Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

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    946
Status
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Was sagst du eigentlich dazu, dass der HSV und Leverkusen, trotz wechselnder Systeme und Trainer, jedes Jahr gegen Ende der Saison federn lassen?
Was geht mich fremdes Leid an? Mir geht es in diesen Punkten nur um Werder und da interessieren mich eben Stärken und Schwächen - und ganz nebenbei, wie an diesen gearbeitet wird... ;)
Auch wenn der Vergleich und damit der Blick über den Tellerrand selbstverständlich ab und zu Sinn macht, da gebe ich Dir recht. Da fällt zumindest auf, dass verschiedene Trainer andere Fehler machen. Das ist schwieriger abzustellen, als sich mit den Fehlern der gleichbleibenden sportlichen Leitung auseinanderzusetzen und an diesen zu arbeiten. Dazu kommt, dass diese Mannschaften offensichtlich, egal in welcher Besetzung, mit Druck nicht umgehen können. Werder kann das, beweist dies oft genug mit Schlussspurts zum Saisonende oder wie wir es bspw. geschafft haben, gegen Bayern München gleich zweimal - 1993 und 2004 - den Bayern die Meisterschaft in deren eigenem Stadion abzunehmen. Wir hingegen stürzen meiner Meinung nach, zu den gleichen Saisonphasen oder durch die auf gleiche Weise hergeschenkte Spiele stets völlig unerzwungen ab. Genau das ist das Ärgerliche.

@Blacki84
1.) Es ging nicht um die Mannschaftsbesprechungen von Werder, sondern um die, die ich führe. Lediglich als Antwort auf die populistischen Äußerungen von CrystalPalace... ;)
2.) Fussball ist auch für mich Leidenschaft, Emotion und auch ich habe immer versucht, guten Fussball, auch im Sinne der Unterhaltung, zu vermitteln. Aber was heisst schon offensiv, defensiv? Was Werder spielte in den bestimmten Partien, um die es zu Jahresbeginn ging, auf deren Analysen aber CrystalPalace immer noch rumreitet, war in diesen Spielen nur noch irgendwie offensiv, aber weder schön und attraktiv, noch intelligent vorgetragen.
"Fansein" ist auch unabhängig von Analysen, Auswertungen und Kompetenz. Da bin ich ganz bei Dir. Es ging aber darum, dass hier eine klare Weiterentwicklung einer Mannschaft als "Gegurke" bezeichnet und Hinweise dahingehend abgewatscht wurden.

@CrystalPalace
Die Entwicklung sehe ich langfristig auch. Ich sehe z.Bsp., dass Schaaf sowohl in der Rückrunde letzte Saison, als auch an 9 Spieltagen dieser Hinrunde, als auch derzeit seit einigen Wochen wieder Stabilität reinbekommt, Bochum und Nürnberg mal aussen vor gelassen, das waren Spiele, die auf Belastungen in kürzester Zeit und auf Umstellungen folgten. Doch genau das hast Du abgekanzelt und behauptet, dass diese immer grösser werdenden Rückfalle seit dem Spiel in Nürnberg bis Gladbach eine "Entwicklung" seien, die 5 Niederlagen in Folge demzufolge mit bedingen würden. Ich behaupte, dass das die Quintessenz dafür war, dass TS von seinem Weg abrückte, in alte Fallen fiel, weil es zu gut lief.
"Lernresistenz" habe ich daher auch bewusst seit Januar 2009 nicht mehr genannt, "Borniertheit" und "Trägheit" war zugegeben etwas überspitzt formuliert, aber willst Du den Hang dazu allen Ernstes abstreiten?
Im übrigen sehe ich momentan wenig Gründe für diese Vorwürfe, es ist vielleicht auch ein Schwäche, dass ich mich angesichts Deiner zynischen Provokationen und eben nur zu Deinen Beiträgen dazu hinreissen lasse. So gesehen erreichst Du das, was Du willst. Sei`s drum.
 
Was geht mich fremdes Leid an? Mir geht es in diesen Punkten nur um Werder und da interessieren mich eben Stärken und Schwächen - und ganz nebenbei, wie an diesen gearbeitet wird... ;)
Auch wenn der Vergleich und damit der Blick über den Tellerrand selbstverständlich ab und zu Sinn macht, da gebe ich Dir recht. Da fällt zumindest auf, dass verschiedene Trainer andere Fehler machen.

