US Wahlen 2020

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Oberfrankenwerderanerin
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Die gab es 1974 bei Nixon auch. Doch sein ehemaliger Vizepräsident und Nachfolger Ford erließ eine Amnestie für die Straftaten, die Nixon während seiner Amtszeit vorgeworfen wurden. Wahrscheinlich auch deshalb, um den Riss in der damals sehr gespaltenen Nation nicht noch größer werden zu lassen. Daher ist es durchaus vorstellbar, dass Trump von Biden ebenfalls begnadigt wird.
Die gab es 1974 bei Nixon auch. Doch sein ehemaliger Vizepräsident und Nachfolger Ford erließ eine Amnestie für die Straftaten, die Nixon während seiner Amtszeit vorgeworfen wurden. Wahrscheinlich auch deshalb, um den Riss in der damals sehr gespaltenen Nation nicht noch größer werden zu lassen. Daher ist es durchaus vorstellbar, dass Trump von Biden ebenfalls begnadigt wird.
Dazu müsste ein Amtsenthebungsverfahren in Gang gesetzt werden, danach könnte der Vize ihn begnadigen, bevor Biden vereidigt wird.
Dieses Prozedere würde Trump auch von einer Wiederwahl abhalten.
 
Verwunderlich war es in der Tat nicht, denn Bundespräsident Steinmeier äußerte ja in seiner Rede, dass der Sturm aufs Kapitol das Ergebnis von Lügen, Hass und Hetze auch von allerhöchster Stelle sei. Dennoch ist das mMn kein Grund, die US-Amerikaner pauschal zu stigmatisieren, denn auch dort gibt es Millionen von Menschen die über (politischen) Anstand verfügen.
Ich werfe nicht alle Amerikaner in einen Topf, aber man muss sich doch darüber im Klaren sein, dass Biden die Wahl nicht triumphal gewonnen hat. In vielen Staaten war es verdammt knapp, so dass ca 50% der Amerikaner Trump für den besseren Kandidaten gehalten haben. Trump war, ist und bleibt ein Chauvinist, Rassist und extremer Narziss, der fortwährend polarisiert und provoziert. Ich behaupte weiterhin, dass die andere Hälfte Biden nur deshalb gewählt hat, um Trump los zu werden. Eine Lichtgestalt ist der beileibe nicht. Ich erinnere auch nur daran, dass Trump in einem Fernsehduell die Proud Boys mit "Seid bereit" direkt angesprochen hat. Diese paramilitärische Gruppe war wohl nicht jetzt dabei, sonst wäre dort mehr passiert. Ich kenne auch Amerikaner, die sich für Trump in Grund und Boden schämen, aber das sind nicht so viele, wie hier geglaubt wird. Das Land ist gespalten und war es schon lange vor Trump. Dort ist vieles im Argen, wie bei uns im übrigen auch.
 
Ich werfe nicht alle Amerikaner in einen Topf, aber man muss sich doch darüber im Klaren sein, dass Biden die Wahl nicht triumphal gewonnen hat. In vielen Staaten war es verdammt knapp, so dass ca 50% der Amerikaner Trump für den besseren Kandidaten gehalten haben. Trump war, ist und bleibt ein Chauvinist, Rassist und extremer Narziss, der fortwährend polarisiert und provoziert. Ich behaupte weiterhin, dass die andere Hälfte Biden nur deshalb gewählt hat, um Trump los zu werden. Eine Lichtgestalt ist der beileibe nicht. Ich erinnere auch nur daran, dass Trump in einem Fernsehduell die Proud Boys mit "Seid bereit" direkt angesprochen hat. Diese paramilitärische Gruppe war wohl nicht jetzt dabei, sonst wäre dort mehr passiert. Ich kenne auch Amerikaner, die sich für Trump in Grund und Boden schämen, aber das sind nicht so viele, wie hier geglaubt wird. Das Land ist gespalten und war es schon lange vor Trump. Dort ist vieles im Argen, wie bei uns im übrigen auch.
Ich hatte vor zwei Jahren auf dem Duisburger Weihnachtsmarkt ein interessantes Gespräch mit Amerikanern über Trump.
Da war eine, die hat hier studiert und kommt ursprünglich aus Nee York, die meinte sinngemäß dass der Typ einfach gar nicht geht.
Eine Andere kam aus Wyoming oder sowas ländliches, die meinte, dass er ne ganze Menge für die getan hätte.
So einfach ist es dann offenbar auch nicht.

