Thomas Eichin (Bayer Leverkusen, Leiter Nachwuchs- & Frauenfußball)

Es ist und bleibt eine Mär, dass der Kader seit 3 Jahren durchweg enttäuscht habe. Die letzte Rückrunde z.B. war den Umständen entsprechend gut.

Wir haben den Abstieg auch deshalb vemieden, weil wir eben in der Hnrunde genug Punkte gesammelt haben. Niemand der Gegner hat uns irgendetwas geschenkt. Oder glaubst Du, Düsseldorf sei freiwillig abgestiegen, um Werder den Klassenerhalt zu sichern?

Wir brauchen die Leistungen nicht zu beschönigen, aber Deine Argumentation ist nur die halbe Wahrheit.

Welche Umstände sollen denn das gewesen sein???
Dieser Kader hat ein grundsätzliches Mentalitätsproblem, denn KATS haben immer auf Spieler mit Potential und Spektakel Wert gelegt. Da ist Keiner dabei, der bereit ist, sich gegen die Widrigkeiten zu wehren. Beispiel: Frings geht und ein Wesley kommt, bei dem man bis heute noch nicht weiß, für welche Position er gekommen ist?
Abstiegskampf bedeutet eben Kampf. Alleine Fritz und sein Vize Hunt sind ein Synonym für Werders Grundproblem. Die Beiden müssten eigentlich den Karren aus dem Dreck ziehen. Das haben sie in der Vergangenheit nicht gemacht, warum sollten sie es jetzt tun?
Werder hat nun einmal den schlechtesten Kader der letzten 10 Jahre auf fast allen Positionen und im mentalen Bereich.
 
Eigentlich hat er recht, vs. Bayern hätte man nicht mit einem Erfolg rechnen dürfen. Sieben seien zukünftig zu vermeiden... Augenhöhe ist angesagt. Der Nachteil dieser Aussage: Wie bekommen wir dort endlich konstant 3 Punkte? her/hin?

...Lukimya, Prödl, Caldirola und Garcia immer schwächer, kein Ersatz. Fritz gnadenlos überfordert.

Einfach weitermachen, das wars.


bissl dünn und die Planung 2. Liga ist so mit diesen Aussichten eröffnet.
Das Team hat meiner Meinung nach schon wieder den Punkt erreicht, wie zum drohenden Abstiegskampf letzte Saison. Die Punkte nach unten werden weniger.

Unser nächster Gegner jedenfalls, kann sich heute in Braunschweig Selbstvertrauen holen.
 
...Denke diese Saison hätte Schaaf den schlechtesten Kader seiner Amtszeit vorgefunden wenn wir 99 mal ausklammern.
Und ich war und bin mir sicher, dass er mit seiner Philosophie hier nichts mehr gewonnen hätte geschweige denn mehr Punkte als Dutt geholt hätte.

Du selbst forderst in einem der jüngsten Posts, keine Vergleiche mehr mit KATS anzustellen, nur um kurze Zeit später genau dieses zu tun (siehe oben). Das ist irgendwie shizophren, wie so oft hier im Forum.

Wenn dem so sei, muss es auch erlaubt sein, eine andere Meinung zu vertreten: Ich behaupte, dass wir unter Schaaf keinesfalls schlechter dastehen würden als jetzt. Er als Trainer hat Werder mehrfach vorm Abstieg bewahrt.

Die Diskussion ist aber, wie Du selbst sagst, eh müßig. Jetzt liegts an TERD, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
 
Eigentlich hat er recht, vs. Bayern hätte man nicht mit einem Erfolg rechnen dürfen. Sieben seien zukünftig zu vermeiden... Augenhöhe ist angesagt. Der Nachteil dieser Aussage: Wie bekommen wir dort endlich konstant 3 Punkte? her/hin?

...Lukimya, Prödl, Caldirola und Garcia immer schwächer, kein Ersatz. Fritz gnadenlos überfordert.

Einfach weitermachen, das wars.


bissl dünn und die Planung 2. Liga ist so mit diesen Aussichten eröffnet.
Das Team hat meiner Meinung nach schon wieder den Punkt erreicht, wie zum drohenden Abstiegskampf letzte Saison. Die Punkte nach unten werden weniger.

Unser nächster Gegner jedenfalls, kann sich heute in Braunschweig Selbstvertrauen holen.

