Schaaf + Allofs = 100% Werder

Wenn wir auf junge Spieler bauen wollen, dann müssen wir sie bei Interesse auch für die angebrachte Knete verkaufen. Mourinho lacht sich bis heute schlapp darüber, dass sie eigentlich locker 35 Mio für Mesut bezahlt hätten, Allofs aber nicht so viel wollte. Es muss ein Umdenken stattfinden und mit harten Bandagen um unsere Spieler gekämpft werden. Das demonstriert Stärke nach außen und schafft vertrauen in den eigenen Kader.[/QUOTE]

Die Realität sieht wohl eher so aus, dass MÖ dann bei bei Werder geblieben, und im nächsten Jahr ablösefrei zu Real gegangen wäre.
Ich denke, dass KA hier schon richtig gehandelt hat. Er hat es nur versäumt, einen 10er einzukaufen.

Daher von mir keine Zustimmung zu KATS = 100%
 
wenn ich das rchtig mitbekommen habe gibt es hier also auch welche, die nichts dagegn hätten wenn TS oder Ka gehen würde, sich vielleicht sogar freuen würden..
aber wie glaubt ihr sollte es sonst sein?

stellt euch ma vor ind der Zeitung/auf der homepage steht:

Thomas Schaaf tritt zurück!!!
Klinsmann im Gespräch


oder
Klaus Allofs sieht keine zukunft mehr und beendet Ära!!!
Höhneß äußert Intersse


dann frage ich euch:
was würdet ihr denn davon halten ??
wer wäre denn für euch eine alternative?
wie schnell sollte sich der neue triner denn dann vertraut machen bis er denn ersten sieg erringt???
wie oft soll ein trainer gefeuert werden bis ein passender für werder gefunden wurde??
 
Die ganze Misere können nur die Spieler in den Griff bekommen.

Meiner Meinung nach müssen die mal die Dollarzeichen aus den Augen nehmen und die Augen wieder auf den Ball und die Mitspieler legen, dann klappts auch wieder mit Werder!

Und ich persönlich gehe mit TS und KA überall hin, zur Not auch in Liga zwei!

Also liebe Spieler, reißt Euch zusammen und schaut nicht drauf was Eure Kollegen auf dem Kontoauszug stehen haben, sondern kümmert Euch um Eure Leistung, denn wenn die besser wird, wird Euer Konto von alleine voll.

:applaus: Auf ´gehts Werder schießt ein Tor, mehr als der Gegner! :svw_applaus:
 
Die ganze Misere können nur die Spieler in den Griff bekommen.

Meiner Meinung nach müssen die mal die Dollarzeichen aus den Augen nehmen und die Augen wieder auf den Ball und die Mitspieler legen, dann klappts auch wieder mit Werder!

Und ich persönlich gehe mit TS und KA überall hin, zur Not auch in Liga zwei!

Also liebe Spieler, reißt Euch zusammen und schaut nicht drauf was Eure Kollegen auf dem Kontoauszug stehen haben, sondern kümmert Euch um Eure Leistung, denn wenn die besser wird, wird Euer Konto von alleine voll.

:applaus: Auf ´gehts Werder schießt ein Tor, mehr als der Gegner! :svw_applaus:


Da kann ich Dich mit Deinen Äußerungen eigentlich nur unterstützen.

Was mich seit langer Zeit aber am meisten stört, ist das Geschreibsel von Herrn C. Sonnenberg in der BILD. Ich sehe mir das aus der Ferne - Hamburg - schon eine ganze Weile an. Irgendwann werde ich mich mit den Redakteuren von BILD in Hamburg ausgiebig unterhalten - ich bin Dozent für Marketing und habe einige Verbindungen zu den Medien in Hamburg. Was dieser Mann streut und für ungestützte Äußerungen von sich gibt, ist unbeschreiblich. Ich hoffe nur, dass sich unsere Sportleitung nicht beeinflussen läßt. Denn dieser Schreiberling macht nur eines: STIMMUNG.

Aber es ist schon traurig, wie sich unser Werder als Mannschaft derzeit präsentiert.

Ich denke, dass wir uns bis Weihnachten zur Winterpause retten müssen und dann einen Kahlschlag machen müssen.

