Stimmung im Stadion

Brauchen wir ein neues speziell auf Werder zugeschnittenes Fankonzept?


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@rheinbacher
Man lernt es doch schon als kleines Kind. Wenn du etwas haben willst, dann musst du dich darum bemühen und nicht warten, dass man auf dich zukommt.
Ein Kind, das mehr Taschengeld will, beweist das seinen Eltern ja auch nicht, indem es das Geld komplett ausgibt immer wieder, sondern in dem es ihnen zeigt, dass es damit umgehen kann. Genauso ist es in diesem Fall. Die Pyrofans wollen etwas vom Staat. Um dies durchzusetzen, bringt es aber nichts, das einfach trotzig illegal zu machen. Man muss zeigen, dass man das Gesetz respektiert und Vorschläge für andere Löungen machen. Wenn aber auf vernünftige Vorschläge wie z.B. vorher abgesprochene Pyroshows vor der Kurve oder in einem abgegrenzten Bereich, immer nur kommt "Nein, das ist scheiße!!111! Wir wollen....", dann führt das nur zu noch mehr Unverständnis.
 
@rheinbacher. Ohne Aufhebung/Lockerung des Verbots macht es keinen Sinn, nach einer Lösung zu suchen, denn Verbot heißt Nulltoleranz. Also muss Schritt eins, sein, eine Aufhebung/Lockerung zu erreichen (fände ich nicht sinnvoll, könnte ich aber nicht verhindern, wenn's dazu kommt). Davon bewegen sich die Verfechter mit jedem Mal, bei dem sie trotz Verbot zündeln, weiter weg. Du glaubst schließlich nicht ernsthaft, dass irgendwann beschlossen wird, dass das Ganze erlaubt wird, weil es ständig passiert, oder?
 
@rheinbacher. Warum sollten die Offiziellen ernsthaft mit Leuten reden, die bewusst Verbote missachten und Kompromisse suchen, wo es keine Grundlage für einen Kompromiss gibt? Ich würde mich als Werder-Offizieller bestimmt nicht mit Leuten an einen Tisch setzen, die dazu beitragen, dass der Verein ständig Strafen zahlen muss und einen Imageschaden erleidet.
 
@rheinbacher
Man lernt es doch schon als kleines Kind. Wenn du etwas haben willst, dann musst du dich darum bemühen und nicht warten, dass man auf dich zukommt.
Ein Kind, das mehr Taschengeld will, beweist das seinen Eltern ja auch nicht, indem es das Geld komplett ausgibt immer wieder, sondern in dem es ihnen zeigt, dass es damit umgehen kann. Genauso ist es in diesem Fall. Die Pyrofans wollen etwas vom Staat. Um dies durchzusetzen, bringt es aber nichts, das einfach trotzig illegal zu machen. Man muss zeigen, dass man das Gesetz respektiert und Vorschläge für andere Löungen machen. Wenn aber auf vernünftige Vorschläge wie z.B. vorher abgesprochene Pyroshows vor der Kurve oder in einem abgegrenzten Bereich, immer nur kommt "Nein, das ist scheiße!!111! Wir wollen....", dann führt das nur zu noch mehr Unverständnis.

Die Fans haben auch bewiesen, dass sie mit Bengalos und Rauchbomben umgehen können, genauso wie das Kind bewiesen hat, dass es mit Geld umgehen kann. Und ich bleibe dabei, dass ich nicht glaube, dass die Offiziellen jetzt nachgeben würden, wenn auf einmal nicht mehr gezündet wird. Ich fänds allerdings schön, wenn ich hierbei falsch liegen würde.

Welche abgesprochene Pyroshow meinst du denn?

@opalo: In Österreich funktioniert es doch auch einigermaßen. Warum dann nicht auch bei uns?
 
Wo haben sie das denn bewiesen? In Saint Etienne? Oder indem sie in Ahlen den ganzen Bahnhofstunnel zunebeln? Und selbst wenn Du Recht hättest, und jede Pyro-Aktion wäre perfekt gelaufen, dann wäre sie immer noch verboten gewesen. Also arbeitet am Verbot!

Wir sind aber in Deutschland, nicht in Österreich. Nochmal - die einzige Chance, die Ihr habt, ist das Verbot zu bekämpfen. Alles andere führt zu rein gar nichts, außer zu der schon von Dir angesprochenen Eskalation. Und, auch wenn Du es nicht hören willst, für die Eskalation sind die Zündler dann ganz allein verantwortlich, denn wer Verbote missachtet, muss mit den Konsequenzen leben.
 
