Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

  • Total voters
    946
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Das wäre wirklich mal ein netter Nebeneffekt, wenn man einige Kommentare einzelner Personen nicht mehr lesen müsste. Teilweise kann man sich hier nur noch an den Kopf fassen... .

Gott sei Dank hat unsere Führung mehr Ahnung als einzelne Personen hier, die Köpfe fordern.
 
Zitat von [SVW]Andi;127651:
Das wäre wirklich mal ein netter Nebeneffekt, wenn man einige Kommentare einzelner Personen nicht mehr lesen müsste. Teilweise kann man sich hier nur noch an den Kopf fassen... .

Gott sei Dank hat unsere Führung mehr Ahnung als einzelne Personen hier, die Köpfe fordern.

aber echt. Mich regt es so auf, wie die ganzen Couchpropheten hier Fachsimpeln, ohne auch nur die geringste Ahnung zu haben, was tatsächlich intern besprochen wird. Durchaus ein Grund, warum ich hier kaum noch mitlesen mag - hier wird vermehrt alles nurnoch in Schwarz und Weiss gesehen.
 
aber echt. Mich regt es so auf, wie die ganzen Couchpropheten hier Fachsimpeln, ohne auch nur die geringste Ahnung zu haben, was tatsächlich intern besprochen wird. Durchaus ein Grund, warum ich hier kaum noch mitlesen mag - hier wird vermehrt alles nurnoch in Schwarz und Weiss gesehen.

Mitlesen geht gerade so noch.... Aber mir fehlt echt die Muße auf so einen Mist zu antworten...
 
Also,ich frage mich gerade echt, warum ich hier immer und immer wieder mitlese.
Hier sind so viele Menschen, die eigentlich formal viel Ahnung vom Fussball haben, aber trotzdem so wenige, die mal KONSTRUKTIV kritisieren können...das würde bedeuten, dass man sehr wohl Fehler anspricht (und nicht alles über den grünen Klee lobt und ohne Rücksicht auf Verluste den heiligen TS verteidigt), aber auch endlich mal mit dem tagtäglichen Geseier aufhört, dass ja alles bereits den Bach runtergeht und Werder nächstes Jahr Kreisklasse spielt.

Richtig - die Fehler dieser Saison sind schon vor langer Zeit erkennbar gewesen und es ist nun mal einfach die Aufgabe des Trainers so etwas abzustellen. Genauso wie es trotz vieler gegenteiliger Meinungen hier auch zum Aufgabenbereich des Trainers gehört für die nötige Einstellung der Spieler zu sorgen. Dann soll er sie halt 27km um den Platz rennen lassen, mir scheißegal...der Trainer hat nun mal auch für die Einstellung zu sorgen, die "ach ich trabe mal so hinterher, die anderen werden´s schon richten"-Mentalität abzuschaffen...und wenn er sie auf die Bank verfrachtet.

(Wobei ich mal in Frage stellen möchte, mit wievielen Gegentoren wir rausgehen, wenn er alle, denen hier ein Motivationsdefizit unterstellt wird, auf die Bank setzt)

Genauso RICHTIG - ist es aber auch, dass man trotz aller offensichtlichen Fehler eben auch nicht außer Acht lassen darf, was TS alles Gutes mit sich bringt. Nur weil den Spielern was taktisches Verständnis, Rückwärtsbewegung, Ecken...angeht, irgendwie einiges zu fehlen scheint, heißt es ja nicht, dass das komplette System kompletter Unfug ist. Ich bin immer noch der Meinung, dass die offensive Spielweise,TS´Art zu trainieren usw. einfach das Beste für Werder ist.
Jedes System bringt Vor-und Nachteile mit sich und jede Mannschaft hat auch mal eine schlechtere Saison.

Ich verstehe z.B. auch nicht wie der allgemeine Grundtenor im WERDER-Forum sein kann, dass die Bayern (mit gleich vielen Punkten) ja nur einen schlechten Start haben, aber trotzdem wieder gut werden. Aber Werder hat jetzt endgültig Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;). Wo bleibt da eigentlich mal die Unterstützung für "seinen" Verein???
 
