Ski Nordisch

Natürlich handelt es sich um eine Outdoor-Sportart, die wie kaum eine andere von Witterungsbedingungen abhängig ist.

Dennoch bin ich gegen zu viele Variationsmöglichkeiten während eines Wettkampfes, da dadurch ebendieser mMn verfälscht wird. Gerade das Beispiel Oberstdorf hat die Diskussion über das aktuelle Punktverfahren im Skispringen neu entfacht. Eine zu große Weiten-unabhängige Manipulation ist für die Attraktivität dieser Sportart mMn kontraproduktiv.

Es ist natürlich ein Fehler, bei jedem kleinsten veränderten Windhauchs oder eines überraschend weiten Sprungs sofort die Anlaufänge zu verändern, sondern man sollte erst einschreiten wenn es wirklich notwendig ist. Vor allem sollte diese Entscheidungskraft rein der Wettkampfsleitung obliegen und nicht den Springern oder Trainern.
 
Es ist natürlich ein Fehler, bei jedem kleinsten veränderten Windhauchs oder eines überraschend weiten Sprungs sofort die Anlaufänge zu verändern, sondern man sollte erst einschreiten wenn es wirklich notwendig ist.

:tnx:

Und das ist eine kritik die ich auch nachvollziehen kann. Die ja aber nicht an der Regel an sich liegt, sondern an der Ausführung. Wobei ich auch dafür bin, das Luckenänderungen nur der Wettkampfleitung obliegt und gar nicht mehr den Trainern.
 
Das kriegt man, glaube ich, gar nicht hin, denn woran willst Du die Fähigkeiten eines Springers festmachen? An Weltcup-Ergebnissen? Und was passiert dann mit Newbies?
Man könnte Kraftwerte vom Absprung und relative Anfahrtgeschwindigkeiten nehmen. Natürlich wäre es noch besser, das ganze komplett sein zu lassen (s.u.). Aber daran glaube ich nicht.
Ansonsten geht aber der Rest Deines Beitrages ziemlich genau in die Richtung dessen, was ich mich beim Gucken gefragt habe. Bewirken die neuen Regeln tatsächlich mehr Fairness im Vergleich zu früher oder wirkt es einfach nur so, weil jetzt Ausgleichspunkte für sich ändernde Windbedingungen mit einer "Scheingenauigkeit" ermittelt und vergeben werden? Letzteres fände ich persönlich noch unfairer als mit wechselnden Bedingungen zu leben, die ja nunmal bei einer Freiluftsportart immer gegeben sind. So z. B. beim Ski alpin - da bekommt auch niemand mit einer späten Startnummer Ausgleichspunkte, wenn die Piste nach zig Läufern nicht mehr in einem Topzustand ist oder während des Wettkampfes die Sicht schlechter wird.
Scheinheiligkeit ist das absolut. :tnx: Es ist zweifellos eine Freiluftsportart. Und Unterschiede in den Bedingungen wird es immer geben. Aber wie schon gesagt, nimmt man diese Unterschiede seit der Einführung der Windregel mMn etwas großzügiger in Kauf. Früher hat man länger gewartet, um gleichmäßige Bedingungen zu erreichen.
Der Anlauf sollte von vornherein wieder an dem besten Springer ausgerichtet werden. Das ist meine Meinung. Und nicht so, dass man so hoch startet, dass schon klar ist, dass man verkürzen muss und dann 80% des Feldes innerhalb 4 Metern liegen und der Unterschied nur durch die Bonuspunkte kommt
Es müssen nicht 40 von 50 Springern über den Kalkulationspunkt hüpfen. Meine Meinung.
:tnx:

Das stimmt natürlich. Ein 140m Sprung ist auch nicht mehr so attraktiv, wenn am Ende der Springer mit 135m mehr Punkte kriegt. Ich fand das früher einfach faszinierend wenn ein Malysz ein Stockwerk höher war als Schmitt und am Ende 10m weiter war.
 
ich vermute das wenn, dann wohl ein 2tes Springen in Bischofshofen stattfinden würde, wenn in Innsbruck gar nichts geht
 
ich vermute das wenn, dann wohl ein 2tes Springen in Bischofshofen stattfinden würde, wenn in Innsbruck gar nichts geht

Gab es vor einigen Jahren doch schon mal, oder? Am Ende der Tournee gewann Ahonen. :bier:

Finde ich aber bei der Tournee sehr unglücklich - aufgrund der sehr unterschiedlichen Profile der Schanzen. Für eine "richtige" Tournee sollten je zwei Durchgänge auf jeder der Schanzen stattfinden. Kann man natürlich nicht immer perfekt handhaben.