Ist schon klar, dass uns das im Endeffekt nichts angeht.

Dennoch zeigt es das auch andere Manschaften, ebenso Wiederkehrende Probleme haben. TROTZ neuer Trainer, trotz anderer Systeme.
 
@ CrystalPalce :tnx::tnx::tnx::tnx:

@ Mick_666 Was bist du von Beruf? Trainer einer Profimannschaft? evtl. Nein? Warum nicht wenn du alles besser bzw. so gut weißt und es besser machen könntest als Schaaf frag ich mich warum die Profiklubs noch nicht bei dir Schlange stehen, denn ich behaupt einfach 16 von den BL Klubs würden Schaff mit Kusshand nehmen.
 
@ Mick_666 Was bist du von Beruf? Trainer einer Profimannschaft? evtl. Nein? Warum nicht wenn du alles besser bzw. so gut weißt und es besser machen könntest als Schaaf frag ich mich warum die Profiklubs noch nicht bei dir Schlange stehen, denn ich behaupt einfach 16 von den BL Klubs würden Schaff mit Kusshand nehmen.

Die Frage, nach dem Beruf stellt sich nicht - da er vermutlich kein Trainer einer Profimannschaft ist. Wenn ich allerdings eine Argumentationskette sehe, die darauf hindeutet, dass Grundsätzlichkeiten einer taktischen Ausrichtung von einem Amateurtrainer, einem sehr erfahrenen Profitrainer vorgehalten und nahe gelegt werden, dann gerate ich zuweilen auch ins Schmunzeln. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Thomas Schaaf, mit fundamentalistischen Ein mal Eins vertraut ist und es seinen Spielern auch versucht zu vermitteln. Nur tauchen innerhalb eines Spieles, immer wieder Situationen auf, in denen man die Grundordnung verliert. Seien es teils Situationen, in denen man in Kontersituationen gerät, seien es Situationen, in denen Spieler XYZ die Position nicht hält. Daher ist es müßig, eine Grundsatzdiskussion über das zu führen, was ohnehin schon Vorgabe ist. Viele junge Leute müssen noch geschult werden - taktisch, technisch. So ist nun einmal das System bei Werder. Die glänzende Seite ist, dass immer wieder tolle Talente aus unseren Reihen herausragen, dass es Schaaf immer wieder gelingt, mit Geduld und Spucke, Spieler an ihr Optimum heran zu führen. Die Kehrseite ist, dass man dabei auch Fehler und Rückschläge einkalkuliert. Als Beispiel kann jüngst die Position LV angeführt werden, wo er dem Rückkehrer Boenisch und dem Neuankömmling Abdennour, immer wieder Praxis gibt, obgleich doch Petri Pasanen seinen Job dort mehr als nur ordentlich erledigt hat. Andere Beispiele: Frings, Fritz, Borowski. So arbeitet nun einmal Thomas Schaaf, der in seinem Handeln nun einmal nicht nur kurzfristige Überlegungen einfließen lässt, sondern auch mal ein paar Spiel mehr, die ganze Saison oder die Entwicklung des einzelnen Spielers im Auge hat. Zugegebenermaßen erfordert das beim Publikum eine Menge Geduld. Doch über die Jahre hinaus, hat es uns dorthin gebracht, wo wir stehen.
 
@ Lothar

Meine Aussage mit dem Proftrainer war durchaus ironisch gemeint.
Zu deinen Aussagen :tnx: sehe ich genauso und finde es deshalb auch lächerlich das manche unseren Schaaf in Frage stellen wollen.
 
Karlotto, Du weisst genau, dass es mir darum nie ging.
Schon ulkig, dass immer gleich die übliche Phrase "man halte sich für klüger und besser als Schaaf" herhalten muss, wenn Dinge nüchtern analysiert werden und sich intensiver damit auseinandergesetzt wird. Stets nach dem Motto: Wer was dagegen sagt, hat sowieso Unrecht.

