Soziale Gerechtigkeit....?

Wie heute Morgen avisiert habe ich verschoben. Macht gerne andere Vorschläge für den Titel, ich bin um diese Uhrzeit nicht mehr kreativ. Ebenfalls bitte Info, wenn nicht konsequent verschoben wurde. Das ist mobil unübersichtlich. Danke.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kein Mensch muss irgendwas, ausser zu sterben....
Mir ist das dennoch zu platt, ich nehme auch mal an, dass du noch nie obdachlos warst oder?

Natürlich ist es auch bei uns nicht perfekt.
Ich sage "niemand muss obdachlos sein" und meine damit, dass wir ein sehr gutes Sozialsystem haben, dass Menschen hilft, die in Not geraten.
Aber natürlich ist unser System nicht perfekt. Es gibt auch immer Menschen, die durch das Netz fallen.
Da sind natürlich Verbesserungen wünschenswert. Man muss auch Menschen helfen, die sich nicht selbst die Hilfe, die ihnen zusteht, organisieren können. Klar, es gibt auch Menschen, die so schwach sind, dass sie zwar wissen, dass es Angebote gibt, aber es nicht schaffen, sich zu kümmern.
Natürlich ist das bitter.
Vielleicht war ich zu pauschal in meinem Urteil, weil zwar Angebote da sind, aber viele der Betroffenen nicht in der Lage sind, sie ohne Hilfe anzunehmen.

Aber vergleich doch mal unser Sozialsystem mit dem vieler anderer Staaten. Da bietet D doch schon eine Menge.

Du hast recht: Ich war noch nie obdachlos.
 
Wie gesagt, ich muss es nicht, aber ich denke selbst darüber nach, einen Job nebenbei zu machen, weil wir gerne reisen und zwei Flugreisen im Jahr doch ein bisschen wenig sind, wenn wir noch alle Ziele besuchen wollen, die wir uns vorgenommen haben.

Es ist ein himmelweiter Unterschied, ob Du Dich freiweillig für einen Nebenjob entscheidest, weil Du Dir irgend einen Luxus leisten möchtest - und mehr als zwei Flugreisen im Jahr packe ich in diese Kategorie - oder ob Du einen Nebenjob annehmen musst, weil das Geld mit Deinem Vollzeitjob nicht zum Leben reicht. Und, ja, man kann aufstocken. Ich finde es aber entwürdigend, wenn jemand, der Vollzeit arbeitet, dennoch zum Amt gehen muss, weil das Geld nicht zum Leben reicht.

@Lübecker
Aber das kommt doch daher, das fast jeder Dödel Abitur mach kann und anschliessend zur Uni drängt. Wurde aber auch schon an anderer Stelle diskutiert. Die von dir genannten Berufe anständig bezahlen und vieles würde sich erledigen. Ginge natürlich zu Lasten derjenigen, welche diese Leistungen in Anspruch nehmen und das würde wiederum Geschrei geben.
:tnx:, spezielll zum letzten Teil. Genau darüber, dass ja beim Anheben des Mindestlohns vieles teurer wird, haben einige gut verdienende Kollegen gejammert. Da pack ich mir echt an den Kopf.

@marian70 - Du hast irgendwo geschrieben, wenn ich der Auffassung bin, ich verdiene gut, kann ich etwas abgeben. Kann ich, und mach ich. Da hat aber nur derjenige, der wenig verdient, etwas davon, der sichtbar ist (Trinkgeld im Restaurant, beim Friseur etc.), und nicht all diejenigen, die irgendwo im Hintergrund für wenig Geld arbeiten. Von daher bin ich klar für eine weitere als die beschlossene Erhöhung des Mindestlohns. Dafür zahle ich gerne mehr für entsprechende Produkte und Dienstleistungen.

@FatTony - München. Ich habe keine Statistik, lese aber immer wieder Artikel bzw. sehe in Dokus, dass selbst Normalverdiener (in der letzten Doku war es ein Polizist) die Wahl haben zwischen Miniwohnung, wenn sie denn eine finden, oder pendeln. Hinzu kommen Verwandte, die in München leben. Das wirklich nicht große oder irgendwie luxuriöse Reihenhäuschen am Stadtrand mit Minigarten hat vor ca 7 oder 8 Jahren schon > 700.000 Euro gekostet und seitdem massiv an Wert gewonnen. Die Wohnungen, die sie vorher hatten, so um die 70 m2, kosteten auch gerne mal 2.000 Euro warm im Monat mit teils mäßiger Ausstattung. Da musst Du schon sehr, sehr gut verdienen, um das stemmen zu können.
 
