Viktor Skripnik (Trainer Metalist Kharkiv/Ukraine)

in welchem universum war prödl denn unbedrängt? und was genau soll prödl in der situation mit dem ball eigentlich sinnvolles anfangen? ihn auf dem holprigen acker auf tgs weiterspielen, der dann auch direkt in bedrängnis gerät?

der pass von casteels war einfach völlig unüberlegt. und das, obwohl er vorher hinguckt und ganz genau sieht, dass prödl halbwegs gedeckt ist.
 
in welchem universum war prödl denn unbedrängt?

Der Gegenspieler war bei Ballabgabe fast 10 Meter entfernt (wie man dabei von "halbwegs gedeckt" sprechen kann will sich mir auch bei mehrmaligem Lesen nicht erschließen). Und du musst nicht mal genau hingucken um zu sehen das Prödl die Fehlentscheidung bereits getroffen hatte deutlich bevor sein Gegenspieler auch nur ansatzweise in Reichweite war. Der Fehler war nicht in die Füße des Gegners zu spielen. Der Fehler war, überhaupt daran zu denken den Ball in die Mitte zu spielen. Und gute Nacht Werder wenn künftig nur noch Spieler angespielt werden dürfen deren Gegenspieler weiter als 10 Meter entfernt stehen. Aber sich am besten morgen wieder über Wolfs blind nach vorne gedroschenen Bälle aufregen.
 
ist doch völlig egal, wie weit der gegenspieler bei der ballabgabe entfernt ist, wenn man so einen offensichlichen pass nahe des eigenen tors spielt. entscheidend ist dann doch, gerade wenn der ball halbhoch kommt, die entfernung bei der ballannahme. und da war er nicht mehr besonders weit entfernt.

https://www.youtube.com/watch?v=poiilwC8GBE#t=00m13s

wenn die anspielstationen gut abgedeckt sind und das spielfeld wie ein rübenacker aussieht, muss der torwart die bälle halt mal nach vorne dreschen, auch wenns nicht schön aussieht. hinten raus spielen ist in bedrägnis dann aber viel zu riskant, gerade bei so technikern wie prödl.
 
ist doch völlig egal, wie weit der gegenspieler bei der ballabgabe entfernt ist, wenn man so einen offensichlichen pass nahe des eigenen tors spielt. entscheidend ist dann doch, gerade wenn der ball halbhoch kommt, die entfernung bei der ballannahme. und da war er nicht mehr besonders weit entfernt.

https://www.youtube.com/watch?v=poiilwC8GBE#t=00m13s

Noch mal: Bei der Entscheidung Prödls den Ball zu spielen so wie er ihn spielt war der Gegenspieler noch nicht mal ansatzweise in Schlagdistanz. Das kann man klar und deutlich an Prödls Blickrichtung und Körperbewegung sehen. Klar und deutlich. Wie weit muss ein Gegenspieler entfernt stehen, damit ein Spieler eine richtige Entscheidung trifft? Nochmal: Eine richtige Entscheidung(!), nicht einen gut gespielten Pass! Wie weit? 20 Meter?
 
das kommt doch immer auf die situation an. hier spielt casteels einen relativ offensichtlichen, halbhohen ball. das heißt also, dass der gegenspieler einige zeit hat, prödl anzulaufen und ihn somit direkt bei der ballannahme in bedrängnis bringen kann. das muss casteels doch erkennen.

dann kommt noch dazu, dass prödl nichts wirklich gutes aus dem pass machen kann. tgs ist auch halbwegs gedeckt, könnte mit einem pass von prödl wiederrum also auch nicht besonders viel anfangen. bielefeld steht in der situation einfach ganz gut, dass muss der torwart erkennen und den ball dann eben nach vorne pöhlen. man kann halt nicht immer hinten raus spielen, gerade auf so einem feld nicht.
 
das kommt doch immer auf die situation an. hier spielt casteels einen relativ offensichtlichen, halbhohen ball. das heißt also, dass der gegenspieler einige zeit hat, prödl anzulaufen und ihn somit direkt bei der ballannahme in bedrängnis bringen kann. das muss casteels doch erkennen.

Schafft er aber nicht. Sieht man doch in den Bildern. Der Gegenspieler ist bei Ballannahme ca. einen Meter entfernt.


TGS ist nicht gedeckt, er läuft in Richtung eigenes Tor und sein Gegenspieler ist deutlich hinter ihm.

dass muss der torwart erkennen und den ball dann eben nach vorne pöhlen.

Und wenn der Ball dann, wie so oft in den letzten Wochen, direkt wieder zurück kommt und es ein Tor gibt, ist es auch wieder nicht recht. Aber gut, da kommen wir vermutlich nicht weiter.
 