Natürlich sind die Soft Skills als auch die Tagesform der Spieler mitentscheidende Komponenten in Spielverläufen, das ist unbestritten und war nie Gegenstand der Debatte. Das Wichtigste hast Du aber genannt....
Daher ist es müßig, eine Grundsatzdiskussion über das zu führen, was ohnehin schon Vorgabe ist.
...und wie viele andere auch falsch verstanden! Denn es geht und ging immer um die "Vorgabe", also den Handlungsrahmen für das, was die Spieler auf dem Platz umzusetzen haben. Mehr kann ein Trainer ohnehin nicht tun, aber nur hier zeigt sich seine Handschrift - im negativen wie im positiven, und weiterführend exemplarisch in dem Willen, sich selbst weiterzuentwickeln - und nur hier lässt sich werten.
Es ging nie darum, grundsätzlich Wissen oder Erkennen abzusprechen. Das wäre dann tatsächlich makaber.
 
Mick, ich hab nur überspitzt dargestellt, was bei fvw1899 Phase ist. Also: Nicht so ernst nehmen. Allerdings argumentierst Du teils so, dass Du Grundsätzlichkeiten beim Trainer einforderst. Möglicherweise verstehe ich und verstehen viele Andere hier Deine Schlüsse nicht, wie Du schon selbst schreibst. Aber dann liegt es an Dir, das richtig zu stellen, was Du im obigen Text ja schon ansatzweise tust.

Die von Dir angesprochen Handschrift Schaaf´s ist natürlich erkennbar. Aber jeder deutet sie auf seine Weise. Für mich selbst steht sie für offensiven, auf Spielkontrolle ausgerichteten Fußball. Dass hier ein Großmaß an Fähigkeiten, an Laufbereitschaft und an taktischem Denken gefordert ist - zweifelsohne. Ob und wenn ja, wann diese Ausrichtung an den zuweilen möglicherweise überforderten Spielern anzupassen ist, kann man diskutieren. Aber nicht über das Handwerk an sich.

Hab ich´s richtig verstanden?

Letztlich ist es eine Frage der Geduld, der "Leidensbereitschaft", ein gutes System durchzusetzen, weil es letztlich das größtmögliche Erfolgspotenzial in sich birgt. Schaut man genauer hin, dann fällt nicht nur die immer wieder vorgeworfene Sturheit auf, sondern eben das Vorhandensein einer Handschrift und kein taktischer Zickzack-Kurs, der manch anderen Trainer letztlich zur Entlassung führt (Slomka auf Schalke, Klinsmann in München oder Veh in Stuttgart/WOB). Letztlich haben große Trainer nicht nur durch Erfolge ihren Status erlangt, sondern durch ein nachhaltiges System.

In diesem Zusammenhang: Wetten, dass Magath Schalke nach dem Meistertitel oder nach der ersten CL-Saison verlässt? ;)
 
Zitat von Lothar Matthäus;967554:
Dass hier ein Großmaß an Fähigkeiten, an Laufbereitschaft und an taktischem Denken gefordert ist - zweifelsohne. Ob und wenn ja, wann diese Ausrichtung an den zuweilen möglicherweise überforderten Spielern anzupassen ist, kann man diskutieren.
Um nichts anderes geht es hier seit Dezember. ;)
Besonders um das Wörtchen "wann". "Wann" hiess bei uns, erst "diese Ausrichtung an den zuweilen möglicherweise überforderten Spielern anzupassen" als die sechste Niederlage und das achte Spiel in Folge ohne Sieg drohte. Seither haben wir nicht mehr verloren. Seltsam, nicht?
Ich hatte aus Angst, dass es so kommt, diese System- und Spielführungsdebatte bereits nach dem Freiburg-Spiel und warnend nach der Partie in Köln hier reingeworfen. Was abgekanzelt wurde.
Letztlich ist es eine Frage der Geduld, der "Leidensbereitschaft", ein gutes System durchzusetzen, weil es letztlich das größtmögliche Erfolgspotenzial in sich birgt.
Das stimmt, allerdings wäre hinzuzufügen, dass auch die Spieler das "Erfolgspotenzial" dafür mitbringen müssen und wenn schon in der Voraussicht dieses nicht erkennbar ist, bleibt fraglich, ob sich dann die Geduld mit einem nicht funktionierendem System wegen nicht mitfunktionierenden Spielern über Monate hinziehen muss. Solange bis zahlreiche BL-Punkte verlorengegangen sind und die Ziele aufgegeben werden müssen? Bei allem Verständnis für den Versuch, ein perfektes System doch irgendwie hinzukriegen, ist das schwer nachvollziehbar...

