Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

  • Total voters
    946
Status
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Das Hauptproblem ist und bleibt einfach unser Spielsystem mit der Raute. Ich kann mich aufgrund unseres Personals einfach nicht damit anfreunden, auch wenn es gegen Lautern, selbst nach Aussage von Marco Kurz, sehr gut funktioniert hat.
Wir haben einfach zu viele Mittelfeldspieler, die in diesem System nicht zurechtkommen. Marin, Hunt, Wesley und auch Ekici scheint als 10er überfordert. Zudem haben wir auch keinen, der die alleinige 6er Position adäquat ersetzen kann. Nur laufen, kämpfen und zerstören reicht dort einfach nicht. Ich verstehe TS in diesem Punkt einfach nicht, auch wenn ich ansonsten oft seine Arbeit respektiere und mich freue, dass er unser Trainer ist.
 
selten so etwas dämliches gelesen: Das ist genau die lahmarschige Einstellung aus dem letzten Jahr, die sich erst in höchster Abstiegsnot änderte. Mir scheint, einige möchten gerne wieder so eine Saison wie die letzte erleben

Bis jetzt läuft für diese Leute die Sache wirklich gut Richtung Abstiegskampf

Im Grunde sollte man angesichts einer solchen Beitragseröffnung gar nicht mehr antworten. Das ist nämlich in der Tat niveaulos, wenn nicht sogar dämlich.

Eine Antwort bekommst Du dennoch: Das Problem ist nicht die Raute oder das System an sich. Das Problem ist deren Umsetzung und offenbar war es ein Problem, hiefür das passende Personal zusammen zu stellen. Ob in dieser Hinsicht ausreichend nachgebessert wurde, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen. Mit Ekici, Ignjowski, Schmitz und auch Pasta... wurde zumindest versucht, entscheidend in das System personell einzuwirken. Ob sich daraus jetzt ein passendes Zusammenspiel entwickelt, ist am heutigen Tage nicht absehbar.

Dass es nicht von heute auf morgen funktionieren kann, versteht sich von selbst. Aus der letzten Saison ablesen zu wollen, dass es eh nichts wird, weil es sich bereits als nicht umsetzbar erwiesen hat, ist Schwachsinn.

Ich fürchte, der eine oder andere Forist hier, wird sich an Schaaf´s Geduld in dieser Hinsicht, noch ganz heftig den Kopf anstoßen.
 
Sehe ich nicht so. Im Übrigen habe ich deutliche Verbesserungen in den Punkten Raumaufteilung und Laufbereitschaft gesehen und auch die Defensivleistung des Teams anerkannt. Da verstehe ich nicht, dass du das der Mannschaft absprechen willst. Auch eine Philosophie war für mich erkennbar, nämlich primär die Null zu halten, was m.E. In LEV nicht so ganz falsch ist. Bis zur 86. Minute hat es ja auch gut geklappt und den Fortschritt zur letzten Saison konnte ich durchaus konstatieren.

Was ich als falsch ansehe. Wenn ich über Jahre einen Kader zusammenstelle, der über Ballkontrolle und Technik das Spiel dominieren will, dann muss dies auch gegen Leverkusen die Grundphilosophie bleiben.

Ich fand die Defensivleistung von Werder auch gut. Die 4er Kette stand, Fritz als 6er war defensiv sehr solide. Nur offensiv ist er eben doch etwas limiert. Hunt und Wesley als ZM hatten einen schwachen bist ganz schwachen Tag. Ekici ist def. noch nicht angekommen. Über den Sturm Rosenberg und Thy sage ich lieber nichts.

Ich denke, dass Schaaf immer noch in der Findungsphase ist. Allerdings sollte diese Phase wie letzte Saison wie im Notnagel Raute enden, dann weiß ich auch nicht mehr weiter. Schaaf wollte immer von der Raute weg. Also bitte...auf geht´s...


In den Punkten Inspiration und Kreativität gebe ich dir Recht, es haperte ganz stark am Spielaufbau und das liegt in meinen Augen an der Raute, da uns hierfür auch in meinen Augen der spielintelligente Sechser fehlt. Generell rücken unsere Spieler auch nach wie vor zu schnell zu hoch auf, was oben schon genannt wurde und nach Standards für Werder besteht mehr Gefahr fürs eigene Tor als das des Gegners, auch da ist Kritik an Schaaf angebracht.

Es liegt einfach danach, dass in der Offensive mit Papa, Fritz, Wesley, Rosenberg und Thy doch einiges an Kreativität fehlt. Und wenn dann auch noch Hunt und Ekici nicht ins Spiel kommen, was soll denn dann auch gehen. Schaaf muss endlich die Spieler bringen, die eben auch in der Lage sind, ein offensives Spiel durchzusetzen/durchzubringen. Da habe ich Hoffnungen durch Iggy....dazu sollte Anrautovic ENDLICH mal seine Chance bekommen. Dazu wird Pizarro zurückkehren...