Rübenacker hin wie her... Ein Fußballprofi muss diesen Ball ganz einfach verarbeiten können - sehe das also anders als bspw. @maddin. Selbst technisch limitierte Spieler sollten dazu in der Lage sein, das Halbhohe als Argument scheidet allein schon dadurch aus, dass dieser Ball butterweich geschlagen und daher relativ leicht anzunehmen gewesen ist. Prödl hat u.a. die Gelegenheit, ihn bei Ballannahme longline in Richtung seines eigenen möglichen Laufweges abtropfen zu lassen, um ihn bei eventueller mangelhafter Ausführung a) auch noch zu TGS weiterleiten zu können oder ihn notfalls planlos nach vorn oder ins Seitenaus zu dreschen. Selassie hatte im Moment des Prödl - Blackouts knapp 5m Luft zu seinem Gegenspieler - der Bielefelder, der Prödl anlief, tat dies (in der Wiederholung deutlich zu sehen) auch nur noch halbherzig und mit einer Körpertäuschung spekulierend, sodass keine besonders gefährlichen Umstände erkennbar waren.

Somit ergibt sich für mich eine Schuldverteilung von in etwa 10% auf Casteels, der diesen Pass nicht unbedingt spielen muss, wobei am Pass selbst nichts Verwerfliches zu finden ist und somit eher die Grundsatzfrage nach der Art des gewünschten oder geforderten Torwartspiels zu stellen ist, knapp 10% auf Vestergaard, der - statt auf Abseits zu stellen auch versuchen könnte, Schütz zu verfolgen und ihn somit abzulaufen/abzudrängen/zu verzögern und knapp 80% auf Prödl für seine völlig abwegige Auflösung der Situation.
 
Somit ergibt sich für mich eine Schuldverteilung von in etwa 10% auf Casteels, der diesen Pass nicht unbedingt spielen muss, wobei am Pass selbst nichts Verwerfliches zu finden ist und somit eher die Grundsatzfrage nach der Art des gewünschten oder geforderten Torwartspiels zu stellen ist, knapp 10% auf Vestergaard, der - statt auf Abseits zu stellen auch versuchen könnte, Schütz zu verfolgen und ihn somit abzulaufen/abzudrängen/zu verzögern und knapp 80% auf Prödl für seine völlig abwegige Auflösung der Situation.

Abstimmungsprobleme. Prödl hat bestimmt nicht mit so einem Ball gerechnet. Kam ja mit Wolf eher auch nicht vor, habe zumindestens keine halbhohen Bälle auf die IV in Erinnerung. Entweder flach oder weit nach vorne. Sehe daher also bei 30%:30%, dann noch jeweils 20% bei Prozent und Trainer :D
 
Rübenacker hin wie her... Ein Fußballprofi muss diesen Ball ganz einfach verarbeiten können - sehe das also anders als bspw. @maddin. Selbst technisch limitierte Spieler sollten dazu in der Lage sein, das Halbhohe als Argument scheidet allein schon dadurch aus, dass dieser Ball butterweich geschlagen und daher relativ leicht anzunehmen gewesen ist. Prödl hat u.a. die Gelegenheit, ihn bei Ballannahme longline in Richtung seines eigenen möglichen Laufweges abtropfen zu lassen, um ihn bei eventueller mangelhafter Ausführung a) auch noch zu TGS weiterleiten zu können oder ihn notfalls aus der planlos nach vorn oder ins Seitenaus zu dreschen. Selassie hatte im Moment des Prödl - Blackouts knapp 5m Luft zu seinem Gegenspieler - der Bielefelder, der Prödl anlief, tat dies (in der Wiederholung deutlich zu sehen) auch nur noch halbherzig und mit einer Körpertäuschung spekulierend, sodass keine besonders gefährlichen Umstände erkennbar waren.

Somit ergibt sich für mich eine Schuldverteilung von in etwa 10% auf Casteels, der diesen Pass nicht unbedingt spielen muss, wobei am Pass selbst nichts Verwerfliches zu finden ist und somit eher die Grundsatzfrage nach der Art des gewünschten oder geforderten Torwartspiels zu stellen ist, knapp 10% auf Vestergaard, der - statt auf Abseits zu stellen auch versuchen könnte, Schütz zu verfolgen und ihn somit abzulaufen/abzudrängen/zu verzögern und knapp 80% auf Prödl für seine völlig abwegige Auflösung der Situation.


100% Zustimmung!
 
Somit ergibt sich für mich eine Schuldverteilung von in etwa 10% auf Casteels, der diesen Pass nicht unbedingt spielen muss, wobei am Pass selbst nichts Verwerfliches zu finden ist und somit eher die Grundsatzfrage nach der Art des gewünschten oder geforderten Torwartspiels zu stellen ist, knapp 10% auf Vestergaard, der - statt auf Abseits zu stellen auch versuchen könnte, Schütz zu verfolgen und ihn somit abzulaufen/abzudrängen/zu verzögern und knapp 80% auf Prödl für seine völlig abwegige Auflösung der Situation.

Ja, so würde ich die Situation auch einschätzen.
 
