Tim Borowski

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@ Werderaner: Du bringst es auf den Punkt. Wobei ich ihm gerade was die Schusstechnik betrifft noch gewisse Fähigkeiten zusprechen will. Ansonsten würde er nicht mal bei einem Abstiegskandidaten groß auffallen. Hat während seiner "Glanzzeit" vom überragenden Micoud profitiert und das war´s.

Meiner Meinung nach hat er eher von einem funktionierenden Gesamtgebilde profitiert als allein von Micoud, und dazu gehörten u.a. auch Ernst, Baumann oder auch Lisztes, die wichtige Bausteine waren, den von Schaaf bevorzugten One-Touch-Fußball umzusetzen. Borowski war zu der Zeit nicht weniger wichtig für das Spiel. Später waren mit Diego und Jensen Spieler im Kader, die selbst gern mal den Ball gehalten haben, was Boro nicht seht gut getan hat.

Er ist weder ein Wadenbeißer noch ein Filigrantechniker. Aber er ist Gedankenschnell, hat einen guten Schuss und ich denke dass er mittlerweile auch Führungsqualitäten entwickelt hat. Auch wenn er pomadig wirkt (das tun die ebenfalls großen Spieler Naldo und Mertesacker übrigens auch, nur so als Denkanstoß), hat Borowski noch ein Plus: er bewegt sich immer auf Ballhöhe und versucht, anspielbereit zu sein. Andere spielen gern mal den Pass und bleiben dann stehen, um zu schauen was passiert. Das Spiel ohne Ball finde ich ebenso wichtig und ich denke, dass es hier bei der Beurteilung einiger Spieler viel zu oft unter den Tisch fällt. Man könnte es überspitzt formulieren und sagen: wer keine tollen Übersteiger macht, fällt durch's Raster ;) Das Problem hatte auch Frank Baumann über Jahre, der hier bei vielen während seiner Zeit nicht gut weggekommen ist, obwohl er sehr wichtig für die Mannschaft war.

Er kann mehr und muss noch eine Schippe drauflegen, keine Frage. Aber als Antifußballer sehe ich ihn nicht. Da hätte sich der Bundestrainer 33 Mal versehen haben müssen, Uli Hoeneß und sein Team hätte man bei der Verpflichtung auslachen müssen und auch den Bremer Trainerstab wie auch Klaus Allofs müsste man in Frage stellen. In der Gesamtheit schenke ich den Meinungen dieser Leute dann doch etwas mehr Gewicht als der Meinung einiger User hier ;)
 
@ Sascha79

meinst Du mich interessiert wie viele Übersteiger jemand macht?

Du sagst, Boro bewegt sich immer auf Ballhöhe, ich sage, er trabt nebenher, spielt Alibifußball und hat für einen Mittelfeldspieler verdammt wenig Ballkontakte, das sagt alles!

einen guten Schuss hat er, aber keinen herausragenden, wenn man z.B. Spieler wie Eduardo, Salihovic oder Basler als Maßstab nimmt...

Gedankenschnell ist er viel zu selten, seine Geistesblitze sind absolute Rarität...

ich kann mit Deinem Beitrag absolut nichts anfangen, sehe es wie Fink...

der Mann kann eine Spitzenmannschaft höchstens ergänzen, aber niemals verstärken...
 
Dann hoffe ich doch sehr, dass er dich und fink nochmal überrascht ;)

Ich weiß selbst nicht, warum er sein Leistungsvermögen nicht mehr ausschöpft.
Ich bin aber immer noch davon überzeugt, dass er mehr kann als er seit seiner Rückkehr gezeigt hat.
 
