Was regt euch gerade auf?

Ändert aber nichts an der Tatsache, dass es täglich viel zu oft passiert!

Und förderlich ist es ganz bestimmt nicht, wenn ein Kind abends alleine unterwegs ist!

Es ändert massiv etwas für eure Diskussion hier. Kinder sind vor allem gefährdet durch ihre eigene Familie sowie Freunde. Wenn du die selbe Logik anwendest wie hier in eurer Diskussion, dann muss das Jugendamt sofort dafür sorgen, daß Kinder -während sie bei ihren Familien sind- von Dritten beaufsichtigt werden.

Und verzeih die Direktheit, aber den Eingangssatz kannst du dir echt mal sparen denn daß jeder Fall ein Fall zu viel ist, zweifelt kein Mensch bei gesundem Verstand an.
 
Es ändert massiv etwas für eure Diskussion hier. Kinder sind vor allem gefährdet durch ihre eigene Familie sowie Freunde. Wenn du die selbe Logik anwendest wie hier in eurer Diskussion, dann muss das Jugendamt sofort dafür sorgen, daß Kinder -während sie bei ihren Familien sind- von Dritten beaufsichtigt werden.

Und verzeih die Direktheit, aber den Eingangssatz kannst du dir echt mal sparen denn daß jeder Fall ein Fall zu viel ist, zweifelt kein Mensch bei gesundem Verstand an.

Ich finde nicht, dass sich massiv was ändert. Bei 40 Missbrauchstaten am Tag fallen immer noch viele Taten ab, die von externen Personen begangen werden. Und wenn man gesponnen von 1/4 ausgeht, sind es immer noch 10 am Tag! Und da keinem Täter auf der Stirn geschrieben steht, dass er ein Täter ist, ist es nicht weniger gefährlich (selbst bei gesponnenem 1/4). So sehe ich das!

Und man muss seine Kinder nicht noch zusätzlich gefährden...
 
Man proviziert auch Autounfälle wenn man auf die Straße geht bzw. Kinder raus lässt. Ich steige in diese Diskussion garantiert nicht ein, jeder muß für sich wissen wie ängstlich er/sie durch die Welt geht.

Es hat auch nichts mit "ängstlich durch die Welt gehen" zu tun! Das Problem: Kinder sind dem Ganzen anders ausgesetzt, weil sie sich nicht so wehren können! Und im Alter von 7 sieht es eben anders aus, als im Alter von 13 oder so.

Das mit den Autounfällen geht mMn nicht auf. Ich provoziere keine Unfälle, wenn ich normal am Straßenverkehr teilnehme. Ich provoziere sie, wenn ich rücksichtslos am Straßenverkehr teilnehme! Das ist der Unterschied!

Und so verhält es sich auch mit Kindern. Ich muss ihnen Grenzen und Regeln aufzeigen, muss ihnen aber auch den Freiraum geben, damit sie sich selbst entwickeln. Nur ist es mMn kein guter Freiraum, wenn ein Siebenjähriger abends alleine am Einkaufszentrum herumlungert und Leute um Geld anbettelt! Kein Elternteil sollte sein Kind herumstreichen lassen. Es sind und bleiben Kinder!
 
Man proviziert auch Autounfälle wenn man auf die Straße geht bzw. Kinder raus lässt. Ich steige in diese Diskussion garantiert nicht ein, jeder muß für sich wissen wie ängstlich er/sie durch die Welt geht.

Übrigens sind Kinder im Alter von 6-7 Jahren noch nicht sicher im Straßenverkehr. Das sind sie erst mit ca. 9-10 Jahren. Richtig einstudierte Wege, wie der Weg zur Schule, ist durchaus machbar oder in einer Gegend wo nicht viel Verkehr ist. Aber ein z.Bsp. 6 jähriges Kind allein in den "richtigen" Straßenverkehr zu schicken, ist für mich verantwortungslos. Das haben weder meine Eltern gemacht, noch tun das meine Freunde die Kinder haben.
 
Aber ein z.Bsp. 6 jähriges Kind allein in den "richtigen" Straßenverkehr zu schicken, ist für mich verantwortungslos.

Jesusmariaundjosef, wer hat gesagt, man soll ein 6-Jähriges Kind alleine in den Straßenverkehr einer Großstadt schicken? Ich wollte hier nur dem scheinbar bei einigen vorherrschenden Geist etwas entgegensetzen, nach dem ein Kind sich unmittelbar in Gefahr befindet sobald man es mal ein paar Minuten aus den Augen verliert. Und das gilt dann gleichermaßen eben auch für alle anderen Situationen die ohnehin weitaus gefährlicher sind, also quasi immer wenn man selbst oder ein Kind sich draußen bewegt. Einfach mal konsequent zu ende denken, dann leitet einen die Argumentation dahin, daß Kinder nicht mal zu Hause sicher sind.