Vielleicht habe ich dich falsch verstanden, aber wieso ist der Trainer für die Einstellung zuständig? Seit wann das denn? Wenn ein gewöhnlicher Mensch zu seiner Arbeit geht, dann muß die Einstellung dazu schon vorhanden und eine gewisse Motivation dieser Tätigkeit nachzugehen, ebenfalls da sein. Kein Chef dieser Welt kann aus einem grundsätzlich faulen Menschen, der keine passende Einstellung zu dem hat, was er macht, einen superfleißigen und motivierten Menschen machen. Der Trainer (egal in welcher Sportart), ist so gesehen der Chef der Spieler. Verrate mir dann doch mal wie er das machen soll? Der Trainer ist für die Taktik, die Aufstellung, das Training und die Ausrichtung für das jeweils nächste Spiel verantwortlich. Er kann (und soll) die Spieler heißmachen und motivieren, aber die Einstellung der Spieler zu dem was sie tun kann auch der Trainer nicht ändern.
 
Das Beispiel hinkt aber ganz gewaltig...

Wenn ein Chef einen faulen, unmotivierten Mitarbeiter hat...was macht er dann? Er entlässt ihn früher oder später.
Und genauso ist TS dafür verantwortlich, die Spieler zu Motivation und Disziplin zu bringen...und sie wie oben erwähnt eben notfalls auf die Bank zu verfrachten, wenn sie nicht in der Lage zu profihaftem Verhalten sind.
Also, ich habe selber früher Leistungssport gemacht und bei uns gab´s eben Strafen, wenn die Einstellung nicht passte...und das natürlich vom Trainer. Von wem denn sonst?
 
Gut, das stimmt schon. Was ich jedoch meinte, man kann die Einstellung eines Spielers nicht dadurch langfristig ändern, in dem man ihn auf die Bank setzt, oder ihm eine Geldstrafe verpasst. Damit erreicht man mMn nur kurzfristig was. Wenn dieser Spieler seinen Platz im Team wieder sicher hat, dauert es nicht lange und der alte Schlendrian schleicht sich wieder ein. Und Geldstrafen fügen denen sowieso keine Sorgenfalten mehr zu. Ich gebe dir auch recht, dass ein "normaler" Mensch in der freien Wirtschaft ohne die passende Einstellung auf kurz oder lang zur anderweitigen volkswirtschaflichen Verwendung freigestellt (sprich Entlassen) wird, hier sind die Folgen für denjenigen ungleich härter und doch gibt es auch hier Beispiele von Menschen, denen Sanktionen wie z.B. Abmahnungen, Geldstrafen oder sogar Jobverlust am Ar*** vorbeigehen. Das passt vielleicht nicht hierhin, aber die Einstellung eines Menschen ist eine Charaktersache und diesen kann weder ein Trainer noch ein Chef noch sonstwer ändern. Dazu muß die Bereitschaft schon von demjenigen selber kommen. Und wenn ein Spieler meint, er müsse nicht soviel laufen, weil es wohl schon jemand anderes machen wird, dann kann man ihn auf die Bank setzen für 1 - 2 Spiele, ihm eine Geldstrafe geben, ihn sogar verkaufen, das hilft aber immer nur kurzfristig, die Einstellung dieses Spielers veränderst du auf lange Sicht gesehen nicht.
 
Jetzt hat Smartsurfer die Kurve gekriegt, so hätte ich das auch Formuliert.

Ein Trainer kann zwar an der Einstellung und Motivation eines Spielers feilen, den grundsätzlichen Charakter kann er aber nicht beeinflussen.

Ein Spieler muss schon bereit sein,

- an seine Leistungsgrenze zu gehen
- sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen
- den Lebensstil auf den Profisport einzustellen
- sich diszipliniert an aufgestellte Regeln halten

Hierauf kann ein Trainer einwirken, indem er z.B.

- Geldstrafen verhängt
- Sonderschichten schieben lässt
- Spieler nicht berücksichtigt
- ggf. weitere Anzeize zur Leistungssteigerung anbietet

Zeigt sich aber ein Spieler gegen all diese Maßnahmenvollkommen resistent, dann hat auch der beste Trainer irgendwann seine Trickkiste ausgereizt.

Dann muss man tatsächlich die Zusammensetzung des Kaders in Frage stellen, vor allem wenn sich das Problem über einen längeren Zeitraum zeigt, der eigentlich keine Formkrise mehr sein kann. Notfalls muss man sich auch mal von einem Spieler trennen, der vom Leistungsvermögen eigentlich recht weit vorn ist.
Ein interessantes Phänomen sind zum Beispiel auch diejenigen Spieler, die kurz vor der Vertragsverlängerun ihren zweiten Frühling erleben, diese Form dann aber lange vermissen lassen.

