@BigWer
Entweder die Situationen werden ausgespielt (beim Eishockey ist es ja auch möglich, dass eine Strafe für einen Spieler angezeigt wird, diese aber erst umgesetzt wird, sobald die zu bestrafende Mannschaft wieder im Ballbesitz ist) oder es gibt ne Alternativentscheidung (Freistoß, Elfmeter, etc.). Wobei mir Variante eins deswegen schon gut gefällt, weil dann auch mal die ganzen Spieler aufhören würden zu reklamieren, anstatt einfach mal weiterzuspielen.
Wir wären zwar die glasklaren Fehlentscheidungen los, dafür wäre der Aufschrei bei strittigen Situationen umso größer "Nicht einmal mit Monitor und x-facher Zeitlupe sieht der das, etc"
Zudem: Wie fühlst du dich als Spieler? Du bekommst in abseitsverdächtiger Position den Ball und läufst allein auf den Torwart zu. "Super, wenn ich treffe, zählt das Tor nicht, denn es könnte ja Abseits gewesen sein" Oder: Du erzielst in der gleichen Situation den Siegtreffer in der 90. Minute und darfst dann x Minuten warten, ob das Tor anerkannt wird. Drittens ist es für den Schiedsrichter sicher nicht vorteilhaft, wenn einige seiner Entscheidungen unmittelbar danach kontrolliert werden und er somit weiß "Das, was ich jetzt entscheide, kann jm. anderer 2 Minuten später wieder kippen." MMn benötigt der Schiri diese Autorität, die Entscheidungen selbstständig treffen zu können, so sehr wir uns über bestimmte Fehlentscheidungen ärgern.
1. Da es aber gefühlt pro Spiel 10 Fehlentscheidungen gibt, wovon 9 ohne Probleme aufgelöst werden können, bin ich seit Jahren für diese Änderung.
Und ob man nun jede Woche zig Fehlentscheidungen zerreißt oder in Zukunft weitaus weniger Fehlentscheidungen, dafür aber ein paar wenige, die jeder anders sieht, macht für mich keinen Unterschied.
2. So wie sich die Spieler wohl immer fühlen, wenn sie am Rande des Abseits starten und nicht wissen, ob nun die Fahne hochgeht. So wie sich Spieler fühlen, wenn sie bei jedem Tor nochmal gucken, ob nicht irgendwas was war, was der Schiri abgepfiffen hat und somit das Tor doch nicht zählt.
3. Es ist für jeden, der mit den katastrophalen Fehlentscheidungen leben muss, auch nicht vorteilhaft, dass Schiris diese Fehler Woche für Woche machen, obwohl sie in den meisten Fällen so einfach zu korrigieren wären.
Und das Argument, dass man sie zu sehr kontrolliert meinst du nicht wirklich ernst, oder? In welchen Berufsfeld gibt es denn keine Kontrolle um Fehler zu reduzieren oder sie bestenfalls sogar ganz abzustellen?
Und nochmal: es kann doch nicht sein, dass Schiris Fehler machen, 20.000.000 Leute diesen sehen, es aber absolut nichts an der Tatsachenentscheidung ändert. Von diesem Standpunkt aus kann ich sogar verstehen, wenn die Schiris ihre Fehler nicht mal eingestehen. Schließlich haben sie so entschieden, sie haben die Entscheidungsgewalt und damit ist alles gesagt.