Sehr geehrte BILD-Redaktion,
mit einer Mischung aus Entsetzen und Empörung habe ich mir auch den zweiten Teil Jens Lehmanns Autobiografie angetan. Dass dieser Mensch streitbar und provozierend ist, ist seit längerem bekannt. Jedoch ist mit dieser Veröffentlichung eindeutig die Grenze des guten Geschmacks überschritten:
Einen unter tragischen Umständen ums Leben gekommenen Torwart für seine eigenen Interessen zu missbrauchen und ihn dafür zu instrumentalisieren halte ich für pervers und abartig.
Dieser Umstand schadet nicht nur Tim Wiese, der in diesem Artikel völlig verunglimpft wird, sondern auch dem gerechtfertigterweise äußerst positiven Ansehen des Sportsmanns Robert Enke.
Es würde von Größe zeugen, wenn Sie dieser unverschämten, an Rufmord grenzenden Meinungsmache von Jens Lehmann nicht länger eine derartige Plattform geben, damit sich ein verzweifelt nach Aufmerksamkeit ringender ausgedienter Torwart in Kahns Schatten nicht länger auf erhebliche Kosten anderer profilieren kann.
Besten Dank und mit freundlichen Grüßen