Ich finde ja,daß man am besten daran sehen kann,wie gut oder eher nicht gut der Herr Dutt seinen Job gemacht hat,daß ein völlig unerfahrener U23 - Trainer den Haufen übernimmt und mal kurz vier Siege einfährt.Schon nach dem ersten Spiel hat man eine völlig andere Körpersprache erkennen können und auch die taktische Aufstellung war endlich eine,die den Namen auch verdient hat.Wenn ich als Bundesligatrainer nicht mal das auf die Reihe bekomme und mir ein U23 - Trainer zeigt wie das geht,sollte man mal hart über einen Jobwechsel oder Fortbildung nachdenken.Ich habe persönlich gegen Dutt nichts,ich halte ihn aber,auch schon vorher,für einen inkompetenten Trainer.Ausser Fitness kann der nichts vermitteln,bzw. ist offenbar nicht in der Lage sein Konzept an die Mannschaft weiter zu geben.Das hätte man alles vorher wissen können und hat ihn trotzdem verpflichtet.Nun,der Alptraum ist vorbei und Werder fängt wieder an Fussball zu spielen.VIELEN,VIELEN DANK VIKTOR UND LUTSCHER ! Das kann man gar nicht hoch genug bewerten,was die da gerade für eine Galavorstellung abliefern.:applaus::applaus::applaus:
Ganz genau so.
Und dass die Mannschaft in der letzten Saison nach einer zum Ende nur noch ermüdenden Ära Schaaf und nach dem Abgang Arnautovics eine bessere Moral zeigt, das hätte jeder Trainer hinbekommen. Dafür muss ich aber niemandem eine 7stellige Jahresgage zahlen, da kann ich auch den Trainer vom Bremer SV oder der SG Findorff abwerben.
Taktisch und spielerisch ging die Mannschaft die ganze Saison am Stock, es wurde kein einziger (in Zahlen: 0) überzeugender Sieg eingefahren. Es war nur folgerichtig, dass wir dann in dieser Saison überhaupt keinen Sieg mehr eingefahren haben, als Dutt auf einem inexistenten Fundament versucht hat, soetwas wie ein Fußballspiel der eigenen Truppe aufzuziehen.
Dass ein Bundesliganeuling wie Viktor Skripnik mit einfachen Sofortmaßnahmen, die im übrigen teilweise dem entsprechen, was selbst interessierte Laien sofort als Fehler Dutts erkennen konnten (IV Galvez aus dem Mittelfeld auf seine Position, den noch zu unreifen zweiten MS Selke für einen Mittelfeldspieler opfern, ein klares System spielen lassen, weniger hoch pressen und kompakter stehen, mannschaftlich besser verteidigen etc.), das zeigt für mich, dass wir es bei Dutt mit einem Dilettanten zu tun haben.
Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, dass diese Sofortmaßnahmen, die Skripnik und Co. ergriffen haben, wirklich keine Kunst waren und nur dazu geeignet sind, die kapitalen Fehler des Vorgängers zu beseitigen. Das allein reicht zwar für eine dramatische Verbesserung der mannschaftlichen Performance, ist aber noch kein tragfähiges Konzept für die Zukunft. Wir können Viktor zwar dankbar sein, dass er mit diesen kurzfristigen Mitteln bereits drei Siege errungen hat - nicht auszudenken, wir hätten diese eminent wichtigen Spiele unter Dutt absolvieren müssen. Ob Skripnik aber in der Lage ist, den unter Schaaf festgefahrenen Karren, den Dutt nur immer tiefer in den Dreck gezogen hat, wieder flottzumachen, das wissen wir noch nicht. Der Punkt ist aber: Im Gegensatz zu seinem Vorgänger macht Viktor den Eindruck, als wüsste er was er will und (trotz seiner Deutschkenntnisse) wovon er spricht. Ich bin erstmals seit Jahren wieder hoffnungsfroh.