Nur noch Wiese ist übertrieben, aber es geht wohl in diese Richtung, leider.:svw_applaus:
 
Diese langjährige Kontinuität darf aber kein Argument sein, an dieser Bindung festzuhalten, wenn eine oder beiden Seiten der Ansicht sind, daß es keine gemeinsame Perspektive mehr gibt.
Für mich stellen sich eher andere Fragen, z. Bsp. ob eine oder beide Seiten diese "gemeinsame Perspektive" als solche richtig einschätzen oder ob die Vorraussetzungen für diese "gemeinsame Perspektive" derzeit überhaupt noch gegeben sind.

Das Interessanteste am Trainertyp Schaaf ist für mich, dass er meinen Beobachtungen der letzten elf Jahre zufolge eine komplett andere Sicht vertritt von der Förderung der Spieler und - im Kontext eines Mannschaftsgefüges - als der grosse Rest der BL-Trainer. Er überträgt mehr Verantwortung auf die Protagonisten in der Hoffnung, dass diese sich selbst verwirklichen können und auch verstehen, warum sie das sollen und müssen. Daher liegt Schaaf`s Stärke nicht unbedingt darin, Spieler weiterzuentwickeln, dafür aber darin, bereits vorhandenes, jedoch schlummerndes Potential aus diesen herauszuholen. So ist es dann immer schön zu sehen, wenn Spieler, weil sie gewisse Freiheiten bekommen, bei Werder auch ihr ganzes Können zeigen. Mein Eindruck, der sich in den vergangenen vier, fünf Jahren nochmal verfestigt hat, dass Schaaf überzeugt davon ist, nur auf diese Weise langfristig erfolgreich sein zu können. Im Grunde richtig, denn die Methodik der Verteilung von Verantwortung auf die Spieler hat logischerweise einen wesentlich geringeren und langsamer fortschreitenden Abnutzungsfaktor. Der Nachteil des Ganzen ist aber, dass die Spieler – davon gehe ich mal aus – zwar einen klaren taktischen Handlungsrahmen vorgegeben kriegen, diesen aber nur insoweit einhalten müssen, wie sie selbst denken.
Dies setzt aber ein ausgewogenes Maß an Spielintelligenz in der Summe aller Akteure auf dem Rasen voraus. Entsteht hier eine Schieflage, zeigt sich genau dann die volle Breitseite der Schwächen von Schaaf`s Herangehensweise. So hatten wir früher mit Spielern wie Krstajic, Ernst, Micoud, Baumann und Klasnic gleich mehrere Akteure mit hohem Spielverständnis und nötigem Intellekt auf dem Platz, die etwas mit diesen Freiheiten anzufangen wussten, weil sie ein Spiel lesen konnten und somit die nötige Cleverness, Ruhe und Abgeklärtheit hatten. Sie passten exakt zur Schaaf`schen Maxime. Heute hast Du, wenn sie alle an Bord sind, mit Wesley, Bargfrede, Hunt, Frings eine Reihe von Spielern auf dem Rasen, die alle gut kicken, ggflls. auch kämpfen und laufen können, aber nicht in der Lage bzw. ungeschult sind, auf die notwendigen Abstände zu achten, die richtigen Laufwege zu gehen, im Gesamtverhalten sich korrekt gegen den Ball zu stellen, abzusichern, zu helfen. Eben zu wissen, wann, wie und wo es auf dem Platz um die wichtigen, entscheidenden Dinge geht. Wesley, Bargfrede, Hunt, Frings oder Arnautovic sind nicht die schlechteren, insgesamt eher noch die besseren Fussballer als Krstajic, Ernst, Micoud, Baumann und Klasnic. Der wesentliche Unterschied liegt aber darin, dass Krstajic, Ernst, Micoud, Baumann und Klasnic die erheblich schlaueren Spieler waren. Am eklatantesten schlägt sich das im Mf nieder. Wo wir früher ein kongeniales Trio Baumann-Ernst-Micoud hatten, die allesamt extrem spielintelligent waren, denen Schaaf nicht klar sagen musste, was sie zu tun hatten, sondern die auch ohne dem wussten und verstanden, was TS wollte, haben wir momentan keinen Einzigen, der auch nur im Ansatz an einen von den dreien rankommt.
Die Wesley` s und Arnautovic`s, Hunt`s und Marin`s wären mMn echte Granaten, wenn sie in einer Mannschaft spielen würden, in der ein paar andere für die nötige Struktur sorgen. Da das fehlt, haben wir heuer eine Ansammlung durchaus hochbegabter Individualisten, die nicht zusammenpassen, weil die Mischung nicht stimmt. Bei einem Trainer, bei dem zur Umsetzung seines Theorems genau das Vorrausetzung sein muss. Das Resultat ist ein wirres Durcheinander auf dem Platz, ein Chaos an fehlender Ordnung und Organisation. Was sich besonders dann wie ein Boomerang in hohen Pleiten niederschlägt, wenn die individuelle Klasse und die Chancenverwertung allein nicht die Mängel in Spielentwicklung und taktischer Schulung ausgleichen.
Für eine weniger spielintelligente Truppe ist die "Philosophie Schaaf" die falsche, weil eine solche Mannschaft klarere Vorgaben und Richtlinien benötigt, deren Einhaltung oberste Maxime sein muss. Da nutzt die Hoffnung, dass die Jungs viele Dinge auf dem Platz selbst regeln, nicht viel. Schaaf ist ein Fussball-Romantiker, Pragmatismus liegt ihm fern. Die derzeitige Mannschaft benötigt aber einen pragmatischen Coach wie Mourinho, van Gaal oder Magath, die Spieler so lange biegen, bis sie das machen, was sie wollen. Das Problem ist auch nicht, dass Schaaf ein Team nicht taktisch einstellen kann, dem steht ja entgegen, dass er in einzelnen oder mal über drei, vier Spiele exakt das Gegenteil beweist. Das Problem ist, dass er dazu grundlegend seine Philosophie überdenken müsste. Letztlich aber ein Trend, der sich seit Jahren abzeichnet, nur erst diese Saison ausufert. In der vergangenen Spielzeit zeigte sich während der 5-Niederlagen-und-7-sieglos-Spiele-Serie ganz krass, wie sehr dem Team ein Typ der Marke Baumann fehlte – ein strategisch denkender Kopf in dieser Mannschaft. Auf diese Erkenntnisse hin wurde wieder falsch reagiert, denn wenn Wesley das sein soll, sollte sich die Scoutingabteilung tatsächlich mal hinterfragen.