Die Fans haben auch bewiesen, dass sie mit Bengalos und Rauchbomben umgehen können, genauso wie das Kind bewiesen hat, dass es mit Geld umgehen kann. Und ich bleibe dabei, dass ich nicht glaube, dass die Offiziellen jetzt nachgeben würden, wenn auf einmal nicht mehr gezündet wird. Ich fänds allerdings schön, wenn ich hierbei falsch liegen würde.
Der Meinung kannst du ja sein, aber das ist keine Rechtfertigung, es illegal zu machen. Ich wüsste jetzt btw. nicht, wo die Fans das bewiesen haben sollten? Indem sie Woche für Woche wieder zündeln und immer wieder was passiert. Frag mal Rettungsdienste, Polizei oder Feuerwehr, was wirklich passiert und nicht in den Medien breitgetreten wird(und ich bin Sani im Stadion, wo ich auch schon einiges erleben durfte). Jetzt gar nicht mal auf Werder bezogen.
Welche abgesprochene Pyroshow meinst du denn?
Jetzt nichts Spezielles. Ich hatte hier mal irgendwo einen Vorschlag gemacht, wie ein Kompromiss aussehen konnte. Der sah so aus, dass es vorher angemeldet und kontrolliert vor dem Block oder in einem extra abgegrenzten Bereich gemacht wird, eventuell unter Aufsicht von Fachpersonal in der Nähe. Darauf kam nur Unverständnis und Beiträge wie "Das nimmt doch die ganze Spontanität raus und ich will das so und so...", also null Kompromissbereitschaft.

Btw. wegen Österreich. Da funktioniert es auch nicht. Nicht umsonst wurde es dort nun auch verboten, aber wenn ich das richtig verstanden habe, gibt es dort inzwischen Bereitschaft zu Kompromissen.
 
Die Fans haben auch bewiesen, dass sie mit Bengalos und Rauchbomben umgehen können,

Ob bei Werder schon mal schwere Verletzungen passiert sind weiß ich nicht. Aber es geht ja nicht darum, den Werder-Fans Pyros zu erlauben, sondern dass es bundesweit geschieht. Und letztes Jahr gab es bei Bochum-Nürnberg Schwerverletzte. Also haben die Fans keineswegs bewiesen, dass sie damit umgehen können.
Zudem ist es doch momentan so, dass einige nicht bereit sind, Verbote einzuhalten. Also kann man anhand dieses Verhaltens auch nicht davon ausgehen, dass sie es künftig sein werden. Warum sollte also beispielsweise kontrollierte Pyro vor dem Block erlaubt werden, wenn offensichtlich Leute trotzdem im Block Feuerspielchen veranstalten werden.
Erst wenn die Fans zu erkennen geben, dass sie sich an Spielregeln halten werden, wird man darüber nachdenken, welche Verbote sinnvoll sind und welche nicht, und momentan ist Pyro halt generell verboten.
 
Wo haben sie das denn bewiesen? In Saint Etienne? Oder indem sie in Ahlen den ganzen Bahnhofstunnel zunebeln? Und selbst wenn Du Recht hättest, und jede Pyro-Aktion wäre perfekt gelaufen, dann wäre sie immer noch verboten gewesen. Also arbeitet am Verbot!

und auch @Bremerland: Ja ok Saint-Etienne. Ahlen Bahnhofstunnel musste auch nicht sein, fand ich selber auch nicht grad toll. Aber wenn man sich mal bei PikV umguckt, dann sieht man, dass die z.B. auch gegen Würfe von Pyro sind. Und das ist doch die Chance genau sowas auch zu verhindern. Wenn beispielsweise das Zünden am Zaun mit sandtopf usw. erlaubt werden würde und gleichzeitig festgelegt würde, dass dieses Privileg bei z.B. Würfen weg wäre, dann würde doch auch innerhalb der Kurve anders gedacht werden und solche Würfe oder andere unkontrollierte Aktionen stark eingedämmt werden (klar gibts immer noch Idioten, aber die gibts ja immer). Dann hätte Nürnberg auch kein Magnesiumpulver reinschmuggeln müssen bzw sie hätten es gar nicht erst mitnehmen müssen. Das ist doch auch eine Chance für die Offiziellen.
 
