Thomas Eichin (Bayer Leverkusen, Leiter Nachwuchs- & Frauenfußball)

...Und wollte man (GF) nicht nach der Saison erstmal in Ruhe alles genau auf den Prüfstand stellen bevor man Konsequenzen zieht? Stattdessen wurden harte Fakten geschaffen und niemand redet mehr prüfen und genau zu beleuchten, obwohl mMn diesbezüglich bei Werder in vielen Bereichen (GF; Med.-Abtl.; Scouting; Nachwuchs; ...) dringender Handlungsbedarf besteht.

Hat man das nicht? Wer sagt denn, das das eine spontane Aktion gewesen ist, ohne gründliche Analysen....
Man war der Meinung, dass es unter TS nicht mehr bergauf geht.
Also wollte man sich zum Saisonende trennen.

Aber das geht hier zu weit ins OT.
Über die Trennung kann man auch im TS-Thread diskutieren.
 
Ja OK, einverstanden. Aber "etwas neues machen" muss doch Hand und Fuß haben und sollte einen Vorteil bringen. Ich habe wirklich nichts gegen RD, aber ich sehe nicht welche Vorteile er gegenüber TS hätte, die dessen Entlassung und die dadurch entstehenden Zusatzkosten rechtfertigen würde.

Aber die Vorgehensweise hat doch bisher Hand und Fuß. Man hat ohne großes Aufsehen zu erregen, einen Trainer gefunden, der nach den ersten Eindrücken menschlich zu Werder passt, bundesligaerfahren ist und auch sportlich als ausgewiesener Fachmann gilt. Wie soll man aber jetzt bewerten, ob der Trainerwechsel einen Vorteil bringt, wenn der Trainer noch keinen Tag gearbeitet hat?
Darum geht es aber auch gar nicht. Man war schlichtweg der Meinung, dass TS die Kurve hier nicht mehr kriegt, was nach den Leistungen der letzten 3 Jahre nachvollziehbar ist und hat daher einen Schlussstrich gezogen. Was jetzt zählt ist die Zukunft mit RD.
Und was das Finanzielle angeht, so war zu lesen, dass TS 2 Millionen verdient und 800k Abfindung erhalten würde und RD 1 Million verdient, so dass man in Summe etwa das gleiche zahlt für die nächste Saison. Das man mit den Co-Trainern da ein paar Euros draufgelegt hat, ist klar. Aber das Finanzielle, darf keine Rolle spielen, wenn man überzeugt ist, dass es sportlich gesehen so besser für Werder ist.

Und wollte man (GF) nicht nach der Saison erstmal in Ruhe alles genau auf den Prüfstand stellen bevor man Konsequenzen zieht? Stattdessen wurden harte Fakten geschaffen und niemand redet mehr prüfen und genau zu beleuchten, obwohl mMn diesbezüglich bei Werder in vielen Bereichen (GF; Med.-Abtl.; Scouting; Nachwuchs; ...) dringender Handlungsbedarf besteht.

Die Diskussionen über die Art und Weise der Entlassung wurden doch hier zum Erbrechen schon geführt. Und man kann nichts anderes Werten als die Aussagen von TE, Filbry und Fischer.
Und in allen anderen Bereichen tut sich doch was. TE ist neu in der Geschäftsführung und Fischer wird bald ausscheiden. Baumann ist befördert worden und wird im Scouting hoffentlich bald bessere Ergebnisse vorweisen. Im Unterbau hat es Verschiebungen auf der Trainerposition gegeben und auch das NLZ wird umbesetzt (Trennung von Harttgen). Und was die Medizinische Abteilung angeht, so hatte Werder diese Saison doch kaum Verletzungen. Ich denke, dass der Wechsel von Kugel zu Schnittker da schon viel bewirkt hat, weil darüber wie Dimanski in Co arbeiten können wohl die Wenigsten hier was sagen.
 
Es ist ja aberwitzig, dass im Jan/Februar 2013 TS der wichtigste Mann sein soll und dann drei Monate später er entlassen wird.
Das kann ich nur unterschreiben !