Somit ergibt sich für mich eine Schuldverteilung von in etwa 10% auf Casteels, der diesen Pass nicht unbedingt spielen muss, wobei am Pass selbst nichts Verwerfliches zu finden ist und somit eher die Grundsatzfrage nach der Art des gewünschten oder geforderten Torwartspiels zu stellen ist, knapp 10% auf Vestergaard, der - statt auf Abseits zu stellen auch versuchen könnte, Schütz zu verfolgen und ihn somit abzulaufen/abzudrängen/zu verzögern und knapp 80% auf Prödl für seine völlig abwegige Auflösung der Situation.

:tnx:
 

Auch von mir. Daraus einen riesigen Torwartfehler à la Wolf zu konstruieren halte ich nach nochmaliger Ansicht des Videos ebenfalls für übertrieben. Schon merkwürdig, dass Casteels heute nicht nochmal eine Bewährungschance erhält. Aber das wird vielleicht nach dem Bayernspiel, wenn Wölfchen die Granaten nur so ins Netz gelegt worden sind und er wieder hübsch auf der Linie klebte, vielleicht wieder anders sein.
 
Daraus einen riesigen Torwartfehler à la Wolf zu konstruieren halte ich nach nochmaliger Ansicht des Videos ebenfalls für übertrieben.

Moment mal, das hat hier doch überhaupt niemand gemacht. Da wir und da schliesse ich mich ausdrücklich mit ein, auch kleinere Unzulänglichkeiten von Wolf kritisiert haben wie das Stellungsspiel beim 2:1 gg Kusen oder beim 2:2 gegen Wolfsburg, halte ich es nur für fair und legitim auch die kleinere Unzulängluchkeit des Passes von Casteels zu kritisieren.

Gleiches Recht für alle.
 
Somit ergibt sich für mich eine Schuldverteilung von in etwa 10% auf Casteels, der diesen Pass nicht unbedingt spielen muss, wobei am Pass selbst nichts Verwerfliches zu finden ist und somit eher die Grundsatzfrage nach der Art des gewünschten oder geforderten Torwartspiels zu stellen ist, knapp 10% auf Vestergaard, der - statt auf Abseits zu stellen auch versuchen könnte, Schütz zu verfolgen und ihn somit abzulaufen/abzudrängen/zu verzögern und knapp 80% auf Prödl für seine völlig abwegige Auflösung der Situation.

:tnx:
 
Moment mal, das hat hier doch überhaupt niemand gemacht. Da wir und da schliesse ich mich ausdrücklich mit ein, auch kleinere Unzulänglichkeiten von Wolf kritisiert haben wie das Stellungsspiel beim 2:1 gg Kusen oder beim 2:2 gegen Wolfsburg, halte ich es nur für fair und legitim auch die kleinere Unzulängluchkeit des Passes von Casteels zu kritisieren.

Gleiches Recht für alle.

Entschuldige, aber es ist völliger Blödsinn einen kapitalen Stellungsfehler mit einem punktgenauen Pass auf einen ungedeckten Spieler vergleichen zu wollen und mit Verlaub, Prödl war ungedeckt, es gibt hier nun auch schon genug Leute die es beschrieben haben, guck dir halt die Bilder noch mal an. Ja, er wurde halbherzig angegriffen. Und weißt du auch warum er nur halbherzig angegriffen wird? Weil der Bielefelder sieht das er einfach viel zu spät dran ist. 80/10/10 ist schon eine gute Schuldverteilung.
 
der bielefelder ist defintiv nicht zu spät dran, er dreht sich nur halb weg, weil er sieht, dass prödl den ball direkt weiterpasst. hätte prödl den ball angenommen, wäre der bielefelder direkt da gewesen. deswegen kann man hier imo auch nicht von "ungedeckt" sprechen.
 
Zu behaupten dass Prödl ungedeckt/unbedrängt/völlig frei war ist der eigentliche Blödsinn. Als Torwart muss ich etwas vorausschauend denken.
 
Zu behaupten dass Prödl ungedeckt/unbedrängt/völlig frei war ist der eigentliche Blödsinn. Als Torwart muss ich etwas vorausschauend denken.

Ich habe die Frage schon mehreren Leuten gestellt, unter anderem dir, eine Antwort habe ich trotz mehrfacher Nachfrage auch von dir nicht bekommen. Ich versuche es einfach noch mal: Wie weit muss ein Gegenspieler entfernt stehen, damit bei Ballabgabe der Passempfänger frei steht? 20 Meter?
 
Es deckt sich mit meiner Sichtweise, Casteels das 0:1 nicht anzulasten.

Davon abgesehen, erhält Wolf nach jeder schlechten Leistung die Rückendeckung des Trainerteams. Bezüglich Casteels bemängelte Skrippo nach dem Spiel, dass drei Gegentore zu viel seien.
Gegen einen Drittligisten ist das keine Frage - nur sehe ich bei keinem Gegentreffer einen Fehler von Casteels.

Hier wird von der sportlichen Leitung mMn mit zweierlei Maß gemessen. Das Trainerteam verrichtet ausgesprochen gute Arbeit und hat in Personalfragen sehr oft das Richtige entschieden - bezüglich der Torwartfrage jedoch nicht!
 
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