Der Meinung kannst du ja sein, aber das ist keine Rechtfertigung, es illegal zu machen. Ich wüsste jetzt btw. nicht, wo die Fans das bewiesen haben sollten? Indem sie Woche für Woche wieder zündeln und immer wieder was passiert. Frag mal Rettungsdienste, Polizei oder Feuerwehr, was wirklich passiert und nicht in den Medien breitgetreten wird(und ich bin Sani im Stadion, wo ich auch schon einiges erleben durfte). Jetzt gar nicht mal auf Werder bezogen.

Sorry aber ich kann schwer glauben, dass bei der Meinung der deutschen Presse zu Pyro so viele Pyroverletzungen einfach nicht beachtet werden. Normalerweise wird doch jede kleine Chance genutzt um auf den bösen Fans rumzuhacken.

Jetzt nichts Spezielles. Ich hatte hier mal irgendwo einen Vorschlag gemacht, wie ein Kompromiss aussehen konnte. Der sah so aus, dass es vorher angemeldet und kontrolliert vor dem Block oder in einem extra abgegrenzten Bereich gemacht wird, eventuell unter Aufsicht von Fachpersonal in der Nähe. Darauf kam nur Unverständnis und Beiträge wie "Das nimmt doch die ganze Spontanität raus und ich will das so und so...", also null Kompromissbereitschaft.

Es wäre immerhin ein Ansatz.

Btw. wegen Österreich. Da funktioniert es auch nicht. Nicht umsonst wurde es dort nun auch verboten, aber wenn ich das richtig verstanden habe, gibt es dort inzwischen Bereitschaft zu Kompromissen

Und genau diese Kompromisse meine ich, die doch auch in Deutschland möglich sein könnten.
 
und @Bremerland: Ja ok Saint-Etienne. Ahlen Bahnhofstunnel musste auch nicht sein, fand ich selber auch nicht grad toll. Aber wenn man sich mal bei PikV umguckt, dann sieht man, dass die z.B. auch gegen Würfe von Pyro sind. Und das ist doch die Chance genau sowas auch zu verhindern. Wenn beispielsweise das Zünden am Zaun mit sandtopf usw. erlaubt werden würde und gleichzeitig festgelegt würde, dass dieses Privileg bei z.B. Würfen weg wäre, dann würde doch auch innerhalb der Kurve anders gedacht werden und solche Würfe oder andere unkontrollierte Aktionen stark eingedämmt werden (klar gibts immer noch Idioten, aber die gibts ja immer). Dann hätte Nürnberg auch kein Magnesiumpulver reinschmuggeln müssen bzw sie hätten es gar nicht erst mitnehmen müssen. Das ist doch auch eine Chance für die Offiziellen.
Das ist schon richtig. Nur sind wie gesagt die Fans am Zug. Der Staat sitzt am längeren Hebel und zur Not werden halt immer mehr Sanktionen durchgesetzt. Was glaubst du, bringt es also, trotzdem weiterzumachen?
 
Soweit ich mich entsinne, ist bei jedem Spiel immer eine gewisse Dynamik im Publikum, insbesondere im Stehbereich, wo die Pyros ja nunmal Thema sind.
Man stelle sich mal folgendes Szenario vor: ein selbsternannter "Fachmann" zündet so ein Teil, aus irgendwelchen Gründen bewegt sich die Gruppe der umstehenden Menschen, jemand stolpert und donnert mit dem Gesicht in so ein Teil.
Ich frage mich, ob diejenigen die ja so gut damit umgehen können, sich der höllischen Hitze bewusst sind, die von solchen Teilen ausgeht.
Soll mir niemand sagen, das sei an den Haaren herbeigezogen, mir ist sowas mal fast beim Eishockey passiert, und da war es beiweitem nicht so heikel, wie es meist in den Stehbereichen ist, was die Bewegung der Masse angeht.
Zugegeben, manche Regelungen sind sinnfrei, hier wird sich der Gesetzgeber jedoch was dabei gedacht haben, dass solche Artikel nur von ausgebildeten Personen benutzt werden dürfen.
Von daher macht der Vorschlag von Eisbär nicht nur Sinn, er wäre mMn der einzig gangbare Weg.
Eine Frage drängt sich mir noch auf:

Ob sich die "Pyrofachleute" genauso rücksichtslos und ignorant aufführen, wenn sie ein Auto unterm Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) haben?
 