(…) trotzdem war es die richtige Entscheidung, weil über Jahre hinweg der sportliche Niedergang bei wechselndem Personal sich rasant vollzog.
Das ist dagegen eine Argumentationslinie, die ich nicht nachvollziehen kann. Wenn ich drei Jahre einen mehr oder weniger unveränderten Kader - incl. eines qualitativ zumindest halbwegs vernünftigen Grundgerüsts - zur Verfügung habe und der Zuschauer weder eine mannschaftliche Geschlossenheit, abgestimmte Laufwege, noch sportlichen Erfolg bzw. zumindest eine positive Tendenz erkennen kann, dann wäre es durchaus verständlich, wenn einer sagt: „Der Trainer hat es über Jahre nicht verstanden, etwas aufzubauen.“ Solch eine Situation hatten wir aber ja nun gerade nicht. Da wurden erhebliche Umbrüche vollzogen, wo ein Teambuilding eben immer wieder neu angegangen werden muss und immer wieder neu an der Abstimmung von System und Ausrichtung gearbeitet und Spieler auch auf wechselnden Positionen getestet werden müssen.
Jede der letzten drei Spielzeiten hatte ganz eigene Problemstellungen und brachte unterschiedliche Notwendigkeiten mit sich. Dass man sich - trotz des personellen Aderlasses von Jahr zu Jahr - bessere Ergebnisse erhofft hat, ist schon klar. Für mich ist aber die Frage, ob Thomas Schaaf nicht - trotz der unbefriedigenden Ergebnisse - noch immer das Beste aus den Gegebenheiten gemacht hat, weiterhin offen. Jedenfalls ist es für mich nicht offenkundig, dass ein Duo Eichin/Dutt - vor 3 Jahren angetreten - den SV Werder in der abgelaufenen Saison wieder in den Top 5 etabliert hätte. Es mag ja auch sein, dass man mit diesem Duo am Ruder schon längst in Liga 2 dabei wäre ?!
Solche Gedankenspiele sind müßig, ich weiß - aber man sollte sich klar machen, dass die Aussage: „Nach drei erfolglosen Jahren „musste“ der Trainer gewechselt werden“, ein ebenso müßiges Gedankenspiel ist und bleibt. Es wird bei diesem Gedankenspiel nämlich vorausgesetzt, dass ein neuer Trainer größeren sportlichen Erfolg bringt. Und Studien über die Effekte von Trainerwechseln in der Bundesliga haben da ja inzwischen klar gezeigt, dass „neue Besen“ nur ab und an besser kehren als die alten. Dazu braucht man gar nicht den Abgleich der sportlichen Erfolge der „Trainer-Wechselkönige“ der Liga mit dem SV Werder bemühen.
(…) erst mit der Fanaktion und der Suspendierung von MA/EE wurde wieder eine Einheit gebildet, die aber auch letztendlich sportlich kaum etwas gerissen hat. Zukünftig kann man RD nur wünschen, dass es ihm gelingt den Mannschaftsgeist zu wecken und dann peu a peu die Mannschaft neu zu formieren. Ein KdB und Sokratis werden nicht vollwertig ersetzt werden können, so dass ein Platz 10-15 mehr als realistisch ist.
- (…) die Fans sind gut beraten, Geduld und Langmut zu zeigen. Der Erfolg der jetzt getroffenen Maßnahmen wird wahrscheinlich frühestens in 3-4 Jahren ablesbar sein.
Wie schön beschrieben, hat man zur Einheit gefunden und es wäre sicher der Weg bereitet gewesen, die verbleibenden Spieler weiter hierauf einzuschwören, die „Autobahnfahrer“ (wenn sie denn bleiben) nur unter strenger Bewährung und Beobachtung wieder dazu stoßen zu lassen und den einen oder anderen Neuzugang gewinnbringend einzubauen. Dass Robin Dutt bei dieser anstehenden Mission „bessere Karten“ hat, glaube jedenfalls ich nicht. Er muss erst einmal mit der Mannschaft zusammenfinden, mit allen daran hängenden Problemen (der eine spielt nicht mehr, dafür darf ein anderer „Reservist“ oder ganz neuer Spieler ran, das Kapitänsamt wird neu verteilt, eine „Hackordnung“ muss sich bilden etc.). Wenn tatsächlich nicht mehr als Platz 10-15 rausspringen sollte und man „3-4“ Jahre warten muss, bis es wieder Richtung Top 5 geht, dann wäre das für mich deutlich zu wenig und dann würde das auf jeden Fall nicht eben die „Alternativlosigkeit“ des Trainerwechsels belegen. Da schließe ich mich der Bewertung von Gojira an. Das wäre aber sicher auch den Trainerwechselbefürwortern hier deutlich zu wenig, schätze ich mal.
Ein einstelliger Tabellenplatz in der nächsten Saison wäre wohl schon notwendig, um den Neuanfang zumindest "nachträglich zu legitimieren".
 