Letztlich haben große Trainer nicht nur durch Erfolge ihren Status erlangt, sondern durch ein nachhaltiges System.
Ein nachhaltiges System hat in einigen Fällen den Erfolg gebracht, allerdings ist es nicht im Sinne der Nachhaltigkeit und bringt letztlich auch keinen Erfolg, wenn der Punkt überschritten wird, wo die Nachhaltigkeit durch das bloße Vorhaben, diese erreichen zu wollen, in Gefährdung der Saisonziele umschlägt.
Darüber hinaus gibt und gab es auch sehr viele grosse Trainer, die "nachhaltig" Erfolg hatten, obwohl sie nicht allzu lange bei einem Verein waren. Das müsste bspw. Schaaf außerhalb des gemütlichen Nestes Werder Bremen erstmal beweisen.
In diesem Zusammenhang: Wetten, dass Magath Schalke nach dem Meistertitel oder nach der ersten CL-Saison verlässt? ;)
Weiss nicht. Magath hat nach Amtsantritt in Stuttgart gesagt, dass er nie mehr den Feuerwehrmann für abstiegsgefährdete Klubs geben wird/will. Er hat dann aus einem Abstiegskandidaten einen Meisterschaftsanwärter gemacht und unter anderem damals junge Spieler wie Kuranyi, Hildebrand, Hinkel, Hleb zu Nationalspielern mit internationaler Anerkennung geformt. Das Bayern-Angebot konnte er nicht ausschlagen, dort wiederrum wurde ihm nicht die gebührende Geduld entgegengebracht, trotz nachweislicher Erfolge. Ein Fehler, wie sich heute zeigt. Über seine Wolfsburg-Zeit müssen wir nicht diskutieren, aber warum hätte er das Angebot von S04, einem Verein mit dieser Tradition, ausschlagen sollen? Ich denke, dieses Wegläufer-Image ist eher eine Verwässerung der Tatsachen.
 
[...] würde mich in diesem Zusammenhang mal interessieren, ob @Torstino oder Du jemals Verantwortung für eine Mannschaft hatten, eine trainiert oder wenigstens in einer im Punktspielbetrieb gespielt haben?

Da ich in diesem Teil des wieder einmal klitzekleinen Beitrags auch erwähnt wurde, will ich auch brav antworten:
Ich habe bereits mehrere Mannschaften und sogar auch Frauschaften trainiert, betreut und spiele seit ... lass mich kurz überlegen ... über 30 Jahren mehr oder weniger erfolgreich aktiv Fussball.
Habe ich nun die Berechtigung, auf Deine Beiträge, auch teilweise mit Unverständnis, zu reagieren? Oder möchtest Du noch dezidiert wissen, wo ich wann auf welcher Position wieviele Spiele absolviert habe bzw. welche Mannschaften ich wie und wo wie erfolgreich oder erfolglos trainiert und betreut habe, um mir dann die Erlaubnis zu erteilen, auf "Augenhöhe" zu diskutieren? Diskutieren ist vielleicht auch gar nicht das richtige Wort, denn Du fegst ja auch gerne mal fundierte Argumente mit einem Lächeln vom Tisch, um dann selbst wieder zu Deiner Gebetsmühle zu greifen. Und einige unangenehme Nachfragen und Argumente überliest Du auch gerne mal, selbst wenn man sie Dir mehrfach mitteilt.

Ich kann übrigens nicht ganz nachvollziehen, was jemanden, der eine eigene fussballerisch mehr oder weniger aktive Phase hat/hatte, mehr befähigt, hier zu einer guten Diskussion beizutragen, als jemand, der evtl. nie gegen einen Ball getreten hat, sich aber dafür vielleicht auf anderer Ebene intensiv mit Fussball auseinandersetzt hat oder einfach "nur" ein glühender Werder-Fan ist.
 
Wie lange geht das jetzt hier eigentlich schon so? :D

Ich hoffe ja immer, mal was Neues im Schaaf-Strang vorzufinden, wenn ich ihn anklicke. Aber nee...
 
@Torstino
Das war nur, wie gesagt, "in dem Zusammenhang" gemeint, sollte nicht abwertend klingen oder sonstwas. Es kann allerdings passieren, wenn mir jemand arrogant kommt, dass ich ähnlich reagiere.
Doch wenn ich rückblicke, warst Du es, der in so einigen Beiträgen ausfallend wurde, nicht ich. Ich habe stets versucht, sachlich darzulegen, warum ich vieles anders sehe als Du. "Mit einem Lächeln vom Tisch" fege ich normalerweise gar nichts.