Die Diskussion hier ist komplett aus dem Ruder gelaufen. Der Aufreger über ein Kind alleine im Supermarkt ist keinen Aufreger wert weil keine Sau weiß ob das Kind überhaupt wirklich alleine war. Vielleicht waren die Eltern in der Nähe. Vielleicht der ältere Bruder. Vielleicht ein Haufen Freunde die den Kleinen auf eine Mutprobe schicken (ja, sowas haben WIR früher ständig gemacht, Grenzen austesten und sich profilieren, so sind Jungs nunmal...). Es gibt so unendlich viele Möglichkeiten wieso da ein Kind war, daß ich geneigt bin dem Ammerländer zuzustimmen, wenn er sich nicht mit seiner Kritik selber etwas verrannt hätte. Also Leute, fahrt alle mal einen Gang zurück, dann könnt ihr auch wieder normal miteinander reden ohne euch gegenseitig Großstädter/Dorftum oder Eltern/Kinderlos vorzuwerfen. Ihr habt euch nämlich ALLE verrannt.
 
Fassen wir mal zusammen: Kind alleine im Supermarkt ist blöd. Sich darüber aufzuregen aber auch, weil die Eltern könnten ja 5 Meter daneben stehen und haben ihr Kind nicht an der Leine. Was machen Kinder? Umherstreifen. Kann man ihnen das verbieten? Nein. Sollte man das? Nein. Haben Großeltern ein tolles Leben mit den Enkeln? Ja, natürlich haben sie das. Sie lieben sie, sie spielen mit ihnen, sie verwöhnen sie und ausbaden dürfen es im Zweifel die Eltern weil's halt nunmal die Eltern sind. Ist kein Vorwurf sondern ganz normal. Ähnlich bei Erziehern. Soll man dicken Kindern Geld für Chips geben? Muss jede/r selber wissen. Soll man Kindern erlauben einen Streit (Sachen wegnehmen) selber zu lösen? Bis zu einem gewissen Grad (Tränen, also nach ca. 5~20 Sekunden). Müssen Kinder um 19:00 Uhr im Bett sein? Kommt auf die Kinder an und vielmehr auf die Eltern, ein überdrehtes (weil müdes) Kind ist viel anstrengender als ein überdrehtes aber fittes Kind.

So, und nun noch eine ganz allgemeine Anmerkung: Hier im Thread hört es sich von manchen so an, als würde hinter jeder Ecke ein Pädophiler lauern der nur darauf wartet, daß ein Kind eine Minute unbeaufsichtigt ist. Ich finde das, freundlich ausgedrückt, befremdlich. Woher kommt dieser Eindruck täglich würden Kinder entführt und (außerhalb der Familie!) mißbraucht? Schrecklich.
ich würde mal nicht behaupten das hinter jeder ecke einer steht. aber es könnte einer genau hinter der ecke stehen. so schlecht wie die welt heute ist muss man leider vom schlimmsten ausgehen.
 
@FatTony. Gerne noch einmal für Dich. Das Kind war ALLEIN vor dem Supermarkteingang im Einkaufszentrum (nicht im Supermarkt). Es war niemand in der Nähe, den ich hätte als potenzielle Eltern, als großen Bruder etc. ansprechen können, denn genau das hätte ich gemacht. Allein vorm Supermarkt ist sicherlich ab einem gewissen Alter völlig OK, aber - meine Meinung - eben nicht mit ca. sieben Jahren abends in einem Einkaufszentrum in einer Großstadt. Bevor Du also wertest, wer sich ggf. wie verrennt bzw. spekulierst, wer ggf. wo in der Nähe war, wäre es hilfreich gewesen, Du hättest meinen Ausgangspost komplett gelesen ;-)

Ich gebe Dir völlig Recht, dass viele Kinder überbehütet werden und keinen Schritt allein machen dürfen. Es gibt diverse Handy-Apps mit denen die Eltern einen Radius definieren können, in denen sich ihr Kind bewegen darf und die bei den Eltern Alarm schlagen, wenn das Kind diesen Radius verlässt. Daneben gibt es die von Ammerlandbremer beschriebenen Eltern, die mit ihren Autos jeden Platz vor der Schule kreuz und quer zuparken (und damit Kinder gefährden, die allein zu Fuß oder mit dem Rad kommen) und die ihr Kind am liebsten in die Schule hineinbringen würden - das erlebe ich jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit. Und es gibt die Eltern, die ihre 15jährigen Kinder noch mit dem Auto vom Handballtraining abholen, damit sie abens um 20 Uhr - mit 15 wohlgemerkt!!! - bloß keine paar Stationen Bus fahren müssen. Wie soll ein Kind bzw. ein Jugendlicher so auch nur im Ansatz selbständig werden? Mit zunehmendem Alter des Kindes loslassen können und zulassen können, dass ein Kind eigene Erfahrungen macht, mit allen Risiken, die das birgt, scheint extrem schiwerig zu sein. Bei den meisten Freunden mit Kindern, die ich habe, habe ich das Gefühl, es gelingt nicht bzw sie fangen zu spät damit an (verglichen damit, wie ich aufgewachsen bin bzw. wann mir meine Eltern wie viel Selbständigkeit zugestanden und auch abgefordert haben). Das mit dem "Gefühl" schreibe ich bewusst, denn diese Fragestellung ist etwas, zu dem ich Beobachtungen anstellen kann, was ich aber ohne Kinder, definitiv nicht bewerten kann. Die von mir beschriebene Situation wäre für mich kein Aufreger gewesen, wäre das Kind 10 oder älter. War es aber nicht. Sprich - meine Meinung - es war deutlich zu klein, um es in dem Einkaufszentrum unbeaufsichtigt zu lassen.
 
