenommen. Sie verliebt sich in Turin und bald heiraten sie. Beide wissen natürlich auf Grund des Fluch's nicht, dass sie Bruder und Schwester sind. Durch Kundschafter erfährt Turin, dass der Drache auf dem Weg zu seinem Volk ist und beschließt, ihn durch eine List zu töten. Dies gelingt auch, jedoch ist Turin ebenfalls so schwer verwundet, sodass er ohnmächtig wird. Seine Frau/Schwester ist ihm heimlich mit einigen Gefährten gefolgt und glaubt, Turin sei tot. Während sie neben Turin und dem Drachen sitzt, sagt der Drache mit seinen letzten Worten, dass beide Bruder und Schwester seien. Daraufhin nimmt Turin's Schwester sich das Leben. Turin jedoch erwacht und geht zu seinem Volk zurück. Dort erfährt er, dass Nienor (so heißt sie) seine Schwester gewesen ist und sie sich das Leben genommen hat. Turin denkt über all seine Taten nach, erinnert sich, wie er einen seiner Freunde getötet und ein Volk der Elben ausgelöscht hat, entfernt sich vom Rest der Gruppe und nimmt sich, an dem Platz, wo der Drache liegt, ebenfalls das Leben, indem er sich in die Klinge seines Schwertes stürzt. Er wird dort begraben und sein Vater, Hurin, wird freigelassen. Morwen, die Mutter, trifft Hurin, den Vater Turin's, am Grab ihres Sohnes wieder und stirbt, während sie die Hand ihres Mannes hält.
Das Buch hat mir alles in allem gut gefallen und man kann es sehr flüßig lesen. Etwas, was mich jedoch oft gestört hat, ist die Tatsache, dass immer wieder Namen der Charaktäre und der Orte geändert wurden und man dadurch schnell durcheinander kam. Ansonsten bringt dieses Buch alles mit, was es haben muss. :thumb: