Mir ist jegliches Gesicht egal, da die Sympathiewerte für mich bestennfalls zweitrangig sind. Einem Personenkult, wie er hier teilweise bei Diego stattfand, kann ich ohnehin nichts abgewinnen. Diese Neigungen habe ich ca. Mitte der Neunziger abgelegt. Mittlerweile sind Spieler für mich in der Regel durchlaufende Posten bzw. Angestellte, von denen ich im Grunde nur eines erwarte und das ist angemessene Leistung gegen sehr gute Bezahlung. Pathetische Liebesbekundungen zum Verein langweilen mich nur noch und ringen mir höchstens ein müdes Lächeln ab.
Mir ist ein Typ Kotzbrocken allemal lieber, der sich die Lunge aus dem Hals rennt, als ein Liebling-Schwiegersohn-Typ, der nur alle Monate bereit ist, sich sein Trikot schmutzig zu machen.
Der Verein als solches interessiert mich, nicht mehr, nicht weniger.