Jetzt rudert er ja zurück aber alleine diese offene Aufforderung an diese stolzen Jungs (schon arm genug, dass ein Präsident solche Idioten öffentlich überhaupt anspricht) sich bereit zu halten ist schon echt ein Hammer.
 
Dazu müsste ein Amtsenthebungsverfahren in Gang gesetzt werden, danach könnte der Vize ihn begnadigen, bevor Biden vereidigt wird.
Dieses Prozedere würde Trump auch von einer Wiederwahl abhalten.

Ggf. interprete ich deinen Post falsch, aber für eine jurististe Begnadigung seitens des (kommissarischen) Präsidenten ist nicht zwingend die Einleitung des rein politischen Amtsenthebungsverfahren erforderlich. Siehe Nixon. Denn "Tricky Dick" verhinderte das Impeachment durch seinen Rücktritt, womit der parlamentarische Antrag auf ein Amtsenthebungsverfahren obsolet wurde und trotzdem wurde Nixon von seinem Nachfolger Gerald Ford begnadigt.
 
Ggf. interprete ich deinen Post falsch, aber für eine jurististe Begnadigung seitens des (kommissarischen) Präsidenten ist nicht zwingend die Einleitung des rein politischen Amtsenthebungsverfahren erforderlich. Siehe Nixon. Denn "Tricky Dick" verhinderte das Impeachment durch seinen Rücktritt, womit der parlamentarische Antrag auf ein Amtsenthebungsverfahren obsolet wurde und trotzdem wurde Nixon von seinem Nachfolger Gerald Ford begnadigt.
Ich ging davon aus, dass das Impeachment noch vor der Vereidigung am 20.01. erfolgen müsste, um die Möglichkeit auszuschliessen, dass er in 4 Jahren wieder antreten könnte, ich meine, dieses gelesen zu haben, aber wo?:)
 
Nach allem was da passiert ist glaube ich kaum, das Biden Trump in irgendeiner Weise begnadigt. Ggfs wäre das vor dem Eklat im Kapitol noch denkbar gewesen, seit diesem Vorgang aber nicht mehr.
 
Im Endeffekt wäre eine bundesweite Begnadigung ohnehin nur das eine, aber vor den zahlreichen Prozessen auf Ebene der Bundesstaaten würde das Trump auch nicht schützen.
 
Nach allem was da passiert ist glaube ich kaum, das Biden Trump in irgendeiner Weise begnadigt. Ggfs wäre das vor dem Eklat im Kapitol noch denkbar gewesen, seit diesem Vorgang aber nicht mehr.

Nach Bidens Rede gestern vor der Nominierung seines Stabs halte ich eine Begnadidung für undenkbar. Es fehlte nur noch, dass er ihn öffentlich als Verräter bezeichnet. 5 Tote, zwei davon "aktiv" getötet, und Trump fand das alles toll und empfiehlt seinen Leuten diesen Tag niemals zu vergessen. Streng genommen müsste man Trump des Hochverrats bezichtigen.
 
Ich hatte vor zwei Jahren auf dem Duisburger Weihnachtsmarkt ein interessantes Gespräch mit Amerikanern über Trump.
Da war eine, die hat hier studiert und kommt ursprünglich aus Nee York, die meinte sinngemäß dass der Typ einfach gar nicht geht.
Eine Andere kam aus Wyoming oder sowas ländliches, die meinte, dass er ne ganze Menge für die getan hätte.
So einfach ist es dann offenbar auch nicht.