Womit wir beim Verständnis der von @Bremen angesprochenen "gemeinsamen Perspektive" wären. Es geht nicht darum, den Trainer Schaaf grundsätzlich in Frage zu stellen. Denn das Phänomen bei Schaaf ist für mich, dass er sehr viel anders macht als die übliche Trainerriege und damit trotzdem sehr erfolgreich war/ist. Daher kann es nur darum gehen, Schaaf eine Mannschaft zur Verfügung zu stellen, die für ihn auch wieder trainierbar wird. Und hier weiss ich nicht, ob Allofs die "gemeinsame Perspektive" immer richtig eingeschätzt hat. Er verpflichtete vor der Saison Spieler, die in der Vorbetrachtung ein zweikampfstarker, technisch guter Halbstürmer, ein routinierter LV und ein Allrounder im Mf waren. Er hat damit sicherlich auf die Defizite der letzten Saison/Spielzeiten reagiert. Aber m.E. hat er damit nur auf die Symptome reagiert, aber die Ursachen verkannt. Wenn er ständig und gestern wieder erzählt "Schaaf ist der richtige Trainer, es gibt keinen besseren für Werder" dann sollte er in der Transferpolitik/Förderung eigener Spieler auch darauf achten, dass er einem Trainer, der Spielern viele Freiheiten einräumt, auch Spieler gibt, die etwas aus diesen Freiheiten machen können. Fast ausschließlich entwicklungsfähige, junge Spieler wie Marin, Wesley oder Arnautovic, die von ihrer Spielanlage mehr Orientierung und taktisches Rüstzeug benötigen, sind in dieser überwiegenden Mehrzahl sicherlich der falsche Weg. Dadurch ist Schaaf immer mal wieder dazu gezwungen, seine grundsätzliche Maxime über Bord zu werfen, so wie letzte Saison während der Zu-Null-Serie Hinrunde oder bei den Spielen auf Schalke, in Mainz oder in Hoffenheim. DAS kann aber nicht Sinn und Zweck einer "gemeinsamen Perspektive" sein. Allofs ist gefordert, künftig die Situation sorgfältiger zu analysieren und Schaaf ist gefordert, vehementer zum Ausdruck zu bringen und auch darauf zu pochen, was er zur Umsetzung seiner Vorstellungen benötigt. Nach meinem Dafürhalten ist genau dies aufgrund der Erfolge in den letzten Jahren zu lange vernachlässigt worden. Der Schlüssel für eine erfolgreiche Weiterarbeit von KATS liegt mMn darin, die Versäumnisse der vergangenen Jahre im Sommer oder schon teilweise im Winter abzuarbeiten. Dies muss nicht mit konsequenter Spielerfluktuation, sondern vor allem mit besserer Auswertung der Lage und Wichtung danach erfolgen. Werder hat keinen schlechten Spielerkader, er muss nur an den richtigen Stellen ausgebessert/verändert werden, speziell müssten nun endlich Prioritäten gesetzt werden, was die richtigen Spielertypen angeht. So wie es KATS früher meistens gelang.