Sehe ich doch im Grunde ganz ähnlich, von "Blutleere" habe ich zumindest nicht gesprochen. Nur würde ich mir doch ein bisschen mehr Kreativität und Effizienz im Spiel nach vorne erwarten, so stark war LEV gestern wahrlich nicht, dass nicht Raum für den ein oder anderen Konter war. Ich fand Schaafs Taktik auch nicht so übel wie @Pan, hoffe allerdings, dass er sie nicht gleich wieder verwirft und auch Thy aus der Schusslinie nimmt.

Schwer zu sagen. wenn ich defensiver agieren will, warum dann ein 4-4-2...Außenspiel fand fast nicht statt.
 
Das Problem ist nicht die Raute oder das System an sich. Das Problem ist deren Umsetzung und offenbar war es ein Problem, hiefür das passende Personal zusammen zu stellen.

Ich wünschte, Thomas Schaaf hätte einmal den Mut innerhalb einer Partie die Mannschaft umzustellen. Gegen Leverkusen stand das Team defensiv so gut wie lange nicht mehr. In der Bewegung nach vorne aber haben die Leverkusener sich ebenfalls recht gut angestellt (defensiv).

Es reichte mehr oder weniger dass ein Leverkusener aggressiv auf den ballführenden Bremer ging und ein zweiter sich in den potentiellen Laufweg stellte, schon wurden die Bälle hintenrum und schließlich zu Wiese gespielt. Kurz gesagt: Im Mittelfeld, sobald es in die Vorwärtsbewegung ging, waren wir in kürzester Zeit in Unterzahl. Wenn man für diesen Umstand nicht einzelne Spieler verantwortlich macht (für mich z.B. waren Wesley und Ekici auf völlig verlorenem Posten), warum passt man dann nicht die Mannschaft dem Spielgeschehen an?

Marin in die Mannschaft und dafür Thy oder Rosenberg raus wäre meiner Meinung nach das richtige Mittel gewesen! Man bringt eine weitere Anspielstation in das Mittelfeld, macht damit was gegen die Unterzahl dort, schwächt gleichzeitig nicht den Defensivverbund da dann Wesley neben Fritz spielen würde und Marin/Ekici/Hunt auf einer Linie hinter dem Stürmer. Es könnte auch nicht die Rede davon sein den Sturm zu schwächen denn beide Stürmer hingen komplett in der Luft da die Anspiele aus dem Mittelfeld fehlten.

So aber schien mir, dass sich Werder mit dem 0:0 gut anfreunden konnte, nur dass eben so ein dämliches Tor nach einer Ecke immer mal reingehen kann. Schade, denn gegen Leverkusen war Sonntag mehr drin. Die Defensivleistung lässt aber für die Saison mehr als nur hoffen, insbesondere Sokratis erscheint mir bisher in Top Transfer zu sein!
 
Ich wünschte, Thomas Schaaf hätte einmal den Mut innerhalb einer Partie die Mannschaft umzustellen. Gegen Leverkusen stand das Team defensiv so gut wie lange nicht mehr. In der Bewegung nach vorne aber haben die Leverkusener sich ebenfalls recht gut angestellt (defensiv).

Es reichte mehr oder weniger dass ein Leverkusener aggressiv auf den ballführenden Bremer ging und ein zweiter sich in den potentiellen Laufweg stellte, schon wurden die Bälle hintenrum und schließlich zu Wiese gespielt. Kurz gesagt: Im Mittelfeld, sobald es in die Vorwärtsbewegung ging, waren wir in kürzester Zeit in Unterzahl. Wenn man für diesen Umstand nicht einzelne Spieler verantwortlich macht (für mich z.B. waren Wesley und Ekici auf völlig verlorenem Posten), warum passt man dann nicht die Mannschaft dem Spielgeschehen an?

Marin in die Mannschaft und dafür Thy oder Rosenberg raus wäre meiner Meinung nach das richtige Mittel gewesen! Man bringt eine weitere Anspielstation in das Mittelfeld, macht damit was gegen die Unterzahl dort, schwächt gleichzeitig nicht den Defensivverbund da dann Wesley neben Fritz spielen würde und Marin/Ekici/Hunt auf einer Linie hinter dem Stürmer. Es könnte auch nicht die Rede davon sein den Sturm zu schwächen denn beide Stürmer hingen komplett in der Luft da die Anspiele aus dem Mittelfeld fehlten.

So aber schien mir, dass sich Werder mit dem 0:0 gut anfreunden konnte, nur dass eben so ein dämliches Tor nach einer Ecke immer mal reingehen kann. Schade, denn gegen Leverkusen war Sonntag mehr drin. Die Defensivleistung lässt aber für die Saison mehr als nur hoffen, insbesondere Sokratis erscheint mir bisher in Top Transfer zu sein!

Ein 4-1-2-2-1 (4-5-1) wäre aus meiner Sicht eh das Mittel der Wahl gewesen. Natürlich wissen wir nicht, was Schaaf im Sinn hatte....

Die Defensivleistung war gut, aber sie darf nicht auf Kosten unserer Offensive gehen. Sonst wird man nur genau im MF landen (Hellsehmodus an)....Sokratis ist kein Transfer, sondern eine Leihe. Nach den Aussagen von Lemke ist der Unterschied mehr als relevant....
 