Jetzt rudert er ja zurück aber alleine diese offene Aufforderung an diese stolzen Jungs (schon arm genug, dass ein Präsident solche Idioten öffentlich überhaupt anspricht) sich bereit zu halten ist schon echt ein Hammer.
Wir sind hier in Europa und speziell in D schnell mit Verurteilungen an der Hand. Es ist beileibe nicht so, dass Trump nur Negatives in seiner Amtszeit für sein Land erreicht hat. Durch seine unkonventionelle Art hat er schon so manchen Deal zum Positiven für die Amerikaner bewirkt.
Das die Unterprivilegierten in ihm einen Heilsbringer sehen, obgleich er sie im tiefsten Inneren abgrundtief verachtet, (vgl. Coronamanagement, was speziell in dieser Gruppe gnadenlos zugeschlagen hat) liegt u.a. daran, dass keiner aus dem Establishment diese abgehängte Schicht wahrgenommen hat. Diese degressive Fehlentwicklung fing schon in den 80ern an. Das ist ein schleichender Prozess gewesen. Über den Menschen Trump brauchen wir hier nicht zu diskutieren. Der ist unterste Schublade. Ich kann nur dringend davor warnen, ihn für einen durchgeknallten Irren zu halten, der hirnlos seine Aktionen startet. Da ist sehr wohl ein perfider Plan hinterlegt.
 
Es ist beileibe nicht so, dass Trump nur Negatives in seiner Amtszeit für sein Land erreicht hat.

Mhh...ernsthafte Frage: In welcher Sache stehen die USA heute besser da als vor vier Jahren? Ich könnte mir zwar vorstellen, dass es seinesgleichen besser geht und der konservative Plan von McConnell ist mit Sicherheit auch vorangeschritten. Aber sonst? Und stellt das das Land besser? Eines hebt ihn von anderen Präsidenten ab: Er hat keinen neuen Krieg begonnen. Das muss man ihm lassen.
 
Mhh...ernsthafte Frage: In welcher Sache stehen die USA heute besser da als vor vier Jahren? Ich könnte mir zwar vorstellen, dass es seinesgleichen besser geht und der konservative Plan von McConnell ist mit Sicherheit auch vorangeschritten. Aber sonst? Und stellt das das Land besser? Eines hebt ihn von anderen Präsidenten ab: Er hat keinen neuen Krieg begonnen. Das muss man ihm lassen.
Man muss natürlich vor Corona und nach Corona differenzieren. Das tust Du ja nicht. Vor Corona hatten die USA die niedrigste Arbeitslosenquote seit 50 Jahren! Jetzt wird wieder von Dir kommen, dass alles Obama zuzuschreiben sei?! Das stimmt so nicht. Er hat sich mit der Pharmaindustrie wegen deren Preistreiberei angelegt. Er hat den Chinesen zumindest mal die Stirn geboten. Du bist doch immer der große Europäer. Wer macht es denn hier? Merkel? Macron? :rolleyes:
Außenpolitisch hat er einen Friedensvertrag zwischen Israel, Bahrein und VAE mitgestaltet. Es ging, vor Corona wohlgemerkt, den Unterprivilegierten teilweise besser. Wie kommt DT denn auf fast 50% Wählerstimmen? Das sind nicht alles Klerikale Anhänger aus dem mittleren Westen, die mit niedrigem Bildungsniveau und geringer Intelligenz einem Trump blind hinterher rennen.
 
Mhh...ernsthafte Frage: In welcher Sache stehen die USA heute besser da als vor vier Jahren? Ich könnte mir zwar vorstellen, dass es seinesgleichen besser geht und der konservative Plan von McConnell ist mit Sicherheit auch vorangeschritten.
:tnx:

Aber sonst? Und stellt das das Land besser?
Trump hat es noch nicht einmal geschafft, ein Top-Wahlversprechen einzuhalten: Den Bau der Mauer an der Grenze zu Mexiko und dafür Mexiko bezahlen zu lassen.
 