Und wollte man (GF) nicht nach der Saison erstmal in Ruhe alles genau auf den Prüfstand stellen bevor man Konsequenzen zieht? Stattdessen wurden harte Fakten geschaffen und niemand redet mehr prüfen und genau zu beleuchten, obwohl mMn diesbezüglich bei Werder in vielen Bereichen (GF; Med.-Abtl.; Scouting; Nachwuchs; ...) dringender Handlungsbedarf besteht.

Dieses "Durchleuchten" auch abseits des Profikaders hätte schon vor der abgelaufenen Saison erfolgen können, wenn nicht sogar müssen. Denn vor Jahresfrist war schon länger erkennbar, daß einiges hier nicht gerade rund läuft. Mit einem Vor-sich-herschieben von Problemen lößt man diese nun einmal nicht.
 
Generell verstehe ich ja immer noch nicht, wie man die Zeit jetzt mit der Zeit nach Rehhagel vergleichen kann. Rehhagel hat uns als Fast-Meister verlassen, also nahe am Maximum. TS ist jetzt als Fast-Absteiger gegangen worden. Also nahe am Minimum. Wurden Leistungen um Platz 9, 10 nach Rehhagel als sehr schwach und enttäuschend angesehen, würde die meisten Fans einen Platz 9 in der neuen Saison als Erfolg ansehen. Also rein von den nackten Zahlen und sportlichen Fakten sind die Situationen in keinster Weise vergleichbar.
Und dabei lasse ich mal außer Acht, dass die Verantwortlichen Böhmert, Lemke und Fischer damals völlig überfordert schienen, weil Rehhagel vorher allmächtig war und die neue Vereinsführung diesbezüglich einen viel besseren Eindruck macht und klare Vorstellung von der Zukunft hat. Auch von der Seite aus gesehen ist meine Angst wesentlich geringer als damals.

Diese Nach-Otto-Ära haben viele der "Dauerposter" allerdings auch durchlebt. Ich im Übrigen auch. Und das auch noch, nachdem ich eigentlich erst knapp 1,5 Jahre vorher zum Fan geworden bin. Und ich kann trotzdem die Entscheidung der Trainerentlassung nachvollziehen und ich habe nicht die Befürchtung, dass es zu einer zweiten "de Mos-Dörner-Sidka-Magath-Ära" kommen könnte. Natürlich ist das nicht ausgeschlossen. Aber hier kommt ein neuer Trainer, der auf Aufbauarbeit eingestellt ist. Der weiß, was er hier zu tun hat und keiner erwartet Wunderdinge. Die Mannschaft war in einem Zustand, in dem sie sich mit Mühe und Not durch eine beispiellose Euphoriewelle und durch die Mithilfe von noch schlechteren Konkurrenten zum Klassenerhalt gekrampft hat. de Mos hat damals ein sportlich erfolgreiches Team übernommen mit ganz anderen Perspektiven und Zielen. Die GF hatte nun mal die Ansicht, dass der erste Umbruch gescheitert ist und nun muss ein zweiter her. Den wollte man ohne TS bestreiten. Denn wie viel Zeit soll man einem Trainer geben, aufgrund seiner alten Verdienste? Wir wären jetzt mit diesem Trainer unterm Strich zweimal fast abgestiegen. Wenn man als GF die Gefahr als zu groß ansieht, dass dies beim dritten Mal vielleicht tatsächlich mal schief gehen könnte, dann muss man doch handeln. Oder nicht?

