Viktor Skripnik (Trainer Metalist Kharkiv/Ukraine)

Was soll das eine mit dem anderen zu tun haben? Lothar Matthäus war ein überragender Fußballer, aber seine Erfolge als Trainer sind extrem überschaubar. Ottmar Hitzfeld, Udo Lattek oder Hennes Weisweiler waren als Spieler eher mittelprächtig, feierten dafür aber als Trainer diverse Erfolge. Der Schluss, dass nur ein guter Spieler auch ein guter Trainer sein könne, ist völlig haltlos.
Grundsätzlich hast Du ja recht. Aber Hitzfeld, der ein mindestens durchschnittlicher Bundesligaspieler war, kannst Du da schlecht mit Lattek und Weißweiler in einen Topf werfen.

Klopp statt Hitzfeld hätte ein wenig besser gepasst, aber auch noch nicht so richtig.
 
Grundsätzlich hast Du ja recht. Aber Hitzfeld, der ein mindestens durchschnittlicher Bundesligaspieler war, kannst Du da schlecht mit Lattek und Weißweiler in einen Topf werfen.

Klopp statt Hitzfeld hätte ein wenig besser gepasst, aber auch noch nicht so richtig.

Deswegen schrieb ich ja auch "mittelprächtig". Lattek und Weisweiler waren vor Einführung der Bundesliga aktiv und haben durchaus auch in höheren Ligen gespielt, aber sie waren wie Hitzfeld nie ein Top-Spieler.
 
Was soll das eine mit dem anderen zu tun haben? Lothar Matthäus war ein überragender Fußballer, aber seine Erfolge als Trainer sind extrem überschaubar. Ottmar Hitzfeld, Udo Lattek oder Hennes Weisweiler waren als Spieler eher mittelprächtig, feierten dafür aber als Trainer diverse Erfolge. Der Schluss, dass nur ein guter Spieler auch ein guter Trainer sein könne, ist völlig haltlos.

Es geht aber hier explizit um den Torwarttrainer und nicht um den Mannschaftstrainer. Vander hat nie am oberen Limit gespielt, also stellt sich die Frage, ob er dann eben genau weiß, wie man einen TW an dieses Limit bekommen kann. Und wie schon dem Artikel zu entnehmen ist, muss er ja dann eben für Wolf im Tor gewesen sein, der sich bis dato nicht wirklich verbessert und weiterentwickelt hat...
 
Deswegen schrieb ich ja auch "mittelprächtig". Lattek und Weisweiler waren vor Einführung der Bundesliga aktiv und haben durchaus auch in höheren Ligen gespielt, aber sie waren wie Hitzfeld nie ein Top-Spieler.
Irgendwelche Großtaten von Lattek oder Weißweiler als Spieler sind nicht bekannt. Hitzfeld war immerhin einer der besten Torjäger in der Geschichte der 2. Liga, was den Durchschnitt von Toren pro Spiel betrifft, und hat auch in der 1. Liga noch einige Tore erzielt. Du verrenst Dich da.
 
Es geht aber hier explizit um den Torwarttrainer und nicht um den Mannschaftstrainer.

Ja, und? Inwieweit begründet das, dass man aus den Qualitäten als Spieler auf die als Trainer schließen könne?

Vander hat nie am oberen Limit gespielt, also stellt sich die Frage, ob er dann eben genau weiß, wie man einen TW an dieses Limit bekommen kann.

Das haben Lattek und Weisweiler auch nie getan, und trotzdem ist es ihnen offensichtlich gelungen, ihre Spieler gleich mehrfach zu Titeln zu führen.

Und wie schon dem Artikel zu entnehmen ist, muss er ja dann eben für Wolf im Tor gewesen sein, der sich bis dato nicht wirklich verbessert und weiterentwickelt hat...

Ja, das war zweifellos eine Fehleinschätzung. Disqualifiziert ihn das als Trainer nun für alle Zeiten?
 
Wenn in dieser Saison das krampfhafte Festhalten an Wolf hauptsächlich auf den Einschätzungen des Christian Vander beruht, ist es höchste Zeit, genau zu hinterfragen, ob er über ausreichende Kompetenz und Sachkenntnis in seinem Job verfügt.

