Wer liesst denn noch heutzutage?

Ich lese in ein paar Wochen wieder ziemlich viel, da ich dann das neue Kindle bekomme :-)) Ganz gut für Uni Sachen oder abends mal nen Buch zu lesen.
So kann man es sich z.B. sparen, Licht anzumachen, lesen und danach wieder aufstehen zu müssen um es auszumachen :D
 
Zitat von Flo in Grün-Weiß;1918214:
Hat jemand zufällig ein Lesetagebuch zu Antigone zu verschenken?:D

Antigone ist jetzt aber echt nicht so schwer zu lesen :confused: Mal abgesehen davon, dass ich es in meiner Freizeit gelesen habe, habe wir so einen Scheiss zum Glueck eh nie gemacht. Wir haben Texte interpretiert...

Das war nicht böse gemeint, aber ich konnte diese Vorlage einfach nicht ungenutzt liegen lassen.

Ok, dann verstehe ich nur den "Witz" nicht. Ich dachte mir naemlich schon "Huch, was ist dem jetzt ueber die Leber gelaufen"



Doch, da kommt noch mehr. Allerdings gehört zu den Merkmalen Kings, dass der Horror so gut wie nie alleine von außen kommt, sondern zumeist eine Art Resonanz auf innere Konflikte der Protagonisten darstellt. In diesem Buch hat er es möglicherweise mit der Innenbetrachtung etwas übertrieben, aber grundsätzlich bleibt er seinen Prinzipien hier treu.

Ich werde es auf jeden Fall ueber Weihnachten noch zu Ende lesen, aber da ich nur begrenzt Buecher mit zur Uni nehmen konnte waren mir andere einfach wichtiger ;) Dennoch war der (fehlende) Horror eigentlich kein Problem fuer mich, ich wuerde sogar eher sagen, dass ich mit typischer Horroliteartur weniger anfangen kann. Dieses Buch wollte ich auch nur wegen der psychologischen Ebene lesen. ;)
Meine Probleme zu dem Buch waren wie gesagt eher andere. :rolleyes:

(ich glaube das heißt "Das Spiel" oder?)

Wikipedia sagt ja, sorry ich hatte keine Ahnung. :D

An King werden sich immer die Geister scheiden weil seine Stories die er erzählt banal sind er aber im besten Sinne sie wie ein Romancier erzählt sind sie wiederum "irgendwie" gut.

Hm? Ich weiss jetzt nicht, wie du Romancier definierst, aber fuer mich impliziert das idR etwas mehr Anspruch und hoehere Literatur. Ich finde eigentlich umgekehrt, dass bei King der Plot und die Idee zwar oft simpel, aber irgendwie genial und interessant klingen, das ganze aber gerade durch die Schreibweise versaut wird, weil die dann doch wieder ganz Trivialliteratur ist :rolleyes: Ausser 'Different Seasons' habe ich von King eben keine sprachlichen Finessen oder besonders schoene Passagen im Kopf, aber diese Novellen zeigen ja, dass er es kann.

Mir ist aber auch klar, dass Gerald jetzt nicht zu den "grossen" Werken gehoert. Die ersten beiden Buecher der Turm Reihe habe ich noch bei meinen Eltern stehen, die werde ich sicherlich nochmal lesen. Ausserdem moechte ich "The Stand" mal lesen, das klingt eigentlich wie etwas, das mir gefallen muesste. Die Novellen fand ich naemlich so gut, dass ich noch nicht aufgeben will :D


So kann man es sich z.B. sparen, Licht anzumachen, lesen und danach wieder aufstehen zu müssen um es auszumachen

Also ich hab ne Leselampe ;) Und seit gestern ein nach Farben sortiertes Buecherregal und ich finde das sieht toll aus :applaus:
 
@la mariposa
Ich meine Romancier schon im Sinne von Romancier. King wird dahingehend unterschätzt. Er verfügt über eine recht geschliffene Schreibe d.h. er hält sich kurz und prägnant benutzt seltenst die indirekte Rede, kaum Adverbiale Bestimmungen und kaum Schachtelsätze, uninteressantes lässt er eher weg - das erscheint bei seinen "dicken Wälzern" irgendwie komisch zu sein aber ich empfinde es so.