Als Beispiel für die Kaderzusammensetzung nenne ich nochmal unsere Außenverteidiger: da sehe ich lieber einen Stalteri, der über 90 Minuten bereit ist Gras zu fressen und technisch vielleicht etwas limitiert ist, als einen super Techniker, der sich aber regelmäßig überlaufen lässt, weil er sich lieber vorn ausruht.

Hier sollte man mal ganz genau hinschauen, auf wen die Kritik zutrifft und wer wirklich sein bestes probiert. Aber es ist ja scheinbar einfacher erstmal den Trainer zu nehmen, das spart einem die Analyse...
 
Zitat von [SVW]Andi;127651:
Gott sei Dank hat unsere Führung mehr Ahnung als einzelne Personen hier, die Köpfe fordern.

Hier fordert ja keiner das Rollen irgendwelcher Köpfe. Es muss lediglich auch mal erlaubt sein, die Trainerarbeit, für die TS als Cheftrainer die Verantwortung hat, kritisieren zu dürfen.

Was heißt hier eigentlich Erfolgsfan? Ich habe 1980 den Abstieg miterlebt (schade, dass es damals kein Forum gab ;-)) und kann daher vielleicht mehr als andere über nicht beachtete negative Tendenzen berichten. Das ganze "Geseier" wäre Ende der 1990-Jahre fast wieder passiert, wenn nicht ein Thomas Schaaf super Arbeit geleistet hätte, die in die gewonnene Meisterschaft 2004 mündete. Aber seit 2004 sind die selbst formulierten Ansprüche von Werder dermaßen hochgeschnellt, sodass man als Fan seine Ansprüche auch nach oben gerichtet hat. Nach fünf Jahren CL und einem (nominell) starken Kader muss der Anspruch, den ALLE Verantwortlichen selbst ausrufen, natürlich das Mitspielen um die Meisterschaft sein, wovon jedoch einige durch dümmste Fehler Jahr für Jahr verspielt wurden.

In den letzten 2-3 Jahren gab es mit Werder, Bayern und Schalke drei gleichwertige Teams. In diesem Jahr ist die Spitze deutlich breiter geworden und da muss Werder aufpassen, dass andere Teams Werder nicht den Rang ablaufen, denn dann waren die ganze Arbeit und Freude der letzten fünf Jahre für die Katz'!

Auf ein gutes Spiel und noch mehr Manöverkritik nach dem Spiel heute Abend... :svw_schal:
 
@ Sascha

Geb Dir im großen und ganzen absolut recht. Es liegt in erster Linie am Spieler selbst, wie weit er bereit ist, an seine Grenzen zu gehen. Mittlerweile würde ich mir auch wieder einen Stalteri wünschen, der wenigsten solide war.

Dennoch kommt mir bei deinem Post der Trainer dabei doch zu gut weg. Bzw, ich seh schon noch mehr "Eingriffsmöglichkeiten" des Trainers, als von Dir beschrieben. Besonders was das taktische Verhalten der Mannschaft angeht! Das dieses Verhalten seit langem äußerst schlecht ist, ließ sich nicht zuletzt am W.-ende leidlich bestaunen. Da darf (muß) dann schon Kritik erlaubt sein und es darf auch mal hinterfragt werden, WARUM sich diese Fehler Spiel für Spiel als Duplikat wiederholen. Das in den Griff zu bekommen, seh ich eindeutig in der Verantwortung des Trainers, da die Spieler in dem Fall nahezu austauschbar sind, die Fehler allerdings die gleichen bleiben.
Ein vorschnelles "Schaaf muß weg" ist dabei sicherlich ähnlich sinnvoll, wie ein permanentes Heiligsprechen des Coaches.
Ich persönlich halte weiterhin viel von TS. Allerdings sehe ich zeitgleich eine gewisse Sturheit, die mir nicht gefällt. Sei es beim taktischen Einstellen auf den Gegner, oder bei der bisher nicht gelungenen Verbesserung des insgesamten Abwehrverhaltens. Auch eine diesbezügliche Transferpolitik ließ leider bisher auf sich warten. Sich größtenteils auf unsere Offensive zu verlassen, halte ich für ziemlich gewagt...
 
