Gegenfrage: Warum etwas verändern wenn es erfolgreich ist? "never touch a running system".
Bei anderen Vereinen könnten Trainer auch ohne das standing eines Schaaf alt werden, wenn die Protagonisten das auch wollen.
Hier bei Werder wollen die Protagonisten das scheinbar. In der Vergangenheit schon.
Und dann bestimmt der Trainer halt die Marschroute.
Die Aufzählung von Mick (

) über das Wolfsburgspiel ist sehr akribisch. Lasse aber nicht gelten das TopMannschaften keine hohen Bälle spielen. Und verweise da auf Bundesligamannschaften ala Bayern und Dortmund sowie die Premiere League Protagonisten ManCity, ManU, Arsenal und Chelsea bei denen das auch zum Repertoire gehört. Zum anderen ist es gegen eine hoch verteidigende Mannschaft genau das richtige Stilmittel - wir als die Mannschaft mit den meisten gefangenen Kontertoren dürften da Erfahrung drin haben. Und gerade Dortmunds "Spielaufbau" ist ja so: Ball auf Hummels und der haut ihn auf die außen.
Kann man also so oder so sehen - wie vieles oder auch das meiste.
Daneben: Was verbietet Spieler durch die Mitte zu spielen - die reine abwesenheit eines jemanden der "das kann". Soll das imüplizieren, daß die anderren das nicht können oder gar lernresistent sind? oder das Gewurschtel gespielt wird der wider aller wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Erfolgen führt?
Gewiß ich übertreibe jetzt ironisch verweise aber auch auf die Erkenntnis das die meisten Tore entgegen der landäufigen Behauptung durch die Mitte erspielt und erzielt werden (gibts n Buch drüber von nem englischen Statisker. Der wies auch nach, daß es kackegal ist ob der Elferschütze der Gefoulte ist. Quote beträgt dennoch 70% für den Schützen).
@Lutscher
Klar kann man über x spielsysteme und Anfangs- ausgangs und mittendrin Wechsel aufstellung (von 4-4-2 auf 4-5-1 zum 4-3-3- zum 3-4-3) reden. Das ist nur dann müßig wenn man meint Schaaf kenne das nicht oder verweigere sich komplett diesem. Je nach Lage des spiels gibts Wechsel der Einteilung wie in Klammern beschrieben. Viel eher als das "System" bestimmt aber - so meine ich, und ich werde auch nie müßig zu sagen das ich da falsch liegen kann - die Ausrichtung des Systems. Schaaf will offensiv spielen und das Spiel bestimmen - sprich grundsätzlich mehr in der Hälfte des Gegners agieren und mehr Ballbesitz haben als der Gegner.
Ich widerspreche Mick grundsätzlich in der Annahme und Auffassung bei Schaaf sei zu wenig Ordnung im Spiel - das kann damit zusammenhängen das Schaafs Auffassung von Ordnung eine grundsätzlich andere ist als die von Mick.
Zudem macht man gerne den Fehler individuelle Fehler auf ein taktisches Spielsystem zu schieben gute Pässe, Tore dann aber "Kollege Zufall" zuzuschreiben oder unterzubewerten ala "Torsten Frings Gedächtnis Pass".
Selbst Brechstange ist ein taktisches Mittel. Man kann alles unter taktische Mittel einordnen - deswegen meine ich das diskussionen über Spielsysteme und die präferierung eines bestimmten Spielsystems nichts bringen.
Schaaf sagte selber: Taktik ist ausgereizt, es gibt nichts mehr was es nicht schon gegeben hätte. Es geht nur noch über Ausrichtung und Geschwindigkeit. Ich folge ihm da.
Wenn man aus welchem Grund auch immer Schaaf "nicht ab kann" dann ist es ehrlicher das auch so zu sagen. Denn m.E. gibts keinen objektiven Grund dafür für Werder etwas am Trainer zu ändeern und an der ausrichtung wie die Mannschaft spielt. Gesehenes und Gewolltes sind nah beieinander.
@5vor12
Ich bleibe bei meiner von dir zitierten Aussage
Wg. meines Dortmundvergleiches: Damals war Dortmund, galt Dortmund wie heute als Spitzenteam der Bundesliga und hatte echte Feinkostspieler neben absoluten Knochenbrechern im Team. Lothar Emmerich, Stan Libuda, Rudi Assauer, "Timo" Konietzka, Sigi Held. Die spielten längst nicht so schnell wie heute gespielt wird waren aber erste Sahne im damaligen bundesligafußball. rudi hat sogar noch für uns des Gegners Knochen poliert. Heutzutage ist es Gott sei Dank nicht mehr so knüppelhart - das liegt aber an der Auslegung der Regeln, ansonsten würde es immer noch so aussehen, bin ich mir zumindest sicher.
Ach herrlich.
Und eines noch zum Schluß: Ich möchte mit meinen Beiträgen niemanden persönlich oder dessen Beiträge abwerten, das möchte ich nochmal nachschicken.