Soweit ich mich entsinne, ist bei jedem Spiel immer eine gewisse Dynamik im Publikum, insbesondere im Stehbereich, wo die Pyros ja nunmal Thema sind.
Man stelle sich mal folgendes Szenario vor: ein selbsternannter "Fachmann" zündet so ein Teil, aus irgendwelchen Gründen bewegt sich die Gruppe der umstehenden Menschen, jemand stolpert und donnert mit dem Gesicht in so ein Teil.
Ich frage mich, ob diejenigen die ja so gut damit umgehen können, sich der höllischen Hitze bewusst sind, die von solchen Teilen ausgeht.
Soll mir niemand sagen, das sei an den Haaren herbeigezogen, mir ist sowas mal fast beim Eishockey passiert, und da war es beiweitem nicht so heikel, wie es meist in den Stehbereichen ist, was die Bewegung der Masse angeht.
Zugegeben, manche Regelungen sind sinnfrei, hier wird sich der Gesetzgeber jedoch was dabei gedacht haben, dass solche Artikel nur von ausgebildeten Personen benutzt werden dürfen.
Von daher macht der Vorschlag von Eisbär nicht nur Sinn, er wäre mMn der einzig gangbare Weg.
Eine Frage drängt sich mir noch auf:

Ob sich die "Pyrofachleute" genauso rücksichtslos und ignorant aufführen, wenn sie ein Auto unterm Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) haben?


Und genau deswegen (der Bewegung der Masse) könnte ich mir als Kompromiss beispielsweise ein Zünden am Zaun mit bereitgestelltem Sandtopf oder ähnlichem zur entsorgung vorstellen.

@eisbaer: Ich glaube, dass es dem Staat genauso wenig bringt immer weitere Verbote auszusprechen, da wie schon gesagt, mMn die lage dann irgendwann eskalieren wird.
 
Und genau deswegen (der Bewegung der Masse) könnte ich mir als Kompromiss beispielsweise ein Zünden am Zaun mit bereitgestelltem Sandtopf oder ähnlichem zur entsorgung vorstellen.

@eisbaer: Ich glaube, dass es dem Staat genauso wenig bringt immer weitere Verbote auszusprechen, da wie schon gesagt, mMn die lage dann irgendwann eskalieren wird.

Ganz ehrlich, wenn ich in meiner unmittelbaren Nähe sonen Feuerwerker in der Menge hätte, würde sich bei mir eine, sagen wir mal, "gespannte" Haltung einstellen, die durchaus eskalieren möchte...
Ich persönlich gehe ins Stadion, um Werder zu unterstützen, und nicht, um mich durch irgendwelche, sorry, "Selbstbespasser" zum kleinen Bruder von Niki Lauda umwandeln zu lassen
 
Sorry aber ich kann schwer glauben, dass bei der Meinung der deutschen Presse zu Pyro so viele Pyroverletzungen einfach nicht beachtet werden. Normalerweise wird doch jede kleine Chance genutzt um auf den bösen Fans rumzuhacken.
Die Medien kommen nur damit an, wenn wirklich groß was passiert, wie z.B. beim Spiel Bochum-Nürnberg. Wenn beim Spiel Allemania Erkenschwick vs. Spvgg Bratkartoffel ein Fan(oder auch mehrere) mit leichten Verbrennungen behandelt werden muss, ist das keine Schlagzeile wert. Zudem beweisen die Medien immer wieder Doppelmoral. Mal sinds Randale, mal stimmungsgeladene Fans. Dazu kommt, dass solche Fälle nicht unbedingt bei den Medien landen, weil Rettungsdienste da nicht immer Auskunft drüber geben. Meist erfahren nur die Vereine und die Polizei etwas davon.

Und genau diese Kompromisse meine ich, die doch auch in Deutschland möglich sein könnten.
Könnten, wenn die Fans Kompromissbereitschaft signalisieren. In Österreich dürfte das leichter gewesen sein, weil das Gesetzt dort noch recht neu war und die Pyrobefürworter meiner Einschätzung nach dort wesentlich mehr sind als hier.

@eisbaer: Ich glaube, dass es dem Staat genauso wenig bringt immer weitere Verbote auszusprechen, da wie schon gesagt, mMn die lage dann irgendwann eskalieren wird.
Eskalieren tut sie dann aber nicht wegen der Verbote, sondern weil die Fans es nicht akzeptieren wollen. Wie gesagt, da zieht der Vergleich mit dem bockigen Kind, dass den Hausarrest nicht akzeptieren will und laut rumschreit, weswegen der Hausarrest nochmal verlängert wird + TV-Verbot. ;)


Btw. danke, dass du vernünftig diskutierst. Da gabs auch schon andere Gesellen hier.
 