Hier fordert ja keiner das Rollen irgendwelcher Köpfe. Es muss lediglich auch mal erlaubt sein, die Trainerarbeit, für die TS als Cheftrainer die Verantwortung hat, kritisieren zu dürfen.

Ich habe mit keiner Silbe den Rauswurf gefordert. (...)

Wie sagte Klaus Allofs mal so schön?

"Werder Bremen ist größer als jeder Spieler!"

Dieser Satz lässt sich wunderbar durch den Zusatz "und Trainer" erweitern. Natürlich hat man dem Tandem Schaaf/Allofs viel zu verdanken. Werder ist wieder ein Begriff. Doch darf man die Augen nicht vor den Problemen, die ja offensichtlich sind, verschließen.(...)

"Wenn ein Trainer über Jahre nicht in der Lage ist, die immer gleichen Fehler abzustellen, so wird er es auch in Zukunft nicht schaffen!"

Vielleicht würde ein neuer Architekt dem Bremer Spiel gut tun. Es ist schwierig, ein Denkmal anzugreifen, nur müssen wir bei aller Liebe realistisch sein und das beste für den Verein Werder Bremen im Blick behalten und nicht das Schicksal Einzelner.

Du mußt aber schon zugeben, daß du es zumindest suggerierst, daß dem Verein ein anderer Trainer gut zu Gesichte stünde.
 
Du mußt aber schon zugeben, daß du es zumindest suggerierst, daß dem Verein ein anderer Trainer gut zu Gesichte stünde.

Man soll bloß nicht starr am Lieblingstrainer festhalten. Ja, auch ein Thomas Schaaf macht Fehler. Wenn sich die ganzen Fehler insgesamt zu einer negativen Tendenz entwickeln, so muss die Arbeit des Trainers auch von Vereinsseite kritischer hinterfragt werden.

Das Klagen geschieht auf sehr hohem Niveau (s. die Platzierungen der letzten Jahre), doch darf man in Zeiten des vermeintlichen Erfolgs nicht die Augen verschließen und sagen, dass alles in Ordnung sei.

Wenn man das aber macht, so ist das Erwachen aus dem schönen Traum umso härter!

Und wenn ich höre, dass Werder an einem Punkt angekommen ist, an dem Stagnation normal wäre, weil der nächste Schritt neue, teure Spieler bedeuten würde, fasse ich mir an den Kopf. Eine gute taktische Ausbildung, Variationen im Spielaufbau und eine gesunde Balance zwischen Offensive und Defensive muss man doch mit einer deutschen (selbsternannten) Spitzenmannschaft hinkriegen. 17 Defensivabteilungen der Liga stehen besser als Werders... In der CL-Vorrunde des letzten Jahres hatte Werder von 40 Mannschaften die sechstschlechteste Abwehr... Da muss doch mal etwas unternommen werden oder macht das Ausblenden von Problemfeldern Freude???
 
Das Klagen geschieht auf sehr hohem Niveau (s. die Platzierungen der letzten Jahre), doch darf man in Zeiten des vermeintlichen Erfolgs nicht die Augen verschließen und sagen, dass alles in Ordnung sei.

Wenn man das aber macht, so ist das Erwachen aus dem schönen Traum umso härter!
Selbst bei der besten und genauesten Vorbereitung, der ansich geilsten Transferpolitik, und selbst ohne jegliche Verletzungssorgen würdest du rigendwann mal aus deinen Träumen gerissen. Das gehört dazu und ist so sicher wie das Sprichwörtliche Amen. Alles ist nicht planbar.

Natürlich muß man Fehler ansprechen auch in Erfolgszeiten, aber wegen einer Talfahrt oder Krise immer gleich alles in Frage zu stellen ist auch nicht der richtige Weg.
 
Man soll bloß nicht starr am Lieblingstrainer festhalten. Ja, auch ein Thomas Schaaf macht Fehler. Wenn sich die ganzen Fehler insgesamt zu einer negativen Tendenz entwickeln, so muss die Arbeit des Trainers auch von Vereinsseite kritischer hinterfragt werden.

Was genau willst du damit sagen "muß von Vereinsseite kritischer hinterfragt werden"? Oben schreibst du noch, niemand fordert rollende Köpfe, obwohl du im Vorfeld es mindestens andeutest, daß "Werder größer ist als jeder Spieler und Trainer", man die Augen nicht verschließen dürfe (aufhalten nach einem neuen Trainer Ausschau halten?), daß, wenn ein Trainer die Fehler nicht beheben könne, man "realistisch sein müsse und das Schicksal des Vereins nicht von einem Einzelschicksal abhängig machen könne".