@marian70

Bei
Man muss sich mal selbst fragen, ob alles, was man konsumiert, nötig ist. Es gibt Leute, die das neueste iPhone für 1500 € haben und gleichzeitig jammern, dass es finanziell knapp ist.
bin ich bei Dir, gehe aber davon aus, dass jemand mit Mindestlohn zuerst einmal seine Miete, Gasrechnung etc. zahlt, bevor er sich ein neues iphone kauft und dadurch ggf. riskiert, dass ihm der Gashahn abgedreht wird. Ich habe auch kein Mitleid mit denjenigen, die Konsum über Pump finanzieren und am Ende dadurch in der Schuldenfalle landen. So viel Hirn sollte jeder haben, dass er realistisch überlegt, womit er die Raten, die klein aussehen, aber sich summieren können, bezahlen will. Andererseits frage ich mich auch, warum es zulässig ist, z. B. Kredite für einen Urlaub als Bank offensiv zu bewerben mit Warnungen vor Risiken, wenn überhaupt im Kleingedruckten, wohingegen aus Verbraucherschutzgründen vor allen möglichen andren Dingen gewarnt wird (oder diese verboten sind) und ich mich da manchmal frage, ob ich mündige Bürgerin oder im Kindergarten bin...
 
@marian70

Bei bin ich bei Dir, gehe aber davon aus, dass jemand mit Mindestlohn zuerst einmal seine Miete, Gasrechnung etc. zahlt, bevor er sich ein neues iphone kauft und dadurch ggf. riskiert, dass ihm der Gashahn abgedreht wird. Ich habe auch kein Mitleid mit denjenigen, die Konsum über Pump finanzieren und am Ende dadurch in der Schuldenfalle landen. So viel Hirn sollte jeder haben, dass er realistisch überlegt, womit er die Raten, die klein aussehen, aber sich summieren können, bezahlen will. Andererseits frage ich mich auch, warum es zulässig ist, z. B. Kredite für einen Urlaub als Bank offensiv zu bewerben mit Warnungen vor Risiken, wenn überhaupt im Kleingedruckten, wohingegen aus Verbraucherschutzgründen vor allen möglichen andren Dingen gewarnt wird (oder diese verboten sind) und ich mich da manchmal frage, ob ich mündige Bürgerin oder im Kindergarten bin...

Sollte man denken, ist aber erschreckend oft nicht der Fall.
Übrigens Menschen, denen als Kind alles und jeder Wunsch erfüllt worden ist, die nie Grenzen oder Konsequenzen gekannt haben und auch als "erwachsener" nicht kennen. Danke der "antiautoritären Erziehung", die ja in Mode ist, wirds auch eher schlimmer werden damit.
Davon kenne ich auch ein paar. Da ist auch Hopfen und Malz verloren - die lernen es nicht.
Die könnten im Lotto gewinnen, das Geld wär schneller weg, als man "ups" sagen könnte.

Denn wie du sagst: fragwürdige Werbung spielt da sicher ne Rolle mit - "einfach mal kaufen, in 3 Jahren zahlen" oder so in der Art.
Das ist "Deppenfischen" von ganz gruseliger und unmenschlicher Art und Weise.
 
Stimmt, aber, wie gesagt, da liegt mein Mitleid bei null. Einen Ratenkredit für eine Waschmaschine, meinetwegen auch für ein Auto, wenn man es für die Fahrt zur Arbeit braucht, ja, klar. Oder ein Darlehen für Wohneigentum. Aber sonst?

Genau ein Mal habe ich Möbel auf Ratenkredit gekauft, aber auch nur, weil das ein 0 % Kredit war, und es auf angelegtes Geld zu der Zeit noch Zinsen gab. Sprich, es lohnte sich finanziell für mich. Aber ich musste höllisch aufpassen, weil da ganz schnell abgezockt wird. Berufsbedingt habe ich ein Auge in Sachen Verträge - und Zahlen - und zum Glück rechtzeitig gesehen, dass eine Kreditausfallversicherung (gegen Kosten) dabei war, sprich, die zurückzuzahlenden Raten in Summe waren nicht exakt die Darlehenshöhe, sondern mehr. Das hätte der Typ gekonnt unter den Teppich gekehrt, und es wäre eben kein 0 % Kredit geworden...
 