Ich finde, das man hier das falsche Pferd aufzäumt. Die Taktik war in Ordnung.
Die Fehler hat TS gemacht, in dem er sich von positiven Aspekten bei einzelnen Spielern aus dem Lautern Spiel blenden ließ, obwohl er aus der täglichen Trainingsarbeit es hätte besser wissen müssen:

Fritz ist kein Spieler, der ein Aufbauspiel offensiv aufbauen kann gegen einen Gegner, der einem weniger Räume bietet als Kaiserslauten. Daher auf der "6" eine Fehlbesetzung. Wesley ist ein Spieler, der von Taktik offenbar weniger Ahnung hat als meine Tante. Als Einwechsler gegen eine tief stehende Mannschaft prima, aber Gift gegen eine die Räume eng machende Mannschaft. Ekici ist völlig außer Form, ohne alles. Eigentlich kaum was für die Bank im Moment. Man tut ihm keinen Gefallen, ihm auf dem Platz Negativerlebnisse zu verschaffen.

Wenn der Trainer sich schon bei der Aufstellung so vergreift, ist es nahezu unmöglich, das in einem Spiel auszubügeln, es sei denn, man hat einen Spieler in überragender Form unberechtigt auf der Bank gelassen, der sich all seinen Frust aus dem Leib rennt und es dem Trainer zeigt. So einer sass aber offenbar auch nicht auf der Bank.

Auch der Mentaltrainer fehlte in der Vorbereitung offenbar.

Das dennoch mehr gegangen wäre, lag am Gegner. Konnte man sich das nicht vorher denken ? :confused:
 
Was immer so alles in einem Spiel gelesen wird. Wir sehen gegen Leverkusen immer scheiße aus, das scheinen viele zu verdrängen. Ob das nun an Schaaf liegt, an den Spielern oder einfach an den sich beißenden Spielsystemen beider Teams, das wage ich gar nicht zu beurteilen. Ich könnte es jedenfalls nicht. Mein Urteil über den Zustand dieser Mannschaft bilde ich mir in ein paar Wochen und nicht anhand von 2 Spielen.
 
Ich habe über meinen gestrigen Beitrag nocheinmal nachgedacht und muss mir selbst fehlende Geduld attestieren. Ich hoffe TS hat da mehr Geduld und hält an dem fest, woran er derzeit arbeitet. Ich sehe unser Team auf einem guten Weg und mit ein wenig Geduld werden wir über kurz oder lang auch ein druckvoll auftretendes Werder wiedersehen. ABER: Es braucht Geduld.

Darüber hinaus sehe ich nach wie vor unser strategisches Vakuum im defensiven Mittelfeld. Die Strategie im Leverkusenspiel hinten zu Null, vorne eine Bude machen finde ich ein richtiges Vorgehen, weil Werder sich gerade in dieser Hinsicht festigen muss.
 
Zum einen haben wir m.M. nach in der Verteidigung sehr gute Transfers getätigt, welche keinen unwesentlichen Anteil daran haben, dass es gerade hinten bei uns besser läuft und zum anderen sind die Eigenschaften die du in der Mannschaft siehst nur marginal vorhanden. Dass dort ein Team auf dem Platz steht, seh ich jetzt nicht unbedingt. Geistig vielleicht aber nicht im System oder der Philosophie her.
Es ist völlig gleich, welches System dem Team auf dem Papier verpasst wird. Uns fehlen die Basics. Die Raumaufteilung, die Philosophie, die Inspiration und die Kreativität, vor allem aber die Laufbereitschaft.
Das sind natürlich interessante Aspekte, wobei an der Stelle die Frage eines Users nach der Erwartungshaltung nicht unberechtigt ist.

Denn gerade angesprochene, fehlende "Basics" wie Raumaufteilung und Inspiration des Ganzen stellen absolut kein neues Werder-Phänomen dar, sondern sind nur allzu bekannt. Von 2000-2002 hatten wir mit Baumann und Ernst Spieler, die Grundlagen der Raumbeherrschung mitbrachten, mit Frings einen Zweikämpfer und Antreiber internationaler Klasse und mit Krstajic einen klugen Kopf als Abwehrchef, wodurch es dem Team kaum an Struktur und nötige Konturen mangelte. Mit Micoud kam dann neben diesen Dingen noch der entscheidende Touch an Kreativität dazu. Nach Micoud traten die Mängel in der Raumaufteilung wieder deutlicher zu Tage, weil unser Spiel viel langsamer, die Raute inkompatibel und somit fast die ganze Mannschaft unter Vernachlässigung der Abstände und Kompaktheit in Gegner` s Hälfte geschoben werden musste, um wenigstens mittels Pressing in vorderster Linie Ballgewinne erzielen oder die eigene, hohe individuelle Klasse vor Gegners Tor nutzen zu können. Was praktisch immer fehlte, war ein erkennbarer, dem Team vorgegebener und nachvollziehbarer Handlungsrahmen, welcher über Grundtugenden wie Lauf- und Einsatzbereitschaft, Einstellung oder Intelligenz der Spieler hinausging.

