Danke an Viktor Skripnik und sein Team. :daumen:
Auch wenn dem Team am Ende ein wenig die Luft ausging, war es die absolut richtige Entscheidung, das "Experiment Dutt" im Oktober endlich zu beenden und durch dieses "vereins-nahe" Team zu ersetzen.
Viktor Skripnik, Florian Kohfeldt und Torsten Frings haben es in allerhöchster Bedrängnis sofort verstanden, die Mannschaft aus ihrer "Starre, Lähmung, Agonie zu befreien. Es war, das kann man schon jetzt konstatieren, eine der Hauptleistungen des Trainerteams, der Mannschaft in kürzester Zeit wieder so etwas wie Selbstvertrauen einzupflanzen, sie stark zu reden, ihnen Mut und ZUversicht zuzusprechen, ihnen die Vorzüge deises großartigen Vereins in ERinnerung zu rufen. Bis auf Letzteres ganz im Gegenteil zum nie zu Werder passenden Vorgänger.
Dem neuen Trainerteam ist es darüberhinaus sehr gut gelungen, die vielen jungen Spieler, auf die Werder aus verschiedenen Gründen existenziell angewiesen ist, sofort ins Team zu integrieren, sie sportlich zu fördern, sie gewinnbringend für den Verein einzusetzen. Ziele, von denen der Vorgänger fast immer nur "schwadroniert" hat!
Es kam Skripnik natürlich zu Gute, dass er viele der Jungs aus dem Amateur-TTeam schon kannte. Er wird jetzt beweisen müssen, ob er auch solche Jugendspieler sofort fördern und formen kann, die er noch nicht so lange kennt. Die dafür nötige Geduld, die von Jugendspielern eingeforderte "Ansprache", die unerlässliche Psychologie- und Motivationsfähigkeit scheint er ebenso mitzubringen wie den nötigen Schuss Humor.
Ob Skripnik und Team in der Lage sein werden, das Profiteam auf die nächste Niveau-Stufe zu heben und diese zu festigen, muss sich zeigen. So etwas weiß man bei Trainern, die neu im Profigeschäft tätig sind, nie.
Unabhängig vom Verlauf der kommenden Saison, muss man heute sagen, dass dieser Trainerwechsel ein aus der Not geborener Glücksfall für die gerade abgelaufene Spielzeit war. Nicht nur aus reinsportlicher Sicht. Auch der Geschäftsführer Sport musste erkennen, was den Verein Werder ausmacht, welchen unbezahlbaren Wert eine starke Vereinsbindung, eine starke Identifikation, ein "Stallgeruch" ausmachen können. Man könnte sagen, er musste erkennen, dass "Blut dicker ist als Wasser"!
Eichin hat sich zum Wohl Werders ein wenig verändert. Offenbar musste er auch vom Aufsichtsrat erst ein wenig "eingebremst" werden. Letztendlich haben ihn, wenn man die Presseberichte richtig deutet, vermutlich die dringend notwendigen Erfolge zu Beginn der Rückrunde "gerettet"! Ob er die Entscheidung für Skripnik und Co tatsächlich mit unterstützt, oder sich am Ende der Mehrheit in Geschäftsführung und dem Willen des Aufsichtsrat gebeugt hat, ist unerheblich. Letztendlich hat er die Entscheidung mitgetragen. Jetzt geht es um seine eigene Zukunft im Verein. Nach 2,5 Jahren ist seine Lehrzeit nun vorbei. Es gibt keine Entschulidgungen, keine Ausreden mehr, sein Welpenschutz ist verbraucht. In den nächsten Jahren werden sich seine Entscheidungen bewähren müssen, er selbst weiß jetzt, worum es bei Werder geht. Er hat, wie die meisten seiner Kollegen in anderen Vereinen, einige gute Transfers getätigt, einige weniger gute. Die Notwendigkeit, weiterhin innovativ zu sein, weiterhin schnell und clever zu sein, wird bei Werder immer bestehen. Drücken wir die Damen, dass es Eichin gelingen möge.
Die Mannschaft muss natürlich auf fast allen Positionen verstärkt werden. Derzeit kann man über den Kader der nächsten Saison logischerweise noch relativ wenig sagen. Klar dürfte sein, dass immer mehr, immer mal wieder ein Nachwuschsspieler der hervorragenden U23 nachrücken wird. Hier sind wir, endlich mal wieder, hervorragend aufgestellt. Dennoch brauchen wir, in fast allen Mannschaftsteilen erfahrene Verstärkungen. Im Tor (Wiedwald) und im Sturm (Ujah) wurden erste Abschlüsse getätigt. Im MIttelfeld, auf den AV-Positionen muss unbedingt noch etwas geschehen.
Insgesamt kann man schon heute wesentlich positiver in die Zkunft schauen als letztes Jahr zur gleichen Zeit. Werder steht wieder für etwas: Für Offensivfußball, für Entwicklung, für Jugendförderung. Das alles bei weiterhin schwierigen finanziellen Bedingungen.