Unterwegs... mit dem Flugzeug

ne steuerung vom boden aus kann doch genauso gut von irgendwem übernommen werden.

Sicher. Aber im Flieger sind zwei, vielleicht drei Personen "in charge". Das ist vermutlich leichter zu untergraben. Am Boden kann man naturgemäß höhere Sicherheitsmaßnahmen bringen.

Risiken bleiben immer. Wenn mich mein Erzfeind tot sehen will, kann er mich auch bei helllichtem Tag überfahren, wenn ich bei Grün über die Straße gehe. Und doch kann man gewisse Risiken umgehen oder minimieren finde ich.

Der Vorfall mag beispiellos sein. Vermutlich kann man jetzt eine Statistik erstellen, dass vorsätzliche Abstürze durch die Crew nur alle paar Billionen Personenflugkilometer vorkommen. Vermutlich ist das Flugzeug auch in dieser Statistik anderen Verkehrsmitteln überlegen. Aber Fehler im Flugzeug sind fast immer fatal und final. Und jetzt wo diese Grenze einmal überschritten wurde...

Sorry, aber das ändert alles. Mir wäre so ein Gedanke nie gekommen. Um ehrlich zu sein, habe ich mich bisher, wenn ich in den Flieger gestiegen bin, nicht einmal gefragt, ob der Pilot vielleicht betrunken oder übermüdet sei. Letzteres kommt sicher häufiger vor. Das war irgendwie nie Thema für mich, ich weiß auch nicht warum. Aber ab jetzt ist doch klar, dass ich mit einem ganz anderen Gefühl einsteigen würde...
 
Mir sind ja alle möglichen Ideen zu Ursachen durch den Kopf geschossen, aber der Gedanke, dass jemand mit Absicht ein Flugzeug an einem Felsen zerschellen lassen und unzählige Menschen in den Tod schicken könnte, ist mir zu keinem Augenblick gestern oder vorgestern gekommen....

Also bei mir war das fast der erste Gedanke, aber dass es dann wirklich so kommt, hätte ich auch nicht unbedingt erwartet. Einfach nur sinnlos. Bin mal gespannt, ob und was für Details und Hintergründe zum möglichen Motiv des Co-Piloten die nächsten Tage noch ans Licht kommen.
 
Mir ist das ehrlich gesagt auch anhand der Fakten gestern schon in den Sinn gekommen. Ein so "kontrollierter" Absturz ohne Absetzen eines Notrufs lässt halt Raum für Spekulationen, die über die "normalen" Ursachen eines Absturzes hinausgehen zu. Das jetzt bestätigt zu haben macht es trotzdem unfassbar.
 
Was ich mich dennoch frage: Ist eine etwaige Ohnmacht eigentlich allein durch Vernehmen gleichmäßiger Atmung ausgeschlossen? :confused:
 
Was ich mich dennoch frage: Ist eine etwaige Ohnmacht eigentlich allein durch Vernehmen gleichmäßiger Atmung ausgeschlossen? :confused:

Warscheinlich war es darauf bezogen das seine Atmung nicht darauf schließen lässt das der Co gesundheitliche Probleme hat wie Herzinfarkt. Kreislauf oder sonstiges wo die Atmung schwer/unregelmäßig wird. Ansonsten hab ich mich das aber auch schon gefragt. Jedoch wird der Co bei vollem Bewusstsein gewesen sein, denn er hat das Absinken eingeleitet und ebenfalls dafür gesorgt das der Kapitän nicht mehr ins Cockpit kam.
 
Bin mal gespannt, ob und was für Details und Hintergründe zum möglichen Motiv des Co-Piloten die nächsten Tage noch ans Licht kommen.

Bin nicht sicher, ob es angemessen ist, über ein "Motiv" zu sprechen. :unfassbar:Wenn er das bewusst eingefädelt hat muss er ja in irgendeiner Form krank gewesen sein.

Warscheinlich war es darauf bezogen das seine Atmung nicht darauf schließen lässt das der Co gesundheitliche Probleme hat wie Herzinfarkt. Kreislauf oder sonstiges wo die Atmung schwer/unregelmäßig wird. Ansonsten hab ich mich das aber auch schon gefragt. Jedoch wird der Co bei vollem Bewusstsein gewesen sein, denn er hat das Absinken eingeleitet und ebenfalls dafür gesorgt das der Kapitän nicht mehr ins Cockpit kam.

Ich bin davon ausgegangen, dass sich die Atmung bei Bewusstlosigkeit auf jeden Fall verändert. Kommt vielleicht auf drauf an, wovon man bewusstlos wird, aber eine Veränderung müsste auf jeden Fall eintreten, weil ein bewusstloser Körper ja einfach viel "schwerer" ist. Die anderen Sachen weisen ja auch darauf hin, wie du ja sagst. Aber wasmich wundert, wie fein sind den diese Aufnahmen? Es gab ja noch andere Geräusche und Atmung ist ja normalerweise schon nicht sooo laut. :confused: Vielleicht wissen wir aber auch noch gar nicht alles, vielleicht gab es auch weitere Hinweise, die man aber erst Mal weiter untersuchen möchte.
 
