Unterwegs... mit dem Flugzeug


Gab schon mehrere Fälle, bei denen (laut teilweise strittigen Untersuchungsberichten) die Ursache genau die gleiche war.

Kam nur hierzulande weniger in den Medien.
Keine Deutschen unter den Opfern.


Es gab wohl auch einen Fall, in dem der Pilot das vorhatte, der 1. Offizier ihn aber aus dem Cockpit bringen konnte. In dem Fall hat dann wohl die verschlossene Tür das Unglück verhindert.
 
Gab schon mehrere Fälle, bei denen die Ursache genau die gleiche war.

Ich weiß, ich habe selbst den Artikel zu diesen Fällen hier verlinkt. Allerdings sind 3-4 solcher Fälle in 15 Jahren mMn trotzdem irgendwie noch Einzelfälle. Vielleicht sollte man nochmal alle alten Fälle aufrollen, bei denen die Absturzurscahe bisher ungeklärt ist. Wer weiß, ob da nicht noch einige "Einzelfälle" mehr auftauchen ...

Edit:
ich schätze mal, er meinte das speziell für lh.

Ja, das könnte sein.
 
Auch wenn der Copilot tot ist, so gillt auch für ihn die Unschuldsvermutung, bis seine Tat (gerichtlich) als erwiesen eingeschätzt wird. Und dieses Recht auf eine Unschuldsvermutung haben mMn auch die Angehörigen des Copiloten. Klar lassen die bisherigen (öffentlich bekannten) Informationen kaum einen anderen Schluss zu, aber es wäre wenig professionell, wenn man nicht erst einmal abwarten würde, bis wirklich alle möglichen Informationen zusammengesammelt sind.

:tnx:

Andererseits geht das Leben weiter und damit auch der Luftverkehr. Ich glaube, es ist für die weltweite Luftfahrt von allergrößter Bedeutung, die Ursachen für diesen Absturz so schnell wie möglich zu ermitteln und die Situation aufzuklären.
 
Auch wenn der Copilot tot ist, so gillt auch für ihn die Unschuldsvermutung, bis seine Tat (gerichtlich) als erwiesen eingeschätzt wird. Und dieses Recht auf eine Unschuldsvermutung haben mMn auch die Angehörigen des Copiloten. Klar lassen die bisherigen (öffentlich bekannten) Informationen kaum einen anderen Schluss zu, aber es wäre wenig professionell, wenn man nicht erst einmal abwarten würde, bis wirklich alle möglichen Informationen zusammengesammelt sind.
Ein berechtigter Einwand, auf jeden Fall gilt erst einmal die Unschuldsvermutung. Nur sehe ich im Moment noch nichts, was den Verwurf des erweiterten Suizids entkräften könnte. Von den mir bekannten Fakten spricht einfach alles dafür.

Apropos spekulieren: nach den Informationen von gestern kommt in mir immer mehr der Gedanke auf, dass das Schicksal des verschollenen Fluges MH370 eine ganz ähnliche Ursache haben könnte. Doch kein Einzelfall? :unfassbar:
Eine naheliegende Vermutung, die ich auch schon diesen Fall hatte. Bei MH370 sprechen eigentlich auch wirklich alle Fakten, die mir bekannt sind, für eine solche Tat.

Nur ist die Faktenlage bei MH370 ja ungleich viel magerer als bei 4U9525, es gibt ja keine Fundstücke des Flugzeugs. Insofern verbietet sich hier eigentlich jede Art des Spekulierens.
 
:tnx:


Nur ein Beispiel aus dem Focus-Ticker:
Ein jugendlicher Anwohner aus der Wohnsiedlung der Familie L. sagte: "Ich kannte ihn nicht persönlich, aber das ist schon sehr krass. Ich weiß nicht, was in ihm vorgegangen ist."

Die fragen also jemanden, der nichts, aber auch gar nichts zu den Ereignissen sagen kann...und tickern das dann!
Die gleichen Antworten hätte wortgenau auch ich geben können.
Allerdings hätte Focus dann dahinter tickern können. "Nach diesen Worten polierte der (nicht mehr ganz so jugendliche) Bewohner einer x-beliebigen Siedlung unserem Reporter mal ordentlich die Fresse."

Hier mal ein lesenswerter Artikel des Deutschlandfunks bezüglich unserer tollen Presse:roll:
http://www.deutschlandfunk.de/germa...er-absturz.724.de.html?dram:article_id=315423
 

Ohne jetzt den Link vollständig gelesen zu haben, denke ich das nur ordentliche Gesetze helfen die Medien unter Kontrolle zu halten. Ich glaube es war in Amerika wo Opfer einen Monat lang nicht fotografiert oder angesprochen werden dürfen und ebenfalls auch keinerlei Namen, Häuser oder Adressen veröffentlich werden dürfen.

Wäre sehr dafür dies auch hier umzusetzen, denn es ist schon leicht pervers wenn ein Journalist unmittelbar nach einer Katastrophe den Angehörigen auflauert und diese belästigt sei es durch fragen oder filmen.
 
Ohne jetzt den Link vollständig gelesen zu haben, denke ich das nur ordentliche Gesetze helfen die Medien unter Kontrolle zu halten. Ich glaube es war in Amerika wo Opfer einen Monat lang nicht fotografiert oder angesprochen werden dürfen und ebenfalls auch keinerlei Namen, Häuser oder Adressen veröffentlich werden dürfen.

