Soziale Gerechtigkeit....?

Genau wir bilden uns alle weiter und die schlechter bezahlten Jobs macht dann keiner mehr:lol:

Haben wir nicht dieses Problem mittlerweile schon in Deutschland mit steigender Tendenz? Werden nicht jetzt schon verzweifelt Busfahrer, LKW-Fahrer, Pflegekräfte usw. gesucht? Platzen nicht jetzt schon im Gegenzug dazu unsere Unis aus allen Nähten?
 
@marian70 - es ist schon lange nicht mehr jeder seines Glückes Schmied in Deutschland. Ich würde Deiner Argumentation in Ansätzen folgen, wenn dem (noch) so wäre, aber google mal nach Chancengleichheit etc. in Deutschland - da kommt Deutschland im Vergleich eher schlecht weg. Kinder aus nicht akademischen Haushalten, aus schwierigen Vierteln etc. schaffen es - gerade in Ballungsgebieten - deutlich weniger häufig aufs Gymnasium, an die Uni etc. Und das ganz sicher nicht, weil sie weniger intelligent sind.

Nur mal am Rand - mir ist es gelungen, und gerade deshalb habe ich einen Blick dafür. Den hast Du offenbar, bei allem Respekt davor, dass Du Dich hochgearbeitet zu haben scheinst, so wie ich Deinen Beitrag verstehe, vollkommen verloren. Schade.

Da Du die USA ansprichst - hast Du den Film Nomad Land gesehen? Wenn nicht, schau ihn Dir an. Danach können wir uns gerne noch einmal dazu austauschen, ob die USA ein positives Beispiel oder gar Vorbild sind. Für mich sind sie es nicht. Das, was da über weite Strecken im Niedriglohnsektor läuft, ist Ausbeutung.

P.S.: Die Diskussion ist hier off topic, sorry, dass ich dazu beitrage. Wenn sie länger wird, werde ich sie verschieben - nach Feierabend ;)
 
@marian70 - es ist schon lange nicht mehr jeder seines Glückes Schmied in Deutschland. Ich würde Deiner Argumentation in Ansätzen folgen, wenn dem (noch) so wäre, aber google mal nach Chancengleichheit etc. in Deutschland - da kommt Deutschland im Vergleich eher schlecht weg. Kinder aus nicht akademischen Haushalten, aus schwierigen Vierteln etc. schaffen es - gerade in Ballungsgebieten - deutlich weniger häufig aufs Gymnasium, an die Uni etc. Und das ganz sicher nicht, weil sie weniger intelligent sind.

Nur mal am Rand - mir ist es gelungen, und gerade deshalb habe ich einen Blick dafür. Den hast Du offenbar, bei allem Respekt davor, dass Du Dich hochgearbeitet zu haben scheinst, so wie ich Deinen Beitrag verstehe, vollkommen verloren. Schade.

Da Du die USA ansprichst - hast Du den Film Nomad Land gesehen? Wenn nicht, schau ihn Dir an. Danach können wir uns gerne noch einmal dazu austauschen, ob die USA ein positives Beispiel oder gar Vorbild sind. Für mich sind sie es nicht. Das, was da über weite Strecken im Niedriglohnsektor läuft, ist Ausbeutung.

P.S.: Die Diskussion ist hier off topic, sorry, dass ich dazu beitrage. Wenn sie länger wird, werde ich sie verschieben - nach Feierabend ;)

Die USA als Vorbild zu nehmen ist mMn in vielen Bereichen eher Anschauungsunterricht, wie man es nicht machen sollte...

Und auch die Sätze zur "positiven Grundeinstellung" sind eher Glaubenssätze, die mittlerweile wenig mit der Realität zu tun haben.
 
Wohnt außerhalb, weil die Miete da für sie bezahlbar ist

Lebt sie am Existenzminimum, also derart auf Kante, das die Benzinpreise sie in den Ruin treiben? Denn darum geht es hier, Benzinpreise und die Auswirkungen. Wen betrifft es eigentlich? Ihr seid hier schon wieder bei der Kassiererin und Frieseurin, was ich übrigens entwürdigend finde das diese Berufsgruppen immer wieder herhalten müssen in Diskussionen. Pendelt die Kassiererin jeden Tag 30 Kilometer in ihren Supermarkt? Und wie viel Geld bleibt? In Bremen sind zb die Pendler eher die Gutverdiener weil im Speckgürtel häufig Menschen mit sehr gut bezahlten Jobs das Haus im Grünen gewählt haben.
 
Mindestlohn ist genau so ein Unsinn wie eine Mietpreisbremse.

Mindestlohn verhindert diese Auswüchse von Unternehmen die sich nur dann lohnen, wenn man den Menschen Löhne zahlt von denen sie nicht leben können. Warum sie dort dann trotzdem arbeiten? Weil, Schröder und seiner damaligen SPD sei es gedankt, sie müssen? Nein, weil die CDU schon damals den Mindestlohn verhindert hat in Kombination mit der Agenda geplant war um das Lohndumping zu verhindern was natürlich sofort eingesetzt hat.