Vor Corona hatten die USA die niedrigste Arbeitslosenquote seit 50 Jahren!

Die Quote wird sogar noch viel besser wenn man bedenkt, dass die Menschen nicht nur Vollbeschäftigung genießen sondern sogar 2 oder 3 Jobs gleichzeitig machen dürfen.

Jetzt wird wieder von Dir kommen, dass alles Obama zuzuschreiben sei?

Nein nein, die Jobs sind vom Himmel gefallen :)

Er hat den Chinesen zumindest mal die Stirn geboten

Stimmt, das hat er. Und stehen die USA jetzt besser da? Das war meine Frage.

Wie kommt DT denn auf fast 50% Wählerstimmen?

Daran werden noch Generationen an Studenten und Wissenschaftlern ihre Arbeiten verfassen können. Fangen wir Anfang der 80er Jahre...ne, lieber nicht. Das wurde hier schon mal länglich und gut zusammengefasst. Ich bediene mich daher ganz frech eines argumentum ad verecundiam und überlasse @Bremen die Bühne :)

P.S.: Das mit dem Krieg meinte ich ernst.
 
Das ganze Kartenhaus fällt do h gerade zusammen. Die Wirtschaft implodiert, die Arbeitslosenquote ist jetzt höher als vor seinem Amtsantritt und wird in den nächsten Monaten weiter deutlich steigen weil nichts gegen die Pandemie unternommen wurde, das Land ist gespaltener als je zuvor und die GOP steht am Scheideweg zu einer radikalen Partei... viel erreicht in den Jahren.
 
Vor Corona hatten die USA die niedrigste Arbeitslosenquote seit 50 Jahren! Jetzt wird wieder von Dir kommen, dass alles Obama zuzuschreiben sei?! Das stimmt so nicht.

Dazu ein Auszug aus einem Faktencheck von Zeit-Online über Behauptungen von Trump:
BEHAUPTUNG: «Die Arbeitslosenquote ist die niedrigste seit mehr als einem halben Jahrhundert.»
BEWERTUNG: Das stimmt, der Aufschwung am Arbeitsmarkt begann aber schon vor Trumps Amtszeit.
FAKTEN: Die US-Arbeitslosenquote liegt bei 3,5 Prozent, dem niedrigsten Stand seit einem halben Jahrhundert. Der Rückgang begann allerdings nicht erst mit Trumps Amtsantritt, sondern bereits vor mehr als zehn Jahren unter seinem Vorgänger Barack Obama. Damals war die Quote im Zuge der weltweiten Finanzkrise zeitweise auf bis zu 10 Prozent gestiegen. Bis zu Trumps Amtsantritt im Januar 2017 hatte sich die Arbeitslosenquote aber wieder auf 4,7 Prozent halbiert.

Zum Thema Wirtschaftswachstum ist im selben Artikel übrigens zu lesen:
BEHAUPTUNG: «Ich freue mich, Ihnen heute berichten zu können, dass unsere Wirtschaft so gut dasteht wie nie zuvor.»
BEWERTUNG: Das ist übertrieben.
FAKTEN: Das höchste Wirtschaftswachstum während Trumps Amtszeit gab es mit 2,9 Prozent im Jahr 2018. Im vergangenen Jahr fiel die Zunahme angesichts eines global schwächeren Wachstums und den von Trump angezettelten Handelskonflikten aber um 0,6 Prozentpunkte geringer aus. Es war trotz steigender Ausgaben der Regierung das langsamste Wachstum seit 2016. In der Vergangenheit ist die US-Wirtschaft mitunter deutlich schneller gewachsen: Ende der 90er-Jahre etwa gab es unter Präsident Bill Clinton vier Jahre in Folge ein Wachstum von mehr als 4 Prozent. 1984 wiederum waren es sogar 7 Prozent.
https://www.zeit.de/news/2020-02/05/praesident-trump-ruehmt-sich-vieler-erfolge-zu-recht
 
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