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rheinbacher
Guest
Es ist halt die Frage, wer wirklich etwas zu verlieren hat: Die Pyrobefürworter, die überwiegend ja in erster Linie Fans sind, verlieren evtl. Stehplätze, Fanutensilien, Auswärtsreisen.
Die Gegenseite, und das ist vor allem der Gesetzgeber, verliert allenfalls ein paar leere Zellen in den Gefängnissen. Wie lautstark und farbenprächtig es in den Stadien zugeht ist denen vermutlich egaler als die durchschnittliche Rasenlänge im Sechzehner.
Ja das ist die Frage. Aber auch wenn der Staat weniger zu verlieren hat, wird ihm glaube ich trotzdem nicht an einer Eskalation der Lage gelegen sein, die durch immer härtere und teilweise auch sinnlose Strafen heraufbeschworen wird.
Zitat von eisbaer:So drehen wir uns im Kreis.
Ich wüsste jetzt nicht, wie der Staat anders reagieren könnte. Der Staat will in erster Linie, dass die Kosten für Polizeieinsätze, Rettungsdienste usw. gesenkt werden. Solange aber illegal gezündelt wird, ändert sich daran nichts. Merkt der Staat, dass diese Kosten wegfallen, weil die Fans sich benehmen, gibt es bestimmt Gesprächsbereitschaft. Der Staat will die Fans ja nicht ärgern. Es sind wie gesagt die Kosten. Natürlich auch die Verletzungsgefahr, durch die die Kosten entstehen, aber naja sind wir ehrlich, es sind in erster Linie die Kosten. Das betrifft auch nicht nur Pyros, sondern generell das Problem mit Fußball"fans", z.B. wenn wieder randaliert wird.
Ich weiß auch, dass wir uns im Kreis drehen.

Der Staat könnte sich aber überlegen, dass es mehr Verletzte bei illegalem Zünden gibt, als wenn es teilweise erlaubt wäre und somit auch kontrollierter. Außerdem merken die doch auch, dass trotz Verbot gezündet wird. Also könnten die Kosten durch einen einfachen Kompromiss auch wegfallen bzw. kleiner werden.