Mit den Beiden hat es doch die ersten Spiele ganz gut funktiontiert...mir ist vor allem noch das Dortmund-Spiel in Erinnerung...habe zwar knapp verloren, aber da haben uns die IV vor einer höheren Niederlage bewahrt.

.....sprach man da nicht von einer stabilisierten Defensive?
 
Welche Umstände sollen denn das gewesen sein???

Ist die Frage ernst gemeint? :confused:

Hast Du vergessen, dass es KATS waren, die den finanziell unbedingt erforderlichen Umbruch bereits eingeleitet hatten? Hast Du vergessen, wie der Kader letzte Saison und auch schon im Jahr davor zusammengesetzt war? Hast Du die vorletzte Rückserie nicht mehr vor Augen, als Werder plötzlich mit Spielern wie Hartherz, Trybull, Füllkrug auflief, nach jahrelanger "prominenter Besetzung" des Kaders?

Dieser Kader hat ein grundsätzliches Mentalitätsproblem, denn KATS haben immer auf Spieler mit Potential und Spektakel Wert gelegt. Da ist Keiner dabei, der bereit ist, sich gegen die Widrigkeiten zu wehren. Beispiel: Frings geht und ein Wesley kommt, bei dem man bis heute noch nicht weiß, für welche Position er gekommen ist?

:tnx:

Hier gebe ich Dir recht. Wenn ich mich nicht irre, ist Wesley aber schon 1 Jahr vor Frings Abschied geholt worden.

Abstiegskampf bedeutet eben Kampf. Alleine Fritz und sein Vize Hunt sind ein Synonym für Werders Grundproblem. Die Beiden müssten eigentlich den Karren aus dem Dreck ziehen. Das haben sie in der Vergangenheit nicht gemacht, warum sollten sie es jetzt tun?
Werder hat nun einmal den schlechtesten Kader der letzten 10 Jahre auf fast allen Positionen und im mentalen Bereich.

:tnx:
 
Das ist so. Eine unglaublich schwere Aufgabe. Ausgaben weiter senken, die zwei besten Spieler ersetzen und noch die Qualität steigern? Wie soll das gehen ?
Das Enttäuschende ist die defensive Performance der letzten Wochen. Da gibt es auch nichts zu beschönigen. Das ist Hühnerhaufen reloaded und das ist einfach schmerzlich für jeden Fan, weil wir uns alle nach einer gut organisierten Mannschaft sehnen, gegen die das Toreschießen nicht immer so leicht ist.
Mit der Punktzahl kann man leben denke ich. 3 Punkte mehr wären schön, aber vielleicht holen wir die ja noch. Who knows. Die Erwartungen sind jetzt ganz unten, da kann ja nur noch positiv überrascht werden. :D


Bin da ja genauso enttäuscht und habe ja auch gesagt, dass ich nicht verstehe wieso RD von der Marschroute der ersten Wochen abgewichen ist.
Nur mir geht wirklich auf den Kecks, dass hier doch immer wieder prekäre Lage ausgeblendet wird in der Werder Bremen insgesamt steckt.
 
Ok, das glaube ich auch.

KATS waren in den operativen Funktionen, Lemke im Aufsichtsrat. Insofern ist die Aussage nicht ganz falsch, oder?

KATS mussten mit weniger Geld klarkommen. Das ist richtig. Aber ich weiß nicht, ob insbesondere KA nicht noch mehr Geld verbraten hätte, wenn Willi nicht den Stecker gezogen hätte.
Aber wie gesagt, dass ist ja aktuell nicht das Thema. Die Mannschaft war natürlich auch in der letzten Saison kein Topteam mehr. Dennoch würde ich aktuell sagen: ein Königreich für einen Sokratis und de Bruyne.

Die Performance im gesamten Jahr 2013 war unterirdisch. Der Abstieg konnte letzte Saison durch die noch ganz gute Vorrunde verhindert werden, aber ingesamt scheinen wir ein bisschen im freien Fall. 12 und jetzt 16 Punkte ist einfach schon heftig. Guter Rat teuer. Eichin ist im Winter nochmal gefordert. Und Dutt natürlich sowieso in der täglichen Arbeit. ICh bin auf den Auftritt in Berlin sehr gespannt. Ich gebe zu, dass ich uns ein gutes Spiel wie in Hamburg ebenso zutraue wie eine neuerliche Packung.
 