Dann hoffe ich doch sehr, dass er dich und fink nochmal überrascht ;)

Ich weiß selbst nicht, warum er sein Leistungsvermögen nicht mehr ausschöpft.
Ich bin aber immer noch davon überzeugt, dass er mehr kann als er seit seiner Rückkehr gezeigt hat.

denke ich nicht...

ich denke, der Fußball auf hohem Niveau ist in den letzten 5 Jahren einfach besser geworden und Boro ist durchs Raster gefallen...

für den Fußball, der mittlerweile in der Liga gespielt wird, ist Boro zu unbeweglich und zu träge...
ein Tor blendet mich jedenfalls nicht, zumal seine Tore ohnehin nicht auf gute Einzelaktionen beruhen, sondern auf einer guten Vorarbeit seiner Mitspieler...

hättest Du gestern an Boros Stelle den Timmy Thiele spielen lassen, hätte es keinen Unterschied gemacht...
 
Wäre B. auf Leihbasis gekommen, würde er spätestens zum Saisonende mit Retour-Sticker nach München zurückfliegen. Unabhängig von dem (honorigen) Gehaltsverzicht, gehört er ganz sicher immer noch zu den Topverdienern im Team. Wenn man demgegenüber sieht, dass er weder ein herausragender Abräumer ist noch besondere Impule im Spiel nach vorn bringt, ist es eine gewaltige Hypothek, diesen Spieler noch bis 2013 mitfinanzieren zu müssen!
 
Wäre B. auf Leihbasis gekommen, würde er spätestens zum Saisonende mit Retour-Sticker nach München zurückfliegen. Unabhängig von dem (honorigen) Gehaltsverzicht, gehört er ganz sicher immer noch zu den Topverdienern im Team. Wenn man demgegenüber sieht, dass er weder ein herausragender Abräumer ist noch besondere Impule im Spiel nach vorn bringt, ist es eine gewaltige Hypothek, diesen Spieler noch bis 2013 mitfinanzieren zu müssen!

Tja, so sieht es leider aus. Das gleiche gilt ja auch für andere Spieler. Weshalb wurde der Vertrag von z.B. Vranjes noch einmal verlängert? Am Ende sollten dann aber auch Schaaf und Allofs diese Verträge akzeptieren und nicht die Spieler kritisieren, die sie selbst geholt haben. Von Boro kann man im Grunde nicht mehr erwarten, sein Spiel ist von diesem eintönigen Tempo geprägt. Ich wette, dass Ailton rückwärts noch schneller läuft als er.
 
tim borowski zeigt für mich, dass kats spätestens nach 2007 auf dem transfermarkt ihre souveränität völlig verloren haben. nach 2007 kamen so viele ladenhüter, die nichts weiter sind als pures mittelmaß; und bei einem spieler wie z.b. borowski ist es die pure überschätzung bzw. die blindheit aufgrund früherer tage - und selbst in seinen letzten tagen vor dem bayernwechsel war doch borowski alles - bloß nicht stammelfspieler.
 
Man darf auch nicht vergessen, dass das sportliche Wachstum und die Ansprüche schneller gestiegen sind als Werders Möglichkeiten auf dem Transfermarkt.

Sicherlich hatten wir schonmal eine bessere Transferquote und in letzter Zeit auch den einen oder anderen Fehlgriff.

Ich denke, es war vor 5 Jahren noch etwas einfacher, Spieler für Werder zu verpflichten. Erstens, weil wir in der Entwicklung noch nicht so weit vorangeschritten waren und die Wahrscheinlichkeit somit höher war, auf dem Transfermarkt einen Treffer zu landen. Und zweitens, weil das Umfeld damals Experimente wie z.B. van Damme eher gedultet hat als heute und Fehlgriffe eher verziehen hat. Dass hiermit heute wesentlich kritischer umgegangen wird, zeigt auch der Abdennour-Thread sehr eindrucksvoll.

Es ist legitim, dass man nach 5 CL-Jahren enttäuscht ist, wenn es wieder eine Durststrecke gibt. Aber man sollte als langjähriger Fan auch wissen, dass es außer den Bayern keinem Verein gelungen ist, dieses Niveau nachhaltig zu halten. Warum soll es im vergleichsweise provinziellen Bremen gelingen? Wir haben sportlich Erfolge erzielt, die sonst Vereinen mit stärkerer Wirtschaftskraft vorbehalten sind. Diese nehmen in der Sommerpause auch schonmal 20-30 Mio oder mehr in die Hand, um den Kader weiterzuentwickeln. Das macht es für uns so schwer, Schritt zu halten.