Der Großmeister hierin ist John Steinbeck - was die jüngere Literatur anbetrifft: Keine adverbialen Bestimmungen. Kurze knappe Sätze, direkte rede. In der deutschsprachigen Literatur ist es jüngst Christian Kracht.

Mit Romanciers meinte ich nicht die mit "Metaphern und Adverbien vollgeplusterten "Franzosen", die in ihrem Parfümduft ersticken." - um jetzt mal metaphorisch zu sein. Das ist für mich so aus einem Nichts etwas interessantes machen zu wollen indem man sich einer gewundenen Sprache befleißigt. Goethe hatte "es drauf" - der kam auch schnell zum Punkt. Thomas Mann konnte es auch - spielte aber gern wie eine Katze gern mit dem Essen - im übertragenen Sinne, versteht sich.
 
@la mariposa
Ich meine Romancier schon im Sinne von Romancier. King wird dahingehend unterschätzt. Er verfügt über eine recht geschliffene Schreibe d.h. er hält sich kurz und prägnant benutzt seltenst die indirekte Rede, kaum Adverbiale Bestimmungen und kaum Schachtelsätze, uninteressantes lässt er eher weg - das erscheint bei seinen "dicken Wälzern" irgendwie komisch zu sein aber ich empfinde es so.

Der Großmeister hierin ist John Steinbeck - was die jüngere Literatur anbetrifft: Keine adverbialen Bestimmungen. Kurze knappe Sätze, direkte rede. In der deutschsprachigen Literatur ist es jüngst Christian Kracht.

Mit Romanciers meinte ich nicht die mit "Metaphern und Adverbien vollgeplusterten "Franzosen", die in ihrem Parfümduft ersticken." - um jetzt mal metaphorisch zu sein. Das ist für mich so aus einem Nichts etwas interessantes machen zu wollen indem man sich einer gewundenen Sprache befleißigt. Goethe hatte "es drauf" - der kam auch schnell zum Punkt. Thomas Mann konnte es auch - spielte aber gern wie eine Katze gern mit dem Essen - im übertragenen Sinne, versteht sich.


Ok, danke, jetzt weiss ich eher was du meinst. Meines Wissens nach heisst 'Romancier' ja eigentlich nichts anderes als 'Romanschreiber', aber das kann vieles sein. ;) Mir ist aber auch klar, dass es verschiedene Beudeutungen gibt die damit assoziiert werden koennen. Ich dachte bisher immer, dass man das eher fuer erfahrene Romanschreiber, die einen etwas hoeheren Anspruch haben, also keine Trivialliteratur. Christian Kracht sagt mir jetzt nichts, aber ich finde es interessant, dass du King jetzt mit Steinbeck vergleichst. Denn waehrend ich meinte, dass ich King etwas zu plump finde, zumindest bei Gerald und den Kuscheltieren, gefaellt mir der Stil von Steinbeck super. Jetzt frage ich mich aber wieso das war. Steinbeck ist bei mir schon eine ganze Weile her und da war mein Englisch noch nicht so gut wie jetzt, aber ob es nur daran lag? :confused: Oder habe ich in letzter Zeit zu viel Literatur gelesen, die mal so gar nicht auf den Punkt kommt? :lol:
 
Ich bin gerade mit Jack Ketchum - Beutezeit fertig geworden. Ein meiner Meinung nach geniales Buch,
der absolute Horrorroman. Jack Ketchum ist ein Autor der nicht so detailliert schreibt wie Stephen King, der wie ja gerade diskutiert wurde 150 Seiten über ein Wasserglas schreiben kann, Jack ketchum schreibt gradlinieg aber auch interessant. Die Story ist gut zwar nicht so einfallsreich aber trotzdem brilliant. Besonders das ende zeigt das man wenn man es eigentl. schon geschafft hat man trotzdem noch auf die Schnauze fallen kann.
Das Buch ist aber auch ziemlich brutal das mit Abstand das brutalste was ich bis jetzt überhaupt gelesen habe, das Buch tut zum Teil die grenzen überschreiten.
Trotzdem ist es meiner Meinung ein sehr gutes Buch, vom dem ich bald den Nachfolger lesen werde.
Erst ist aber Craig Russel - Brandmal dran
 
