Wer liesst denn noch heutzutage?

Jetzt habe ich gerade Simon Beckett neuen David Hunter durchgelesen.
The Calling of the Grave

War wieder sehr spannend und mal wieder ein hammer-unerwartetes Finale :applaus:
 
@zoggg: Würdest du das Lahm-Buch empfehlen oder lohnt es sich nicht wirklich, es zu kaufen?

Die Frage ist, was du von diesem Buch erwartest. Gerade habe ich gestern über dieses Buch mit jemandem gechattet, der es sich auch kaufen möchte, z.T. aber Fragen beantwortet erhofft, die (bis zu meinem jetzigen Stand) aber gar keine Rolle spielen.

Das Buch liest sich ziemlich gut und flüssig. Autor wird Lahm in diesem Leben aber nicht mehr. Der Schreibstil ist recht jugendlich gehalten. Liegt auch daran, dass Lahm die Zielgruppe klar benannt hat: Junge Fussballer, die von einem Profidasein träumen.

Grundsätzlich stecken da aber viele spannende Ansätze drin, von denen man die meisten aber selber zu Ende denken muss. Es gibt aber vieles her und bestätigt den Eindruck über Lahm, dass er begreift, wie die Fussballlandschaft funktioniert. Der hat echt Ahnung.

Der große Abklatsch von Mitspielern und Trainern, als den die Medien das Buch gerne verkaufen wollen, bleibt aber aus. Also kein Pendant zu "Nichts als die Wahrheit". Was auch weg fällt ist Privates von Philipp Lahm. Klarer Fokus auf Fussball. Er erzählt auch nicht, was er neben dem Fussballplatz treibt - bisher nichts über Werbetermine. Ich weiß aber, dass in jedem Fall noch ein Kapitel über die Philipp-Lahm-Stiftung kommen wird.

Lahm nennt mehrere Punkte, die im Profisportlerdasein wichtig sind oder für ihn waren. Da steckt schon viel drin. Vieles wird aber gar nicht Genauer beschrieben, sondern nur grob angerissen. "Wissenschaftlich" ist das gar nicht so stark.

Das Buch beinhaltet viele nette Anekdoten vom Trainingsplatz. Das wiederum ist echt gut.

Und zu guter letzt werden besondere Momente reflektiert. Lahms CL-Debüt gegen ManU oder das Eröffnungsspiel der WM 2006. Grade bei letzterem beschreibt er wirklich positiv emotional, weswegen das Buch für Fans von Stuttgart, Bayern oder der deutschen NM noch interessanter ist.

Insgesamt kommt es wirklich darauf an, was dir am Buch wichtig ist. Ich persönlich finde, dass es gut einen Überblick über Fussballerkarrieren gibt und Spaß zu lesen macht.
 
Jetzt habe ich gerade Simon Beckett neuen David Hunter durchgelesen.
The Calling of the Grave

War wieder sehr spannend und mal wieder ein hammer-unerwartetes Finale :applaus:

Also ich habe es sofort nach erscheinen auf deutsch gelesen. Ich persönlich war enttäuscht davon. Hat mich nicht vom Hocker gerissen und fand ich schwach im Vergleich zu den Vorgängern.
 
Beckett ist ein häufig anzutreffender Autor hier.

Ich habe Paulo Coelhos buch gehört und höre nun Bernard Cornwells "Im Zeichen des Sieges". Sein Roman über die Schlacht bei Azincourt.
 
@zoggg: Danke für deine ausführliche Meinung über das Buch. :tnx: Dass, was du geschrieben hast, überzeugt mich persönlich noch nicht so sehr. Werde mir nochmal gut überlegen, ob ich es mir tatsächlich kaufe.
 
Falls jemand gerne Thriller/Horror ließt, dem kann ich Jack Ketchum wärmstens empfehlen. Wobei der Horror nichts Übernatürliches hat, sondern eher bei ganz normalen Leuten in der Nachbarschaft stattfindet. Seit Jahren ist Jack Ketchum a.k.a Dallas Mayr ein verkannter Schriftsteller aus den U.S.A., der dank seines kompromisslosen Schreibstils rigoros von den Kritikern ignoriert wird. Sein bestes Buch, Evil (The Girl next Door), wurde erst vor ein paar Jahren in Deutschland vom Heyne Verlag publiziert. Dabei wurde das Buch bereits vor ca. 30 Jahren in den U.S.A. veröffentlicht!

Jedenfalls ist Jack Ketchum ein absoluter Geheimtipp (lt. Aussage Stephen King)!

Evil ist übrigens nichts für schwache Nerven und geht ziemlich unter die Haut. Beutegier ist auch noch eine Empfehlung wert..

faszinierend und verstörend zugleich. sehr harter tobak.
 
So, habe mir das Lahm-Buch nun doch gekauft. Mal sehen, wie es ist. Wenn ich an das Kahn-Buch denke, wird mir immer noch schlecht. Ich werde heute Abend auf jeden Fall noch einen Blick hinein werfen.
 
Ich hab als letztes "Die Stunde der Verräter" von Robert Mrazek gelesen. Ein total spannender Krimi/Thriller, der während des 2. Weltkrieges in London spielt (1944) und zwar in den Reihen der alliierten Mächte von GB und den USA.
 
Momentan beschäftige ich mich mit "Galileo", Clive Barkers Version eines Familienromans, wobei mir auf den ersten 200 Seiten noch der rechte Biss in der Geschichte fehlt...
 
Das Hörbuch "Odyssee" hakte. Alle zwei Tracks springen etc.pp. Ich mußte es leider beiseite legen - wie Schade.
Mal sehen was ich mir demnächst reinpfeife.
 
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