Da ist es schon sehr oberflächlich, pauschal über ein verstopftes Näschen von KATS zu sprechen, ohne mal zu hinterfragen warum man ausgerechnet an den Spielern Interesse hatte, die letztendlich gehandelt wurden.

Einige Spieler nehmen halt lieber bei Schalke oder Bayern eine Mio mehr an Gehalt mit, anstatt sich in Bremen die Chance auf einen Stammplatz zu wahren. Damit werden wir immer wieder zu tun haben und müssen auf der Kandidatenliste von KATS sicherlich immer wieder oben ein paar Namen streichen und uns etwas weiter nach unten orientieren.

Das muss man nicht toll finden, aber es ist nunmal so.
Oder wie sagte Otto Rehhagel nach der Meisterschaft '88: "Für unsere Verhältnisse haben wir viel zu gut gespielt". An diesen Satz fühlte ich mich in den letzten Jahren eigentlich immer wieder mal erinnert.

Andere sehen die sportlichen Leistungen der letzten Jahre halt als selbstverständlich an und äußern ihren Unmut, wenn es denn tatsächlich mal schlechter läuft. Dementsprechend fällt halt auch die Beurteilung vieler Transferaktivitäten aus.

Hinzu kommt noch die Schwarzweiß-Malerei derer, die die Souveränität der sportlichen Leitung als VÖLLIG verloren ansehen. Ein wenig mehr Objektivität würde ich mir dann für eine interessante Diskussion doch wünschen...
 
Ich finds immer sehr respektabel, wenn sich Utopisten öffentlich outen.

Ich warte jetzt schon seit der Saison 06/07 auf den "alten" Boro. Inzwischen bin ich soweit desillusioniert, dass ich glaube, er sollte seine Karriere in Bälde beim KFC Uerdingen ausklingen lassen.

Ach, die Leistung von 2006 erwarte ich ja gar nicht, das habe ich auch nie geschrieben. Es haben ja schon viele Spieler kurzzeitig am absoluten Limit gespielt und sind dann dort nie wieder hingekommen. Diese waren hinterher aber immer noch ein wichtiger Baustein im Team oder haben zumindest den Konkurrenzkampf belebt. Ich denke, da kann er auch wieder hinkommen und finde es auch gar nicht utopisch. Und wenn wir erneut in allen Wettbewerben so weit kommen, dann ist das für eine mögliche Rotation auch unheimlich wichtig.
 
Ich finds immer sehr respektabel, wenn sich Utopisten öffentlich outen.

Ich warte jetzt schon seit der Saison 06/07 auf den "alten" Boro. Inzwischen bin ich soweit desillusioniert, dass ich glaube, er sollte seine Karriere in Bälde beim KFC Uerdingen ausklingen lassen.

Verein für Ex-Bremer :lol:
Ich lebte ja auch in den Wahnkopf "alte" und "junge" Spieler passen zusammen. Leider bringt Boro seine Erfahrungen nicht ein.
 
Ach, die Leistung von 2006 erwarte ich ja gar nicht, das habe ich auch nie geschrieben. Es haben ja schon viele Spieler kurzzeitig am absoluten Limit gespielt und sind dann dort nie wieder hingekommen. Diese waren hinterher aber immer noch ein wichtiger Baustein im Team oder haben zumindest den Konkurrenzkampf belebt. Ich denke, da kann er auch wieder hinkommen und finde es auch gar nicht utopisch. Und wenn wir erneut in allen Wettbewerben so weit kommen, dann ist das für eine mögliche Rotation auch unheimlich wichtig.

Im Grunde geb ich Dir ja Recht. Über mir schweben wie bei vielen anderen die Wolken der letzten Wochen. Leider wirkt Boro bei aller Spielübersicht auf mich oft zu lethargisch, um ihn als Führungsspieler und wichtigen Baustein im Werderpuzzle wahrzunehmen, der er theoretisch sein könnte.
 
