Zitat von DR AKR:
In meiner Einschätzung ging es aber nicht um die singuläre Betrachtung des Selke-Verkaufs, sondern um die Kombination der Transfers von Selke und di Santo, also der gesamten letztjährigen Stamm-Sturmbesetzung Werders!
Naja, wenn fast im gleichem Atemzug von einem wahrscheinlichen Mehrwert des Spielers DS spricht, denn wird zwangsläufig der Eindruck erweckt, das es sich nicht nur um die Kombination der Transfers DS/FdS geht - gerade dann, wenn man fettgedrucktes liest:
Zitat von DR AKR:
Wäre es nicht viel sinnvoller gewesen, auf Selke zu setzen, mit dem man gerade verlängert hatte (Herbst), und di Santos Abgang einzuplanen, mit dem man bei der Ausstiegsklausel ohnehin rechnen könnte/musste??
Unter der Berücksichtigung der Vertragsmodalitäten wäre fettgedrucktes grundsätzlich richtig gewesen, aber weil DS nicht wirklich durch Vereinstreue bekannt ist, hätte es wahrscheinlich nur eine kurze Zeit gebraucht, bis ein (nächstes) verlockende Angebot erneute Abwanderungsgedanken bei ihm auslöst. In dem Fall hätte Werder dann vor der Wahl gestanden, ob man DS gehen läßt oder ihn wegen der Ausstiegsklausel bei FdS zu einem Verbleib zwingt und somit das Risiko eines unzufriedenen Spielers in Kauf nimmt. Der im Herbst 2014 um vier Jahre verlängerte Vertrag wäre dabei für seinen Abwanderungsgedanken kein Hinderungsgrund gewesen, denn wenn nur wenige Monate nach jener Vertragsverlängerung bekannt wird, daß es DS nach Leipzig zieht, dann hätte ihn der Vierjahresvertrag auch nicht von einem späteren Vereinswechsel abgehalten, womit dieseÄußerung
Zitat von DR AKR:
Diese Befürchtung halte ich angesichts des gerade im Herbst um 4 Jahre (?) verlängerten Vertrages für vergleichsweise unbegründet!
obsolet ist.
Nun aber zur Kombination der Verkäufe DS/FdS. Auch ich halte den komplette Austausch einer Sturmreihe für ein sehr gewagtes Unterfangen. Natürlich kann man dabei hinterfragen, warum man einen Stürmer verkauft, während der andere in seinem Vertrag über ein AK verfügt. Andererseits muß man berücksichtigen, daß für viele Spieler bzw. Berater Ausstiegsklauseln Grundvoraussetzungen für einen Vertrag sind, so daß zahlreiche Verträge von sehr talentierten bzw. etablierten Spielern über einen solchen Passus verfügen. Demzufolge ist leider auch generell die Gefahr groß, daß innerhalb von einer oder zwei Transferperiode eine Reihe auseinandergerissen wird. Für die Vereine, die einen Spieler beschäftigen, ist dies wenig erfreulich, andererseits können sie wie z.B. Werder bei Ujah von einer solchen AK profitieren.
Nebenbei bemerkt, können wir nicht wissen, wie der Verkauf von DS intern bei Werder zustande gekommen ist. Hat TE hier einen Allengang gestartet? Waren TE und der lt. MB über die Ausstiegsklausel von FdS informierte AR sich einig, daß man ab einer gewissen Summe das Angebot vom Brauseclub nicht anlehnen konnte? Oder hat sogar der AR einen Verkauf ab einer gewissen Summe angewiesen, obwohl TE der Ansicht war, wegen der AK bei FdS das Angebot aus Leipzig abzulehnen?
Wie auch immer die Entscheidung zustande kam, daß man DS trotz des zu erwartenden Abschieds von FdS hat ziehen ließ und somit einen Verlust der kompletten Sturmreihe in Kauf nimmt, so war sie wohl keine fahrlässige Entscheidung aus Blauäugigkeit in Hinblick auf die Ausstiegsklausel bei FdS, sondern sie fiel (wahrscheinlich mit entsprechenden Bauchschmerzen) aus der wirtschaftlichen Not heraus, weil 8 Mio. für einen 20jährigen mit gerade einmal 31 Bundesligaeinsätzen gerade in Zeiten klammer Kassen viel Geld sind.