Wie lässt es sich erklären, dass er [Vander] den sagenhaften Leistungsunterschied unserer Torhüter nicht erkennen konnte?
 
Ja, und? Inwieweit begründet das, dass man aus den Qualitäten als Spieler auf die als Trainer schließen könne?

Ja, das war zweifellos eine Fehleinschätzung. Disqualifiziert ihn das als Trainer nun für alle Zeiten?

Ein Mannschaftstrainer ist nun mal kein Torwarttrainer. Wie gesagt, ein Torwarttrainer muss sich in der Regel nur um den TW kümmern. Da siehst du sehr schnell, ob sich ein TW entwickelt oder eben nicht. Und da muss man eben klar sagen, dass Wolf sich in keinster Weise verbessert oder weiterentwickelt hat. Und das kommt noch zu dieser gravierenden Fehleinschätzung dazu...

Zu Minko: :tnx::tnx::tnx:
 
naja in keinster weise weiterentwickelt kann man so nicht sagen, man hat schon meiner meinung nach gesehen gegenüber der vorzeit unter Dutt,
das Wolf sich in sachen strafraumbeherrschung schon etwas verbessert hatte er hat hin und wieder eine flanke abgefangen, bei ecken souveräner größtenteils.

Natürlich hat er das sehr selten ordentlich umgesetzt aber man sah meiner meinung nach schon die Handschrift eines neuen Torwarttrainers.
 
Ja, das war zweifellos eine Fehleinschätzung. Disqualifiziert ihn das als Trainer nun für alle Zeiten?

Es lässt ihn zumindest in einem sehr fraglichen Licht erscheinen. Fast alle Fans, die ich kenne ( und nicht nur solche des SVW) haben bereits Mitte der HR gesagt, dass aus RW kein brauchbarer Erstligakeeper mehr wird. Gut, da fehlte noch die Alternative, die man mit KC dann zu Beginn der RR hatte. Aber spätestens nach dem Schalke- Spiel hätte mit der Posse um Wolf endgültig Feierabend sein müssen. Warum er nach dem Bielefelddesaster für einige Spiele wieder ins Tor und weiterstümpern durfte, weiß wohl nur Vander allein.
 
naja in keinster weise weiterentwickelt kann man so nicht sagen, man hat schon meiner meinung nach gesehen gegenüber der vorzeit unter Dutt,
das Wolf sich in sachen strafraumbeherrschung schon etwas verbessert hatte er hat hin und wieder eine flanke abgefangen, bei ecken souveräner größtenteils.

Natürlich hat er das sehr selten ordentlich umgesetzt aber man sah meiner meinung nach schon die Handschrift eines neuen Torwarttrainers.

Nun ja, darüber lässt sich streiten. Dass ein TW mal ne Flanke abfängt, sollte man schon erwarten dürfen. Schau dir mal die Kickernoten an, da liegt er mit Abstand auf dem letzten Rang und ist sogar noch schlechter als letzte Saison...
 
Ein Mannschaftstrainer ist nun mal kein Torwarttrainer.

Entschuldige bitte, aber das ist eine Plattitüde und kein Argument. Du bleibst weiter eine Begründung dafür schuldig, warum nur gute Spieler auch gute Trainer sein können sollten.

Wie gesagt, ein Torwarttrainer muss sich in der Regel nur um den TW kümmern. Da siehst du sehr schnell, ob sich ein TW entwickelt oder eben nicht.

Und die anderen Trainer brauchen nicht zu bemerken, ob sich ein Spieler weiterentwickelt? Meine Erwartung ist ja eher, dass auch Chef- und Co-Trainer die Entwicklung ihrer Schützlinge verfolgen.

Und da muss man eben klar sagen, dass Wolf sich in keinster Weise verbessert oder weiterentwickelt hat. Und das kommt noch zu dieser gravierenden Fehleinschätzung dazu...

Gewisse Veränderungen gab es bei Wolf, auch wenn außer Frage steht, dass sie nicht schnell und nicht weit genug gingen.
 