Für die drei jetzt Führenden macht das keinen ganz so großen Unterschied. Aber wäre z.B. Schlierenzauer noch im Rennen, würde ihm ein weiteres Springen auf der Quasi-Flugschanze in B'hofen ja durchaus entgegen kommen.
 
Gab es vor einigen Jahren doch schon mal, oder? Am Ende der Tournee gewann Ahonen. :bier:

Finde ich aber bei der Tournee sehr unglücklich - aufgrund der sehr unterschiedlichen Profile der Schanzen. Für eine "richtige" Tournee sollten je zwei Durchgänge auf jeder der Schanzen stattfinden. Kann man natürlich nicht immer perfekt handhaben.

Für die drei jetzt Führenden macht das keinen ganz so großen Unterschied. Aber wäre z.B. Schlierenzauer noch im Rennen, würde ihm ein weiteres Springen auf der Quasi-Flugschanze in B'hofen ja durchaus entgegen kommen.

Selbst wenn nicht gesprungen wird, kann ja aufgrund der neuen Regel ein Sieger gekürt werden, oder? :confused:

Wenn jeder Starter eine bestimmte Startzeit zugewiesen bekommt, muss man nur zu jedem Zeitpunkt die Windbedingungen messen und entsprechende Bonuspunkte verteilen, oder? :D

Oder habe ich etwas falsch verstanden? :cool: :lol:
 
Ne, genau richtig verstanden! ;)

Aber natürlich müsste ein Springer dann zweimal "nicht springen" heute in der Quali und morgen dann die resultierenden Duelle. :D:daumen:
 
Aus den entsprechenden Bonuspunkte zum fiktiven Startzeitpunkt und aus Haltungsnoten , die aus den letzten 3 Jahren gemittelt werden kann man auch ohne Weite ein Ergebnis bringen. Guter Vorschlag Doktor. Die Weiten unterscheiden sich ja eh kaum noch. Zusätzlich kann der Trainer, wenn der Wind gerade zum Zeitpunkt von Springer XY gut ist, den Anlauf fiktiv verkürzen und dann gibts Bonuspunke. :applaus:
 
Gab es vor einigen Jahren doch schon mal, oder? Am Ende der Tournee gewann Ahonen. :bier:

Finde ich aber bei der Tournee sehr unglücklich - aufgrund der sehr unterschiedlichen Profile der Schanzen. Für eine "richtige" Tournee sollten je zwei Durchgänge auf jeder der Schanzen stattfinden. Kann man natürlich nicht immer perfekt handhaben.

Für die drei jetzt Führenden macht das keinen ganz so großen Unterschied. Aber wäre z.B. Schlierenzauer noch im Rennen, würde ihm ein weiteres Springen auf der Quasi-Flugschanze in B'hofen ja durchaus entgegen kommen.


Ja eigentlicht war.das die logische Folge, da janne die schanze in bhofen liegt und die in Innsbruck wohl weniger.

Allerdings sind sich die neuen schanzen vom profil her schon sehr ähnlich. Nur bhofen weicht davon ab, mit dem doch recht eigenen anlauf.

Und wenn es irgendwie möglich ist, wird man wohl auch in Innsbruck springen, immerhin war es in der Geschichte der Tour nur einmal notwendig eine schanze auszulassen. Ich sehe da jetzt auch nicht das große Problem. Mir ist ein sicherer Wettkampf auf einer anderen.schanze allemal lieber als wenn man nun auf Teufel komm raus in Innsbruck springen muss.
 
Keine Sorge Peggy, wenn tatsächlich Böen von bis zu 100 km/h auftreten, wird keiner auf Teufel komm raus etwas durchbringen wollen. ;)

Bei so viel Wind reisen die Springer gar nicht erst an. Aber evtl. sollen die Bedingungen am Sonntag ja schon erträglicher sein.
 
Guten Morgen, Österreich! Wie ist denn das Wetter im Raum Innsbruck?

Sollte heute nachmittag Sturm aufkommen, dürften die ersten Warnzeichen ja jetzt schon deutlich sichtbar sein, oder?
 
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