Wenn beispielsweise das Zünden am Zaun mit sandtopf usw. erlaubt werden würde und gleichzeitig festgelegt würde, dass dieses Privileg bei z.B. Würfen weg wäre, dann würde doch auch innerhalb der Kurve anders gedacht werden und solche Würfe oder andere unkontrollierte Aktionen stark eingedämmt werden

Klingt nach einem guten Kompromiss (auch wenn dann ja immer noch Fans die Rauchschwaden einatmen müssten, aber wie gesagt, als Kompromissvorschlag finde ich es einen guten Ansatz).
Nur bleibt doch die Frage, wie der erreicht werden kann. Und da sind meiner Meinung nach die Pyro-Befürworter völlig auf dem Holzweg.

Dann hätte Nürnberg auch kein Magnesiumpulver reinschmuggeln müssen bzw sie hätten es gar nicht erst mitnehmen müssen.


Btw. danke, dass du vernünftig diskutierst. Da gabs auch schon andere Gesellen hier.

Dem kann ich mich nur anschließen.

Na ja, gemusst haben sie es eigentlich gar nicht.
Wenn sie sich selber bewusst waren, dass die einzige Möglichkeit, eine Pyro zu sehen die war, die Gesundheit von Umstehen zu gefährden, dann hätten sie auf die Pyro verzichten können, ja müssen.

Auch wenn die Beispiel aus dem Straßenverkehr nicht ganz passen: Wenn ich gerne mein Auto benutzen möchte, aber weiß, dass die Bremsen kaputt sind, dass muss ich doch nicht fahren. Sondern arbeite an den Bremsen.
 
Die Lage wird zweifellos eskalieren. Aber dabei ist auch ganz klar, wer die Verlierer sein werden - und zwar nicht der Staat und nicht die Offiziellen, sondern die Fans. Und zwar ALLE Fans - wegen ein paar Idioten, die meinen, sich über Verbote hinwegsetzen zu müssen. Und das kotzt mich an.
 
Ganz ehrlich, wenn ich in meiner unmittelbaren Nähe sonen Feuerwerker in der Menge hätte, würde sich bei mir eine, sagen wir mal, "gespannte" Haltung einstellen, die durchaus eskalieren möchte...
Ich persönlich gehe ins Stadion, um Werder zu unterstützen, und nicht, um mich durch irgendwelche, sorry, "Selbstbespasser" zum kleinen Bruder von Niki Lauda umwandeln zu lassen

Naja wenn du dich dann nicht direkt an den Zaun stellst, bist du ja nicht in unmittelbarer Nähe.

Zitat von eisbaer:
Die Medien kommen nur damit an, wenn wirklich groß was passiert, wie z.B. beim Spiel Bochum-Nürnberg. Wenn beim Spiel Allemania Erkenschwick vs. Spvgg Bratkartoffel ein Fan(oder auch mehrere) mit leichten Verbrennungen behandelt werden muss, ist das keine Schlagzeile wert. Zudem beweisen die Medien immer wieder Doppelmoral. Mal sinds Randale, mal stimmungsgeladene Fans. Dazu kommt, dass solche Fälle nicht unbedingt bei den Medien landen, weil Rettungsdienste da nicht immer Auskunft drüber geben. Meist erfahren nur die Vereine und die Polizei etwas davon.

Da kann ich jetzt natürlich nicht mitreden, da ich kein Sanitäter bin. Muss ich dir wohl glauben, auch wenn es mich wundert.

Könnten, wenn die Fans Kompromissbereitschaft signalisieren. In Österreich dürfte das leichter gewesen sein, weil das Gesetzt dort noch recht neu war und die Pyrobefürworter meiner Einschätzung nach dort wesentlich mehr sind als hier.

Und da sind wir wieder am Anfang, da mein eindruck wie gesagt ist, dass die Fans kompromissbereiter sind als die offiziellen. Aber ist eben nur mein Eindruck.

Eskalieren tut sie dann aber nicht wegen der Verbote, sondern weil die Fans es nicht akzeptieren wollen. Wie gesagt, da zieht der Vergleich mit dem bockigen Kind, dass den Hausarrest nicht akzeptieren will und laut rumschreit, weswegen der Hausarrest nochmal verlängert wird + TV-Verbot.