Und wenn ich mir die letzten Jahre anschaue, dann war es doch stets so, dass Werder – allerdings erst in höchster Not und viel zu spät - auf eine kompaktere Ausrichtung zurückgriff, wenn die Klasse fehlte oder die Truppe restlos verunsichert war. Also wenn es die Spieler selbst begreifen mussten. Dann stimmten aber dummerweise wieder die Abstände zwischen Mf und Offensive nicht, wo sie vorher zwischen den Ketten Abwehr und Mf nicht stimmten. Wodurch Werder nicht selten mit Langhafer arbeiten musste immer in der Hoffnung, dass die Klasse von Pizarro, Marin & Co. da vorne irgendwie die Tore initiierten und erzielten. Eben auch zuletzt in Leverkusen sah es ähnlich aus.

Deshalb ist die Frage "Was erwartet Ihr?" durchaus berechtigt, denn Raumaufteilung auf BL-Meßlatte, Inspiration in der Variabilität einer Spielweise oder kluger Umkehrfussball wäre angesichts bei uns gewohnter Maßstäbe in der Tat ein zu hoch gegriffener Anspruch. Auf jeden Fall solange, wie nicht ein oder zwei Spieler wie hoffentlich Ekici oder Iggy den nötigen Intellekt einbringen und strukturell ein anderes Niveau schaffen. Schmitz und Sokratis scheinen zudem schon mal taktisch recht gut ausgebildet zu sein, daher auch der mMn korrekte Hinweis von Maulwurf28.
Letztlich benötigen wir in etwa genug spielende Trainer auf dem Rasen. Klappt das nicht, fürchte ich, werden wir weiterhin die gewohnten Symptome zu sehen bekommen – eine Mannschaft, die keine Eigeninitiative entwickelt und hilflos wie ohne Plan wirkt, wenn irgendwas schief geht, wenn Werder die Führung trotz optischer Überlegenheit nicht gelingt, oder unglücklich in Rückstand gerät, wenn Leistungsträger kurz vorher oder im Spielverlauf ausfallen, wenn der Gegner taktisch geschickt agiert und gut auf unsere Stärken eingestellt ist.

Daher sollten wir vor allem erstmal froh sein, dass das Augenmerk auf der Defensive liegt. Denn am ehesten auf dieser Basis wird der "Selbstfindungsprozess" der Mannschaft erfolgreich sein. Und den brauchen wir dringend, weil Einfluss von außen in Form einer klaren System-/ Match - Strategie bei uns nach wie vor ein Thema für sich ist.
 
Gerade eben entdeckt, Beitrag aus dem worum...
Das letzte Spiel ließ mich zunächst etwas ratlos zurück. Irgendwie wirkte alles so unausgegoren und dennoch bemüht, so ziellos und gehemmt, so als übe da Wer etwas ohne genau zu wissen worin eigentlich der genaue Sinn des Geübten liegt. Befremdlicher Weise entstand vor meinem inneren Auge allmählich folgende kleine Szene:

Wir befinden uns im 3. Stock des Geschäftsstellenturms vom Weserstadion. Eine Gruppe von knapp dreißig Leuten hat sich durch die Tür mit dem Hinweiszettel

„Selbsterfahrungsseminar – Lebensfreude und Selbstvertrauen durch Fußball – Nachbereitung zum Anfängerkurs 2010. Leitung durch den Trainer“

gezwängt und die Plätze eingenommen. Man kennt sich zum größten Teil noch vom letzten Kurs. Einige neue Gesichter sind hinzugekommen, die sich noch etwas ratlos umschauen. Noch bevor man sich gegenseitig bekannt macht tritt der Seminarleiter auf.

„Moin, meine Herren, wir treffen uns hier noch einmal, um zu sehen, was wir dieses Jahr verbessern können. Die Dinge liefen im letzten Jahr nicht so wie wir es erhofft hatten. Wir hatten gehofft durch dieses „Fußball“ etwas mehr Freude und Zuversicht in unser Leben zu bringen. Aber das hat nicht richtig geklappt. Oft waren wir ratlos und manchmal irritiert, ja sogar verwirrt, aber Spaß hatten wir wenig und Selbstvertrauen konnten wir überhaupt nicht sammeln. Wir haben aber gesehen, dass die gelbe und ein paar rote Gruppen alles dies im Überfluss hatten und dass wir, wenn wir die Situationen annehmen und uns erst richtig beweisen vielleicht auch einmal diese Dinge erleben werden. Deshalb wollen wir versuchen heraus zu bekommen, was die Anderen anders gemacht haben als wir.“

Teilnehmer meldet sich: „Ich weiß nicht, vielleicht liegt’s an den Farben? Bei den anderen meine ich. Gelb und Rot und so. Das ist schon mal eher fröhlich, oder? Grün kam mir schon immer ziemlich trist vor. Vielleicht kann man da was machen?“

„Eine gute Idee. Das haben wir mit der Kursleitung auch schon besprochen und uns dann gesagt, wenn schon denn schon, warum machen wir es nicht orange, dann haben wir beides in einem!“ Holt ein merkwürdig gestreiftes Hemdchen aus der Sporttasche und hält es hoch. Unruhe breitet sich aus. Vereinzelt Gelächter. Einer meldet sich: „Gut okay, das ist oben orange und unten grün. Irgendwie inkonsequent. Aber warum zeigen diese Pfeile da nach unten, wenn wir hier lernen wollen Zuversicht und solche Sachen zu lernen?“