Anyway: Dein Beispiel mit den USA ist valide, dort arbeiten die Menschen tatsächlich häufig mehrfach. Ich habe das persönlich erlebt, 10-Stunden-Schicht plus Anfahrt und Abfahrt (zusammen 3~4 Stunden) oben drauf und dann noch ein Zweitjob weil es für die Familie nicht reichte. Die Frage ist nur, ob man in so einem Land leben möchte. Für mich ist die Antwort klar, nein, möchte ich nicht und ich will auch nicht zulassen, dass Deutschland in ein solches Land transformiert wird.
 
Mit Software geht jedoch nur, wenn man einen PC und die entsprechende Infrastruktur und die entsprechenden Kenntnisse hat. I

Man braucht keine Kenntnisse, die Software ist komplett selbsterklärend und für Dummies wie mich gemacht. Und mit Verlaub: Wer im Jahr 2022 vom Staat Geld haben möchte, aber keinen PC sein eigen nennt, der macht etwas falsch. Ich will hier nicht so weit gehen wie marian und US-Verhältnisse fordern, aber ein klein wenig Eigeninitiative erwarte ich von Menschen die Geld vom Staat haben wollen. Und damit wir uns nicht falsch verstehen: Meine Eltern wären mit der PC-Software ebenfalls überfordert, aber die holen sich dann eben Hilfe, von mir zum Beispiel. Oder früher vom Ring. Oder halt von Bekannten damals, die brechen sich dabei keinen Zacken aus der Krone.
 
Ihr seid hier schon wieder bei der Kassiererin und Frieseurin, was ich übrigens entwürdigend finde das diese Berufsgruppen immer wieder herhalten müssen in Diskussionen. Pendelt die Kassiererin jeden Tag 30 Kilometer in ihren Supermarkt?

1. Nein, Kasse oder Haare haben da nix mit zu tun.
und 2. wieso ist das entwürdigend?
Menschen, die (teils weit) unter 12€ / Stunde verdienen darf man nicht erwähnen? Wieso? Weil nicht sein darf was nicht sein kann?
Unser aller Wohlstand basiert auf den Niedriglöhnern, war immer so und wird immer so sein - aber gerade diesen Leuten muss geholfen werden und das geht nur, indem man die Missstände klar anspricht.
 

Weil sich häufig niemand dafür interessiert (hat) wie es diesen Menschen geht. Im Gegenteil, weil Geiz so Geil ist und viele Menschen für einen Haarschnitt kein Geld ausgeben wollen, existieren diese Jobs überhaupt. Es gibt zum Glück diese 1€-Jobs nicht mehr, aber das wir diese gesellschaftlich überhaupt akzeptiert haben ist der blanke Hohn. Und immer wenn "wir" dann eine Diskussion über diese oder jene Verhältnisse führen, holen wir die Kassiererin aus der Kiste die als Argumentverstärker herhalten darf, während sich sonst niemand dafür interessiert ob und was man da an der Kasse verdient. Also, wir sind beim Spritpreis. Alle Kassierer und Kassiererinnen bei meinem Stammsupermarkt wohnen in direkter Nähe zu diesem. Warum sind die jetzt stellvertretend betroffen und müssen herhalten? Das meine ich mit entwürdigend.
 
Man braucht keine Kenntnisse, die Software ist komplett selbsterklärend und für Dummies wie mich gemacht. Und mit Verlaub: Wer im Jahr 2022 vom Staat Geld haben möchte, aber keinen PC sein eigen nennt, der macht etwas falsch. Ich will hier nicht so weit gehen wie marian und US-Verhältnisse fordern, aber ein klein wenig Eigeninitiative erwarte ich von Menschen die Geld vom Staat haben wollen. Und damit wir uns nicht falsch verstehen: Meine Eltern wären mit der PC-Software ebenfalls überfordert, aber die holen sich dann eben Hilfe, von mir zum Beispiel. Oder früher vom Ring. Oder halt von Bekannten damals, die brechen sich dabei keinen Zacken aus der Krone.
Ich bin mir sicher, dass die Software nicht für jeden selbsterklärend ist, und dass nicht jeder einen PC hat. Mein Vater, egal ob 30 Jahre jünger oder jetzt, hätte keinen PC, weil er nie einen gebraucht hat für seinen handwerklichen Job. Auch die Formulare, egal ob Software oder online, würden ihn vermutlich überfordern. Solche Menschen gibt es viele, und ggf. dazu auch noch mit Migrationshuntergrund, wo die Sprache ein Thema sein kann. Bei uns war und ist meine Mutter die, die sich um sowas kümmert, aber nicht jeder hat jemanden. Und wer sich überfordert fühlt, wagt es dann halt nicht. Aus meiner Sicht denkst Du hier nicht weit genug.

Edit: Das betrifft übrigens auch mich in gewissen Mass. Ich habe mir ein Arbeitszimmer eingerichtet und bis Ende 2020 nebenher geringfügig freiberuflich gearbeitet. Ich hatte für 2020 keinen Plan, wie ich Homeoffice, freiberuflich und Mini Anteil privat in der Erklärung richtig differenziere, und da half mir auch die Software nicht. Dafür, weil ich alles andere selbst kann, zum Steuerberater wollte ich nicht, denn ich denke nicht, dass sich das gerechnet hätte. Also habe ich nur angegeben, was ich sicher wusste, und Ende....
 