Aber mal ganz davon abgesehen ist überhaupt nicht ungewöhnlich, dass es gerade für einen Verein mit den Rahmenbedingungen Werder`s nach Jahren des Erfolgs durchaus mal ein Tal der Tränen und zwei, drei Jahre Niedergang geben kann. Das ist völlig normal und haben alle anderen etablierten BL-Vereine (vielleicht mit Ausnahme der Bayern) in den letzten 20 Jahren öfter und in kürzeren Abständen als Werder bereits hinter sich. Trotz zahlreicher Trainerwechsel.
 
Ich schätze die Arbeit von Thomas Schaaf und Klaus Allofs, aber seit 2 Jahren merke ich keinen Fortschritt mehr. Sie machen immer mehr Fehler!
1. Abwehr wielange soll der Hühnerhaufen dahinten noch spielen?

Mertesacker, Passanen, Fritz, Silvestre, Boenisch, Prödl sofort verkaufen

Naldo ist der einzige der sich Verteidiger nennen darf und bleiben soll

2. defensive Mittelfeld Frings ist nicht mehr tragbar. Ich war ein großer Fan
von ihm, aber seine Zeit ist vorbei. Für 2.Liga reicht es noch aber nicht
mehr hier. Borowski und Jensen sind unterdurchschnittlich.
Bargfrede spielt eine schwache Saison aber ich denke auf ihn kann man
noch bauen. Niemeyer zeigt bei Hertha was er kann

3. Hunt bleibt das ewige Talent, Marin spielt gut wenn das Umfeld gut ist.

4. STURMPROBLEM

nach Pizza kommt lange nichts ok Almeida hat 6 Tore geschossen aber ist
nicht konstant, Wagner bislang sehr blass hatte ich mehr erwartet.
Arnautovic ein großes Problemkind er denkt er sei schon der größte ist
er aber leider nicht.

5. Transferpolitik seit 2 Jahren sehr mies.

Prödl 3-; Silvestre 6; Borowski 5; Marin 2-; Wesley 3+; Wagner 4-;
Arnautovic 4+ usw.

Holt Nils Petersen ( 21 ) von Energie Cottbus! Der hat Zukunft! 5Mio
ungefähr. Christian Fuchs ( 24 )von Mainz als linker Verteidiger! Marc Andre
Kruska ( 23 ) von Energie defensives Mittelfeld. Alexander Madlung ( 28 )
Innenverteidiger. Sind 4 Spieler haben und noch erschwinglich.

MFG
 
Schade, dass nach dem Versuch, die Dinge sachlicher zu betrachten (gerade weil es in diesen Thread gehört), das Niveau so schnell wieder in diese Richtung geht. :mad: :o
 
Mertesacker, Passanen, Fritz, Silvestre, Boenisch, Prödl sofort verkaufen

ja geben wir alle verteidiger ab

merte ok bei vernünftigem angebot verkaufen und ersatz holen

fritz ist kein schlechter und sollte bleiben

boenisch soll erstma wieder fit werden und dann mal schauen was von ihm noch kommt, ob er dann gut genug ist um die nr 1 auf der position zu sein, werden wir dann sehen, als ersatz allemal gut genug genauso wie prödl

silvestre wird nach vertragsende warscheinlich eh weg sein, bis dahin als ersatz auch gut geeignet

und zu pasanen...ich glaub wir können verdammt froh sein ihn zu haben, er scheint seine rolle in der mannschaft zu akzeptieren ohne rumzumeckern wenn er nur auf der bank sitzt, weiterhin ist er flexibel einsetzbar

ich denke wenn naldo zurückkommt sieht das alles schon ganz anders aus

fritz---neuer iv---naldo---boenisch (neuer lv)
als ersatz silvestre (iv, lv), prödl (iv, rv) pasanen (iv,rv,lv)
 
Für mich stellen sich eher andere Fragen, z. Bsp. ob eine oder beide Seiten diese "gemeinsame Perspektive" als solche richtig einschätzen oder ob die Vorraussetzungen für diese "gemeinsame Perspektive" derzeit überhaupt noch gegeben sind.

