Torsten Frings

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Na gut, ich habe ihn vor dem 1-2 nur fallen und meckern sehen... und das in die Breite ziehen war meiner Ansicht nach eben oft die falsche Option, weil Marin oder Hunt steil anspielbar waren. Bei unseren Flankenkünstlern ist über die Außen eben nicht immer die beste Idee.

Der lange Ball auf Hugo war in der Tat gut. Aber viel mehr hab ich eben nicht gesehen. Oft ist das aber auch sehr subjektiv, wenn man sich erstmal über einen Spieler aufregt... das gebe ich zu.

Jo, jetzt hört sich deine Meinung schon vertretbarer an!;) Aber durch die Mitte ging gestern doch mal garnichts, hast du gesehen wie eng und tief die Wolfsburger standen?! Da ging garnichts durch, der Weg über außen war die einzige Möglichkeit wie wir Gefahr vor deren Toren erzeugen konnten! Das war schon richtig so und so sind ja auch die Ecken und Tore entstanden! Almeida allein in der Mitte kann's halt auch nicht immer richten, zumal Marin teilweise komplett abgemeldet war.
 
@Bilbo: Einige nennen es, das Spiel langsam machen - andere nennen es, das Spiel beruhigen. Das war imo auch die Absicht und auch die Aufgabe von Frings. Das Spiel war teils zu hektisch, mit seinen Aktionen hat er versucht, a) Gegenstöße zu verhindern und b) die jungen Leute auf dem Platz, Ruhe im Spielaufbau zu vermitteln. Dass es auch anders geht bei ihm, sollte jetzt langsam mal klar sein, nach all den Spielen.
 
Zitat von Lothar Matthäus;734654:
Einige nennen es, das Spiel langsam machen - andere nennen es, das Spiel beruhigen. Das war imo auch die Absicht und auch die Aufgabe von Frings. Das Spiel war teils zu hektisch, mit seinen Aktionen hat er versucht, a) Gegenstöße zu verhindern und b) die jungen Leute auf dem Platz, Ruhe im Spielaufbau zu vermitteln.
Das ist imo generell die Aufgabe von solch routinierten Spielern, besonders in einer jungen Mannschaft. ;)
Meist bekommt er das hin, drum ist allein seine (physische) Präsenz auf dem Platz so enorm wichtig.

Zitat von Batigoal23:
Es war einfach ein klasse Spiel von ihm ....
:tnx: :tnx: :tnx:

....und er hat mal wieder gezeigt warum er kämpferisch ......
:tnx: :tnx: :tnx:
....und strategisch so wichtig für WERDER's Spiel ist!
Genau an dieser Stelle bin ich etwas anderer Meinung! Das sehe ich ein klein wenig mit Abstrichen....
 
Es geht mir nicht darum, Torsten grundlos zu kritisieren, aber jeder Spieler hat seine individuellen Stärken und Schwächen. Und das strategische, schnelle Aufbauspiel sehe ich nun wirklich nicht als eine seiner Stärken.
 
@KNB_for_Pulitzer
Da dürftest Du Recht haben. Ich schrieb ja schon früher, dass ich TF eher als idealen Spieler für die Halbposition sehe als auf der Sechserposition.

Wenn ich die Benchmark für einen Top-Sechser im System Raute suche, komme ich immer wieder auf Frank Baumann zurück. Wo liegt nun aber der Unterschied zwischen Baumi und Fringser?
Die Vertikale in der Raute ist - und das unweigerlich - die entscheidende Kreativebene dieses Systems. Hier brauchst Du auf beiden Positionen eine schnelle Spielführung, sowohl in der Eröffnung (Sechser) als auch in der Fortführung (Zentraler OM) des Angriffs. Gelingt schon das nicht, kann das Rautensystem, egal wie die Positionen im Raum verschieben, aufgrund der hohen Anforderungen an die Flexibilität zum Boomerang werden. Baumi war der ideale One-Touch-Fussballer, dessen Spieleröffnung in den letzten drei Jahren aber zunehmend in der Wirkung einbüßte, weil Diego mit seiner anderen Spielauffassung (Ballhalten) diese meist wieder zerstörte. Wird in der Vertikale nicht schnell gespielt, gehen nicht nur Überraschungsmoment und konsequentes Stören - schon in vorderster Linie - verloren, es steigt auch das Konterrisiko, da zum einen der Gegner Zeit hat, sich zu formieren und zum anderen gegen die zwangsläufig zu hoch aufgerückten Mannschaftsteile mit schnellen Pässen in die Räume diese nutzen kann. Wie das geht, hat Werder seinerzeit oft erfahren müssen......