2x :tnx: Zwei Posts, für die es sich gelohnt hat, doch auch in der Sommerpause in diesem thread mitzulesen. :daumen:

Unter dem Aspekt war es viellicht doch ganz gut, daß KA mitten in der Saison den Wo£f$bug€r V€r£ockung€n erlegen ist, so daß TE verpflichtet wurde.

Ich glaube, dass man KA im Endeffekt sehr dankbar sein muss, dass er 1. mitten in der Saison den Abflug gemacht hat und 2. Werder dadurch eine weitere Abfindung erspart hat. Denn, nach der Saison hätte nicht nur der Stuhl von TS gewackelt und was eine gleichzeitige Demission von KATS zu Beginn einer Transferperiode bedeutet hätte, muss ich niemanden erzählen. :unfassbar:
 
1899% Zustimmung :tnx:

Unter dem Aspekt war es viellicht doch ganz gut, daß KA mitten in der Saison den Wo£f$bug€r V€r£ockung€n erlegen ist, so daß TE verpflichtet wurde. Denn wer weiß, ob KA soviel Courage gehabt hätte, seinem langjährigen Weggefährten TS eine Trennung nahe zu legen.

Eins sollte doch wohl klar sein:

Mit TS hätte auch KA gehen müssen.
Alles andere wäre in meinen Augen jedenfalls ein Fehler gewesen.Völlig inkonsequent.

Auch wenn das natürlich rein hypothetisch ist.

Insofern stimme ich zu, für die jetzige Konstellation war es ein großer Vorteil das KA vorher gegangen ist.
 
Wenn ich drei Jahre einen mehr oder weniger unveränderten Kader - incl. eines qualitativ zumindest halbwegs vernünftigen Grundgerüsts - zur Verfügung habe und der Zuschauer weder eine mannschaftliche Geschlossenheit, abgestimmte Laufwege, noch sportlichen Erfolg bzw. zumindest eine positive Tendenz erkennen kann, dann wäre es durchaus verständlich, wenn einer sagt: „Der Trainer hat es über Jahre nicht verstanden, etwas aufzubauen.“ Solch eine Situation hatten wir aber ja nun gerade nicht. Da wurden erhebliche Umbrüche vollzogen, wo ein Teambuilding eben immer wieder neu angegangen werden muss und immer wieder neu an der Abstimmung von System und Ausrichtung gearbeitet und Spieler auch auf wechselnden Positionen getestet werden müssen.
Solche Gedankenspiele sind müßig, ich weiß - aber man sollte sich klar machen, dass die Aussage: „Nach drei erfolglosen Jahren „musste“ der Trainer gewechselt werden“, ein ebenso müßiges Gedankenspiel ist und bleibt. Es wird bei diesem Gedankenspiel nämlich vorausgesetzt, dass ein neuer Trainer größeren sportlichen Erfolg bringt. Und Studien über die Effekte von Trainerwechseln in der Bundesliga haben da ja inzwischen klar gezeigt, dass „neue Besen“ nur ab und an besser kehren als die alten. Dazu braucht man gar nicht den Abgleich der sportlichen Erfolge der „Trainer-Wechselkönige“ der Liga mit dem SV Werder bemühen.

Ein einstelliger Tabellenplatz in der nächsten Saison wäre wohl schon notwendig, um den Neuanfang zumindest "nachträglich zu legitimieren".[/QUOTE]