Bin da ja genauso enttäuscht und habe ja auch gesagt, dass ich nicht verstehe wieso RD von der Marschroute der ersten Wochen abgewichen ist.
Nur mir geht wirklich auf den Kecks, dass hier doch immer wieder prekäre Lage ausgeblendet wird in der Werder Bremen insgesamt steckt.

Wer blendet die aus? Es war vielmehr oft so, dass sie in den letzten Saison ausgeblendet wurde, der sportliche Niedergang allein dem Trainer angelastet wurde.

Es ist völlig klar, dass ein Verein, der sein Budget deutlich reduzieren muss, sportliche Rückschritte einplanen muss. Das wollte hier letztes Jahr kaum jemand wahrhaben. Hier wurde stets behauptet, Werder müsse sich mit diesem Kader für Europa qualifizieren. Dass ein Mitspielen um diese Plätze möglich war, hat die Vorrunde gezeigt. Davor, dass es kritisch werden könnte, weil die Mannschaft viel zu unerfahren war, haben nicht wenige rechtzeitig gewarnt.

Es muss jedem langsam klar werden: Der Hauptfehler von KATS war es, einen Kader aufzustellen, der langfristige CL-Qualifikationen gewährleisten kann. Das kann ein Verein wie Werder mittel- bis langfristig nicht stemmen!
 
Wer blendet die aus? Es war vielmehr oft so, dass sie in den letzten Saison ausgeblendet wurde, der sportliche Niedergang allein dem Trainer angelastet wurde.

Der Unterschied war und ist ganz einfach der, dass TS als einer der mächtigsten Trainer der Liga eben auch viel zu der prekären Lage beigetragen hat, Thema Kaderzusammenstellung bzw. Neuverpflichtungen. Und dass auf die Kappe von Dutt bisher "nur" 4 Transfers unseres Kaders von ca. 24 Spielern gehen. Das heißt, TS hatte, natürlich mit zuletzt begrenzten Mitteln, alle Kaders des Spielers selbst geholt bzw. sie wurden in seiner Amtszeit geholt. Bei Dutt ist es bisher noch ein Bruchteil des Kaders.

Ansonsten sind die Leistungen nüchtern betrachtent im gesamten Jahr 2013 zu schlecht und ich glaube kein einziger Fan wird sagen, dass er mit Dutt wirklich zufrieden ist.
 
...Aber ich weiß nicht, ob insbesondere KA nicht noch mehr Geld verbraten hätte, wenn Willi nicht den Stecker gezogen hätte.
Aber wie gesagt, dass ist ja aktuell nicht das Thema.

:tnx:

Doch, genau das muss unser Thema sein.

Da bin ich ganz bei Dir. Und deswegen behaupte ich, Allofs ist der Hauptverantwortliche für diese Situation. ER als Geschäftsführer Sport hatte früh so etwas wie "Größenwahn", hat am Ende völlig den Überblick verloren und sich in schwierigster Situation seiner Verantwortung entzogen. Wenn Schaaf als Trainer tatsächlich so schlecht gewesen sein soll, wie hier vielfach behauptet, wäre es Allofs Aufgabe gewesen, ihn auszutauschen, bzw. im Vorstand einen solchen Trainerwechsel anzuregen. Auch das hätte er verpasst.

Ich bin froh, dass Lemke noch in Amt und Würden ist. Man muss allerdings sagen, dass auch er und der Aufsichtsrat offensichtlich lange Zeit geschlafen haben, bzw. vom Erfolg der Vorjahre "beseelt" war. Dass es den Fans so erging, kann man ihnen nicht vorwerfen. Aber, sie sollten langsam aufwachen. ;)
 
Mit den Beiden hat es doch die ersten Spiele ganz gut funktiontiert...mir ist vor allem noch das Dortmund-Spiel in Erinnerung...habe zwar knapp verloren, aber da haben uns die IV vor einer höheren Niederlage bewahrt.

.....sprach man da nicht von einer stabilisierten Defensive?