Oder auch weil die andere Seite nur mit Strafen antwortet, statt auf einen Kompromiss aus zu sein.

Zitat von Bremerland:
Klingt nach einem guten Kompromiss (auch wenn dann ja immer noch Fans die Rauchschwaden einatmen müssten, aber wie gesagt, als Kompromissvorschlag finde ich es einen guten Ansatz).
Nur bleibt doch die Frage, wie der erreicht werden kann. Und da sind meiner Meinung nach die Pyro-Befürworter völlig auf dem Holzweg.

Und ich bleibe bei der Meinung, dass es anders nicht gehen würde.

Na ja, gemusst haben sie es eigentlich gar nicht.
Wenn sie sich selber bewusst waren, dass die einzige Möglichkeit, eine Pyro zu sehen die war, die Gesundheit von Umstehen zu gefährden, dann hätten sie auf die Pyro verzichten können, ja müssen.

Auch wenn die Beispiel aus dem Straßenverkehr nicht ganz passen: Wenn ich gerne mein Auto benutzen möchte, aber weiß, dass die Bremsen kaputt sind, dass muss ich doch nicht fahren. Sondern arbeite an den Bremsen.

In dem Fall bin ich deiner Meinung, da ich die Nürnberger Aktion selber auch völlig idiotisch fand. Ich bin ja auch nur der Meinung, dass so etwas verhindert werden könnte, wenn Pyrotechnik teilweise legalisiert würde.

Zitat von opalo:
Die Lage wird zweifellos eskalieren. Aber dabei ist auch ganz klar, wer die Verlierer sein werden - und zwar nicht der Staat und nicht die Offiziellen, sondern die Fans. Und zwar ALLE Fans - wegen ein paar Idioten, die meinen, sich über Verbote hinwegsetzen zu müssen. Und das kotzt mich an.

Ich glaube, dass beide Seiten verlieren würden, wesewegen mMn auch beide Seiten auf einen Kompromiss aus sein müssten.
 
Ich glaube, dass beide Seiten verlieren würden, wesewegen mMn auch beide Seiten auf einen Kompromiss aus sein müssten.

Es ist halt die Frage, wer wirklich etwas zu verlieren hat: Die Pyrobefürworter, die überwiegend ja in erster Linie Fans sind, verlieren evtl. Stehplätze, Fanutensilien, Auswärtsreisen.
Die Gegenseite, und das ist vor allem der Gesetzgeber, verliert allenfalls ein paar leere Zellen in den Gefängnissen. Wie lautstark und farbenprächtig es in den Stadien zugeht ist denen vermutlich egaler als die durchschnittliche Rasenlänge im Sechzehner.
 
Oder auch weil die andere Seite nur mit Strafen antwortet, statt auf einen Kompromiss aus zu sein.
So drehen wir uns im Kreis. ;)
Ich wüsste jetzt nicht, wie der Staat anders reagieren könnte. Der Staat will in erster Linie, dass die Kosten für Polizeieinsätze, Rettungsdienste usw. gesenkt werden. Solange aber illegal gezündelt wird, ändert sich daran nichts. Merkt der Staat, dass diese Kosten wegfallen, weil die Fans sich benehmen, gibt es bestimmt Gesprächsbereitschaft. Der Staat will die Fans ja nicht ärgern. Es sind wie gesagt die Kosten. Natürlich auch die Verletzungsgefahr, durch die die Kosten entstehen, aber naja sind wir ehrlich, es sind in erster Linie die Kosten. Das betrifft auch nicht nur Pyros, sondern generell das Problem mit Fußball"fans", z.B. wenn wieder randaliert wird.
 
Es ist halt die Frage, wer wirklich etwas zu verlieren hat: Die Pyrobefürworter, die überwiegend ja in erster Linie Fans sind, verlieren evtl. Stehplätze, Fanutensilien, Auswärtsreisen.
Die Gegenseite, und das ist vor allem der Gesetzgeber, verliert allenfalls ein paar leere Zellen in den Gefängnissen. Wie lautstark und farbenprächtig es in den Stadien zugeht ist denen vermutlich egaler als die durchschnittliche Rasenlänge im Sechzehner.

:tnx: Genauso sehe ich das auch. Außer, dass nicht nur die Pyrobefürworter verlieren, sondern alle Fans.
 
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