Der Leiter zieht die Brauen hoch und blickt den Fragenden unschlüssig an. „Tja, weiß ich auch nicht. Vielleicht ist das nicht so wichtig. Wir haben hier noch eins in ganz Grün und eins in Weiß mit orangenen Zacken. Sind die besser?“ Lautes Gelächter im Saal beantwortet auch diese Frage. Einige schlagen sich mit der flachen Hand vor die Stirn und schütteln entsetzt den Kopf. Der Leiter notiert sich diese Teilnehmer. „Okay, zurück zum Thema. Ich habe mich mal schlau gemacht wie dieses „Fußball“ eigentlich funktioniert und was man machen sollte, um Spaß dabei zu haben und so weiter. Ich habe viele gefragt, die was davon verstehen und alle haben dasselbe gesagt. Wenn ich das richtig verstanden habe kann man es in etwa so zusammenfassen: Zu aller erst muss man die „Ordnung“ halten und die „Abstände“; und dabei viel laufen. So macht man den Gegner müde. Und wenn dann so 70 Minuten vorbei sind und alles geklappt hat, dann rennen ein paar von uns immer nach vorne und versuchen diesen Ball (lässt den Ball zur Veranschaulichung im Saal herumgehen) in das Tor der Anderen zu schießen.“

Erneut Unruhe im Auditorium. Einer, bei dem der Ball gerade auf dem Tisch liegt kratzt sich bedächtig den Schädel und meldet sich zögernd zu Wort:

„Ähm, Herr Seminarleiter…“ „Nenn mich Trainer!“ - … „Okay, also Trainer. Ist gut. Also das scheint mir alles irgendwie merkwürdig. Dieses ganze „Ordnung halten“ und so. Ich verstehe ehrlich gesagt überhaupt nicht, was daran Spaß machen soll.“ Zustimmendes Gemurmel im Saal. Der Sprecher fühlt sich bestätigt und fährt ermutigt fort „Und was heißt Abstände? Abstände zu was? Ich meine von wem zu wem oder was? Ich kapiere das nicht. Und wie soll man das machen, wenn man die ganze Zeit auf dem Feld rumrennt? Da entsteht doch zwangsläufig Chaos! So was kann doch nicht ernsthaft dazu dienen Selbstvertrauen aufzubauen. Oder seh‘ ich das falsch?“

Der Trainer blickt einen Moment lang irritiert und fragend ins Leere und gibt dann einen erstickten Laut wie „Grmpf“ von sich. Er streicht sich die Falten glatt, notiert sich etwas in sein Heftchen und wendet sich an den Frager. „Ja, da muss ich zugeben das weiß ich nicht so genau. Das mit dem Spaß und so soll dann ganz von allein kommen. Also wenn man den Ball da in das Tor schießt jedenfalls“, denkt ein Weilchen nach bis ihm offenbar eine Idee kommt. Er nimmt ein wenig mehr Haltung an und verkündet mit Stolz erfüllter Stimme „Ich glaube ich habe da eine Idee. Ich würde deshalb vorschlagen wir machen das mal so, dass wir beim nächsten Mal versuchen alle so etwa 6-7 Meter entfernt von einander auf dem Platz zu stehen und diesen Abstand auch immer bei zu behalten, egal wohin wir gerade laufen, denn das müssen wir ja auch, Laufen! So und wenn das klappt, dann sieht das doch schon mal auch ordentlich aus… - HA! Ich hab’s! Wegen dieser Sache mit dem Ball und dem Tor und dem Spaß. – Wir werden versuchen der anderen Gruppe den Ball weg zu nehmen. HA! Und deshalb machen wir unsere Übung immer genau da, wo die andere Gruppe gerade spielt. HAHAA! Und dann, wenn wir denen den Ball geklaut haben schieben wir ihn in unseren Reihen immer hin und her. Dann ist das doch alles viel interessanter und auch kurzweiliger.“ Schaut sich leicht euphorisiert im Auditorium um. „DAS WIRD EIN RIESENSPASS, meine Herren!!“ Klopft sich begeistert auf den Oberschenkel. Ein Freudentränchen kullert die faltige, sonst so grämliche Wange hinab. „Hat noch jemand Fragen? Irgendwas nicht verstanden?“

Nachdem sich der Tumult im Saal einigermaßen gelegt hat meldet sich der Frager von eben noch einmal. Er wirkt unverändert leicht verwirrt. „Trainer, SUPER. Ehrlich. Das klingt erstmal voll fett und so. Also Spaß kommt da bestimmt auf. Trotzdem. Ich kapiere das aber immer noch nicht ganz, glaube ich.“ „WAS kapierst du nicht?“ Der Frager zuckt leicht zusammen. „Nun ja. Abstände halten und Ordnung und dabei viel Laufen und den Ball hin und her schieben ist ja alles toll, ehrlich, aber was ich nicht verstehe ist: wie kriegt man so den Ball ins Tor? Das soll ja schließlich erst den richtigen Spaß bringen. Und Selbstvertrauen und….“