Baumi hatte den Blick für sich aus der Spielsituation heraus ergebende Räume, folgerichtig suchte er oftmals und das meist mit wenigen Ballkontakten umgehend die schnelle Spielverlagerung zum Zwecke des Platz schaffens (was, wie gesagt, oft wieder vernichtet wurde). Bevorzugt mit Diagonalbällen, da besonders so die Breite genutzt werden kann, unabhängig davon, ob der Pass direkt oder indirekt über Zwischenstationen gespielt wird. Wichtig ist der Raumgewinn.

Und genau da sehe ich Schwächen bei Frings. Seine kreative Spieleröffnung ist in der Regel der lange oder steile Pass direkt in die Spitze, geht das nicht, kommen fast immer Quer- oder Sicherheitspässe. Letztlich das, was Bilbo in seinem Beitrag andeutete, wo er m.E. mit der Verlangsamung eben so nicht falsch liegt wie Lothar mit der Spielberuhigung. Aber die Übersicht und Intuition für (entstehende) Räume, die Baumi verkörperte, fehlt ihm etwas. Trotzdem finde ich, dass Fringser das auf die beschriebene Weise sehr gut löst, weil es letztlich relativ risikolos ist. Und das ist ja auch im Sinne der Mannschaft. Was ihn aber nicht freispricht von diesen angesprochenen strategischen Schwächen, denn dass er dadurch weniger für OT-Fussball geeignet ist, sollte klar sein.

Offenbar hat Thomas Schaaf das genau so analysiert, deswegen suchte er bei der Umstellung zu Saisonbeginn die Mittellösung als Baumi-Ersatz mit einem One-Touch-Spieleröffner (Boro) und einem Balleroberer und Zweikämpfer (Frings). Nur sind letztere, genannte Stärken eher ideal für die Halbposition, da es auf dieser Rauten-Defensiv-Linie, der Horizontale, mMn genau darum geht. So meine ich im Gegensatz zu vielen anderen, dass hauptsächlich der Baumann-Abgang und nicht der von Diego die Ursache für die Systemumstellung war. Leider erwies sich das wieder als taktisch falsch, weil zum einen insbesondere Özil außen doch einiges von seinen Stärken einbüßte und beide - Marin und Özil - Defizite in der Rückwärtsbewegung haben und deswegen gemeinsam nicht im MF spielen sollten. Die Doppelsechs wurde dadurch überlastet, was sich bereits in den Freundschaftsspielen zeigte und gegen Frankfurt ausuferte. Dazu kamen Boro`s Probleme, sich in der lange nicht gespielten Rolle erst zurechtzufinden. Wenn ich im ersten Saisonspiel noch daran denke, wie oft die Eintracht-Spieler trotz erheblich weniger Ballbesitz, trotz sehr einfachem Spiels und weniger läuferischem Aufwand in Überzahlsituationen kamen, kommt mir immer noch das kalte Grausen.......
Zum Glück ist TS diesmal entgegen seiner Mentalität schnell wieder von dieser Taktik abgerückt.

Insgesamt sollten wir aber aufpassen, nicht das Kind mit dem Bade auszuschütten. Frings ist selbst strategisch immer noch einer der besten Sechser der Liga. Kämpferisch und als Führungsspieler sowieso.
 