Bis er (Prödl) es wieder selbst versaute und verletzt wurde. Er war bei SKY90 oder so Sympathisch, seine Cousine (Frauenfußballerin beim FC Gestern) übrigens auch, aber wenn alle Spieler nur denken sie wären besser als ihr Ruf, dann wird das nix. Sie müssen es irgendwie beweisen und das hat er schon mal mit der Kritik an TS nicht getan. Spielerisch waren somit seine Leistungen eher durchschnittlich, auch Lukimya hat an Sicherheit gewonnen. Jetzt steh Werder mit den Eigentoren von beiden Prödl und Lukimya wieder verunsicherter denn je hinten. Nach vorne können alle, aber hinten zumachen - und das ist sein Job - offensichtlich derzeit keiner.

Prödl wird bezweifelt und ehrlich, ich mag irgendwie nicht dran glauben, daß er einen Sinneswandel pro Werder macht. Er arbeitet an einem Neuanfang und das wird wohl nicht bei Werder stattfinden.
 
Wer blendet die aus? Es war vielmehr oft so, dass sie in den letzten Saison ausgeblendet wurde, der sportliche Niedergang allein dem Trainer angelastet wurde.

Es ist völlig klar, dass ein Verein, der sein Budget deutlich reduzieren muss, sportliche Rückschritte einplanen muss. Das wollte hier letztes Jahr kaum jemand wahrhaben. Hier wurde stets behauptet, Werder müsse sich mit diesem Kader für Europa qualifizieren. Dass ein Mitspielen um diese Plätze möglich war, hat die Vorrunde gezeigt. Davor, dass es kritisch werden könnte, weil die Mannschaft viel zu unerfahren war, haben nicht wenige rechtzeitig gewarnt.

Den Schuh ziehe ich mir so überhaupt nicht an!
Ansonsten lese ich hier doch immer wieder, dass Dutt in fünf Monaten unter noch schlechteren Voraussetzungen mehr herausholen soll, als sein Vorgänger in den letzten drei Jahren. Wobei wir in dieser Hinrunde tatsächlich schon mehr Punkte gesammelt haben als in der letzten Rückrunde, auch wenns immernoch zu wenig ist.

Es muss jedem langsam klar werden: Der Hauptfehler von KATS war es, einen Kader aufzustellen, der langfristige CL-Qualifikationen gewährleisten kann. Das kann ein Verein wie Werder mittel- bis langfristig nicht stemmen!

Ich bin völlig gegenteiliger Meinung, dass dies bei Werder nicht auch theoretisch möglich gewesen wäre. Der Fehler, der bei Werder gemacht wurde, man hat zwar versucht dauerhaft einen CL-fähigen Kader aufzubauen, hat aber die Strukturen nicht konsequent in diese Richtung weiterentwickelt. Das ist allerdings ein abendfüllendes Thema. Werder Bremen hätte sich grundlegend verändern müssen. Aber hier wurde ja schon rumgeflennt, wenn die Ticketpreise für CL-Gruppenspiele moderat angehoben wurden oder eben nur die Idee geäußert vielleicht den Stadionamen zu vermarkten. Mal ganz davon abgesehen davon, dass ich nicht wissen will, was los gewesen wäre, wenn wir einen Sponsor des Kalibers Gazprom bekommen hätten. Vor meinem geistigen Auge sehe ich die Mahnwachen, Lichteketten und Hungerstreiks rund um das Weserstadion schon vor mir, wenn man sich schon anschaut, was für ein Affentheater um die Firma "Wiesenhof" gemacht wird.
Wie sollen da auch Strukturen geschaffen werden, die in das in Wirklichkeit harte und kalte Millardenbuisness Fußball passen. Die Welt ist halt nicht rosarot und es duftet auch nicht nach Rosen!

Der Unterschied war und ist ganz einfach der, dass TS als einer der mächtigsten Trainer der Liga eben auch viel zu der prekären Lage beigetragen hat, Thema Kaderzusammenstellung bzw. Neuverpflichtungen. Und dass auf die Kappe von Dutt bisher "nur" 4 Transfers unseres Kaders von ca. 24 Spielern gehen. Das heißt, TS hatte, natürlich mit zuletzt begrenzten Mitteln, alle Kaders des Spielers selbst geholt bzw. sie wurden in seiner Amtszeit geholt. Bei Dutt ist es bisher noch ein Bruchteil des Kaders.

Ansonsten sind die Leistungen nüchtern betrachtent im gesamten Jahr 2013 zu schlecht und ich glaube kein einziger Fan wird sagen, dass er mit Dutt wirklich zufrieden ist.