Man darf auch nicht vergessen, dass das sportliche Wachstum und die Ansprüche schneller gestiegen sind als Werders Möglichkeiten auf dem Transfermarkt.

Sicherlich hatten wir schonmal eine bessere Transferquote und in letzter Zeit auch den einen oder anderen Fehlgriff.

Ich denke, es war vor 5 Jahren noch etwas einfacher, Spieler für Werder zu verpflichten. Erstens, weil wir in der Entwicklung noch nicht so weit vorangeschritten waren und die Wahrscheinlichkeit somit höher war, auf dem Transfermarkt einen Treffer zu landen. Und zweitens, weil das Umfeld damals Experimente wie z.B. van Damme eher gedultet hat als heute und Fehlgriffe eher verziehen hat. Dass hiermit heute wesentlich kritischer umgegangen wird, zeigt auch der Abdennour-Thread sehr eindrucksvoll.

Es ist legitim, dass man nach 5 CL-Jahren enttäuscht ist, wenn es wieder eine Durststrecke gibt. Aber man sollte als langjähriger Fan auch wissen, dass es außer den Bayern keinem Verein gelungen ist, dieses Niveau nachhaltig zu halten. Warum soll es im vergleichsweise provinziellen Bremen gelingen? Wir haben sportlich Erfolge erzielt, die sonst Vereinen mit stärkerer Wirtschaftskraft vorbehalten sind. Diese nehmen in der Sommerpause auch schonmal 20-30 Mio oder mehr in die Hand, um den Kader weiterzuentwickeln. Das macht es für uns so schwer, Schritt zu halten.

Da ist es schon sehr oberflächlich, pauschal über ein verstopftes Näschen von KATS zu sprechen, ohne mal zu hinterfragen warum man ausgerechnet an den Spielern Interesse hatte, die letztendlich gehandelt wurden.

Einige Spieler nehmen halt lieber bei Schalke oder Bayern eine Mio mehr an Gehalt mit, anstatt sich in Bremen die Chance auf einen Stammplatz zu wahren. Damit werden wir immer wieder zu tun haben und müssen auf der Kandidatenliste von KATS sicherlich immer wieder oben ein paar Namen streichen und uns etwas weiter nach unten orientieren.

Das muss man nicht toll finden, aber es ist nunmal so.
Oder wie sagte Otto Rehhagel nach der Meisterschaft '88: "Für unsere Verhältnisse haben wir viel zu gut gespielt". An diesen Satz fühlte ich mich in den letzten Jahren eigentlich immer wieder mal erinnert.

Andere sehen die sportlichen Leistungen der letzten Jahre halt als selbstverständlich an und äußern ihren Unmut, wenn es denn tatsächlich mal schlechter läuft. Dementsprechend fällt halt auch die Beurteilung vieler Transferaktivitäten aus.

Hinzu kommt noch die Schwarzweiß-Malerei derer, die die Souveränität der sportlichen Leitung als VÖLLIG verloren ansehen. Ein wenig mehr Objektivität würde ich mir dann für eine interessante Diskussion doch wünschen...

Guter Beitrag, vor allem die fettgedruckten Sachen. :tnx:
 
Guter Beitrag, vor allem die fettgedruckten Sachen. :tnx:

Ja, kann dem auch zustimmen. Guter Beitrag. Zwar keine Äußerung zu Borowski selber, aber dafür zu etwas ganz Grundsätzlichem. Ist das nicht viel mehr Wert? In den Spielerthreads geht es doch eh meist nur darum, dass sich Fans einen Kleinkrieg liefern, die eine Gruppe den Spieler runtermacht und die andere ihn verteidigt. Ich gehöre zu der zweiten Gruppe. Bin froh, dass Boro wieder bei Bremen ist und habe auch schon sehr gute Spiele diese Saison von ihm gesehen. Es kommt natürlich immer drauf an, was für Ansprüche man hat. Für mich gehört Boro jedenfalls ganz klar zur Mannschaft dazu und meiner Meinung braucht Bremen ihn, auch wenn er momentan nicht zu den gesetzten Spielern gehört.
 
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