:tnx:
Finde besonders seine langen, aber durchaus präzisen Bälle in die Spitze als "Aufbauspiel" absolut gelungen...
Nach wie vor enorm wichtig für das Team.

absolut...

letzte Saison gab es ein Spiel gegen Hamburg, als Frings mit einem, Pass die komplette Hamburger Hintermannschaft vor dem 0:2 aushebelte...

er kann ziemlich schnell die Situation erfassen, und spielt gut getimete Pässe, das zeichnet ihn aus!

ein weiteres Beispiel ist dieser Freistoß auf Borowski in Bochum...
 
:tnx:
Finde besonders seine langen, aber durchaus präzisen Bälle in die Spitze als "Aufbauspiel" absolut gelungen...
Nach wie vor enorm wichtig für das Team.
Wie ich ja sagte. Nur sind die "langen, aber durchaus präzisen Bälle in die Spitze" eben (fast) seine einzige Option des (kreativen) "Aufbauspiels". Baumann bot da ein erheblich breiteres Spektrum an möglichen Varianten.

Nichtsdestotrotz ist TF aus der Stammelf überhaupt nicht wegzudenken, nur sehe ich ihn im Idealzustand auf der HP und hätte auf der Sechs lieber einen One-Touch-Spieler, weil dann die Bindung zu Özil & Co. beim Umschalten noch reibungsloser funktionieren würde. Allerdings haben wir den für diese Position nicht wirklich im Kader. Der junge Ikeng zeigte Ansätze in der Vorbereitung, Bargfrede und Jensen wären Optionen, die ich aber auch nicht als ideale One-Touch-Spieler mit gleichzeitig glänzendem Spielaufbau bezeichnen würde. Aber einen Versuch mit Frings auf der rechten HP und Bargfrede oder Jensen auf der Sechs wäre`s vielleicht mal wert.
 
Wie ich ja sagte. Nur sind die "langen, aber durchaus präzisen Bälle in die Spitze" eben (fast) seine einzige Option des (kreativen) "Aufbauspiels". Baumann bot da ein erheblich breiteres Spektrum an möglichen Varianten...
Naja, seh ich nicht ganz so. Baumann hatte zwar desöfteren den tiefen Pass zu bieten. Nicht hoch, dafür flach, aber ein breiteres Spektrum bzw. mehr Varianten seh ich da nicht.
Beide sind auch nur schwer vergleichbar, da von ihrer Anlage doch sehr verschieden.
Sollte Frings irgendwann mal in Rente gehen, wäre Bargfrede sicherlich eine guter, hausinterner Nachfolger...
 
@5vor12
Meinte eigentlich nicht nur lang oder Pässe in die Tiefe, sondern generell die Möglichkeiten im schnellen Spiel nach vorn.

Baumi hatte den Blick für sich aus der Spielsituation heraus ergebende Räume, folgerichtig suchte er oftmals und das meist mit wenigen Ballkontakten umgehend die schnelle Spielverlagerung zum Zwecke des Platz schaffens (was, wie gesagt, oft wieder vernichtet wurde). Bevorzugt mit Diagonalbällen, da besonders so die Breite genutzt werden kann, unabhängig davon, ob der Pass direkt oder indirekt über Zwischenstationen gespielt wird. Wichtig ist der Raumgewinn.

Und genau da sehe ich Schwächen bei Frings. Seine kreative Spieleröffnung ist in der Regel der lange oder steile Pass direkt in die Spitze, geht das nicht, kommen fast immer Quer- oder Sicherheitspässe.
 
2Torschüsse, 3 Vorlagen, wieder die meisten Ballkontakte,...
-das ist doch was!

Bei wiedrigen Bedingungen hart gearbeitet, nicht das Glück dabei gehabt, ...

Guter Einsatz, bei dem nicht genug rübergekommen ist ist!

Schade, schade

:svw_schal:
 
Auf die Situation vor dem 0:1 wurde auch im Sportstudio hingewiesen. :(
Sollten also genug Leute vorgeführt bekommen haben.

Was mich noch mehr geärgert hat, war das Frust-Foul vor der Auswechslung.

Schade, schade, war das nötig? Hat das was gebracht?
 
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