:tnx:

Da bin ich ganz bei Dir. Und deswegen behaupte ich, Allofs ist der Hauptverantwortliche für diese Situation. ER als Geschäftsführer Sport hatte früh so etwas wie "Größenwahn", hat am Ende völlig den Überblick verloren und sich in schwierigster Situation seiner Verantwortung entzogen. Wenn Schaaf als Trainer tatsächlich so schlecht gewesen sein soll, wie hier vielfach behauptet, wäre es Allofs Aufgabe gewesen, ihn auszutauschen, bzw. im Vorstand einen solchen Trainerwechsel anzuregen. Auch das hätte er verpasst.

Ich bin froh, dass Lemke noch in Amt und Würden ist. Man muss allerdings sagen, dass auch er und der Aufsichtsrat offensichtlich lange Zeit geschlafen haben, bzw. vom Erfolg der Vorjahre "beseelt" war. Dass es den Fans so erging, kann man ihnen nicht vorwerfen. Aber, sie sollten langsam aufwachen. ;)

KA trägt die Verantwortung, weil er nicht erkannt hat, dass es in Bremen eben aufgrund des Umfelds nicht möglich war hier ein großes Fussballunternehmen aufzubauen, sondern man lieber seinen SV behalten möchte. Man ist da insgesamt auf dem halben Wege stehen geblieben. KA hat das aber eben nicht wahrhaben wollen und hat hier zu viel Geld für schlechte Spieler verbrannt, weil man sich die ganz großen Namen nicht leisten wollte oder konnte.


Edit: Kleiner Nachtrag

Wir offenbaren da übrigens erstaunliche Parallelen zum HSV. Die haben im Umfeld (Stadion, Traininsgelände und Sponsoringmöglichkeiten) zwar eben die besseren Karten, sind aber in der Nachwuchsarbeit ähnlich schwach aufgestellt. Zudem haben sie interne Strukturen, die eben entsprechend antiquiert sind und so überhaupt nicht in das moderne Fussballgeschäft passen, sodass trotz der ansonsten hervorragenden Voraussetzungen da über Jahre noch weniger bei rumkommt als bei uns!
 
:tnx:

Doch, genau das muss unser Thema sein.

Da bin ich ganz bei Dir. Und deswegen behaupte ich, Allofs ist der Hauptverantwortliche für diese Situation. ER als Geschäftsführer Sport hatte früh so etwas wie "Größenwahn", hat am Ende völlig den Überblick verloren und sich in schwierigster Situation seiner Verantwortung entzogen. Wenn Schaaf als Trainer tatsächlich so schlecht gewesen sein soll, wie hier vielfach behauptet, wäre es Allofs Aufgabe gewesen, ihn auszutauschen, bzw. im Vorstand einen solchen Trainerwechsel anzuregen. Auch das hätte er verpasst.

Ich bin froh, dass Lemke noch in Amt und Würden ist. Man muss allerdings sagen, dass auch er und der Aufsichtsrat offensichtlich lange Zeit geschlafen haben, bzw. vom Erfolg der Vorjahre "beseelt" war. Dass es den Fans so erging, kann man ihnen nicht vorwerfen. Aber, sie sollten langsam aufwachen. ;)

Hier sind wir uns direkt mal zu 100% einig. :tnx:
Nur? Was ist denn in den letzten Jahren hier im Forum und auf den Rängen passiert? Jedwede Kritik an Allofs und/oder Schaaf wurde ständig süffisant mit Hinweis auf 2004 und 2009 abgebügelt. Getreu dem Motto: macht erst einmal eure Hausaufgaben und wagt dann einen Hauch von Kritik.
Die Fans haben mit ihrem Allez Grün am Ende die Liga gehalten. Dazu kam noch die Schwäche der Konkurrenz, sonst wäre es schon in der RR zappenduster geworden. Die Mannschaft aus sich heraus war im Zusammenspiel mit dem Trainer TS nach dem WOB-Spiel mausetot.
Das Schlimme an dieser Situation ist, dass der Mannschaft es völlig egal ist, was die Fans ihnen an Sympathie und Unterstützung entgegenbringen. Anders sind ihre leblosen Auftritte nicht mehr zu erklären. Ich glaube auch nicht, dass das die Spieler groß tangiert? Die machen auf mich den Eindruck, dass die Karawane weiterzieht und man dann eben woanders in Lohn und Brot steht. Selbst die Niederlage von 0:7 gegen die Bayern regt mich persönlich nicht mehr groß auf. Allerdings deren Berufsauffassung über die Jahre schon, denn ähnliche Ergebnisse dürfen wir hier schon seit Jahren und die besagte fehlende Gegenwehr bestaunen.
Da Werder in der RR immer schlechter als in der HR spielt, wird TE wahrscheinlich im Februar/März 2014 die Reißleine ziehen, was auch nicht mehr groß helfen wird. Denn wer soll denn hier die Scherben zusammenfegen und wie Phönix aus der Asche hervorkommen?
 
