.................Wg. Elite
Der "Elite", die das Double holte wurde im Forum so zw. 2001/2002 genauso wie der Mannschaft jetzt jegliches Spitzenniveau abgesprochen.
... und das sagt in Bezug auf die heutige Situation und ihre Bewertung genau was aus ?
Okay, das ist eine rhetorische Frage.
Denn die entscheidende Elite von 2003/2004 war 2001/2002 noch gar nicht an Bord.
Auf die heutige Situation übertragen bedeutet die Bemerkung womöglich also:
"Die jetzt geäußerte Kritik am Trainer ist unberechtigt, denn in den nächsten zwei Jahren holt der Manager KA soviele gute neue Spieler, dass sich das "Elite-System" des Trainers endlich erfolgversprechend auswirken kann.
Neue Fragen: Welchen Anteil am Erfolg hat dann der Trainer ? Und welchen der Manager bzw. die (neuen) Spieler ?
Sowas ist ein ungedeckter Scheck auf eine ungewisse Zukunft und daher abzulehnen.
Noch etwas zu dem Bericht über TS auf werder.de, das "konsequent der offensive Weg fortgesetzt würde" :
Dort weist TS ja darauf hin, das bei etlichen Gegentoren bzw. gefährlichen gegenerischen Angriffen in unserer Defensive eine Überzahlsituation gegeben gewesen sei. Man sei aber nicht in die Zweikämpfe gekommen.
Damit hat der Trainer im Großen und Ganzen Recht !
Erschütternd (für mich nicht mehr im Wortsinn ent-täuschend) ist allerdings die Schlussfolgerung von TS dazu: Die Spieler müssten die Zweikämpfe besser bestreiten.
Hier fehlt mir jegliche Analyse der Ursachen für die angesprochene Situation und der Lösungsvorschlag "Spieler müssen Zweikämpfe besser führen" ist nichts anderes als das Abschieben der Trainerverantwortung auf die Spieler !
Denn nicht nur die Zweikampfführung ist in diesen Situationen mit eigener numerischer Überzahl im Defensivspiel ausbaufähig, man schaue sich einmal an, wie oft in der Werder-Abwehr dann ein heilloses Durcheinander ("Hühnerhaufen") zu sehen ist mit mehreren Werder-Spielern, die sich gegenseitig auf den Zehen stehen , während daneben Gegner völlig frei stehen. Und immer wieder diese riesigen, völlig freien und vomGegner einfach bespielbaren Räume.
Wie ist es möglich, dass mehrere Spieler zugleich so haarsträubende Stellungsfehler begehen, die sich oft katastrophal auswirken und das trotz mittlerweile vielen Spielerwechseln über etliche Jahre ?
Ich finde, die Reaktionen des Trainers zeigen Ignoranz und die Verschiebung eigener Verantwortung auf Andere. Er will eben "auf Teufel komm raus" so weiter machen wie bisher. Sturheit in Reinkultur. Das wird so lange weiter gehen, wie man ihn lässt.
Die noch in der letzten Sommerpause aufkeimende Hoffnung, der Trainer würde die Ereignisse der letzten Jahre nicht nur sorgfältig analysieren, sondern wenigstens im Stillen sich und seine grundlegenden Vorgaben ebenfalls in die Analyse mit einbeziehen und daraus (richtige) Konsequenzen ziehen, ist brutal zerstört worden.
Was bleibt ist, diese Situation als Fan so lange weiter zu erdulden, bis es endlich damit zu Ende ist.
Ein Denkmal stürzt sich selbst vom Sockel. Langsam und schmerzhaft. Für alle.