Aber wasmich wundert, wie fein sind den diese Aufnahmen? Es gab ja noch andere Geräusche und Atmung ist ja normalerweise schon nicht sooo laut..

naja, ein smartphone mikrofon ist das wahrscheinlich nicht. es gibt mehrere mikrofone/sensoren, hier als Beispiel ist eine patentanmeldung dazu:

http://www.google.de/patents/US5798458

ob die mikrofone der piloten mit dem voice-rekorder verbunden sind, weiss ich nicht. wenn ja, dann hört man natürlich auch das atmen. das sind alles hochempfindliche geräte
 
Ein nicht ganz unberechtigter Einwand:

Der frühere Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer warnt davor, den Absturz des Germanwings-Airbus für aufgeklärt zu halten und vorschnelle Schlüsse zu ziehen. In der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“ sagte der CSU-Politiker am Donnerstagabend, auch wenn die französische Staatsanwaltschaft behaupte, der Copilot habe die Maschine absichtlich zum Absturz gebracht, heiße das „noch lange nicht, dass es wirklich definitiv so ist“. Viele Staatsanwaltschaften hätten „schon viel in die Welt gesetzt“, viele Urteile hätten aber am Ende ganz anders ausgesehen, sagte Ramsauer. Das Vorstandsmitglied der Pilotenvereinigung Cockpit, Markus Wahl, riet in der Sendung ebenfalls, die Untersuchungen abzuwarten. Erst dann könne bewertet werden, ob es wirklich das „Drama“ gewesen sei, von dem im Moment alle ausgingen. (dpa)
 
Sicher. Aber im Flieger sind zwei, vielleicht drei Personen "in charge". Das ist vermutlich leichter zu untergraben. Am Boden kann man naturgemäß höhere Sicherheitsmaßnahmen bringen.

wieso? ob du leute in die cockpits oder in die flugsicherung bringen musst, dürfte imo nicht den größten unterschied machen. ich weiß nicht, wie da die heutigen standards sind, aber zumindest beim unglück von überlingen, war der lotse ja effektiv alleine mit der flugüberwachung beschäftigt. zudem wirst du eine steuerung vom boden aus vielleicht auch von außerhalb stören und beeinflussen können. da wird das risiko insgesamt vermutlich einfach viel zu hoch sein.
 
Es wäre nicht schlecht, wenn jetzt das mediale Spekulieren mal ein Ende hätte und nicht jede Szene, jedes Wort, jede Bewegung x-fach wiederholt werden würde. Mit sachlicher und neutraler Berichterstattung hat das schon lange nichts mehr zu tun. Es geht nur (noch) um Sensationshascherei und eigenes Interesse an der Führungshoheit bei der Berichterstattung.

Und so etwas wie Privatsphäre gibt es für einige Vertreter der Medien, egal ob Print oder TV oder Radio, schon lange nicht mehr.

Grässlich!
 
Soeben hieß es, dass die Staatsanwaltschaft in der Wohnung des 1.Offiziers eine zerissene Krankmeldung gefunden hat, die für den Tag des Fluges gegolten hätte.
 
Es wäre nicht schlecht, wenn jetzt das mediale Spekulieren mal ein Ende hätte und nicht jede Szene, jedes Wort, jede Bewegung x-fach wiederholt werden würde. Mit sachlicher und neutraler Berichterstattung hat das schon lange nichts mehr zu tun. Es geht nur (noch) um Sensationshascherei und eigenes Interesse an der Führungshoheit bei der Berichterstattung.

Und so etwas wie Privatsphäre gibt es für einige Vertreter der Medien, egal ob Print oder TV oder Radio, schon lange nicht mehr.

Grässlich!


:tnx:


Nur ein Beispiel aus dem Focus-Ticker:
Ein jugendlicher Anwohner aus der Wohnsiedlung der Familie L. sagte: "Ich kannte ihn nicht persönlich, aber das ist schon sehr krass. Ich weiß nicht, was in ihm vorgegangen ist."

Die fragen also jemanden, der nichts, aber auch gar nichts zu den Ereignissen sagen kann...und tickern das dann!
Die gleichen Antworten hätte wortgenau auch ich geben können.
Allerdings hätte Focus dann dahinter tickern können. "Nach diesen Worten polierte der (nicht mehr ganz so jugendliche) Bewohner einer x-beliebigen Siedlung unserem Reporter mal ordentlich die Fresse."
 
Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass die Staatsanwaltschaft und die zuständigen Ermittler die Absicht des Co-Piloten so klar kommuniziert hätten, wenn die Indizien und die Faktenlage nicht ziemlich eindeutig wären. Ich glaube, dass das viele in Frage stellen und daran zweifeln (wollen), da diese Tat so unbegreiflich ist.

Auch wenn der Copilot tot ist, so gillt auch für ihn die Unschuldsvermutung, bis seine Tat (gerichtlich) als erwiesen eingeschätzt wird. Und dieses Recht auf eine Unschuldsvermutung haben mMn auch die Angehörigen des Copiloten. Klar lassen die bisherigen (öffentlich bekannten) Informationen kaum einen anderen Schluss zu, aber es wäre wenig professionell, wenn man nicht erst einmal abwarten würde, bis wirklich alle möglichen Informationen zusammengesammelt sind.

Apropos spekulieren: nach den Informationen von gestern kommt in mir immer mehr der Gedanke auf, dass das Schicksal des verschollenen Fluges MH370 eine ganz ähnliche Ursache haben könnte. Doch kein Einzelfall? :unfassbar:
 
Nur ein Beispiel aus dem Focus-Ticker:
Ein jugendlicher Anwohner aus der Wohnsiedlung der Familie L. sagte: "Ich kannte ihn nicht persönlich, aber das ist schon sehr krass. Ich weiß nicht, was in ihm vorgegangen ist."

Die fragen also jemanden, der nichts, aber auch gar nichts zu den Ereignissen sagen kann...und tickern das dann!

Das ist ja kein neues Phänomen. Bereits Loriot hat das 1972 in einem seiner Sketche aufs Korn genommen: https://www.youtube.com/watch?v=YGyTV-zZHNQ :ugly:
 
Back
Top