Wäre sehr dafür dies auch hier umzusetzen, denn es ist schon leicht pervers wenn ein Journalist unmittelbar nach einer Katastrophe den Angehörigen auflauert und diese belästigt sei es durch fragen oder filmen.

:tnx:
 
Ein berechtigter Einwand, auf jeden Fall gilt erst einmal die Unschuldsvermutung. Nur sehe ich im Moment noch nichts, was den Verwurf des erweiterten Suizids entkräften könnte. Von den mir bekannten Fakten spricht einfach alles dafür.

Auch wenn es keins der eher unwahrscheinlichen Szenarien (z.B. technischer Defekt) zu sein scheint, so ist es immer noch absolut offen, ob es sich um einen Selbstmord, um einen Amoklauf (oder wie auch immer man das wahllose töten von Menschen in diesem Fall nennen will) oder gar um gezielten Mord handelte.


:tnx:

Ich war die letzten Tage viel auf den Portalen der überregionalen Zeitungen unterwegs, da ich deren Art des Journalismus immer noch für am glaubwürdigsten halte (hielt?) und da konnte einem schon ein riesiger Unterschied in der Art der Aufbereitung von Informationen auffallen. Will sagen: es gibt da auch Unterschiede in der Art des Umganges mit dieser Katastrophe.
 
Oh mein Gott! Bitte sag mir, dass ich mich verlesen habe, dass die nicht den Co-Piloten mit den Attentätern vom 11.September gleichsetzen!:unfassbar:
Nach dem Artikel könnte man meinen, der Co-Pilot wäre Satan persönlich. Das klingt fast, als hätte er das ganze aus Spaß an der Freude gemacht! :crazy: Mal abgesehen davon, dass die BILD hier mal wieder Mutmaßungen als harte Fakten präsentiert, um Aufmerksamkeit zu generieren. :face:
 
Und übrigens auch noch rechtfertigt, warum man Angehörige beim Trauern filmen, Kinder "interviewen" muss u.v.m.


Mir fällt da auch gerade der Name eines widerlichen Verbrechers ein (der sich auch dringend mal eingestehen sollte, dass er krank in der Birne ist):


KAI DIEKMANN!
 
Auch die FAZ rechtfertigt sich, weil sie den Namen des Copiloten ausschreibt und begründet es u.a. damit, dass dieser durch seine Tat zu einer Person der Zeitgeschichte geworden sei ... ganz unabhängig davon, dass "die Tat" noch nicht einmal komplett aufgeklärt wurde und auch die Schuld des Copiloten nicht zu 100% erwiesen wurde ... :roll:
 
"Die Opfer und die Öffentlichkeit haben ein Recht darauf zu erfahren, wer das Unglück ausgelöst hat."

Ja, das haben wir bzw. sie durchaus.
Aber dafür braucht man, brauchen insbesondere wir, nicht seinen Namen zu kennen! Brauchen nicht seine Urlaubsbilder zu sehen!
"Der Co-Pilot" reicht mir da vollkommen.
Was ich nicht brauche, das ist die zunehmende Gewissheit, dass seiner Familie ein noch unerträglicheres Leben bevorsteht, als es ohnehin der Fall gewesen wäre.
 
"Die Opfer und die Öffentlichkeit haben ein Recht darauf zu erfahren, wer das Unglück ausgelöst hat."

Ja, das haben wir bzw. sie durchaus.
Aber dafür braucht man, brauchen insbesondere wir, nicht seinen Namen zu kennen! Brauchen nicht seine Urlaubsbilder zu sehen!
"Der Co-Pilot" reicht mir da vollkommen.
Was ich nicht brauche, das ist die zunehmende Gewissheit, dass seiner Familie ein noch unerträglicheres Leben bevorsteht, als es ohnehin der Fall gewesen wäre.

:tnx:
 
Mir scheint, Teile der Medien sehen sich fast mehr als Ermittler anstatt als Informationsquelle.

Natürlich hat die Welt, in erster Linie aber erst einmal die Angehörigen der Opfer das Recht zu erfahren, was genau abgelaufen ist und was die Hintergründe sind. Aber das zu klären, ist nicht Aufgabe der Medien, sondern der Ermittler. Ich verstehe immer noch nicht, was es mir an Mehrinformationen bringen soll, wenn der komplette Name des Täters sowie dessen Wohnung und Elternhaus belagert und veröffentlicht werden. Und dass Statements von irgendwelchen "Bekannten" plötzlich veröffentlicht werden, die das alles natürlich schon vorausgeahnt haben.

Ich finde es unmöglich, wie Angehörige und Freunde des Täters sowie Angehörige, Freunde und Bekannte der Opfer jetzt belagert werden. Das hat nichts, aber auch gar nichts mit der Veröffentlichung von Informationen und mMn auch nicht im Gerinsten was mit Journalismus zu tun. Das wird einfach alles nur gemacht, um Sensationsgeilheit zu befrieden. Dass diese existiert, ist natürlich dann wieder nicht die Schuld der Journalie. Sie zu füttern aber auf jeden Fall.
 
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