Den Schuh ziehe ich mir so überhaupt nicht an!
Ansonsten lese ich hier doch immer wieder, dass Dutt in fünf Monaten unter noch schlechteren Voraussetzungen mehr herausholen soll, als sein Vorgänger in den letzten drei Jahren. Wobei wir in dieser Hinrunde tatsächlich schon mehr Punkte gesammelt haben als in der letzten Rückrunde, auch wenns immernoch zu wenig ist.

Den Schuh ziehe ich mir nicht an. Es würde absolut ausreichen, wenn ihm wenigstens "Gleiches" gelänge. Die Aussagen, es würde alles besser, wenn nur der Trainer gewechselt würde, kamen aus einer ganz bestimmten Richtung! ;)

Ich bin völlig gegenteiliger Meinung, dass dies bei Werder nicht auch theoretisch möglich gewesen wäre.

Das wundert mich nicht! ;)

Der Fehler, der bei Werder gemacht wurde, man hat zwar versucht dauerhaft einen CL-fähigen Kader aufzubauen, hat aber die Strukturen nicht konsequent in diese Richtung weiterentwickelt. Das ist allerdings ein abendfüllendes Thema. Werder Bremen hätte sich grundlegend verändern müssen. Aber hier wurde ja schon rumgeflennt, wenn die Ticketpreise für CL-Gruppenspiele moderat angehoben wurden oder eben nur die Idee geäußert vielleicht den Stadionamen zu vermarkten. Mal ganz davon abgesehen davon, dass ich nicht wissen will, was los gewesen wäre, wenn wir einen Sponsor des Kalibers Gazprom bekommen hätten. Vor meinem geistigen Auge sehe ich die Mahnwachen, Lichteketten und Hungerstreiks rund um das Weserstadion schon vor mir, wenn man sich schon anschaut, was für ein Affentheater um die Firma "Wiesenhof" gemacht wird.
Wie sollen da auch Strukturen geschaffen werden, die in das in Wirklichkeit harte und kalte Millardenbuisness Fußball passen. Die Welt ist halt nicht rosarot und es duftet auch nicht nach Rosen!

Unabhängig davon, dass es eh äußerst schwierig geworden wäre, einen solchen Sponsor wie Gazprom o.ä. zu bekommen, darf ein Verein nicht seine "Herkunft vergessen", seine Umfeld ausblenden seine "Seele" verkaufen". Das gilt übrigens, wo ich Deine Affinität zu einer bestimmten politischen Partei ja kenne, für Parteien, Verbände, Interessenvertreungen auch.

Ich kann verstehen, dass man sich für den Standort Bremen andere Verhältnisse wünscht. Diese kann man aber nicht erzwingen, sie müssen wachsen. Was Werder in guten Zeiten verpasst hat, ist, das Marketing auszuweiten. Da gebe ich Dir recht. Du wirst aber aus Werder Bremen vermutlich nie einen "Global Player" a`la Bayern München, FC Barcelona oder Real Madrid machen können. Man kann die Strukturen nicht am Standort vorbei langfrsitig ändern. Deine Ausführungen klingen, wie aus einem "BWL-Lehrbuch"!



KA trägt die Verantwortung, weil er nicht erkannt hat, dass es in Bremen eben aufgrund des Umfelds nicht möglich war hier ein großes Fussballunternehmen aufzubauen, sondern man lieber seinen SV behalten möchte. Man ist da insgesamt auf dem halben Wege stehen geblieben. KA hat das aber eben nicht wahrhaben wollen und hat hier zu viel Geld für schlechte Spieler verbrannt, weil man sich die ganz großen Namen nicht leisten wollte oder konnte.

:tnx:

Außerdem hat er als "Geschäftsführer Sport" den Nachwuchsbereich sträflich vernachlässigt.