Nichts für ungut..... ;) :beer:
 
Um nichts anderes geht es hier seit Dezember. ;)
Besonders um das Wörtchen "wann". "Wann" hiess bei uns, erst "diese Ausrichtung an den zuweilen möglicherweise überforderten Spielern anzupassen" als die sechste Niederlage und das achte Spiel in Folge ohne Sieg drohte. Seither haben wir nicht mehr verloren. Seltsam, nicht?
Ich hatte aus Angst, dass es so kommt, diese System- und Spielführungsdebatte bereits nach dem Freiburg-Spiel und warnend nach der Partie in Köln hier reingeworfen. Was abgekanzelt wurde.

Die Frage sei gestattet, ob die Spiele mit einer anderen Ausrichtung, tatsächlich auch anders verlaufen wären. Rein hypothetisch hat der Trainer alles richtig gemacht bei Sieg, alles falsch gemacht, bei Niederlage. Du gehst, wie so häufig, zwingend davon aus, es wäre anders verlaufen. Aber nicht jede Niederlage ist abwendbar - so realistisch sollte man sein - insbesondere wenn nicht die Aufstellung, sondern die Einstellung unstimmig ist...
Das stimmt, allerdings wäre hinzuzufügen, dass auch die Spieler das "Erfolgspotenzial" dafür mitbringen müssen und wenn schon in der Voraussicht dieses nicht erkennbar ist, bleibt fraglich, ob sich dann die Geduld mit einem nicht funktionierendem System wegen nicht mitfunktionierenden Spielern über Monate hinziehen muss. Solange bis zahlreiche BL-Punkte verlorengegangen sind und die Ziele aufgegeben werden müssen? Bei allem Verständnis für den Versuch, ein perfektes System doch irgendwie hinzukriegen, ist das schwer nachvollziehbar...

... und ob es nicht sinnreicher ist, gleichzeitig an der Einstellung zu arbeiten und die Aufstellung zu belassen? Man sollte die Einstellung nicht darauf begrenzen, was der Spieler bereit ist zu leisten, sondern auch darauf richten, was er imstande ist, zu leisten. Es gibt Blockaden, die im alten Umfeld kaum zu lösen sind. Als Beispiel sei mal Markus Rosenberg angeführt: Ein Stürmer, der sehr viel Veranlagung mitbringt, sie aber nicht immer abrufen kann. Ein wirklicher Klasse-Stürmer kommt über diese Krisen hinweg. MR möchte man an dieser Stelle nahe legen, das Umfeld zu wechseln. Er scheint aus dieser Situation hier in Bremen, nicht mehr heraus zu kommen und das scheint auch der einzige Weg für ihn zu sein, wieder zur Leistung zu finden. Wechselt er den Verein und spielt dort gut, wird ihm manch einer unterstellen, er habe hier nicht gewollt. Aber jeder, der Mannschaftssport betrieben hat, wird wissen, dass es bei ihm ganz sicher nicht so ist. So sind diese Krisen und "Hochs" völlig normal für den Verlauf einer Saison. Andere Mannschaften haben jetzt ihre Krisen und so verliert Bayern in Frankfurt, der HSV in Gladbach, Leverkusen in Nürnberg - von Hannover oder der Hertha ganz zu schweigen.

Momentan haben wir wieder einen Lauf, ebenso wie bspw. Dortmund oder Schalke. So ist das eben und man muss sich damit abfinden, dass es Serien in jeglicher Coleur gibt. Die Kunst ist, da heraus zu kommen, ohne sich zu verbiegen oder von seiner eigenen Philosophie abrücken zu müssen.