Das Interessanteste am Trainertyp Schaaf ist für mich, dass er meinen Beobachtungen der letzten elf Jahre zufolge eine komplett andere Sicht vertritt von der Förderung der Spieler und - im Kontext eines Mannschaftsgefüges - als der grosse Rest der BL-Trainer. Er überträgt mehr Verantwortung auf die Protagonisten in der Hoffnung, dass diese sich selbst verwirklichen können und auch verstehen, warum sie das sollen und müssen. Daher liegt Schaaf`s Stärke nicht unbedingt darin, Spieler weiterzuentwickeln, dafür aber darin, bereits vorhandenes, jedoch schlummerndes Potential aus diesen herauszuholen. So ist es dann immer schön zu sehen, wenn Spieler, weil sie gewisse Freiheiten bekommen, bei Werder auch ihr ganzes Können zeigen. Mein Eindruck, der sich in den vergangenen vier, fünf Jahren nochmal verfestigt hat, dass Schaaf überzeugt davon ist, nur auf diese Weise langfristig erfolgreich sein zu können. Im Grunde richtig, denn die Methodik der Verteilung von Verantwortung auf die Spieler hat logischerweise einen wesentlich geringeren und langsamer fortschreitenden Abnutzungsfaktor. Der Nachteil des Ganzen ist aber, dass die Spieler – davon gehe ich mal aus – zwar einen klaren taktischen Handlungsrahmen vorgegeben kriegen, diesen aber nur insoweit einhalten müssen, wie sie selbst denken.
Dies setzt aber ein ausgewogenes Maß an Spielintelligenz in der Summe aller Akteure auf dem Rasen voraus. Entsteht hier eine Schieflage, zeigt sich genau dann die volle Breitseite der Schwächen von Schaaf`s Herangehensweise. So hatten wir früher mit Spielern wie Krstajic, Ernst, Micoud, Baumann und Klasnic gleich mehrere Akteure mit hohem Spielverständnis und nötigem Intellekt auf dem Platz, die etwas mit diesen Freiheiten anzufangen wussten, weil sie ein Spiel lesen konnten und somit die nötige Cleverness, Ruhe und Abgeklärtheit hatten. Sie passten exakt zur Schaaf`schen Maxime. Heute hast Du, wenn sie alle an Bord sind, mit Wesley, Bargfrede, Hunt, Frings eine Reihe von Spielern auf dem Rasen, die alle gut kicken, ggflls. auch kämpfen und laufen können, aber nicht in der Lage bzw. ungeschult sind, auf die notwendigen Abstände zu achten, die richtigen Laufwege zu gehen, im Gesamtverhalten sich korrekt gegen den Ball zu stellen, abzusichern, zu helfen. Eben zu wissen, wann, wie und wo es auf dem Platz um die wichtigen, entscheidenden Dinge geht. Wesley, Bargfrede, Hunt, Frings oder Arnautovic sind nicht die schlechteren, insgesamt eher noch die besseren Fussballer als Krstajic, Ernst, Micoud, Baumann und Klasnic. Der wesentliche Unterschied liegt aber darin, dass Krstajic, Ernst, Micoud, Baumann und Klasnic die erheblich schlaueren Spieler waren. Am eklatantesten schlägt sich das im Mf nieder. Wo wir früher ein kongeniales Trio Baumann-Ernst-Micoud hatten, die allesamt extrem spielintelligent waren, denen Schaaf nicht klar sagen musste, was sie zu tun hatten, sondern die auch ohne dem wussten und verstanden, was TS wollte, haben wir momentan keinen Einzigen, der auch nur im Ansatz an einen von den dreien rankommt.
Die Wesley` s und Arnautovic`s, Hunt`s und Marin`s wären mMn echte Granaten, wenn sie in einer Mannschaft spielen würden, in der ein paar andere für die nötige Struktur sorgen. Da das fehlt, haben wir heuer eine Ansammlung durchaus hochbegabter Individualisten, die nicht zusammenpassen, weil die Mischung nicht stimmt. Bei einem Trainer, bei dem zur Umsetzung seines Theorems genau das Vorrausetzung sein muss. Das Resultat ist ein wirres Durcheinander auf dem Platz, ein Chaos an fehlender Ordnung und Organisation. Was sich besonders dann wie ein Boomerang in hohen Pleiten niederschlägt, wenn die individuelle Klasse und die Chancenverwertung allein nicht die Mängel in Spielentwicklung und taktischer Schulung ausgleichen.
Für eine weniger spielintelligente Truppe ist die "Philosophie Schaaf" die falsche, weil eine solche Mannschaft klarere Vorgaben und Richtlinien benötigt, deren Einhaltung oberste Maxime sein muss. Da nutzt die Hoffnung, dass die Jungs viele Dinge auf dem Platz selbst regeln, nicht viel. Schaaf ist ein Fussball-Romantiker, Pragmatismus liegt ihm fern. Die derzeitige Mannschaft benötigt aber einen pragmatischen Coach wie Mourinho, van Gaal oder Magath, die Spieler so lange biegen, bis sie das machen, was sie wollen. Das Problem ist auch nicht, dass Schaaf ein Team nicht taktisch einstellen kann, dem steht ja entgegen, dass er in einzelnen oder mal über drei, vier Spiele exakt das Gegenteil beweist. Das Problem ist, dass er dazu grundlegend seine Philosophie überdenken müsste. Letztlich aber ein Trend, der sich seit Jahren abzeichnet, nur erst diese Saison ausufert. In der vergangenen Spielzeit zeigte sich während der 5-Niederlagen-und-7-sieglos-Spiele-Serie ganz krass, wie sehr dem Team ein Typ der Marke Baumann fehlte – ein strategisch denkender Kopf in dieser Mannschaft. Auf diese Erkenntnisse hin wurde wieder falsch reagiert, denn wenn Wesley das sein soll, sollte sich die Scoutingabteilung tatsächlich mal hinterfragen.

