Wir holen am ersten Spieltag ausnahmsweise mal einen Punkt, haben noch 5 Spieltage um Punkte zu holen und du beerdigst die CL-Träume.
Beerdigen sollte man noch lange nichts, aber Du stellst das mit dem einen Punkt am ersten Spieltag doch etwas arg positiv dar. Wir haben schonmal zwei von sechs eingeplanten Punkten gegen den vermeintlich schwächsten aus der Gruppe verloren, diese sechs Punkte muss man einfach holen, dann steht man gegen die anderen automatisch weniger unter Druck. So einen Gegner muss man einfach schlagen, ohne Wenn und Aber.
Im Beitrag von 666 steckt sehr viel Wahres drin. Ist jetzt also wieder mein Part, anzufangen, die Einstellung der Profispieler zu kritisieren:
Zitat von 666_Werder:Wenn der Trainer das Team nicht dauerhaft motivieren und anstacheln kann, wer dann?
[...]
Denn Thomas Schaaf scheint diese Probleme nicht mehr dauerhaft in den Griff zu bekommen. Anweisungen seinerseits werden scheinbar auf dem Feld ignoriert, Spieler spielen offensichtlich unter Form und ein Zusammenhalt, wie er in früheren Tagen vorhanden war, ist für mich als Laie nicht mehr erkennbar.
Ich habe diese Meinung schon oft vertreten, und ich bleibe auch dabei: Für einen Job als Profifussballer würde ich mich von jedem Trainer der Welt "erreichen" lassen. Ich durfte mir am Montag am Trainingsgelände erstmal wieder anschauen, wie die armen Herren leben dürfen: Dienstwagen, u.a. dicke Touareg R50, die normale Leute sich nichtmal dann leisten können, wenn sie ein Leben lang knallhart knüppeln gehen. Die Spieler leben da teilweise mit 21, 22 Jahren in einem Luxus, der für die meisten, die ins Stadion kommen und sich die Spiele anschauen, unerreichbar bleiben wird.
Ja, ich weiß: Auch in der normalen Arbeitswelt kann eine Abteilung nicht ihre volle Leistungsfähigkeit abrufen, wenn entweder das Verhältnis zum Chef und / oder zu den Kollegen gestört ist. Wenn man morgens mit Bauchschmerzen zur Arbeit geht, dann klappt es halt nicht. Profifussballer kriegen aber in meinen Augen viel zu früh immer diese Bauchschmerzen. Die "Der Trainer erreicht uns nicht mehr" Masche abzuziehen, ist im Falle der Werder Profis (wenn sie es denn tun) einfach nur überheblich und dreist. Sie können ja auch gerne wieder unter Magath trainieren, der ihnen nach ner Niederlage statt ein, zwei Tage frei mal schnell nen 20 km Waldlauf am Sonntag morgen verordnet. Dann lassen die Herren sich wahrscheinlich schon nach 2 Wochen nicht mehr erreichen und würden sich TS zurück wünschen.
Sicherlich kann man TS Vieles vorwerfen. Eins ist aber Fakt: Die Mannschaft spielt in fast der gleichen Zusammenstellung wie in der letzten Saison, als sie noch durch eine tolle Leistung Platz 2 erkämpft haben. Sie ist also definitiv - auch unter diesem Trainer - zu wesentlich mehr fähig als sie es z.B. gestern gezeigt haben. TS ist nicht dafür verantwortlich, dass die Stürmer auf dem Platz die besten Chancen liegen lassen. TS ist nicht dafür verantwortlich, dass Böhnisch da zwei tolle Einlagen zeigt, die seine Mitspieler zu Fouls mit gelben Karten zwingen. TS ist sicherlich auch nicht dafür verantwortlich, dass Diego gestern durch sein Spiel teilweise jegliche Schnelligkeit rausgenommen hat und lieber wieder drei, vier Gegner ausdribbeln wollte. Im Training wird das so sicherlich nicht geübt.
Die Mannschaft braucht einen gewaltigen Tritt in den Ups, ich muss meine Wortwahl ändern
. Und jeder Spieler sollte sich mal selbst fragen, ob er nicht ein wenig mehr dafür tun könnte, sich "vom Trainer erreichen zu lassen".
sehr guter Beitrag!