Manche Deiner Argumente kann ich unterschreiben und manche eben nicht.
Was ich von einem Fußballlehrer erwarte, dass er u.a. in der Analyse der Situation stark sein muss. Genau dort setzt meine Kritik an TS an. Zum Ende der Hinrunde war ersichtlich, dass die Mannschaft in eine spielerische Krise kommt. Man ging in die WP, sprach von einer Ergebniskrise, fuhr nach Belek, um die Abwehr zu stabilisieren und sich auf das erste Spiel gegen Do vorzubereiten. Dabei wurde in der Vorbereitung das Spielsystem wegen des gesperrten MA umgestellt. Das Ergebnis mit 0:5 ist bekannt. Die Niederlage an sich ist nicht das Tragische, sondern das WIE.
In Stuttgart und gegen Hannover hat er gemeint, den Turnaround geschafft zu haben. Stuttgart war zu der Zeit völlig neben sich stehend und Hannover hat mit seinem Spielsystem ihm in die Karten gespielt.
Was dann in der Mannschaft passiert ist, kann niemand zurzeit sagen. Auf jeden Fall endete es in 13 sieglosen Spielen und viel Krampf. Seine Analyse führte zu Aussagen wie, dass ein Tick nach oben fehlen würde. Am Ende war es die zweitschlechteste Abwehr und die schlechteste RR aller Zeiten. Auch behaupte ich, dass der von mabo postulierte mediale Shitstorm in der Regionalpresse nicht stattgefunden hat. Das war relativ harmlos in Anbetracht der Ergebnisse.
Es bleibt dabei, dass er über Jahre hinweg am Ende immer weiter sportlich abgerutscht ist und die Mannschaft dabei nicht mehr richtig erreicht hat. 2011 kam Löhr und 2013 die Fans zu Hilfe. Die Mechanismen des Marktes haben in Bremen keine Gültigkeit. Denn anderswo wäre er längst Geschichte gewesen. Sein Credo vom Erlebnisfußball war zum Schluss nur noch ein schönes Erlebnis für die Gegner. Offensivfußball zum Selbstzweck.
Um im Nachhinein den Wechsel auf RD zu legitimieren und dabei mindestens einen einstelligen Platz zu fordern, ist nicht fair den Protagonisten gegenüber.
RD übernimmt eine Mannschaft mit 13 sieglosen Spielen und der zweitschlechtesten Abwehr im Gepäck. Die Situation um MA und EE ist ein schwelendes Problem und bislang nicht gelöst. Mit Sokratis und KdB haben die beiden Besten den Verein verlassen. Gleichwertiger Ersatz ist aufgrund von Geldmangel nur im Glücksfall zu bewerkstelligen. Die Grundvoraussetzungen sind beileibe nicht gut, so dass diese Forderung der wirklichen Gemengelage nicht entspricht.
 
Wenn ich drei Jahre einen mehr oder weniger unveränderten Kader - incl. eines qualitativ zumindest halbwegs vernünftigen Grundgerüsts - zur Verfügung habe und der Zuschauer weder eine mannschaftliche Geschlossenheit, abgestimmte Laufwege, noch sportlichen Erfolg bzw. zumindest eine positive Tendenz erkennen kann, dann wäre es durchaus verständlich, wenn einer sagt: „Der Trainer hat es über Jahre nicht verstanden, etwas aufzubauen.“ Solch eine Situation hatten wir aber ja nun gerade nicht. Da wurden erhebliche Umbrüche vollzogen, wo ein Teambuilding eben immer wieder neu angegangen werden muss und immer wieder neu an der Abstimmung von System und Ausrichtung gearbeitet und Spieler auch auf wechselnden Positionen getestet werden müssen.
[...]

Klar, wenn Du Bayern München als Verein bist, brauchst Du einen Trainer, der den Status quo verwaltet. Aber Vereine wie Werder brauchen in dieser Hinsicht möglichst flexible Trainer, die in den neuen Spielern nicht eine Last erkennen, sondern ein Potential, das es bis aufs Letzte rauszukitzeln gilt.
 
Klar, wenn Du Bayern München als Verein bist, brauchst Du einen Trainer, der den Status quo verwaltet. Aber Vereine wie Werder brauchen in dieser Hinsicht möglichst flexible Trainer, die in den neuen Spielern nicht eine Last erkennen, sondern ein Potential, das es bis aufs Letzte rauszukitzeln gilt.

Genau, einen wie Thomas Schaaf halt.
 
Dies ist der Thread von Thomas Eichin. Könntet ihr bitte diesen seit Wochen immer wieder kehrende "Diskussion" um die Person Schaaf dort austragen, wo sie hingehört?

Vielleicht könnte sich ja auch mal ein Mod erbarmen und den OT-Kram verschieben!?
 
