TSG 1899 Hoffenheim

Da braucht man nicht lange dran rumdeuteln.

(1) Wer eine andere Person körperlich mißhandelt oder an der Gesundheit schädigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

http://dejure.org/gesetze/StGB/223.html

Man stelle sich vor, ein BVB-Fan hat dadurch wirklich langfristige Folgeschäden erlitten, kommt auch die schwere Körperverletzung zur Geltung.

(1) Hat die Körperverletzung zur Folge, daß die verletzte Person
1. das Sehvermögen auf einem Auge oder beiden Augen, das Gehör, das Sprechvermögen oder die Fortpflanzungsfähigkeit verliert, [...]

so ist die Strafe Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren.

(2) Verursacht der Täter eine der in Absatz 1 bezeichneten Folgen absichtlich oder wissentlich, so ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren.

http://dejure.org/gesetze/StGB/226.html

Zitat von [Sportfreund];1834820:
http://www.youtube.com/watch?v=8DG6AOoOp_I
Hier ab 4:25 einigermaßen zu hören - ist eine Mischung aus durchgehendem Ton und nervigem Telefonklingeln.

Das Video beweist ja das vorsätzliche System (2:55, 4:00, 4:20), nach dem bei Hoffenheim nun offenbar gehandelt wird, um ungewünschte Schmähgesänge zu unterbinden. Mal abgesehen davon, dass diese Vorgehensweise in keinem Verhältnis zu dem "Vergehen" des Dortmunder Anhangs steht, habe ich heute erst wieder in der Zeitung einen mMn sehr treffenden Kommentar zum Mauerbau gelesen, dass in einem Rechtsstaat niemals der Zweck die Mittel heilen darf.

Wenn ich mir diesen "Hochfrequenzton" nun in Stadionlautstärke vorstelle, glaube ich sofort, dass da einige ernstzunehmende Hörschädigungen davongetragen haben. Alleine dies in Kauf zu nehmen, ist gesetzeswidrig und sollte vom DFB konsequent geahndet werden. Da ist es mit einer Geldstrafe nicht getan. Vor allem eine Bewährungsstrafe wäre wichtig, da dies nicht die letzten Gesänge in Richtung Hopp gewesen sein werden und der Verein sich auch und gerade in Zukunft nicht das Recht herausnehmen kann, gegnerische Fans mit gehörschädigenden Tönen zu penetrieren.
Ich finde das echt heftig. Und auch wenn Hopp um ein gutes Verhältnis zum DFB bemüht ist, hier sollte man die Objektivität bewahren und eine angemessene Strafe verhängen. Das wäre für mich ein geringer Punktabzug und eine sehr empfindliche Bewährungsauflage.
 
Unglaublich, wenn diese Dinger Hörschäden, bei den BVB-Fans hervorgerufen haben sollten. Jetzt überlege ich, ob ich beim Werderspiel am 27. in Sinsheim den Vater meiner Ex-Freundin nicht doch von abrate mit in den Werder-block zu gehen. Sowas ist ja besonders Kindern und älteren Menschen nicht zuzumuten.
 
Unglaublich, wenn diese Dinger Hörschäden, bei den BVB-Fans hervorgerufen haben sollten. Jetzt überlege ich, ob ich beim Werderspiel am 27. in Sinsheim den Vater meiner Ex-Freundin nicht doch von abrate mit in den Werder-block zu gehen. Sowas ist ja besonders Kindern und älteren Menschen nicht zuzumuten.

Ich glaube kaum, dass die es direkt im nächsten Heimspiel wagen, die Teile nochmal aufzustellen. Außerdem hat es, wenn ich mich richtig erinnere, zumindest bei den letzten beiden Spielen in Sinsheim kein stumpfes Gepöbel der Werderfans gegeben.
 
@ David Jarolim:

Ich gehe nicht davon aus, dass man das als eine vorätzliche Körperverletzung ansehen kann. Es wird regelmäßig am Vorsatz scheitern, da diejenigen, die die Geräte angebracht haben, sich darauf berufen werden, dass sie diese Dinger eingesetzt haben, damit man die unliebsamen Rufe gegen Hopp akkustisch zu verunstalten und nicht darauf abgezielt hat bei jemanden Hörschäden zu verursachen, also die schädigende Wirkung zu erzielen. Man hat sozusagen das für möglich gehalten, aber drauf vertraut, dass das nicht zu Hörschäden führt, aber die Gesänge unterdrückt werden. Die Frage wird dann sein, ob sie objektiv gesehen, darauf vertrauen durften, dass es nicht zu Hörschäden kommen kann. Wichtig ist dann wie geeignet diese Hochfrequenzen waren, um Hörschäden zu verursachen. Auf jeden Fall wäre das eine fahrlässige Körperverletzung.
 