Edit: Kleiner Nachtrag

Wir offenbaren da übrigens erstaunliche Parallelen zum HSV. Die haben im Umfeld (Stadion, Traininsgelände und Sponsoringmöglichkeiten) zwar eben die besseren Karten, sind aber in der Nachwuchsarbeit ähnlich schwach aufgestellt. Zudem haben sie interne Strukturen, die eben entsprechend antiquiert sind und so überhaupt nicht in das moderne Fussballgeschäft passen, sodass trotz der ansonsten hervorragenden Voraussetzungen da über Jahre noch weniger bei rumkommt als bei uns!

Ich finde, dass die beiden Vereine überhaupt nicht zu vergleichen sind. Werder hat für seine Verhältnisse 3 Jahrzehnte lang nahezu das Optimum herausgeholt, bis man es "überreizt" hat.

Der HxV hat viele strukturelle Probleme. Völlig "verrückt" ist die Macht der sogenannten "Supporters". Das ist aber ein anderes Thema und hat mit Werder mMn nur wenig zu tun.
 
Hier sind wir uns direkt mal zu 100% einig. :tnx:
Nur? Was ist denn in den letzten Jahren hier im Forum und auf den Rängen passiert? Jedwede Kritik an Allofs und/oder Schaaf wurde ständig süffisant mit Hinweis auf 2004 und 2009 abgebügelt. Getreu dem Motto: macht erst einmal eure Hausaufgaben und wagt dann einen Hauch von Kritik.
Die Fans haben mit ihrem Allez Grün am Ende die Liga gehalten. Dazu kam noch die Schwäche der Konkurrenz, sonst wäre es schon in der RR zappenduster geworden. Die Mannschaft aus sich heraus war im Zusammenspiel mit dem Trainer TS nach dem WOB-Spiel mausetot.
Das Schlimme an dieser Situation ist, dass der Mannschaft es völlig egal ist, was die Fans ihnen an Sympathie und Unterstützung entgegenbringen. Anders sind ihre leblosen Auftritte nicht mehr zu erklären. Ich glaube auch nicht, dass das die Spieler groß tangiert? Die machen auf mich den Eindruck, dass die Karawane weiterzieht und man dann eben woanders in Lohn und Brot steht. Selbst die Niederlage von 0:7 gegen die Bayern regt mich persönlich nicht mehr groß auf. Allerdings deren Berufsauffassung über die Jahre schon, denn ähnliche Ergebnisse dürfen wir hier schon seit Jahren und die besagte fehlende Gegenwehr bestaunen.
Da Werder in der RR immer schlechter als in der HR spielt, wird TE wahrscheinlich im Februar/März 2014 die Reißleine ziehen, was auch nicht mehr groß helfen wird. Denn wer soll denn hier die Scherben zusammenfegen und wie Phönix aus der Asche hervorkommen?

Ach!? Das ist ja mal was ganz neues. Das ist auch so eine Vorstellung, die es irgendwie wohl nur noch unter Werderfans anzutreffen ist: Der Glaube an vereinstreue Spieler, die sich für den Verein und vor allem die ach so tollen Fans den A*** aufreißen würden. Das sind Profis, denen gehts in erster Linie ums eigne Fortkommen. Das muss man einfach mal kapieren.

Aber wenn ich dann wieder sehe wie viel Mitleid, der achso arme Mielitz zu teil wird, wenn er sich mal auf der Bank wiederfindet, nachdem er das Spiel fast im Alleingang für Werder verloren hat, dann wundert mich da echt nicht viel. Mal vollkommen abgesehen davon, ob der Wolf nun besser oder schlechter ist.
 
@Doc

Man kann seine Traditionen pflegen, ohne dabei aber die Notwendigkeiten außer acht zu lassen. Aber auch Schalke und Dortmund kommen beispielsweise aus einer Region, in der es wirtschaftlich seit einigen Jahren eher mau aussieht. Sie Städte Dortmund und Bremen sind da sogar ziemlich vergleichbar, wenn man die Kennzahlen heranzieht.

