Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

  • Total voters
    946
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Okay, da habe ich Dich falsch verstanden. Du meinst also nicht, dass sich TS bei den Spieler abgenutzt hat, sondern, dass sich unsere Spielweise/taktik abgenutzt hat.
Gut, dass macht mehr Sinn.
Zustimmen kann ich dem allerdings auch nur bedingt, weil ich nicht glaube, dass unsere Gegner uns heute besser kennen als Sie uns 2007 oder 2004 kannten. Spaetestens in der Rueckrunde 2004 wussten alle Gegner wie wir spielen, und auch damals haben unsere Gegner hinten drin gestanden und auf Konter gespielt.
Ich bin nach wie vor fest davon ueberzeugt, dass wir mit unserem System erfolgreich spielen koennen, und mit unserem Kader dieses System spielen sollten.
Nur in Sachen Umsetzung unterscheiden wir uns im Vergleich zu den letzten Jahren dramatisch.

Glaube ich nicht. Weil es eben diese Spiele wie gegen Bielefeld schon 04/05 und 05/06 gab. Allerdings da nur sehr selten, weil Strategen wie Micoud, Ernst das System flexibler gestalten konnten. 06/07 und 07/08 kam das schön wesentlich öfter vor, weil eben die Spieler nicht mehr dazu passten. Jetzt befinden wir uns in der dritten Etappe, es schlägt sich flächendeckend ergebnismässig nieder. Die Spieler versuchen immer noch, das Gleiche (System Schaaf) umzusetzen, was ihnen vorgegeben wird, nur vermögen sie es von ihrer Spielweise her nicht mehr. Die individuelle Klasse ist nicht schlechter als 2004, aber es passt nicht zusammen, die Akteure werden nicht nach ihren Fähigkeiten eingesetzt und können demzufolge auch nicht ihre 100 % bringen. Dazu kommen dann immer mehr Gegner, die sich mittlerweile darauf eingestellt haben. Das wiederrum ist ein Problem, das hauptsächlich der sportlichen Führung angelastet werden muss, bei der kein Umdenken erfolgt.

@Werder-Mir

Die fehlende Laufbereitschaft hat mit den paar Prozent zu tun, die Werder ohne Druck nicht zuzusetzen hat (die Ursachen dafür sind - und da hast Du recht - weniger dem Trainer geschuldet, sondern mehr im Wesen des Vereins zu suchen), während Bielefeld mit dem Rücken zur Wand im Abstiegskampf genau wusste, was die Stunde geschlagen hat.
 
Wobei ein Gramm Öffentlichkeitsarbeit dennoch dazugehören sollte. Eben und auch wegen der Fans.

Dass wir diesen Aussagen nicht zu viel Bedeutung geben sollten, ist die eine Seite und natürlich richtig. Die andere Seite ist, dass das, was Schaaf da sagt und wie er es sagt, zu oft der Art und Weise ähnelt, wie die Mannschaft sich auf dem Platz präsentiert..

Da stimme ich dir zu. Allerdings war das die letzten Jahre auch schon so, nur hat dort niemand gefordert, dass er doch bitte seine Interviews euphorischer hält, um sich der Teamleistung anzupassen.

Nachhaltigkeit, Kontinuität - alles in Ordnung! Vollste Zustimmung. Nur bleibt manchmal die Frage, ob sich Dinge nach gewisser Zeit abnutzen oder nicht. Das hängt dann einerseits vom Trainertyp ab und andererseits von denen, die ihn gewähren lassen. Und Schaaf ist ja nicht - wie Magath üblicherweise bei seinen Vereinen - erst maximal 2,5 Jahre im Amt.

Der Vergleich mit der Wirtschaft hinkt tatsächlich mächtig, wenn Du damit Konzerne oder Banken meinst. In Bezug auf Dienstleistungs - und Handwerksbetriebe sieht das allerdings schon wieder anders aus. Dort sind durchaus Parallelen zu finden.

Letztlich sind es doch wirklich die Spieler die entscheiden, ob sich ein Trainer abgenutzt hat oder in anderer Weise nicht mehr kompatibel ist. Ich denke, dass sich so etwas beim Training äussern würde. Auch denkbar ist, dass sich die Ansprüche der Geschäftsleitung nicht mehr mit denen des Trainers decken. In beiden Fällen muss man natürlich handeln.
Beide Seiten werden für uns allerdings verdeckt bleiben, so dass uns darüber mangels Informationen kein Urteil zusteht.

Die Parallelen zu Handwerks/Dienstleistungsbetrieben bezüglich der Kündigungen sehe ich noch nicht. Worauf spielst du dort an?
 
Allerdings war das die letzten Jahre auch schon so, nur hat dort niemand gefordert, dass er doch bitte seine Interviews euphorischer hält, um sich der Teamleistung anzupassen.

