Ach, ich wollte hier vor einer Ewigkeit noch antworten, bin nicht fertig geworden und hatte den Beitrag dann abgespeichert. Das reiche ich wohl mal nach
@la_mariposa: Danke für die Blumen. :grinsen: Rechts neben dem HdR steht Rick Yanceys Monstrumologe. Gut, dass du es ansprichst, da wollte ich schon länger endlich mal die Fortsetzung lesen...
Und: Gone with the Wind...? :unfassbar: Sollte ich das doch mal lesen? Ich gebe zu, bisher reizte es mich so gar nicht...
Hm, also das Buch kenne und habe ich nicht, keine Ahnung, wieso es so bekannt wirkt. Gerade Mal die ersten 2 Amazon-Rezis gelesen und fürchte das wäre auch nix für mich. Kann nicht so gut mit Blut und Innereien.

Also ich kann
Gone with the Wind nur jedem ans Herz legen. Bin nicht so der Schulzenfan, fand zum Beispiel die zweite "Schnulze" in meinem aktuellen Regal (Solange du da bist) total furchtbar, war mal ein Geschenk gewesen.

Aber GWTW ist sicher nicht was der Film einen glauben macht was es sei. Ich musste es für die Uni lesen und fand das total ätzend. Wenn ich schon den Klappentext lese - "Above all, it is the story of beautiful, ruthless Scarlett and her dashing soldier of fortune, steht da könnte ich
Aber als ich mich mal rangesetzt habe, musste ich merken, dass es mir total gut gefällt. Musste es aber etwas schnell lesen und dann für die Klausur pauken und hat das Leseerlebnis dann doch etwas beeinträchtigt. Ich lese es nun mit etwas Abstand noch mal in Ruhe - langsam, immer mal wieder ein Kapitel, wenn ich Lust habe.
Meine Vorurteile haben sich auch nicht wirklich bestätigt. Ich finde nicht, dass es nur eine schnulzige Romanze ist. Im Gegenteil, im Antebellum Süden geht es für die meisten Frauen zwar darum einen Mann zu angeln, aber diese Welt wird im Bürgerkrieg rasch zerstört. Es ist auch nicht so, dass es in dem Buch 1000 Seiten lang nur um die Beziehung zwischen Rhett und Scarlett geht, im Gegenteil Rhett taucht über weiter Teile überhaupt nicht auf und Scarlett hat jede Menge andere Sorgen. Weder Scarlett und Rhett sind Helden im klassischen Sinne. Scarlett nervt bisweilen ein bisschen damit muss man als Leser leben können, sie ist niemand mit dem man sich identifizieren kann. Rhett ist auch nicht unbedingt so der Traumtyp, ob er Scarlett jetzt vergewaltigt oder nicht wird aber nach wie vor debattiert.
Es gibt noch viele andere Themen Sklaverei, der amerikanische Traum und seine Schattenseiten etc etc. die sich durch das Buch ziehen, und es ist nicht so, dass hier aktiv kommentiert wird oder es sogar Lösungsvorschläge geben würde. Diese ganzen kontroversen Aspekte machen es aber meiner Meinung nach auch zu einem Buch, bei dem man dem Kopf nicht ausschalten sollte.
Ich oute mich mal als jemand, der schon irgendwie gerne irgendeine Ordnung in seinen Büchern hat bei CDs, LPs, DVDs etc. geht's mir ähnlich. Allerdings ist mein Erfolg überschaubar...
Ach gerne hätte ich es auch, aber irgendwie schaffe ich es nicht. Meine DVDs sind aber zum Beispiel auch total ordentlich, da muss ich ja aber nicht so oft dran.
@opalo: Danke für die Vorstellung. Von dem Buch habe ich neulich schon mal gehört, kannte aber (meines Wissens nach) niemanden der das schon mal gelesen hat. Klingt aber ganz gut finde ich muss ja nicht immer hochgeistige Lektüre sein.