Werder ist ein Mittelständischer Verein, der in den letzten Jahren stark über seinen Verhältnissen gelebt und gewirtschaftet hat.
Dennoch geht mir ein jahrelanger Abgesang zu weit. Es ist richtig, dass wir zunächst kleine Brötchen backen müssen, aber auch die könnten schmackhaft sein und den Gesamtumsatz irgendwann wieder ankurbeln. Dazu bedarf es einer besonderen Rezeptur, bzw. um von der Metapher wieder auf den Fussball zurückzukommen, einer klaren spierischen, taktischen und vereinseinheitlichen Strategie. Eine sportliche Führung, die so etwas mitbringt, schafft oft schon innerhalb kurzer Zeit eine entscheidende Wende, einen sportlichen Aufschwung, eine Aufbruchstimmung. Das konnte man zuletzt in Vereinen wie Mainz (Klopp und Tuchel) Augsburg (Weinzierl) Freiburg (Streich), Mönchengladbach(Favre), und auch vor Jahren Dortmund (Klopp) erkennen. Auch und gerade wir als Werder Bremen haben es sowohl unter Rehhagel/Lemke wie auch unter Schaaf/Allofs erlebt.
Derzeit sind wir davon leider weit entfernt. Dutt hat bisher keinerlei spielerisches Konzept. Er schwankt hin und her, wirkt noch immer unschlüssig. Eichin bemüht sich darum, den Verein breiter aufzustellen, Kooperationen anzubahnen. Letztlich muss aber auch er erkennen, dass der finanzielle Zerfall durch die von Dutt angesteuerte sportliche Neuausrichtung nicht schnell genug aufgehalten werden kann. Die Verpflichtung Schröders war ein logischer Schritt. Onzwischen ruhen auf dessen Schultern und auf dessen Netzwerk die größten Hoffnungen. Gleichzeitig ist es aber ein gefährliches Signal für Dutt wie gleichzeitig auch ein Selbsteingestandnis Eichins, in diesem Marktsegment nicht ausreichend bewandert zu sein.
Wir brauchen einen Trainer, der die derzeitige Depression, auch mit dem vorhandenen Kader, in einen "Ruck" verwandelt. Der Kader ist besser als sein Ruf. Ich weigere mich, mich damit abzufinden, dass es diese Art Trainer für Werder nicht mehr geben soll.