Ich gehöre zu denjenigen, die neuen Spielern (und dementsprechend selbstverständlich auch sonstigen neuen Werder-Verantwortlichen, wie Trainer und Geschäftsführung/Aufsichtsrat) immer einen "Startkredit" geben. Da gilt erstmal jeder als gewinnbringend und positiv, bis er sich ggf. anders entpuppt.
Auch die Verpflichtung Thomas Eichins habe ich anfangs recht positiv aufgenommen und war von seinen anfänglichen Kommentaren - gerade auch zur Arbeit des Trainers und in Richtung Einstellung mancher Spieler - durchaus angetan. Das Agieren in Sachen Trainerentlassung hat mir dann aber deutlich nicht gefallen - wobei ich mir durchaus bewusst bin, dass er aus dieser Entscheidungsfindung so oder so nicht gänzlich "unbeschadet" rausgekommen wäre.

Er hat seinen Startkredit verbraucht und steckt knietief im Dispo.
 
Dies ist der Thread von Thomas Eichin. Könntet ihr bitte diesen seit Wochen immer wieder kehrende "Diskussion" um die Person Schaaf dort austragen, wo sie hingehört?

Vielleicht könnte sich ja auch mal ein Mod erbarmen und den OT-Kram verschieben!?

Es ist schwierig und aufwändig zu selektieren, was hier auf den letzten Seiten TS, KA, beides oder vielleicht doch auch noch irgendwie ein bisschen TE ist. Insofern machen wir das nicht.

Du hast aber mit Deinem Einwand völlig Recht, daher die Bitte an alle, hier nur über TE zu diskutieren - es gibt ja zu KA und TS bekanntlich Threads unter "Ehemalige Werderaner."

Danke!
 
Je mehr Beiträge von Lutscher_81 dieses Forum verpesten, desto eher bin ich geneigt Paul Tergat zuzustimmen, auch wenn ich in ungefähr allen Punkten anderer Ansicht bin.
Jetzt muss ich doch mal einen meiner Lieblingsposts der letzten Tage nach vorn holen. :D

Ich gehe dann also mal davon aus, dass maddin meinen Ausführungen inzwischen in ungefähr allen Punkten zustimmt ?! :bier:
 
Es ist genau das eingetreten, was viele befürchtet haben. Es entsteht hier eine Dolchstoßlegende in Bezug auf TS und den Königsmörder TE.
Was hatte denn TE für eine Wahl? Er kommt in einen Verein, in dem der langjährige Trainer mit seiner Mannschaft extrem viel Defizite aufweist. Er gerät in den Abstiegskampf, in dem die Fans die Mannschaft einen und nicht der Trainer. Dann soll er in Bremen mit dem gleichen Trainer weiterarbeiten, der in den letzten Jahren kontinuierlich tabellarisch und ergebnistechnisch abgebaut hat? Was soll das denn sein? Der Bremer Klüngel? Der Bremer Weg der Kontinuität? Oder einfach nur Augen zu und durch?
TE hat gehandelt, weil er handeln musste. Er tat es nicht allein! Filbry und Fischer und wahrscheinlich der ASR einstimmig oder zumindest in Mehrheit trugen die Entscheidung mit.
Hier wird immer so getan, als wenn TE mit der Pistole in der Hand in den ASR und zur GF gegangen sei und die Herren zur Entlassung von TS genötigt hätte.
Ich glaube (ohne es zu wissen), dass Bode die treibende Kraft im Hintergrund war, die dieses Alles initiiert hat? Der ist Schachspieler und stellt seine Figuren im Positionsspiel auf. Und am Ende war es Konsens, dass es so nicht weitergehen konnte.
Diese These, dass man mit TS als Trainer auf jeden Fall wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt wäre, ist Wunschdenken. Mit der Realität hat es wenig zu tun. Man braucht nur auf die Tabellen der letzten Jahre zu schauen, denn die lügen nicht.
 
Es ist schwierig und aufwändig zu selektieren, was hier auf den letzten Seiten TS, KA, beides oder vielleicht doch auch noch irgendwie ein bisschen TE ist. Insofern machen wir das nicht.