Jetzt schon wieder so eine Wischi-Waschi Floskel "man müsse den Trainer kritischer hinterfragen". MAN MAN MAN... bist du Politiker? Um es mit Ballacks Worten zu sagen: Wenn man jemanden nicht mehr möchte, dann muß man auch die Eier haben, es zu sagen! Dieses Rumgeeiere jaaa, man muß auch schauen, was die letzten Jahre war oder ich weiß auch nicht, ob es mit nem neuen Trainer auch langfristig besser wäre und dann wieder oben zitierte Einzelschicksalsthesen und der Tanz um den heißen Brei negative Tendenzen gehen mir gehörig auf die Ketten.

Man kann nun mal nicht alles haben: Den Erfolgstrainer Thomas Schaaf an dem wir uns seit Jahren erfreuen und den Thomas Schaaf, den sich viele wünschen. Er ist nun mal, wie er ist - verbiegen wird er sich nicht lassen. Das hat auch nichts mit Lernresistenz zu tun, sondern mit einer klaren Linie, die er führt. Wer damit nicht klar kommt, der wird sich weiter ärgern müssen, daß er nun mal der Trainer ist - aber dann auch klar bekennen, DASS es so ist. Erfolge mitfeiern kann jeder, Farbe bekennen, ist schon schwieriger.
 
Hier fordert ja keiner das Rollen irgendwelcher Köpfe. Es muss lediglich auch mal erlaubt sein, die Trainerarbeit, für die TS als Cheftrainer die Verantwortung hat, kritisieren zu dürfen.

Was heißt hier eigentlich Erfolgsfan? Ich habe 1980 den Abstieg miterlebt (schade, dass es damals kein Forum gab ;-)) und kann daher vielleicht mehr als andere über nicht beachtete negative Tendenzen berichten. Das ganze "Geseier" wäre Ende der 1990-Jahre fast wieder passiert, wenn nicht ein Thomas Schaaf super Arbeit geleistet hätte, die in die gewonnene Meisterschaft 2004 mündete. Aber seit 2004 sind die selbst formulierten Ansprüche von Werder dermaßen hochgeschnellt, sodass man als Fan seine Ansprüche auch nach oben gerichtet hat. Nach fünf Jahren CL und einem (nominell) starken Kader muss der Anspruch, den ALLE Verantwortlichen selbst ausrufen, natürlich das Mitspielen um die Meisterschaft sein, wovon jedoch einige durch dümmste Fehler Jahr für Jahr verspielt wurden.

In den letzten 2-3 Jahren gab es mit Werder, Bayern und Schalke drei gleichwertige Teams. In diesem Jahr ist die Spitze deutlich breiter geworden und da muss Werder aufpassen, dass andere Teams Werder nicht den Rang ablaufen, denn dann waren die ganze Arbeit und Freude der letzten fünf Jahre für die Katz'!

Auf ein gutes Spiel und noch mehr Manöverkritik nach dem Spiel heute Abend... :svw_schal:

@nitewing:

Du hast absolut Recht mit dem was Du schreibst. Ich bin seit ich denken kann Werder-Fan und man muss und darf die Augen einfach nicht vor unseren aktuellen Problemen verschließen. Natürlich habe wir in den letzten Jahren viel erreicht, aber trotzdem müssen wir uns immer weiter entwickeln, sonst kommt irgendwann das böse Erwachen.

Also ärger Dich doch gar nicht mit irgendwelchen User herum, die absolut keinen Plan haben oder einfach nicht verstehen wollen oder können, was eigentlich gemeint ist wie zum Bsp. Karlotto oder Jablonski. Die raffen es einfach nicht, also ignorieren.

Meine Zustimmung und die vieler Werderfans hast Du auf jeden Fall:beer:
 
Ich kenne eigentlich Karlotto und Jablonski nicht gut genug, um fuer sie zu sprechen, doch wage ich zu sagen, dass diese Beiden mit Sicherheit nichts gegen Kritik haben.

Was die Herren, und viele andere (ich selbst auch) gerade machen, ist einen Gegenpol zur total ueberzogenen Panikmache zu bilden.