Womit wir beim Verständnis der von @Bremen angesprochenen "gemeinsamen Perspektive" wären. Es geht nicht darum, den Trainer Schaaf grundsätzlich in Frage zu stellen. Denn das Phänomen bei Schaaf ist für mich, dass er sehr viel anders macht als die übliche Trainerriege und damit trotzdem sehr erfolgreich war/ist. Daher kann es nur darum gehen, Schaaf eine Mannschaft zur Verfügung zu stellen, die für ihn auch wieder trainierbar wird. Und hier weiss ich nicht, ob Allofs die "gemeinsame Perspektive" immer richtig eingeschätzt hat. Er verpflichtete vor der Saison Spieler, die in der Vorbetrachtung ein zweikampfstarker, technisch guter Halbstürmer, ein routinierter LV und ein Allrounder im Mf waren. Er hat damit sicherlich auf die Defizite der letzten Saison/Spielzeiten reagiert. Aber m.E. hat er damit nur auf die Symptome reagiert, aber die Ursachen verkannt. Wenn er ständig und gestern wieder erzählt "Schaaf ist der richtige Trainer, es gibt keinen besseren für Werder" dann sollte er in der Transferpolitik/Förderung eigener Spieler auch darauf achten, dass er einem Trainer, der Spielern viele Freiheiten einräumt, auch Spieler gibt, die etwas aus diesen Freiheiten machen können. Fast ausschließlich entwicklungsfähige, junge Spieler wie Marin, Wesley oder Arnautovic, die von ihrer Spielanlage mehr Orientierung und taktisches Rüstzeug benötigen, sind in dieser überwiegenden Mehrzahl sicherlich der falsche Weg. Dadurch ist Schaaf immer mal wieder dazu gezwungen, seine grundsätzliche Maxime über Bord zu werfen, so wie letzte Saison während der Zu-Null-Serie Hinrunde oder bei den Spielen auf Schalke, in Mainz oder in Hoffenheim. DAS kann aber nicht Sinn und Zweck einer "gemeinsamen Perspektive" sein. Allofs ist gefordert, künftig die Situation sorgfältiger zu analysieren und Schaaf ist gefordert, vehementer zum Ausdruck zu bringen und auch darauf zu pochen, was er zur Umsetzung seiner Vorstellungen benötigt. Nach meinem Dafürhalten ist genau dies aufgrund der Erfolge in den letzten Jahren zu lange vernachlässigt worden. Der Schlüssel für eine erfolgreiche Weiterarbeit von KATS liegt mMn darin, die Versäumnisse der vergangenen Jahre im Sommer oder schon teilweise im Winter abzuarbeiten. Dies muss nicht mit konsequenter Spielerfluktuation, sondern vor allem mit besserer Auswertung der Lage und Wichtung danach erfolgen. Werder hat keinen schlechten Spielerkader, er muss nur an den richtigen Stellen ausgebessert/verändert werden, speziell müssten nun endlich Prioritäten gesetzt werden, was die richtigen Spielertypen angeht. So wie es KATS früher meistens gelang.