Entschuldige bitte, aber das ist eine Plattitüde und kein Argument. Du bleibst weiter eine Begründung dafür schuldig, warum nur gute Spieler auch gute Trainer sein können sollten.

Gewisse Veränderungen gab es bei Wolf, auch wenn außer Frage steht, dass sie nicht schnell und nicht weit genug gingen.

Der Vergleich hinkt einfach, weil du hier Namen von großen Trainern nennst, die in der Vergangenheit viel geleistet haben. Mit denen kannst du ja nicht Vander in einen Topf werfen. Genauso gut kann ich sagen: "Warum sollen "schlechte" Spieler automatisch gute Trainer sein?". Klar gibt es da immer wieder Erfolgsstories, das bezweifelt gar keiner.
Allerdings hat sich Wolf zusätzlich zu der Fehleinschätzung von Vander auch nicht großartig verbessert. Auch wenn man den Kickernoten kritisch gegenüber stehen kann, aber sie geben zumindest eine gewisse Tendenz ab und nach denen ist er noch schlechter als letzte Saison und auf dem letzten Platz...
Mich überzeugt Vander als TW-Trainer genauso wenig wie als Spieler. Wir werden ja sehen, ob er irgendwann bsp. TW-Trainer der Nationalmannschaft wird, allerdings glaube ich nicht daran.

Wie mezzo schon richtig schrieb: "Es lässt ihn zumindest in einem sehr fraglichen Licht erscheinen. Fast alle Fans, die ich kenne ( und nicht nur solche des SVW) haben bereits Mitte der HR gesagt, dass aus RW kein brauchbarer Erstligakeeper mehr wird. Gut, da fehlte noch die Alternative, die man mit KC dann zu Beginn der RR hatte. Aber spätestens nach dem Schalke- Spiel hätte mit der Posse um Wolf endgültig Feierabend sein müssen. Warum er nach dem Bielefelddesaster für einige Spiele wieder ins Tor und weiterstümpern durfte, weiß wohl nur Vander allein. "
 
Ich muss zugeben, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass Vander alleine an RW festgehalten hat, obwohl der Rest des Trainergespanns für einen Wechsel war. Auch wenn er Hauptverantwortlicher für die Torwartposition ist, muss man das trotzdem als Entscheidung des kompletten Trainerteams bewerten.
 
Der Vergleich hinkt einfach, weil du hier Namen von großen Trainern nennst, die in der Vergangenheit viel geleistet haben. Mit denen kannst du ja nicht Vander in einen Topf werfen. Genauso gut kann ich sagen: "Warum sollen "schlechte" Spieler automatisch gute Trainer sein?". Klar gibt es da immer wieder Erfolgsstories, das bezweifelt gar keiner.

Natürlich kann man Vander nicht eins zu eins mit den Trainerlegenden vergleichen, aber darum ging es auch gar nicht. Mir ging es schlicht darum zu zeigen, dass die Behauptung, jemand könne kein guter Trainer sein, weil er auch kein guter Spieler war, in dieser Form nur Blödsinn ist und sich durch nichts belegen lässt.

Dass Vander - ebenso wie sein Vorgänger Langner - Qualitäten in Wolf gesehen hat, die der im Spiel nicht oder nur äußerst selten nachweisen konnte, steht fest, und dass er damit falsch lag, ist auch Konsens. Wie Norge aber schon anmerkte, werden die beiden Torwarttrainer kaum als einsame Wölfe ihren Favoriten gegen den Widerspruch des restlichen Trainerteams durchgesetzt haben.
 
Ich muss zugeben, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass Vander alleine an RW festgehalten hat, obwohl der Rest des Trainergespanns für einen Wechsel war. Auch wenn er Hauptverantwortlicher für die Torwartposition ist, muss man das trotzdem als Entscheidung des kompletten Trainerteams bewerten.

Genau das sagt aber halt der Artikel aus, wo es um die "Machtverteilung" in den verschiedenen Bereichen geht... Es wurde doch oft genug auf diversen Pressekonferenzen rumgeeiert, dass RW die klare Nummer 1 sei und dann war es auf einmal doch KC. Man hätte genauso gut Strebinger eine Chance geben können, als KC noch nicht da war, anstatt RW immer weiter rumgurken zu lassen.
 