Eine Explosion erschüttert den stillen Seminarraum.
„WOHER SOLL ICH DAS WISSEN, VERDAMMTE Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;)?! MIR REICHT’S HIER GLEICH MIT EUCH! DA DENKT MAN SICH STRATEGIEN AUS, WIE MAN SICH IN DEN SITUATIONEN ANBIETEN UND BEWEISEN KANN, WIE MAN DIE DINGE ANNIMMT, WIE MAN SICH ZEIGEN KANN UND DEN DINGEN STELLEN UND DANN KOMMT IHR MIR HIER MIT SOLCHER KINDERKACKE?! IHR HABT WOHL EINEN NASSEN HELM AUF!? JETZT RAUS AUF DEN PLATZ ZUM ÜBEN!!!“

Und das taten sie dann auch. :D
 
Das Hauptproblem ist einfach seit Jahren schon die Balance zwischen Abwehr und Angriff. In der Vergangenheit haben wir immer sehr offensiv gespielt und uns dabei viele Chancen herausgearbeitet, aber auch viel zugelassen. Nach der Katastrophensaison wird jetzt versucht, erstmal über Ordnung und Stabilität zu kommen und sicher zu stehen. Das finde ich auch völlig in Orgnung so, auch wenn unser Offensivspiel darunter noch zu sehr leidet. Es scheint als könne Werder nur eines von beiden: entweder hinten gut stehen oder nach vorne Chancen kreieren. Dennoch ist es mMn der absolut richtige Weg und mit ein klein bisschen mehr Glück fällt dieses Tor von Bayer nicht und wir hätten 4 Punkte und 0 Gegentore auf dem Konto gehabt.
Zum Glück sind in der Abwehr viele Spieler schnell wieder fit geworden und Sokratis und Schmitz scheinen gute, charakterlich einwandtfreie Spieler zu sein. So ist das vor wenigen Wochen noch größte Sorgenkind zum neuen Prunkstück geworden. Was zu befürchten war, scheint jetzt jedoch einzutreten. Das Mittelfeld wird das große Sorgenkind dieser Saison, weil sich dort viele Fragenzeichen nach 2 Spieltagen als negativ darstellen.
Ich erinnere mich an eine Aussage von KA zum Kader vor kurzem, in der das Mittelfeld als "ohnehin stark besetzt" darstellt, was bei der Betrachtung des Kaders doch sehr naiv klingt. Bei so vielen Fragezeichen, wie in unserem Mittelfeld, blieb einem als Fan ja nur das hoffen, dass es funktioniert, aber auf keinen Fall Gewissheit. Hoffen,
dass ein Bargfrede an seine starke Debütsaison wieder anknüpft,
dass AH endlich Konstanz auf annehmbaren Niveau erreicht,
dass Wesley lernt wie man in der BuLi Fussball spielt,
dass Marin endlich seinen festen Platz im Team und System findet,
dass Ekici die in ihn gesetzten Hoffnungen erfüllt,
dass Borowski verletzungsfrei bleibt,
dass Trinks einen weiteren großen Schritt nach vorne macht.

Leider scheinen viele dieser Hoffnungen sich (noch) nicht zu erfüllen und so muss ich einfach TS vertrauen, dass er ein System findet, in dem unsere Mittelfeldspieler auch ihre Stärken ausspielen können. Im Moment spielen wir da zusehr nebeneinander her, als miteinander und ich erkenne keinen, der dort mal die ordnende Hand hebt, wenn es nicht läuft. Ich hoffe, dass Ignojvski seine positiven Eindrücke weiter bestätigt und eine echte Alternative wird, weil ich mir bei dem sicher bin, dass er alles aus sich rausholt und auch die Anweisungen des Trainers komplett umsetzen will.
Ich favorisiere ja als System auf jeden Fall die Doppelsechs. Nicht etwa, weil bspw. am 2.Spieltag 16 Bundesligisten dieses System spielten, sondern weil gerade unser Personal im Mittelfeld völlig ungeeignet für die Raute ist. Wir haben keinen Spieler, der die 6er-Position alleine bekleiden kann und dabei neben Lauf- und Zweikampfstärke auch strategisch das Spiel ankurbeln kann. Wir haben sehr wenige Spieler, die auf den Halbpositionen zurechtkommen und einige, bei denen das gar nicht klappt (Wesley, Marin) und wir haben auch (bisher) keinen, der auf der 10er Position auch nur ansatzweise überzeugt hat. Gerade das doppeln zwischen Aussenverteiger und zugehörigem 6er der Doppelsechs ist der Garant für unzählige Balleroberungen von Dortmund.
Daher strabt mir ein System mit zwei 6er und zwei offensiven Aussen vor. Dazu entweder zwei Stürmer oder aber eine hängende Spitze mit allen Freiheiten, wie Müller das bei den Bauern spielt. Die Doppel-6 würde ich mit einem sehr zweikampfstarken Spieler wie Bargfrede oder Ignjovski besetzen und daneben Eikici. Der ist ebenfalls robust und kann zudem das Spiel von hinten raus mit seinen Pässen und seiner Übersicht ordnen.
So würde das dann aussehen:

Variante 1:
---------------Pizarro-----Rosi(Wagner/Thy)------------

---Marin(hunt)---------------------Wesley(Arnautovic)-

--------------Bargfrede(Iggy)--Ekici--------------------


Variante 2:

--------------------------Pizarro-----------------------
----------Marin(Arnautovic)----------------------------

----Hunt(Marin)-------------------Wesley(Arnautovic)--

--------------Bargfrede(Iggy)--Ekici--------------------
 
die frage stellt sich mir aber, wenn TS wirklich darauf aus ist auf eine sichere defensive zu setzen, also diese auf kosten der offensive stärkt, warum wählt er trotzdem die Raute als system? finde das macht in meinen augen keinen sinn...
 