Der Kicker hat sich jetzt auch der Sache angenommen - klick.

Neu ist hier, daß jetzt wohl auch eine Anzeige gegen Unbekannt öffentlich bestätigt wird, die Ermittlungen werden aufgenommen.
 
Alle mit Ohrenschützern nach Hoffenheim!

Eine drastische Strafe sollte auf jeden Fall folgen. Die Platzierung des Geräts ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit durch die Stadionsicherheit geduldet worden.
 
Alle mit Ohrenschützern nach Hoffenheim!

Eine drastische Strafe sollte auf jeden Fall folgen. Die Platzierung des Geräts ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit durch die Stadionsicherheit geduldet worden.

Auf dem Foto mit der Ausschnittvergrößerung des "Bedieners" sieht man im Hintergrund deutlich ein GESCHLOSSENES Rolltor. Wie also soll das Teil in den Durchgang gekommen sein? Entweder mit Wissen und unter den Augen der Sicherheitskräfte durch das Stadion, oder jemand hat das Rolltor geöffnet und die "Einbringung" somit ermöglicht... Verantwortung? Ist ganz klar geregelt, wenn ich mich nicht irre der gastgebende Verein.
 
Auf dem Foto mit der Ausschnittvergrößerung des "Bedieners" sieht man im Hintergrund deutlich ein GESCHLOSSENES Rolltor. Wie also soll das Teil in den Durchgang gekommen sein? Entweder mit Wissen und unter den Augen der Sicherheitskräfte durch das Stadion, oder jemand hat das Rolltor geöffnet und die "Einbringung" somit ermöglicht... Verantwortung? Ist ganz klar geregelt, wenn ich mich nicht irre der gastgebende Verein.

:tnx:
 
Hopps "Rechtfertigung" ist ja wohl an Lächerlichkeit nicht zu überbieten! ("Wer mich beleidigt, sollte nicht empfindlich sein")
Als ob ein Fehlverhalten der Dortmunder (die Beleidigungen) die Lärmbeschallung auch nur im Geringsten entschuldigen würde. Mal abgesehen davon, dass so etwas sowieso in der Bundesliga in der Tagesordnung ist (man denke nur daran wie oft Werder Fans z. B. "Scheiß HSV" singen) ist Selbstjustiz in Deutschland verboten. Ich hoffe das wird auch für Hopp und seinen Verein gelten und er darf nicht weiter nach dem Motto "die beleidigen mich, dann darf ich versuchen deren Gehör zu schädigen" verfahren. :wall:
 
Vom letzten Köln Spiel in Sinsheim:

Zitat von wh96.com:
Traurig übrigens, dass der Emporkömmling bei gewissen Liedern Melodien über die Boxen im Gästebereich einspielte, um zu versuchen die Gesänge die übertönen.

http://www.wh96.com/index.php?template=news&show=all


Aus der Süddeutschen:

Der Sozialarbeiter Thilo Danielsmeyer vom "Dortmunder Fanprojekt", der seit zwanzig Jahren bei Heim- und Auswärtsspielen des BVB für De-Eskalation unter Fangruppen sorgt, hatte am Ort weitere Details zu den Schallattacken recherchiert: "Auf meine Nachfragen wurde mir sowohl von der Einsatzleitung der Polizei als auch vom Hoffenheimer Ordnungsdient erläutert, wie die Anlage funktioniert und wie sie gehandhabt wird."

Aber der Verein hatte natürlich keine Ahnung davon...:wuerg:
 
Lt. Sport 1 Videotext (seite 207) soll ein Mitarbeiter der Hopps zugegeben haben das Gerät eigenmächtig zum Einsatz gebracht zu haben.

Ist schon klar. Jetzt wo die Beweise eindeutig sind musste ein Sündenbock her. Der lässt sich seine Rolle sicherlich fürstlich entlohnen. Wie man auf den Fotos übrigens sieht müssen es ja mindesten zwei Personen gewesen. Peinlich wie sich dieser Retortenclub versucht aus der Affäre zu ziehen.
 
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