Du hast aber mit Deinem Einwand völlig Recht, daher die Bitte an alle, hier nur über TE zu diskutieren - es gibt ja zu KA und TS bekanntlich Threads unter "Ehemalige Werderaner."

Danke!

Zumal die Themen sich ja automatisch vermischen, wenn jemand die Entscheidung kritisiert, TS zu entlassen. Natürlich muss man dann, wenn man in die Argumentation geht, die letzten Jahre auch sportlich nochmal zusammen fassen, um pro oder contra dieser Entlassung zu argumentieren. Und dann gehört das schon in diesen Thread. Natürlich war die Entlassung nicht nur TEs Entscheidung, aber es gibt nun mal keinen Thread "Geschäftsführung", und die gleiche Diskussion auch in den Threads zu KDF und KF zu führen, wäre sinnlos.
 
Zumal die Themen sich ja automatisch vermischen, wenn jemand die Entscheidung kritisiert, TS zu entlassen. Natürlich muss man dann, wenn man in die Argumentation geht, die letzten Jahre auch sportlich nochmal zusammen fassen, um pro oder contra dieser Entlassung zu argumentieren. Und dann gehört das schon in diesen Thread. Natürlich war die Entlassung nicht nur TEs Entscheidung, aber es gibt nun mal keinen Thread "Geschäftsführung", und die gleiche Diskussion auch in den Threads zu KDF und KF zu führen, wäre sinnlos.

Und Diskussionen über die Arbeit von Schaaf gehören auch in den Thread von Eichin? Dann gehört sie wohl auch in die Threads der Spieler.

Ich denke, dass Du genau weißt, dass es einigen User nur um diese stetigen Flaming-Wars geht. In den Nettigkeiten, die Du ja auch schon in den Kleinkriegthread verschoben hast, sind auch Bezüge zum ursprünglichen Thread gewesen....

Und man braucht ja auch keinen Threas "GF" in diesem Zusammenhang. Der "Schaaf-Thread" reicht aus....
 
Hier nochmal die Zusammenfassung eines in weiten Teilen sehr treffenden Posts. Für mich eine Art Kompromisslinie, weil er das Handeln von Thomas Eichin auf der einen Seite für durchaus nachvollziehbar und verständlich herausarbeitet, auf der anderen Seite aber auch die - durchaus vorhandenen - alternativen Optionen darstellt. Gut finde ich auch, dass hier nochmal zum Ausdruck gebracht wird, dass ein Trainerwechsel um des Wechsels Willen keinen Sinn macht bzw. dass der Wechsel kein "Selbstzweck" sein kann.

Für alle die, die hier seit Jahren gebetsmühlenartig "marktwirtschaftliche Mechanismen endlich auch beim SV Werder arbeiten sehen wollen" ist der Trainerwechsel natürlich ein absolutes MUSS gewesen. Wenn man dann aber mit dem neuen Tandem aus Geschäftsführer Sport und Trainer auf diesem Kurs weiterfahren will, müssen schon Erfolge bzw. Ergebnisse her. Ansonsten wird auch dieser Thread bald in die Rubrik "ehemalige Werderaner" verschoben werden müssen.

Ich bin ganz bestimmt kein Verfechter der Haltung "wenn das sonst alle so machen, dann müssen wir aber auch langsam mal sehen, dass wir das genauso handhaben". Und ich ziehe meine Freude am SV Werder auch nicht rein aus dem Punktestand und der Anzahl der Gegentore. Wenn man aber jetzt (viele hier sagen "endlich!") mal die Hemmungen über Bord geworfen hat, dann wüsste ich nicht, warum man dem neuen Tandem 3-4 Jahre Zeit einräumen sollte, eine deutliche Verbesserung der Ergebnisse herbeizuführen.
Trainerwechsel sind teuer und riskant, das macht man nicht "mal eben so" und guckt dann, ob das vielleicht eine gute Idee war. Schaaf ist geflogen, weil Eichin überzeugt war, dass er jemand besseren für die Position kriegen kann - nicht, weil er sich mit der Mannschaft überworfen hätte oder weil eine fruchtbare Zusammenarbeit im Verein aus persönlichen Gründen nicht mehr möglich gewesen ist.