Das sind natürlich interessante Aspekte, wobei an der Stelle die Frage eines Users nach der Erwartungshaltung nicht unberechtigt ist.

...

Was praktisch immer fehlte, war ein erkennbarer, dem Team vorgegebener und nachvollziehbarer Handlungsrahmen, welcher über Grundtugenden wie Lauf- und Einsatzbereitschaft, Einstellung oder Intelligenz der Spieler hinausging.

Ein vernichtendes Urteil für einen Trainer, der über Jahre in aller Ruhe und mit beachtlichen Mitteln arbeiten konnte. Allerdings auch ein Urteil, das leider berechtigt und dem nichts hinzuzufügen ist.

Und wenn ich mir die letzten Jahre anschaue, dann war es doch stets so, dass Werder – allerdings erst in höchster Not und viel zu spät - auf eine kompaktere Ausrichtung zurückgriff, wenn die Klasse fehlte oder die Truppe restlos verunsichert war. Also wenn es die Spieler selbst begreifen mussten. Dann stimmten aber dummerweise wieder die Abstände zwischen Mf und Offensive nicht, wo sie vorher zwischen den Ketten Abwehr und Mf nicht stimmten. Wodurch Werder nicht selten mit Langhafer arbeiten musste immer in der Hoffnung, dass die Klasse von Pizarro, Marin & Co. da vorne irgendwie die Tore initiierten und erzielten. Eben auch zuletzt in Leverkusen sah es ähnlich aus.

Ein vernichtendes Urteil für einen Trainer, aber auch vor allem für einen Manager, der jahrelang in Ruhe und mit beachtlichen Mitteln arbeiten konnte.

Werder hat die Entwicklung völlig verschlafen. In der Kaderzusammenstellung, aber auch in der konzeptionellen Ausrichtung des Systems. Man hat zulange zu sehr an Dinge geglaubt, von denen absehbar war, dass sie nie eintreten würden, vor allem aber hat man die Augen davor verschlossen, dass nachrückende Generationen einen anderen, geradlinigeren, laufintensiveren und vor allem taktisch besseren und schnelleren Fußball spielen. Die Clubs und Trainer, die die Zeichen der Zeit erkannt haben, profitieren heute enorm hiervon.

Deshalb ist die Frage "Was erwartet Ihr?" durchaus berechtigt, denn Raumaufteilung auf BL-Meßlatte, Inspiration in der Variabilität einer Spielweise oder kluger Umkehrfussball wäre angesichts bei uns gewohnter Maßstäbe in der Tat ein zu hoch gegriffener Anspruch. Auf jeden Fall solange, wie nicht ein oder zwei Spieler wie hoffentlich Ekici oder Iggy den nötigen Intellekt einbringen und strukturell ein anderes Niveau schaffen. Schmitz und Sokratis scheinen zudem schon mal taktisch recht gut ausgebildet zu sein, daher auch der mMn korrekte Hinweis von Maulwurf28.

Nunja, hier kann man über die Herangehensweise an diese Frage sicherlich diskutieren. Die Kernaussage, dass man angesichts der seit Jahren immer gleichen und wiederkehrenden Probleme mit dem aktuellen, seit Jahren für genau diese Problemfelder mitverantwortlichen Trainerstab keine große Entwicklung erwarten durfte, ist sicherlich richtig, allerdings kann ich mich mit der Quintessenz nicht anfreunden, dass man seine Ansprüche zurückschrauben solle, weil man auf diesen Sektoren mit der aktuellen sportlichen Leitung eben keine bahnbrechenden Fortschritte hätte erwarten dürfen.

Vielmehr denke ich, dass angesichts hoher individueller Qualität des Kaders und hohem Personalaufwand die Anspruchshaltung durchaus hoch sein darf, womit ich im Idealfall die Qualifikation für die Champions League, bei normalem Saisonverlauf zumindest aber für die Europa League Qualifikation meine.

Dass die Realisierung dieser Ziele mit dem aktuellen Trainerteam nicht möglich ist, sehe ich durchaus ein, nur frage ich mich, ob es -so hart es aufgrund der letzten Jahre auch wäre- nicht sinnvoller wäre, auf der Position des Cheftrainers einen Wechsel vorzunehmen und darauf zu bauen, dass ein neuer Trainer neue Impulse und eine klare Philosophie einbringt, als die Ansprüche grundlos herunter zu schrauben, nur, weil man vom aktuellen Trainerteam keine große Entwicklung erwarten darf.


