Dazu kommt noch das er diesen absoluten Hurrafussball spielen lässt,schön anzusehen ...zweifellos...aber auf dauer bringt das keinen erfolg und jetzt kommt mir bitte nicht mit den zweiten oder dritten plätzen der letzten Jahre.
Denn laut Aussagen von KATS muss die Schale quasi das Ziel sein und wenn das nicht erreicht wird und jedes Jahr wieder der gleiche driss auf die gleiche weise verzockt wird...dann sollten da allmählich die Lampen angehen.
100%ige Zustimmung!!! Es ist wunderbar, dass Werder seit fünf Jahren ununterbrochen in der CL spielt, keine Frage. Das haben noch nicht mal die Bayern geschafft. Nur, würden endlich die dummen Fehler abgestellt werden, würde auch mal etwas Silberpoliertes dabei rausspringen. Werder hat mit seiner Spielweise und den krassen Fehlern mindestens zwei Meisterschaften leichtfertig vergeigt.
Thomas Schaaf ist ein absoluter Glücksfall für die Entwicklung der Bremer Mannschaft gewesen. Wenn aber die Entwicklung stagniert, muss man auch mal über seine Arbeit und seinen Wirkungsgrad nachdenken. Wenn ein Architekt nicht mehr kreativ arbeiten kann und die Häuser immer gleich aussehen, wird er auch zur Disposition gestellt. Deswegen zitiere ich mich einmal selbst:
"Wenn ein Trainer über Jahre nicht in der Lage ist, die immer gleichen Fehler abzustellen, so wird er es auch in Zukunft nicht schaffen!"
Vielleicht würde ein neuer Architekt dem Bremer Spiel gut tun. Es ist schwierig, ein Denkmal anzugreifen, nur müssen wir bei aller Liebe realistisch sein und das beste für den Verein Werder Bremen im Blick behalten und nicht das Schicksal Einzelner.
Nun komme ich auf ein Interview von Ralf Rangnick mit der allseits beliebten Zeitung des Axel-Springer-Verlags zu sprechen. Da heißt es:
"Lange Ballstaffetten schaffen meistens keine neuen Spielsituationen.“ Durch Rangnicks Training wird das verhindert. Ergebnis: atemberaubender Angriffs-Fußball."
Und jetzt reflektiert doch einmal bitte das momentane Bremer Spiel. Werder hat in nahezu jedem Spiel mehr als 60 % Ballbesitz, was nichts anderes bedeutet, als lange Staffetten und ein dichtes Abwehrbollwerk gegen das man immer und immer zu anläuft. Werder hat zwar wieder einmal die meisten Tore geschossen und kassiert, doch ist das Spiel zu unkreativ. Es wird sich zu sehr auf die Kreativität einzelner Spieler verlassen, anstatt dass man mannschaftstaktisch kreativer und vor allem variabler wird. Mit Frings, Özil und Diego haben wir momentan drei Spieler im Mittelfeld, die den Ball (auf)halten. Dass Diego keiner ist, der das Spiel schnell macht, bemängelt selbst Frings schon seit Diegos erster Saison an der Weser. Seit drei Jahren hat sich das Mittelfeld taktisch in die falsche Richtung entwickelt: totale Ballkontrolle à la Italienischer und spanischer Fußball. Wo ist denn der allseits gerühmte One-Touch-Fußball geblieben???
Für diesen Missstand ist der Trainer der Hauptverantwortliche!
@Lotte: Wenn du forderst, dass sich das Gesicht der Mannschaft ändern müsse und nicht der Trainer, kann ich nur widersprechen. Werder hat eine dermaßen hohe Fluktuation. In den letzten drei Jahren haben Werder über 30 (!!!) Spieler verlassen (Quelle:
www.transfermarkt.de). Das Gesicht ändert sich nahezu Jahr für Jahr. Aber leider nicht in der Stammelf, sondern nur auf der Bank, was einiges über die Qualität aussagt...