Aber mal ganz davon abgesehen ist überhaupt nicht ungewöhnlich, dass es gerade für einen Verein mit den Rahmenbedingungen Werder`s nach Jahren des Erfolgs durchaus mal ein Tal der Tränen und zwei, drei Jahre Niedergang geben kann. Das ist völlig normal und haben alle anderen etablierten BL-Vereine (vielleicht mit Ausnahme der Bayern) in den letzten 20 Jahren öfter und in kürzeren Abständen als Werder bereits hinter sich. Trotz zahlreicher Trainerwechsel.

du hast ja recht mit dem, was du schreibst. es sind viele faktoren, die sich im laufe der zeit verändert haben (spieler kamen, gingen, blieben, kamen wieder, wurden älter, die gegner wurden andere, die gegner spielen anders), bei uns war die kontinuität in den strukturen der sportlichen abteilung zu sehen. während andere mannschaften auf eine gewisse kontinuität im spielerpool setzen (schweinsteiger, demichelis, lahm usw. bei den bayern z.b.), hat werder aus der double-saison nur noch boro, der aber zwischenzeitlich auch mal weg war. im grunde hast du also die möglichkeit, den kader, anlehnend an die gleichbleibenden strukturen, sprich die sportlich verantwortlichen, zu orientieren. dies geschah, wie du ja völlig richtig schreibst, einfach nicht.

jetzt hilft es aber nichts, drauf zu hauen auf das, was passiert ist. man muss lösungen finden. eig. gibt es nur 1 lösung, entweder strukturen auflösen und neu besetzen oder strukturen behalten und das flexible system des spielerpools abändern. da dieser spielerpool aber alles andere als schlecht ist, wir aber mittlerweile in einer zeit sind, in der wir in bremen die vertrauensfrage für quasi alles stellen können, muss man sich hinterfragen, ob es dann nicht mal besser wäre, die strukturen zu verändern und anzupassen und damit anlehend nur partiell den spielerpool, die nachwuchsarbeit usw. usw. zu verändern. an diesem punkt bin ich - ich sehe bereits seit 08/09 keine ausreichende basis mehr für kats in bremen in den derzeit bekleideten ämtern. ein neuer wind muss rein, die strukturen zu starr; sie sind vielleicht nicht marode, aber die zeichen der zeit nagen daran. neue trainingsmethoden, ein veränderter umgang mit nachwuchs- und jugendspielern, neue taktische voraussetzungen, neue vetospieler in bundesliga oder cl, neues anspruchsdenken, auch neue finanzielle möglichkeiten (ich kann mit meinem gewissen es einfach nicht vereinbaren zu glauben, dass werder finanziell nicht auf rosen gebettet ist - nach 6 jahren cl, nach uefa-cup finale, nach spielerverkäufen für hohe summen usw.) etc. braucht werder, braucht das umfeld, braucht vielleicht auch das team.

das hat man bei werder zu spät erkannt, deswegen steckt der karren nun so tief im matsch wie seit 2004 nicht mehr. und kats sind einfach zu schwach und haben sich schon zu sehr abgenutzt, um genügend kraft zu mobilisieren, diesen wieder rauszuziehen, vielleicht auch weil sie einfach falsch an das problem herangehen, diesen karren dort rauszukriegen. neue leute, die den karren aus dem dreck ziehen, weil sie mehr kraft haben oder eine andere, bessere technik hierfür, hat werder dringend notwendig. dass man das erst jetzt auch innerhalb des umfeldes der heilen, rosa-roten bremer fußballwelt sieht, macht mich traurig, da mein herz seit 1993 an werder hängt.
 
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Aber mal ganz davon abgesehen ist überhaupt nicht ungewöhnlich, dass es gerade für einen Verein mit den Rahmenbedingungen Werder`s nach Jahren des Erfolgs durchaus mal ein Tal der Tränen und zwei, drei Jahre Niedergang geben kann. Das ist völlig normal und haben alle anderen etablierten BL-Vereine (vielleicht mit Ausnahme der Bayern) in den letzten 20 Jahren öfter und in kürzeren Abständen als Werder bereits hinter sich. Trotz zahlreicher Trainerwechsel.

