Vielen lieben Dank für die netten, unterstützenden Worte.

Das tut gut...
Klar habe ich, schon des Öfteren, über rechtliche Schritte nachgedacht. Ich bin nun kein Anwalt, erst recht kein Fachanwalt, kenne mich aber als Betriebswirt wenigstens grundlegend mit der Materie aus. Ich sehe da einfach recht wenig Chancen auf einen Erfolg, vor allem deswegen, weil mein Schaden nicht direkt, sondern weitestgehend indirekt durch das entsprechende Verhalten der Werkstatt verursacht wurde. Dies sind also bspw. Aufwendungen, die ich hatte, weil ich mein Fahrzeug so lange (der stand nun 8 MONATE dort - heute habe ich ihn an einen Exporteur für einen Dumpingpreis verkauft) nicht nutzen konnte und bspw. auch hohe Zinsaufwendungen, die ich nur hatte, weil ich die ganze Zeit die Reparaturkosten in völlig unbekannter Höhe (nachdem natürlich zig mal fixe Summen genannt wurden, die kontinuierlich immer weiter anstiegen) in meinem Budget berücksichtigen musste... und natürlich hat die lange Standzeit auch einen massiven Wertverlust beim Verkauf des Fahrzeugs bedeutet.
Möchte da hier nun nicht zu sehr ins Detail gehen, weil die Hintergründe sehr privater Natur sind, aber wir reden hier nicht von ein paar Euro und in meiner derzeitigen Situation tat mir das finanziell wahnsinnig weh. Ich stand unter einigen Zwängen, die der Werkstattleiter als "guter, alter Bekannter" der Familie kannte. Dadurch konnte ich eben nicht einfach den laufenden Prozess irgendwann unterbrechen, wie ich es sonst spätestens nach 2, 3 Wochen getan hätte. Allerdings hat ihn dies offenbar einen Scheißdr. interessiert. Dies hat ihn nicht einmal dazu veranlasst, einfach offen und ehrlich direkt zu sagen, was Sache ist (nämlich, dass sie es nicht reparieren können, weil sie den Fehler nicht finden). Moralisch eine Riesensauerei, allerdings sehe ich da juristisch offen gesagt wenig Ansatzpunkte. Da stünde zum Einen so gut wie immer Aussage gegen Aussage, zum Anderen hätte ich theoretisch, aber das dürfte juristisch völlig ausreichend sein, jederzeit die Geschichte abbrechen und den Wagen woanders hätte untersuchen/ reparieren lassen können. Aber eben auch nur theoretisch. Was ich einfach so schlimm finde, ist, dass ich hier ganz bewusst duch Ammenmärchen, Verschleierungs- und Hinhaltetaktiken von jemanden massiv geschädigt wurde, zu dem eine lange, intensive Geschäftsbeziehung (und teils mehr) bestand... und dass sogar ohne, dass die Werkstatt dadurch irgendwas gewonnen hätte. Einfach nur deswegen, weil man sein Unvermögen, seine Fehler, seine Schlafmützigkeit usw. nicht eingestehen wollte. Und genau deswegen ist dies menschlich in Bezug auf den immer ach so freundlichen, kumpelhaften Werkstattfritzen eine vernichtende Enttäuschung.
Ich werde jedenfalls hier im Bekanntenkreis weiter aktiv publik machen, was dies für ein Saftladen ist. Ich denke und hoffe, dass da zumindest einige draus lernen werden und zu dieser Werkstatt nicht mehr gehen werden. Auch wenn ich nun schon weiß, dass es auch solche gibt, denen sowas alles völlig egal ist, solange es ihnen selbst nicht passiert (und dann würden sie völlig austicken und säßen anschließend im Knast

).
Was den Händler betrifft, der mir damals das Fahrzeug (und somit die Garantie) verkauft hat, sehe ich eher einen Ansatz für juristische Schritte (auch wenn der Schadensanteil deutlich geringer ist). Etwas für den Vertragsbestandteil essentiell wichtiges wurde beim Vertragsabschluss aktiv verschwiegen - und dafür habe ich Zeugen. Ich werde da mal in Ruhe in mich gehen und überlegen, ob ich da bei Zeiten was unternehme. In jedem Fall werde ich auch hier die Fakten offenlegen um potentiell weitere Opfer vor so einer Masche zu schützen. Verbraucherschutz, Bewertungsportale etc. Es gibt da einige Möglichkeiten.