Nicht ganz

Tja und Zeitgeist...wenn das bedeutet möglichst früh möglichst hoch zu kommen weil man sonst den Zug zu verpassen fürchtet, dann spricht das aber insbesondere auch für mangelndes Selbstbewusstsein und schlechte Berater. Gnabry muss spielen, deswegen ist er überhaupt nur nach Bremen gekommen und was er sich vorgenommen hat, hat mehr oder weniger geklappt (weniger, wegen der Verletzungen). Der Plan jedoch mglw. nach einem Jahr direkt wieder zu gehen war offenbar immer da und da bin ich, ganz unabhängig von Gnabry, mittlerweile auch der Meinung: Jeder Spieler der zukünftig Werder nur als einjährige Durchgangsstation versteht darf gerne weiterziehen. Nicht weil man beleidigt oder so wäre, es bringt uns nur schlicht in Punkto mannschaftlicher Entwicklung rein gar nichts und auch für das Gefüge wird es nicht gerade förderlich sein jemanden zu haben dem die Zukunft des Vereines eh piepegal ist. Gnabry selbst hat natürlich seinen Teil zum Klassenerhalt beigetragen, wenn da jetzt noch ein paar Kröten auf unser Konto kommen ist es schon ok. Noch besser wäre er würde bleiben, aber warten wir da mal entspannt ab ehe hier die Leute wegen der Bild-Zeitung durchdrehen.
Tja, dann bist du also ein Jungspund?

Aber grundsätzlich sollten sich die Fans (die Älteren wissen das

) darüber im Klaren sein, dass hochkarätige Spieler selten länger in Bremen verweilen. Selbst zu unserer besten Zeit von 2004-2009 gelang es uns, maximal 2-3 Jahre Hochkaräter in Bremen zu halten. Das war in Deiner Zeit "kurze Hose, Holzgewehr"
@FatTony.
Ein Gnabry ist per se erst einmal ein Glücksfall für Werder, weil man ihn als Signal verstehen kann, dass selbst so ein Spieler in Bremen anheuert. In den vergangenen Jahren haben wir nur billige Spieler oder Leihspieler bekommen. Ein Mehrwert entsteht daraus nicht. Das ist der Situation geschuldet gewesen, dass man in Bremen den finanziellen Engpass allein mit den Eigenmitteln mit jedweder Risikovermeidung gewählt hat.
Das fing schon 2004 bei Lemkes Veto gegen den Klosetransfer nach dem Ailtonabgang an und setzte sich in den Jahren danach fort. Man machte einen Stadionumbau statt Neubau und überließ seinem GF Allofs ProCura bei den Transfers. Keine Aufsicht über seine Tätigkeit und desaströse Finanzen bei Übergabe. Augenscheinlich ist dann unseren Altvorderen gehörig der Schreck in die Glieder gefahren, als sie das Ausmass von Allofs Wüten erkennen mussten?!
Das Ergebnis war, dass KA ein "bestelltes" Feld seinem Nachfolger Eichin überlassen hat. Eichin war zwar smart und entschlussfreudig, aber Fußballahnung besitzt er bis heute nicht. Wenn man mal die ganzen Spieler zusammenrechnet, die unter seiner Ägide gekommen sind, ist ein Haufen Geld verbrannt worden. Sein kongenialer Partner Schröder scheint auch nicht besser zu sein. Nur haben das die Mainzer Fans bis heute noch nicht kapiert.
Anstatt gezielte Transfers in Mehrwertspieler zu machen, wurde hier inflationär eingekauft. Das Ergebnis ist 7 Jahre Abstiegskampf und eine Truppe, die sich lediglich durch zwei Oldies Fritz und Pizarro hervorgehoben hat.
Selbst wenn ein Gnabry hier nur 1 Jahr spielt, ist es immerhin ein gutes Zeichen an die Liga. Schlimmer finde ich die Aktion von Grillitsch, der seinen Ausbildungsvertrag ausgesessen und nun einen hochdotierten Vertrag in Hoffenheim angenommen hat. Das Signal finde ich verheerend an die Nachwuchsspieler, weil es schlimmstenfalls Schule machen kann.
Werder braucht ein Kollektiv aus Spielern, in dem der eine die Fehler des anderen ausgleicht. Überragende Einzelkönner wie Kruse sind toll. Aber dauerhaft in Bremen wohl kaum zu finanzieren.