Und ja, wenn es Herren gibt, die behaupten, dass es "nichts positives" zu Werder zu berichten gibt, oder total respektlos ueber eigentlich jeden Spieler herziehen, oder alle positiven Aspekte die Trainer Schaaf mitbringt ignorieren, um nur auf den Negativen herumzureiten, dann ist das komplett ueberzogene Panikmache, die von vielen hier, gott sei dank, bekaempft wird.

Es ist nur so, dass man schlecht eine konstruktiven Dialogue fuehren kann, wenn staendig etwas reingeworfen wird, was fern von jeder Realitaet liegt.
 
Ich habe mit keiner Silbe den Rauswurf gefordert. Stattdessen möchte ich, dass aufgehört wird, TS als Messias der heilen Bremer Fußballwelt anzusehen. Auch ein Trainer darf kritisiert werden und unter Zugzwang geraten.

Wie sagte Klaus Allofs mal so schön?

"Werder Bremen ist größer als jeder Spieler!"

Dieser Satz lässt sich wunderbar durch den Zusatz "und Trainer" erweitern. Natürlich hat man dem Tandem Schaaf/Allofs viel zu verdanken. Werder ist wieder ein Begriff. Doch darf man die Augen nicht vor den Problemen, die ja offensichtlich sind, verschließen.

Es ist doch wohl völlig normal, einen Trainer zu kritisieren, der es über Jahre nicht schafft, die Außenpositionen mit dem Material, das Allofs für ihn besorgt, dicht zu machen und es ebenso wenig schafft, eine gesunde Balance zwischen Offensiv- und Defensivdenken auszutarieren.


Bitte, du schriebst etwas von "der Zeitpunkt des Trainerwechsels darf/sollte nicht verpasst werden". Daher meine Antwort.

Kritisieren darf man alles, denn dazu sollte unter anderem ein Forum ja auch da sein.
"über Jahre hinweg nicht schafft" ist wiederum völlig falsch. Die Probleme sind da, hängt aber sehr mit unserem offensiven System, welches mir sehr gut gefällt aber halt auch mit gewissen Risikien verbunden ist zusammen.
 
aber die Einstellung eines Menschen ist eine Charaktersache und diesen kann weder ein Trainer noch ein Chef noch sonstwer ändern. Dazu muß die Bereitschaft schon von demjenigen selber kommen. Und wenn ein Spieler meint, er müsse nicht soviel laufen, weil es wohl schon jemand anderes machen wird, dann kann man ihn auf die Bank setzen für 1 - 2 Spiele, ihm eine Geldstrafe geben, ihn sogar verkaufen, das hilft aber immer nur kurzfristig, die Einstellung dieses Spielers veränderst du auf lange Sicht gesehen nicht.

Noch mal zu dem theoretischen Geplänkel von heute Nacht ;)

Ich stimme dir 100% zu!! Aber es ging ja um Werder und da hat das Betreuerteam (in diesem Falle eben auch KA) eben an der Zusammensetzung des Kaders zu feilen und Spieler, bei denen eine so gravierende Leistungsverweigerung vorherrscht wie wir sie hier theoretisch erzeugen, eben auszusortieren. Und das kann man zu kleinen Anteilen auch TS vorwerfen, da er mMn etwas zu sehr an "Alteingesessenen" festhält und damit diese Mentalität fördert.
Natürlich hat auch das Vorteile, da jeder Spieler bei einer kleinen Krise auch das Vetrauen seines Trainers braucht.

Fazit: Glücklicherweise spinnen wir das hier ja nur zusammen und es ist mMn keineswegs soweit, dass Spieler aussortiert werden müssten. Was ich eigentlich meinte, war dass TS mMn generell härter durchgreifen müsste.
Klar, bin ich nicht intern dabei, aber wenn solche Motivationslöcher öfter vorkommen, muss man einfach fragen a) scheißt er die nicht mal ordentlich zusammen oder b) haben die so wenig Respekt, dass ihnen das am Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) vorbeigeht!

Ich jedenfalls hatte immer schon Angstschweißperlen auf der Stirn, wenn mein Trainer sich gefährlich räusperte ;)
 
die frage die ich mir stelle ist, wie ein user der tag taeglich eigentlich nichts anderes macht, als alles was mit werder zu tun, auf eine respektlose art und weise, in den mist zu ziehen, wie sich dieser user abends vor den fernseher hinsetzen kann, um dann seinem "lieblingsclub" die daumen zu druecken?

sehen solche user bei erfolg nicht total alt aus?
 
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