Natürlich kann man solche Großsponsoren wie Gazprom nicht so einfach anziehen. Das ist alles nicht einfach. Und wie du richtig sagst, hat man die internationale Vermarktung der Marke "Werder Bremen" sträflich vernachlässigt. Das sollte mit Filbry ja besser werden. Viel Ergebnisse sehe ich da aber auch nicht. Aber wir bekommen von unserem Hauptsponsor weit mehr Geld als die Brust des SV Werder im Moment eigentlich wert ist. Wenn die Zahlen so stimmen, die im Internet so herumgeistern, dann bekommen wir von Wiesenhof im Jahr 6,5 Mio Euro. Damit stehen wir auf Platz Sieben in der Bundesliga. Aber anstatt, dass man hier in irgendeiner Form zufrieden damit ist, dass man hier weit mehr Geld reinholt als beispielsweise die Leverkusener Betriebssportgruppe, die dieses Jahr immerhin in der CL aktiv ist, wird hier permanent über Wiesenhof geschimpft. Weiss ehrlich gesagt wie sich irgendein Sponsor da in Zukunft noch wirklich für Werder interessieren soll.

Ansonsten muss man eben versuchen die Standortnachteile irgendwie auszugleichen. Das ging lange sehr gut über die Nachwuchsarbeit bzw. die Entwicklung der Talente. Wie du richtig sagst ist ersteres lange Zeit sträflichst vernachlässigt worden. Im übrigen war da der Geschäftsführer Sport nicht wirklich allein für Verantwortlich, denn die Strukturen waren auch hier eben noch völlig katatstrophal. Wenigstens ist da strukturell vor der Saison zumindest mal reagiert worden.
Allerdings ist das allein kein Erfolgsrezept man muss sich auch wirtschaftlich anders aufstellen. Dazu gehört eben auch die Vermarktung des Stadionnamens. Da kann man nicht wählerisch sein, wenn es um Sponsoren geht. Es geht dabei heute nicht daraum ein "Global Player" zu werden (der Zug vielleicht mal in solch eine Richtung zu denken ist erstmal abgefahren), sondern es geht darum in der Bundesliga überhaupt noch mithalten zu können. Neben Bayern München, dem BVB und Schalke, sind da die drei Betriebsportgruppen von Bayer, Volkswagen und SAP. Eine Vierte eines berüchtigten Getränkeherstellers arbeitet sich gerade in Richtung Bundesliga. Hinzu kommen Verein wie Augsburg, Mainz, Frankfurt, die in durchaus wirtschaftlich starken Regionen beheimatet sind. Hertha ist theoretisch auch nicht zu unterschätzen. Zum Glück sind da in der Vergangenheit auch grausige Fehler gemacht worden. Gladbach hat sich im Moment auch in die Bundesligaspitze gearbeitet, aber die könnten da ähnliche Probleme bekommen wie wir in Zukunft. Der HSV hat - außer den Strukturen im Verein - eigentlich auch beste Voraussetzungen. Die Konkurrenz wird nicht kleiner und sie schläft nicht.

Wir müssen wirklich aufpassen, dass wir nicht auch in den Anschluss in Deutschland verlieren.
 
Ach!? Das ist ja mal was ganz neues. Das ist auch so eine Vorstellung, die es irgendwie wohl nur noch unter Werderfans anzutreffen ist: Der Glaube an vereinstreue Spieler, die sich für den Verein und vor allem die ach so tollen Fans den A*** aufreißen würden. Das sind Profis, denen gehts in erster Linie ums eigne Fortkommen. Das muss man einfach mal kapieren.

Diese "Vorstellung" gibt es in der Realität. Dass die Situation derzeit bei Werder so ist, wie Syker es beschrieben hat, ist eine weitere Konsequenz aus der Vernachlässigung der Nachwuschsarbeit.

Es ist auffällig, dass Spieler, die ihr fußballerisches "1x1" in einem bestimmten Verein erlernt haben, eine viel größere Identifikation für eben diesen Verein aufbringen als zugekaufte Akteure. Erstere geben oftmals "ihr letztes Hemd" für den Verein.

Ich gehe soweit zu behaupten, dass der FC Bayern auch deswegen derzeit so erfolgreich ist, weil ein Paul Breitner dieses erkannt und vor Jahren bei Bayern propagiert und gefördert hat. Der Verein könnte noch soviele Stars von Konkurrenten wegkaufen (wie unter Hoeneß jahrzehntelang geschehen), eine eigene Vereinsphilosophie, eine Identifikation, eine europaweite Dominanz hätte man damit niemals erreicht.

Es hat nichts mit Romantik zu tun. Nein, es ist Realität! ;)
 
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