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Lebt sie am Existenzminimum, also derart auf Kante, das die Benzinpreise sie in den Ruin treiben? Denn darum geht es hier, Benzinpreise und die Auswirkungen. Wen betrifft es eigentlich? Ihr seid hier schon wieder bei der Kassiererin und Frieseurin, was ich übrigens entwürdigend finde das diese Berufsgruppen immer wieder herhalten müssen in Diskussionen. Pendelt die Kassiererin jeden Tag 30 Kilometer in ihren Supermarkt? Und wie viel Geld bleibt? In Bremen sind zb die Pendler eher die Gutverdiener weil im Speckgürtel häufig Menschen mit sehr gut bezahlten Jobs das Haus im Grünen gewählt haben.

Nein sie hat ein Eigenheim und fährt nen dicken Mercedes:denk:

Natürlich lebt sie auf Kante genäht,sonst hätte ich es nicht erwähnt. Ich sprach von meiner Kollegin. Das die nicht zu den Gutverdienern gehören sollte eigentlich klar sein, wenn man ein bisschen aufmerksam gelesen hat wo ich arbeite.
 
Ich bin mir sicher, dass die Software nicht für jeden selbsterklärend ist,

Also ich nutze TAX von Buhl und diese Software ist selbsterklärend (bzw. jeder einzelne Punkt enthält eine Beschreibung/Erklärung). Allerdings: Nur für die Basics und davon rede ich und nur darum geht es doch. Wenn jemand komplexere Steuererklärungen abgeben muss, dann kennt sich die Person entweder längst damit aus oder hat einen Steuerberater.

Mein Vater, egal ob 30 Jahre jünger oder jetzt, hätte keinen PC, weil er nie einen gebraucht hat für seinen handwerklichen Job.

Dann fragt er halt dich? So wie meiner mich fragt. Dieses Minimum an Initiative um Geld zu bekommen ist doch nicht zu viel verlangt.
 
Lebt sie am Existenzminimum, also derart auf Kante, das die Benzinpreise sie in den Ruin treiben? Denn darum geht es hier, Benzinpreise und die Auswirkungen. Wen betrifft es eigentlich? Ihr seid hier schon wieder bei der Kassiererin und Frieseurin, was ich übrigens entwürdigend finde das diese Berufsgruppen immer wieder herhalten müssen in Diskussionen. Pendelt die Kassiererin jeden Tag 30 Kilometer in ihren Supermarkt? Und wie viel Geld bleibt? In Bremen sind zb die Pendler eher die Gutverdiener weil im Speckgürtel häufig Menschen mit sehr gut bezahlten Jobs das Haus im Grünen gewählt haben.
Schau mal nach München, da pendeln auch Kassiererinnen.....
 
Zwischen Gutverdienenern und Existenzminimum existieren sehr viele Grautöne.
Was solche Kommentare bezwecken sollen,erschließt sich mir nicht. Das ich im Niedriglohnsektor arbeite sollten die regelmäßigen Leser hier mitbekommen haben. Und selbst wenn nicht,warum sollte ich jemanden als Beispiel nehmen der sich die höheren Spritpreise trotz Erhöhung leisten kann. :confused:
 

Und wieder schön mit der Pauschalkeule kommen - und von deinen Erfahrungen auf die Allgemeinheit schließen-
kenn ich von dir ja mittlerweile nicht mehr anders.
Kannst mich aus deinem "wir" ruhig rauslassen - das die Politik und manche Wohlhabenden die Geringverdiener nicht zu schätzen wissen, da kann ich nix dafür. Weder als Person noch an der Wahlurne - von den Parteien, die ich gewählt habe ist immerhin eine an der Regierung beteiligt.

ICH vergesse Geringverdiener nie.
ICH kenne Geringverdiener, die ihre 25km (Einzelstrecke zur Arbeit) haben, da im Umkreis schlicht keine passende und bezahlbare Wohnung zu haben ist.
ICH stelle mich im Supermarkt nie an den Selbstbedienungskassen an, auf die pampige Frage einer Kassiererin, wieso ich mit meinen 3 Teilen nicht schnell durch die Mitte laufe, sagte ich ihr: Dort steht Ihre Kollegin für 4 Kassen. Wär das hier überall so, wären einige Jobs überflüssig.
da war sie sprachlos und doch dankbar.
ICH rege mich schon lange über die niedrigen Löhne auf.

Also lass deine plumpen, pauschalen Unterstellungen und Abkanzelungen mal bitte stecken, das nervt einfach nur.

Nach deiner Argumentation dürftest du dich dann ja auch über gar nichts aufregen oder dich für andere Menschen einsetzen - auch nicht gegen Rassismus, Homophobie usw. engagieren - denn das muss doch entwürdigend sein, ständig die ärmsten, die betroffenen zu erwähnen :denk:
 
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