Hier meine Mail, die den DFB eben erreicht hat:
Sehr geehrte Damen und Herren (hab mir lange überlegt eine andere Anrede zu wählen, aber meine gute Kinderstube verbietet mir das),
Mit Verwunderung hab ich heute die Sperre gegen den Spieler Torsten Frings zur Kenntnis genommen. Sie predigen und vertreten allzeit und zu allen möglichen Anlässen den ehrenwerten Gedanken des Fairplay, beweisen aber -nicht nur in diesem Fall, sondern auch in vielen anderen Fällen-, dass Sie als Institution nicht würdig sind, diesen Gedanken zu vertreten bzw. treten eben diesen Gedanken mit Füssen!
Ich zitiere an dieser Stelle einmal aus dem Buch von Horst Hilpert, seineszeichen langjähriger Vorsitzender des DFB Kontrollausschusses:
"Der Gewinner sollte am Ende immer das Fairplay sein" so der abschließende und sicher auch zusammenfassende Satz, mit dem Horst Hilpert sein 2007 erschienenes 452 Seiten dickes Sachbuch "Sportrecht und Sportsprechung" beendete.
Wenn nachweislich die Unschuld eines Spielers festgestellt wurde, ignorieren Sie diese Tatsache nicht nur, sondern legen sich zudem eine Begründung zurecht (unsportliches Verhalten), die nicht nur jeglicher Grundlage entbehrt, sondern auch von eigener Ohnmacht zeugt, Sachverhalte zu bewerten bzw. diese rechtlich richtig darzustellen. bzw. dazu dient, eigene Fehler bzw. Fehler Ihrer ausführenden Organe zu kaschieren.
Wenn in Ihren Reihen nur ehemalige Bauarbeiter (und dabei will ich dieser Berufsgruppe keineswegs zu nahe treten) zu finden wäre, könnte ich diese unreife Entscheidungen vielleicht noch nachvollziehen. Dieser ganze Farce dieser und vieler weiterer Entscheidungen im Laufe der letzten Jahre setzt dann allerdings die Tatsache, dass Ihr Präsident ein Jurist und Inhaber einer Anwaltskanzlei ist, die Krone auf. Wenn solche Entscheidung wie im Fall Torsten Frings von Ihrer Institution als gerecht empfunden werden, dann sollte Ihr Präsident schleunigst nochmal einige Semester seines Studiums wiederholen.
Mit der selbstherrlichen und arroganten Art des Auftretens Ihrer Funktionäre und Schiedsrichter richten Sie einen großen Schaden im deutschen Fussball an, aber Einsicht und Kriitkfähigkeit sind für Ihre Mitarbeiter wohl ein Fremdwort.
Bitte senden Sie mir die ausführliche Begründung zu, die eine Sperre von Torsten Frings rechtfertigt und geben Sie mir -und vielleicht der breiten Öffentlichkeit- Einsicht in den Bericht des Schiedsrichters Schmidt, der diese Rote Karte vertreten musste. So wäre vielleicht die Entscheidung etwas nachvollziehbarer, sofern Herr Schmidt in dem Bericht seine Entscheidung bestätigt hat. Hat Herr Schmidt aufgrund dieser offensichtlichen Fehlentscheidung Konsequenzen zu tragen oder ist Ihr Kontrollausschuss nur daran interessiert, Spieler zu bestrafen?
MIt freundlichen Grüßen (und dem Klammerzusatz meiner Anrede)