Viktor Skripnik hat natürlich das letzte Wort in Sachen Aufstellung. Das dürfte unstrittig sein.

Er muss sich aber auf die Einschätzungen seines ihm unterstellten Kollegenteams verlassen können. Diese Einschätzungen und Ratschläge müssen den hauptverantwortlichen Trainer beraten und unterstützen, damit dieser die besten Spieler für die nächste Begegnung aufstellt. Das dürfte auch unstrittig sein.

Wie ist es also dazu gekommen, dass über Monate ein Torwart aufgestellt wurde, dessen Leistungen für die Anforderungen der Bundesliga nicht ausreichen - obwohl sein sportlicher Kontrahent (Casteels) wesentlich stärker ist?

-Wenn der hauptsächliche Grund dafür die Einschätzung unseres Torwarttrainers war, muss die Frage gestellt werden (s.o.), ob dieser über ausreichend Kompetenz und Fachkenntnisse verfügt.

-Wenn aber der Cheftrainer Woche für Woche in den Punktspielen feststellt, dass der von seinem Torwartrainer empfohlene Torwart nicht die erwarteten Leistungen bringt, muss auch der Cheftrainer tätig werden und sich sowohl die Arbeit seines Torwarttrainers als auch die seiner Torhüter genauer ansehen und eigenverantwortliche Schlüsse ziehen.
(Möglicherweise hat Skrippo das zu spät getan.)

Abseits der sportlichen Gründe könnte ich mir das Festhalten an dem deutlich schwächeren Torwart nur teilweise dadurch erklären, dass dieser vor wenigen Monaten einen Dreijahresvertrag als Stammtorwart unterschrieben hatte und das Trainerteam es aus wirtschaftlichen Gründen vermeiden wollte, ihn aus der Stammformation zu nehmen und die Gefahr einzugehen, ihm damit dauerhaft "zu schaden".

Sollten allerdings diese wirtschaftlichen Gründe vorgelegen haben, hätte das Trainerteam wissentlich (und über Monate) den schlechteren Torwart aufgestellt. Wäre das überhaupt denkbar?

Erst als die Stimmung auf den Rängen zu kippen begann und der Einsatz des schwächeren Torwarts trotz aller Unterstützung nicht mehr zu verantworten war, wurde endlich Casteels aufgestellt.
 
Das wird sich derjenige aber bestimmt nicht ausgedacht haben. Ich denke, dass die Kreiszeitungsleute doch sehr nahe am Verein und den Verantwortlichen dran sind.

Es gibt immer einen Unterschied zwischen offizieller Verantwortung und dem, wie es in der Praxis dann aussieht. Und einer solche einschneidenden Frage, wie es ein Torwartwechsel letztendlich zu sein scheint, wird nie und nimmer der Torwarttrainer alleine entscheiden dürfen. Insofern ist da mMn schon das gesamte Trainerteam zu hinterfragen und nicht nur Vander (wie auch Minko bereits schrieb).
 
Es gibt immer einen Unterschied zwischen offizieller Verantwortung und dem, wie es in der Praxis dann aussieht. Und einer solche einschneidenden Frage, wie es ein Torwartwechsel letztendlich zu sein scheint, wird nie und nimmer der Torwarttrainer alleine entscheiden dürfen. Insofern ist da mMn schon das gesamte Trainerteam zu hinterfragen und nicht nur Vander (wie auch Minko bereits schrieb).

Das ist klar. Allerdings glaube ich, dass es da unterschiedliche Meinungen bei den Trainern gab, sonst hätte es auch nie dieses Rumgeeier bei den Pressekonferenzen gegeben von wegen Wolf klare Nummer 1 blablabla... Ob das halt gut ist, dass man die "Macht" auf verschiedene Leutz aufteilt, sei mal dahingestellt. So wie es dem Artikel zu entnehmen ist, hat der TW-Trainer auch Einfluss auf die Taktik...
 
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