Stimmt, aber, wie gesagt, da liegt mein Mitleid bei null....

Bin da tatsächlich zwiegespalten.
Einerseits: selbst Schuld, klar.

Andererseits: wenn Eltern / Familien ihren Kindern den Umgang mit Finanzen nicht ordentlich beibringen können, woher sollen die Leute das dann lernen? Eigenverantwortung ja sicherlich zu einem gewissen Grad.
Kennt aber doch jeder von uns, denke ich mal, das Verhaltensweisen, die sich seit Kindheit an eingeschliffen haben - die dann rauszubekommen mit Mitte 30 - schwierig, ganz schwierig.

Auf raten hab ich jetzt zum ersten Mal etwas laufen, neuen PC, dank Paypal über 3 Jahre , tatsächliche 0% Zinsen.
Ansonsten... Das einzige wo ich sonst nen Kredit für nehmen würde ist Eigentum (Wohnraum).
Alles andere will ich / muss ich direkt kaufen können oder eben sparen, mit so Ratenkrams fang ich nicht an.
(mir gings aber auch nie richtig schlecht, rein finanziell, lt. Vergleichsrechner vom Spiegel sind ca. 60 % der Leute in D mit mehr Einkommen als meine Wenigkeit - ginge deutlich besser, aber gibt doch noch n paar, denen es viel schlechter geht).
 
Bin da tatsächlich zwiegespalten.
Einerseits: selbst Schuld, klar.

Andererseits: wenn Eltern / Familien ihren Kindern den Umgang mit Finanzen nicht ordentlich beibringen können, woher sollen die Leute das dann lernen? Eigenverantwortung ja sicherlich zu einem gewissen Grad.
Die Eigenverantwortung bzw. die eigene Persönlichkeit sind mMn der größten entscheidenden Faktoren. Klar, das Elternhaus prägt einen Menschen in vielen Dingen für das ganze Leben. Positiv wie negativ. Aber kein Kind ist im Wesen, Charakter, Verhaltensweisen etc. eine 100%ige Melange seiner Eltern, sondern entwickelt eigene Eigenschaften. Positiv wie negativ. Denn es ist z.B. ja auch möglich, dass zwei Kinder in einem sparsamen Elternhaus ohne finanzielle Sorgen aufwachsen, und das eine Kind auch im Erwachsenalter ebenfalls sparsam lebt, während das andere sein Geld verprasst.
 
Stimmt, aber, wie gesagt, da liegt mein Mitleid bei null. Einen Ratenkredit für eine Waschmaschine, meinetwegen auch für ein Auto, wenn man es für die Fahrt zur Arbeit braucht, ja, klar. Oder ein Darlehen für Wohneigentum. Aber sonst?

Genau ein Mal habe ich Möbel auf Ratenkredit gekauft, aber auch nur, weil das ein 0 % Kredit war, und es auf angelegtes Geld zu der Zeit noch Zinsen gab. Sprich, es lohnte sich finanziell für mich. Aber ich musste höllisch aufpassen, weil da ganz schnell abgezockt wird. Berufsbedingt habe ich ein Auge in Sachen Verträge - und Zahlen - und zum Glück rechtzeitig gesehen, dass eine Kreditausfallversicherung (gegen Kosten) dabei war, sprich, die zurückzuzahlenden Raten in Summe waren nicht exakt die Darlehenshöhe, sondern mehr. Das hätte der Typ gekonnt unter den Teppich gekehrt, und es wäre eben kein 0 % Kredit geworden...
Zumal sie die Finanzierung ihrer Aufwände in ihrer Aufschlagskalkulation berücksichtigt haben. :D
 
Ich bin da bei @Bremen. 2 Kinder haben dieselben Vorraussetzungen aus dem Elternhaus. Das eine baut ein Einser-Abitur, das andere kommt nur mit Arschtritten in die grobe Richtung. Das eine übernimmt die Regeln aus dem Elternhaus, das andere verwechselt Umsatz mit Gewinn.
Schlechte Erfahrungen mit Ratenkäufen, Krediten etc. können helfen auf dem zukünftigen Weg, und manch einer ist und bleibt schlicht zu blöd zum zum.
 
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