So war das auch nicht gemeint. Schaaf`s Tonlage auf einer Amplitude und die gebetsmühlenartig wiederkehrenden Aussagen nach gewissen Spielen sind wie die Mannschaft, die stets und ständig ihre alten Fehler wiederholt sowie in Lethargie auf dem Platz verfällt, besonders dann, wenn der Gegner mehr kämpft als erwartet. Wollte sagen, dass ich da irgendwie eine Verbindung sehe, wie Schaaf ggfls das Team vorbereitet oder Spiele auswertet. Es ging mir um den Einfluss von Schaaf auf die Mannschaft und mögliche Rückschlüsse. Dass er in Interviews seine Art nicht ändert, ist mir klar.

Aber natürlich hast Du ansatzweise recht, wenn Du meinst:
Beide Seiten werden für uns allerdings verdeckt bleiben, so dass uns darüber mangels Informationen kein Urteil zusteht.

Wir werden nie erfahren, wie`s wirklich abläuft. Daher sind das zwar alles Vermutungen, aber ein Bezug ist im theoretischen Sinne zu erkennen.

Auch denkbar ist, dass sich die Ansprüche der Geschäftsleitung nicht mehr mit denen des Trainers decken. In beiden Fällen muss man natürlich handeln.

Das ist mMn sehr unwahrscheinlich! Wäre das so, glaube ich, hätten sich einige Dinge längst anders entwickelt.

Die Parallelen zu Handwerks/Dienstleistungsbetrieben bezüglich der Kündigungen sehe ich noch nicht. Worauf spielst du dort an?
Ich meinte Parallelen in Bezug auf die von Dir angesprochenen Vorgaben, die nicht erreicht werden, auf die Bezahlung der Trainer, auf die Firmen an sich, die wesentlich höheren schwerer kalkulierbaren Risiken unterworfen sind und daher auch schneller handeln müssen.
 
Nach diesem Beitrag von dkbs könnte man an und für sich diese Rubriuk schliessen.
Diese hervorragende Analyse kann man nur noch und noch wiederholen oder verwässern.
Ich hoffe, das TS, der dieses Forum sicher von Zeit zu Zeit liest, aus diesem Beitrag seinen Nutzen zieht-oder ist er jetzt schon nicht mehr belehrbar.
Man muss nicht einen A Schein haben um die Wahrheit zu erkennen.
mfg
 
05.02.2009 · BREMEN (flü) 25 Minuten hatte am Dienstagnachmittag die Standpauke gedauert, die Werder-Trainer Thomas Schaaf seinen Spieler verabreichte. Die Fehler, die bei der 1:2-Pleite gegen Bielefeld gemacht worden waren, wurden per Videoanalyse aufgezeigt und knallhart angesprochen. Auch gestern herrschte auf dem Bremer Trainingsplatz ein rauer Ton. Immer wieder unterbrach Schaaf die Einheit, gestikulierte und gab lautstark Anweisungen. Besonders das Umschalten von Angriff auf Abwehr ließ der Coach intensiv trainieren. Ging etwas schief, griff der 47-Jährige sofort ein.

http://www.kreiszeitung.tv/werderalles/00_20090205003346_Schaaf_greift_durch.html
 
So war das auch nicht gemeint. Schaaf`s Tonlage auf einer Amplitude und die gebetsmühlenartig wiederkehrenden Aussagen nach gewissen Spielen sind wie die Mannschaft, die stets und ständig ihre alten Fehler wiederholt sowie in Lethargie auf dem Platz verfällt, besonders dann, wenn der Gegner mehr kämpft als erwartet. Wollte sagen, dass ich da irgendwie eine Verbindung sehe, wie Schaaf ggfls das Team vorbereitet oder Spiele auswertet. Es ging mir um den Einfluss von Schaaf auf die Mannschaft und mögliche Rückschlüsse. Dass er in Interviews seine Art nicht ändert, ist mir klar.

Um es klar zu stellen: Auch ich bemängel die fehlende Flexibilität bei Schaaf. Dabei würde ich niemals gegen die Raute wettern, im Gegenteil, ich halte sie für eine sehr moderne Spielweise, die eine Menge Spieloptionen offenhält.
Was ich bemängel ist, dass Schaaf z.B. gegen Bielefeld nicht in der Lage ist in der Halbzeitpause festzustellen, dass wir mit der aggressiven Spielweise eher (oder wie so oft) Gefahr laufen einen Konter zu kassieren, während uns vorne die Ideen fehlen.
Auch wenn es weh tun würde, da es nicht das Werder der Erfolgsjahre verkörpert, muss man in so einem Spiel auch mal bereit sein ein unentschieden zu halten, statt alles auf eine Karte zu setzen.

Andererseits: Ob T. Schaaf mit seiner lässigen Art wirklich das ganze Team mitreissen kann, ich weiss es nicht. Zu den aktuell häufig vorkommenden Nachlässigkeiten, kann man auch eine Reihe positiver Beispiele aus der Vergangenheit heranziehen. Ohne dass es nostalgisch klingen soll, immerhin war es der gleiche Trainer. Ich rede jetzt nicht von den Grossen, bei denen sicher auch ein grosser Teil Eigenmotivation der Spieler mitwirkt, sondern von den zahlreichen Teams, denen wir noch einige salzige Tore in die Wunde geschossen haben (z.B Bielefeld?).