Die Alternative keinen Trainerwechsel zu vollziehen bestand offensichtlich, Schaaf hatte seine grundsätzlich vorhandene Kompetenz schon lange nachgewiesen und war sowohl im Verein als auch in der Mannschaft und im Umfeld voll akzeptiert - die Ergebnisse waren zuletzt schlecht, der Trainerwechsel aber keine "muss" sondern eine reine "kann" Situation. Eichin hat sich dafür entschieden und wenn er wirklich überzeugt war, dass mit neuem Trainer mehr drin ist (egal ob das nun einfach durch "frischen Wind" oder durch höhere Fachkompetenz passiert), war das auch seine Pflicht als Geschäftsführer. Gerade weil es eine reine "kann"-Situation war sehe ich Eichins Schicksal aber eng mit Dutts Erfolg verknöpft - wer als neuer Mitarbeiter in die Firma kommt und nahtlos die Arbeit des Vorgängers fortsetzt, darf damit zufrieden sein, wenn die Dinge ähnlich weiter verlaufen, wer aber die Axt kreisen lässt und kontroverse Entscheidungen trifft muss auch zeitnah Erfolgsmeldungen vorweisen können, das ist doch völlig normal.

Selbstverständlich, so lange Dinge nicht völlig katastrophal laufen, sollte man den beiden zumindest bis zur Winterpause eine Schonfrist gewähren. Über Nacht geht nichts, aber jetzt über mehrere Saisons auf Besserung warten wäre auch albern. Gerade wenn man an die couragierten Auftritte zu Saisonende zurückdenkt sollte man doch sehen, dass die Mannschaft auch kein kompletter Trümmerhaufen ist.

Die letzte Saison war so katastrophal wie sie schlimmer nicht hätte sein können, aber jetzt vom neuen Trainer mehr zu erwarten ist falsch weil der Verein keine Mittel und nicht das Personal für mehr hat?
Da stimmt doch was nicht. Ich denke, eine deutliche Steigerung im Vergleich zur vergangenen Katastrophensaison hätte man auch in der alten Besetzung erwarten können, da darf sich die neue für viel Geld rundumerneuerte sportliche Leitung nicht noch kleinere Vorgaben setzen, denn dann wird's lächerlich - und ich denke auch, dass Eichin und Dutt das ähnlich sehen und von sich selbst wesentlich mehr erwarten.

Das Ziel muss sein, sich sportlich kurz- und langfristig zu verbessern. Wenn das mit dem Fußball passiert, der dir vorschwebt, ist das wunderbar, wenn anders dann aber auch. Und wenn sich die Verbesserung gar nicht einstellt ist die fußballerische Philosophie ohnehin wumpe. Wegen meiner kann man auch eine Mannschaft aufbauen, die in erster Linie zwei oder drei Schlüsselspielern zuarbeitet. Unterm Strich muss es aber zeitnah erkennbare Verbesserungen geben, sowohl von der Spielweise als auch von den Ergebnissen.

Ich rede ja auch nicht davon, gleich CL-Teilnahmen in Serie zu erwarten sondern vielmehr davon, nicht so tief zu stapeln, dass man sagt "is schon okay wenn nicht mehr als Abstiegskampf bei rum kommt, hoffentlich wird's in ein paar Jahren besser". Bei so einer Erwartungshaltung hätte man sich den ganzen Tamtam vom Trainerwechsel nämlich wirklich besser schenken können, der Neuanfang ist ja kein Selbstzweck.
 
http://www.kreiszeitung.de/sport/werder-bremen/eishockey-wesentlich-einfacher-2951044.html

Das liest sich doch ganz positiv. Eichin gibt zu, wie schwer und aufwendig es ist, gute Spieler zu verpflichten, aber das er dies gerne angeht.

Er sagt auch, dass ein IV und ein Aussenstürmer auf jeden Fall kommen und sich alles weitere in der Vorbereitung zeigt. Sagt RD dann, dass Spieler A und B es auf keinen Fall schaffen, wird man sich versuchen zu trennen und damit finanziellen Spielraum für weitere Neuzugänge schaffen. Die Vorgehensweise klingt in meinen Augen vernünftig.
 
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