Darüber hinaus gibt und gab es auch sehr viele grosse Trainer, die "nachhaltig" Erfolg hatten, obwohl sie nicht allzu lange bei einem Verein waren. Das müsste bspw. Schaaf außerhalb des gemütlichen Nestes Werder Bremen erstmal beweisen.
...
Weiss nicht. Magath hat nach Amtsantritt in Stuttgart gesagt, dass er nie mehr den Feuerwehrmann für abstiegsgefährdete Klubs geben wird/will. Er hat dann aus einem Abstiegskandidaten einen Meisterschaftsanwärter gemacht und unter anderem damals junge Spieler wie Kuranyi, Hildebrand, Hinkel, Hleb zu Nationalspielern mit internationaler Anerkennung geformt. Das Bayern-Angebot konnte er nicht ausschlagen, dort wiederrum wurde ihm nicht die gebührende Geduld entgegengebracht, trotz nachweislicher Erfolge. Ein Fehler, wie sich heute zeigt. Über seine Wolfsburg-Zeit müssen wir nicht diskutieren, aber warum hätte er das Angebot von S04, einem Verein mit dieser Tradition, ausschlagen sollen? Ich denke, dieses Wegläufer-Image ist eher eine Verwässerung der Tatsachen.

Wieder eine hypothetische Diskussion. Ferguson, Wenger, Roux, Rehhagel - haben sie sich bei anderen Klubs bewiesen? Sind sie deswegen schlechtere Trainer? Ich denke, es ist wesentlich leichter, kurz- oder mittelfristig Erfolg zu haben, als nachhaltige Strukturen in einem Klub, mit begrenzten Mitteln aufzubauen.

Wir sind nicht irgendwo, sondern bei Werder. Natürlich müsste sich auch Schaaf den Gegebenheiten eines anderen Klubs anpassen. Würde er in Gelsenkirchen trainieren, würde er sich zunächst den Gegebenheiten des Kaders anpassen und ihn nach und nach umkrempeln und ihn so seinen Ansprüchen anpassen. Nichts Anderes tut Felix Magath dort, nichts Anderes hat er in Stuttgart gemacht, in Hamburg, Bremen, Nürnberg und Frankfurt versucht und ist gescheitert. Er hat im Grunde ja schon ne interessante Vita, die Einiges über ihn aussagt. Bei Misserfolgen ist er gefeuert worden, bei Erfolgen ist er am Zenit gegangen und hinterließ keine nachhaltige Struktur, sondern zumeist nachhaltige Probleme.

Betrachten wir seine Station in Stuttgart - hier draus zu stricken, er habe aus einem Abstiegskandidaten, einen Meisterschaftsanwärter kreiert, ist von Außen betrachtet augenscheinlich. Dennoch würde ich Stuttgart, mit seinen finanziellen Möglichkeiten seiner Sponsoren, dem finanzkräftigen und großen Umfeld, mit seiner brillianten Nachwuchsarbeit (was nicht sein Verdienst ist), nicht unbedingt mit dem 15. Tabellplatz als Saisonziel, einordnen. Er hat lediglich das aus Stuttgart gemacht, was es ohnehin ist oder sein sollte oder wo es hingehört. Seine Stärken als Trainer liegen ohne Zweifel darin, aus dem vorhandenen Material, kurz- und mittelfristig das Maximale herauszuholen.

Ein bisschen Magenschmerzen bereitet mir daher sein Einfordern von mehr Respekt, mehr Zeit und mehr Freiheiten für den Trainer, um dann selbst bei Einstellung des Erfolges, das Weite zu suchen. Hier muss er sich m.E. erst noch beweisen, um als großer Trainer durch zu gehen.

He he he:D vieleicht hilft ein kleines Gedankenspiel:

hab gerad versucht mir vorzustellen, Mick und Karlotto wären ein und dieselbe Person::eek::eek::eek:

So, hab´s auch probiert. Erfolglos.
 
Ansonsten wäre ja im Trainer-Thread eines so erfolgreichen Vereins gar nichts mehr los - den würde man gar nicht mehr finden (höchstens gelegentliche Glückwünsche zu Geburtstags- oder Titelfeiern).

Gut also, dass es die Perfektionisten hier gibt - so bleibt auch der Trainer-Thread stets sichtbar (wenn sich auch vielleicht manch einer, der zufällig mal draufklickt, verwundert am Kopf kratzt ...)

;)
 
Kennt sich jemand mit dem Urheberschutzgesetz aus?
Wie ist es wenn ich mit Zitaten aus einem Internetforum ein Buch veröffentliche. Ohne story dazu oder schnick-schnack, einfach einen geilen post-strang an den nächsten gereiht. Muß ich Tantiemen bezahlen? Oder kann ich mit diesem literaten Altmetall hier Geld verdienen?
 
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