Das Kind war IM Einkaufszentrum VOR dem Supermarkt. Damit war es schon mal erheblich sicherer als VOR dem Einkaufszentrum. Ob es wirklich unbeaufsichtigt war, kannst Du nach wie vor nicht wissen. Ich habe übrigens nie behauptet, dass ich das Verhalten und/oder die Situation des Jungen gut finde. Aber das ist für mich einfach kein Aufreger, wobei Du Dich selbstverständlich jederzeit über alles aufregen kannst, was Du als Aufreger empfindest. Beim Loslassen und Zulassen definierst Du nach Deinem Gefühl gewisse Altersgrenzen und hast das Gefühl, dass manche Eltern zu spät loslassen. Das stimmt! Manche tun das sogar nie! Wann man wo bis wohin loslassen kann ist einerseits vom eigenen Gefühl und andererseits vom jeweiligen Kind abhängig. Wie FatTony aber schon versucht hat, Euch begreiflich zu machen, war das Kind nie in einer wirklichen Gefahr. Die Todesgefahr dürfte sogar bei jeder Fahrt mit Mami und Papi auf der Landstraße und sogar auf jedem Spielplatz statistisch erheblich größer sein. Man bringt seine Kinder natürlich nicht willentlich oder fahrlässig in vermeidbare Gefahrensituationen (oder sollte das nicht), man tut seinen Kindern aber mit Sicherheit keinen Gefallen, wenn man hinter jedem Baum oder jeder Ladentür die große Gefahr wittert.
 
Das Kind war nie wirklich in Gefahr?
Also weißt Du, wo sich all die Leute aufhalten, die Kinder missbrauchen? Gut zu wissen, wenn ich in ein paar Jahren Nachwuchs habe, wende ich mich vertrauensvoll an Dich :ugly:

Und wieso kommt immer wieder das Beispiel mit dem Straßenverkehr? Es ist schon klar, dass das 2 unterschiedliche Paar Schuhe sind? Ich kann doch nicht, nur um eine Gefahrenlage zu erklären, einen Unfall im Straßenverkehr im selben Atemzug nennen, wie eine Situation, in der ein Kind alleine im Einkaufszentrum herumlungert.

Ich verstehe die Argumentation absolut nicht! Wo ist da der Sinn? Ein Unfall ist und bleibt ein Unfall, weil dies im Normalfall versehentlich passiert. Ein Missbrauch findet nicht versehentlich statt. Und selbst wenn die Statistik sagt, dass ein Autounfall wahrscheinlicher sei, ändert es nichts am Unterschied zwischen Unfall und bewusster Straftat. Denn demnach wäre eine solche Statistik ja ein Freibrief für sämtlichen Scheiß! Warum lässt du dein Kleinkind 2 Tage alleine zu Hause und fährst allein am WE weg? Das ist verantwortungslos! Ach nee, Unfälle im Straßenverkehr passieren ja statistisch häufiger - alles gut... Die Rechnung geht nicht auf!

@patty: Genau das ist der Knackpunkt! Es muss nicht, es kann jedoch! Und keiner hier kann überhaupt eine Gefahrenlage feststellen, da keinem Täter sein Dasein auf der Stirn geschrieben steht.

Und auch hier gebe ich @opalo Recht: bei einem älteren Kind hätte man sich nur über die Tatsache aufgeregt, dass es um Chips zu kaufen gebettelt hat. Dwenn sowas muss nicht sein und gehört sich einfach nicht. Die Sprünge selbst von nur 3-5 Jahren sind in dem Alter riesig.
 
@Ammerlandbremer. Wer hätte es beaufsichtigen sollen, wenn ausser mir und ihm niemand in Sichtweite war? Und genau das meint doch besuf*sicht*igen.... ;-)

Wie man den Vorfall einordnet, ist eine persönliche Sache. Aber so langsam geht es mir auf den Zwirn, dass Du jetzt schon zum wiederholten Mal unterstellst, dass er sich nicht so dargestellt hat wie von mir beschrieben.
 
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