Letztlich benötigen wir in etwa genug spielende Trainer auf dem Rasen. Klappt das nicht, fürchte ich, werden wir weiterhin die gewohnten Symptome zu sehen bekommen – eine Mannschaft, die keine Eigeninitiative entwickelt und hilflos wie ohne Plan wirkt, wenn irgendwas schief geht, wenn Werder die Führung trotz optischer Überlegenheit nicht gelingt, oder unglücklich in Rückstand gerät, wenn Leistungsträger kurz vorher oder im Spielverlauf ausfallen, wenn der Gegner taktisch geschickt agiert und gut auf unsere Stärken eingestellt ist.

Auch diese Aussage sehe ich als richtig an, allerdings kann ich mich auch hier nicht mit den Konsequenzen anfreunden, die Du schlussfolgerst. Es ist Aufgabe des Trainerteams, einen Plan vorzugeben, Aufgaben zu definieren und zu delegieren, ein Grundgerüst vorzugeben, das ein Minimalmaß an Leistung garantiert und ein Maximalmaß an Leistung ermöglicht.

Diesen Plan hat Schaaf der Mannschaft nicht vermittelt - und es darf meiner Meinung nach mittlerweile auch bezweifelt werden, dass er selbst überhaupt einen gut durchdachten Plan hat.

Daher sollten wir vor allem erstmal froh sein, dass das Augenmerk auf der Defensive liegt. Denn am ehesten auf dieser Basis wird der "Selbstfindungsprozess" der Mannschaft erfolgreich sein. Und den brauchen wir dringend, weil Einfluss von außen in Form einer klaren System-/ Match - Strategie bei uns nach wie vor ein Thema für sich ist.

Ein Plädoyer für einen Trainerwechsel, denn es kann und darf nicht sein, dass ein Team sich selbst überlassen ist. Es spricht nichts dagegen, das Augenmerk zunächst primär auf die Defensive zu legen, allerdings muss eine Entwicklung in taktischer Hinsicht erkennbar sein. Schaut man sich an, wie akribisch bspw. ein Lucien Favre am System von Borussia Mönchengladbach arbeitete und wie das Verschieben von einem eher mäßig talentierten mittlerweile umgesetzt wird, kommt man allerdings unweigerlich zu dem Schluss, dass die bei uns geleistete Arbeit dieser Qualität nicht das Wasser reichen kann.

Man mag von Trainern wie Favre, Slomka, Rangnick oder Klopp halten, was man will, allerdings ist bei ihnen ein Plan erkennbar. Eine Philosophie, ein Konzept und ein Ziel. All das fehlt mir bei Werder derzeit.
 
@elManfredo

Weil er da seinerzeit erfolgreich mit war.
Nur leider fehlen dazu heute die richtigen Spieler, so daß man entweder Leute verpflichten muß, die in sein Rauten-System passen, oder man passt das System dem vorhandenen Personal an.
Genau dabei sehe ich die größte Problematik, daß TS fast schon krampfhaft versucht, Spieler in ein Korsett zu pressen, denen dieses nicht passt.
Oder um es etwas platt zu formulieren: Entweder wechselt man die Spieler - oder das System.
 
Was gefällt Euch an der derzeitigen Entwicklung nicht? Neue Trainer warten mit Ihren Mannschaften mit neuen Problemen auf. An der Lösung dieser Probleme wird derzeit gearbeitet. Wir spielen mit der Raute, dürften aber bei Zeiten auch kein Problem damit haben, ein 4-3-2-1 oder ein 4-3-3 zu spielen. Zudem wird an der Strategie gearbeitet und an der Weiterentwicklung der einzelnen Spieler.

Ja-es hat lange gedauert und es brauchte wohl eine solche Saison wie die letzte, aber ich sehe, dass an der Lösung der vermeindlichen Probleme gearbeitet wird.

@5vor12:
Die Raute kann derzeit noch nicht funktionieren, da stimme ich zu und für mich ist es auch noch nicht sichtbar, ob sie jemals funzen wird, aber soll man deshalb nicht daran arbeiten, es möglich zu machen?
 
Weil die Raute meiner Meinung nach (mMn) mit hoher Flexibilität aufwartet

Das ist genau das Problem was ich mit der Raute habe :D Unser Mittelfeld sieht seit letzter und dieser Saison aus wie ein Hühnerhaufen! Ich weiß nicht wieso und nicht warum aber man hat es oft genug gesehen variable Positionswechsel bringen nichts...Positionstreue eher. Das denke ich ist das Hauptproblem, da kann kein Kombinieren zustande kommen, kein Seitenwechsel...

da hat der Hunt rechts den Ball..denkste mach das Spiel breit..keiner da weil Wesley auch irgendwo darum hüpft..ekici ist schon wieder im DM unterwegs...das war schrecklich mal wieder gegen Bayer das klappt einfach bei uns nicht...hat auch noch nie mit der Raute geklappt!

Wir haben einfach diese Saison ein 4-2-3-1 Kader BASTA
bspw.

Wesley---------Bargfrede

Arni-------Ekici----Marin

--------Pizza----------

Hier können Arni und Marin ihre stärken auszuspielen, MARIN KANN KEINE 10, VERDAMMT! Und Arni ist besser auf den außen...ARRR

Wann kapiert TS das?
 
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