Schalke hat auch Merk abgelehnt. Es sind jetzt nicht so viele, sondern wirklich nur Ausnahmefälle. Da das auch im Sinne des Schiris liegt, dass er nicht bereits vor Anpfiff 40.000 bis 80.000 Fans gegen sich hat, finde ich das okay.
Richtig. S04 hatte Merk auch abgelehnt, nachdem Merk selbst gesagt hat, vorerst nicht ein S04-Spiel pfeifen zu wollen. Wobei der Fall Merk ja noch weit dramatischere Züge hatte. Macht die Sache an sich aber nicht besser. Wo kommen wir denn hin, wenn jeder Verein mal eben einen Schiri ablehnen kann, weil sie sich benachteiligt fühlen? Das ist Sache des DFBs, sich die betreffenden Schiris vor die Brust zu nehmen.
Ist ein Schiri einfach zu schlecht, weil er zu oft unter Wahrnehmungsstörungen leidet, muss er konkret geschult werden oder aus dem Ligabetrieb zurückgezogen werden. Fällt er generell durch sein Verhalten auf (wie im Fall Stark oder Merk), muss auch das angesprochen werden. Und zwar intern und nicht in der Öffentlichkeit von irgendwelchen Bossen mächtiger Klubs, die mal eben meinen, ihre Muskeln spielen lassen zu müssen.
Ich rege mich auch über Fehlentscheidungen auf (von Buli bis Kreisklasse). Aber i.d.R. wird doch kein Spiel absichtlich verschoben. Wir haben einen eklatanten Mangel an Schiris, vor allem im Nachwuchsbereich. Auf diese Dauer-Anmache hat doch irgendwann keiner mehr Bock. Ich bewundere die Schiris, die sich das - vor allem in unteren Klassen gegen Mini-Kohle - überhaupt noch antun.
Stellt euch mal selbst auf dem Platz mit Pfeife im Mund. Als Jugendtrainer pfeife ich natürlich auch ab und an Spiele. Gemecker gibts immer und hat es auch immer schon gegeben. Da konnte man relativ locker drüberstehen. Ich würde mich als relativ regelsicher bezeichnen, weil ich den Schiri-Schein gemacht habe. Trotzdem mache ich natürlich Fehler, wie jeder andere auch. Die Agressionen, die einen da sehr schnell entgegenschlagen, sind für mich neu. In der letzten Saison musste ich einen Trainer vom Gelände schicken, weil er mich massiv beleidigt hat. Es ging übrigens um einen Einwurf (!!) für sein Team, den ich falsch gesehen hatte.