Zitat von Flo in Grün-Weiß;1918976:
Ich hab kein Problem, das Ding zu lesen, abgesehen davon, dass ich es todlangweilig finde. Ich hab schon eher ein Problem damit, für jeden Aufzug einen Text zu schreiben, worum es im jeweiligen geht.:wuerg:

;)

Aber Achtung, es sind manchmal Fehler drin, also gelesen haben solltest du das Stueck schon. Und nein, ich kenne keine vergleichbare Webseite auf Deutsch, sorry :(
 
@basti
Erzähl mal. Welche Bücher z.B., und warum.

@la mariposa
Da du dich ja gerade auf "der Insel" befindest könntest du ja mal Dickens (sofern noch nicht geschehen) lesen. In "Great Expactations" beispielsweise findet sich vieles, was spätere Trivialiteratur, auch die King`sche, ausmacht.
 
@la mariposa
Da du dich ja gerade auf "der Insel" befindest könntest du ja mal Dickens (sofern noch nicht geschehen) lesen. In "Great Expactations" beispielsweise findet sich vieles, was spätere Trivialiteratur, auch die King`sche, ausmacht.


'A Tale of Two Cities' ist eines meiner absoluten All time Favourites :applaus: Auch wenn es vielleicht nicht so der typischste Dickens-Roman ist. Und bei uns im Studium ist Dickes generell natuerlich sowieso Pflicht ;) Great Expectations habe ich aber in der Tat noch nicht gelesen.

Und uebrigens - generell habe ich ja nix gegen Trivialliteratur. Ich hab sogar The Da Vinci Code gelesen und fand es so semi-unterhaltsam :D
 
Zitat von Flo in Grün-Weiß;1919349:
Danke, aber es sollte schon ein nicht im Internet auffindbares sein. Jeder hat ja so seinen Ruf.:D

Ich werde es wohl selbst schreiben müssen.:zzz::D

Naja, ich nehme mal an, ihr lest es in Deutsch, also muesstest du eh noch uebersetzen und ich bezweifele, dass das ein Lehrer rausfindet. Aaaaber, das ist natuerlich gut so, denn jeder sollte seine Hausaufgaben selber machen und es ist nur gut fuer dich usw usf :D :p
 
Naja, ich nehme mal an, ihr lest es in Deutsch, also muesstest du eh noch uebersetzen und ich bezweifele, dass das ein Lehrer rausfindet. Aaaaber, das ist natuerlich gut so, denn jeder sollte seine Hausaufgaben selber machen und es ist nur gut fuer dich usw usf :D :p

:D

Stimmt, wenn ich an meine Tutorin denke... die kann kaum englische Artikel.:lol:

Aber literarische Auswertungen zu übersetzen bzw. in Englisch zu lesen, muss ich jetzt echt nicht haben.:D

Am letzten Sonntag der Ferien mach ich mich ran.:beer:
 
Zitat von Flo in Grün-Weiß;1919363:
:D

Stimmt, wenn ich an meine Tutorin denke... die kann kaum englische Artikel.:lol:

Aber literarische Auswertungen zu übersetzen bzw. in Englisch zu lesen, muss ich jetzt echt nicht haben.:D

Am letzten Sonntag der Ferien mach ich mich ran.:beer:


Kleiner Tipp fuers naechste Mal: Gleich nach jeder Szene etwas tippen. Lesetagebuch hoert sich zwar immer doof an, kann aber Gold wert sein. Inzwischen mache ich mir zu jedem Stueck ein Worddokument, wo ich die Inhalte der Szenen kurz zusammenfasse, evtl sogar wichtige Passagen rausschreibe und Interpretationsansaetze festhalte, weil wir ja nicht mehr in die Buecher reinschreiben/malen duerfen. Das war in der Schule bei uns auch immer in der Klausur erlaubt. Bei ein paar Stuecken hab ich das nicht gleich gemacht, weil ich die unterwegs gelesen habe und da kann ich mich jetzt im Nachhinein auch nur schwer aufraffen. ;)
 
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