Ich meinte Parallelen in Bezug auf die von Dir angesprochenen Vorgaben, die nicht erreicht werden, auf die Bezahlung der Trainer, auf die Firmen an sich, die wesentlich höheren schwerer kalkulierbaren Risiken unterworfen sind und daher auch schneller handeln müssen.

Das mag durchaus angehen. Da ich allerdings nicht in einem der beiden genannten Sektoren arbeite und keinen genauen Einblick auf die Personalpolitik habe, fällt es mir schwer dem zuzustimmen.
 
Also ich persönlich glaube ja einfach an ein einzelnes Seuchenjahr - übrigens habe ich mir das vor der Saison schon gedacht, keine Ahnung warum.

Aber solange man aus diesem Jahr die eine oder andere Lehre zieht (insbesondere die vielen unnötigen Karten abstellt) und sich personell noch etwas verstärkt (z.B. Pizza halten, LV), bin ich für 09/10 eigentlich wieder ziemlich optimistisch.
 
Auch wenn es weh tun würde, da es nicht das Werder der Erfolgsjahre verkörpert, muss man in so einem Spiel auch mal bereit sein ein unentschieden zu halten, statt alles auf eine Karte zu setzen.

Sagen wir du hast zwei Optionen: Entweder du bekommst ein Unentschieden garantiert, oder du riskierst es, wobei du nur eine 35%-Chance einen Sieg, aber zu 65% eine Niederlage bekommst. Was würdest du tun?

Antwort: Seit der 3-Punkte-Regel ist letzeres besser, solange du nicht gegen einen direkten Konkurrenten um einen wichtigen Platz spielst.
 
TS ist ein sehr guter Trainer aber die Spieler wollen oder sind nicht in der Lage, das was er ständigt von ihnen fordert umzusetzen. Dies bedeutet, dass entweder ein neuer Trainer kommt, der mehr Pepp in diese Mannschaft bringt oder die Spieler müssen gehen und er baut eine neue Mannschaft auf. Das letztere scheint sich am Ende der spielzeit anzubahnen. Dabei werden wahrscheinleich auch wichtige Leistungsträger gehen müssen. Dies bedeutet dass es in der kommenden Saison um den Klassenerhalt gehen wird. Den Umbruch wo Bayern unter Hitzfeld gemacht hat, steht bei Werder an.

Ich finde es als blödsinn, dass das Spielsystem ausgelutscht ist, dass jede Mannschaft sich auf Werder einstellen kann.
Wenn die Mannschaft das umsetzt was der Trainer von ihnen verlangt nämlich große Laufbereitschaft, Kampf, und technisches Können , dann wird man auch Erfolg haben.
Die größte Schwachstelle sind die Außenverteidigerpositionen. Für Fritz gibt es keine alternativen und auf links ist keiner. Hier muss man unbedingt nach legen.
Ich frage mich warum man nicht Stalteri zurückgeholt hat.
 
Sagen wir du hast zwei Optionen: Entweder du bekommst ein Unentschieden garantiert, oder du riskierst es, wobei du nur eine 35%-Chance einen Sieg, aber zu 65% eine Niederlage bekommst. Was würdest du tun?

Antwort: Seit der 3-Punkte-Regel ist letzeres besser, solange du nicht gegen einen direkten Konkurrenten um einen wichtigen Platz spielst.

Stopp. Defensiv zu spielen, ist ja nicht gleich Beton anrühren und Ball wegschlagen. Man hat auch so durchaus noch Chancen auf den Sieg, nur dass man eher darauf bedacht ist, wenigstens einen Punkt mitzunehmen. Bielefeld hatte bis auf Konter rein garnichts zu bieten und uns hätte spätestens in der Halbzeit klar werden müssen, dass einfach nichts kreatives passiert.

Das ist ja nicht einmal neu, selbiges passierte gegen Karlsruhe, Gladbach und bis zur 78. (?) Minute in Cottbus. Aus der Erfahrung hätte man auch mitnehmen können, dass sich das auch in der 2. Hälfte nicht ändern wird. Um auf DKBS Schachbeispiel zurückzugreifen: wenn ich merke, dass ich einen schlechten Tag erwischt habe, versuche ich eher das Remis zu halten, als mir offensiv die Blösse zu geben.

Natürlich ist ein Punkt nicht mehr viel wert in der Tabelle, aber für die Moral der Mannschaft und der Fans wäre es schon beträchtlich.
 
Dann kopier den Mist doch nicht erst. Bei bestimmten Usern kann man so schön auf Durchzug schalten. Den Mist tu ich mir erst gar nicht mehr an. So muss ich ihn dann doch noch lesen. :mad:

Topic: Thomas Schaaf macht das schon.
 
Bist du dir da sicher? Kannst du dir das Gezeter im Forum ausmalen, wenn Werder tatsächlich gegen Bielefeld auf Halten des Unentschiedens gespielt hätte?

Da magst du recht haben, aber eine Mini-serie ohne Niederlagen wäre in dieser Situation sicher ein Fortschritt. Mit Ksc und Bielefeld wären wir jetzt seit 5 Pflichtspielen ungeschlagen, Platz 7 in der Tabelle inbegriffen. Hach, wie schön ist die Theorie...;)
 
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