Das ist zwar einerseits völlig richtig und auch ich habe eigentlich schon seit Jahren auf eine Negativsaison und ein "Tal der Tränen" gewartet. Andererseits überrascht die Heftigkeit dessen durchaus. Auch du hast hier nach dem Spiel gegen 96 (!) geschrieben, dass Werder in dieser Hinrunde kein Spiel mehr verlieren werde. Du scheinst also auch etwas anderes erwartet zu haben. Wie erklärst du dir diesen krassen Abfall mit mehreren Spielen, in denen wir 4 und mehr Gegentore bekommen haben und auch unsere Offensive nichts mehr auf die Reihe kriegt? Unter "zwei, drei Jahren Niedergang" hätte ich Platzierungen von 6-10 ohne Pokalsiege und Europapokalspiele erwartet und damit auch gut lebn können. Derzeit spielen wir m.E. aber mit diesen Leistungen gegen den Abstieg, die Negativspirale muss ausgesprochen schnell gestoppt werden, sonst beginnen auch in den Köpfen der Spieler psychologische Prozesse, die durchaus den Marsch in Liga 2 bedeuten können. Selbst der Vergleich mit der Hertha hinkt für mich, so derbe haben die nicht in der Häufigkeit auf die Nuss bekommen. Der langen Rede kurzer Sinn: Dass mal ein schlechtes Jahr kommt, war nur eine Frage der Zeit. Dass man aber vom Platz 3 im Vorjahr mit nahezu identischer Mannschaft sich in die Niederungen des Abstiegskampfes begibt, ist für mich nicht wirklich erklärlich. So langsam drängt sich mir doch die Frage auf, ob TS dieses träge Team wirklich da rausholen kann...
 
und es spiegelt doch grundsätzlich meine meinung wieder...

"Dieses Jahr läuft es eben überhaupt nicht. Dies deutete sich in meinen Augen bereits vor zwei Jahren an, als man zwar in zwei Finals (Europacup und DFB-Pokal) stand, es in der Liga aber nur zu Platz 8 reichte. Immer wieder schaffte Werder es mit sehr viel Aufwand, sich aus der Schlinge zu ziehen (siehe letzte Saison - Finale DFB-Pokal, 3. Platz in der Liga). Diese Saison fehlt eindeutig DER Spielmacher. Schaaf bevorzugt das Offensivspiel und vernachlässigt "wohl sehr eindeutig" die Abwehr. In dieser Hinsicht zeigt Bremen auch deutliche Taktikdefizite auf, was in erster Linie dem Trainer zuzuschreiben ist. Diese Fehler konnten ein sehr offensives Mittelfeld und der Sturm in ausgezeichneter Qualität immer wieder überdecken. Nach den Abgängen von Diego und Özil wurden diese Qualitätsverluste erstmalig nicht mehr aufgefangen, was sonst immer sehr gut funktionierte (siehe die Ära Micoud oder davor Herzog), indem sehr gut transferiert wurde. Marin ist kein Zehner und Hunt spielte letzte Saison seine beste und wohl auch letzte gute im grün-weißen Dress, wohl allein daran geschuldet, dass er um einen neuen, gut dotierten Vertrag kämpfte. Dazu kommt die Verletztenmisere. Auffällig ist, dass Werder seit einigen Jahren sehr viele Spieler in Vorbereitungen und Hinrunden aufgrund von Verletzungen, die häufig muskulär bedingt sind, kompensieren muss. Da läuft auch im Training und in der medizinischen Versorgung nicht alles richtig. Bei aller hanseatisch kaufmännischen Vernunft - Allofs hat viel Geld in zu viele Wundertüten gesteckt, in der Hoffnung, dass Schaaf es mal wieder richtet und die nächste Zaubermaus "produziert". Auf der Linksverteidigerposition brennt es seit Jahren lichterloh! Warum wurde Schulz abgegeben, statt ihn zu fördern? Gestern habe ich einen, zugegeben noch grünschnäbeligen, Schmidt gesehen, der die Zukunft auf dieser vakanten Pos. bedeuten kann. Boenisch ist dauerverletzt und er benötigt Konstanz, vor allem im Wettkampf, was ihn lange nicht qualifiziert, ordentliche Flanken zu schlagen und den Laden hinten dicht zu machen. Silvestre...ohne Worte. Erfahrung ja, mehr nicht, ebenso wie ein gealterter Pasanen. Schaaf ist mit dem richtigen Personal der richtige Trainer für Bremen. In meinen Augen ist der Kader falsch zusammen gestellt worden. Werder hat Qualität, wenn denn alle gesund sind, aber teilweise herrscht Überschuss auf einigen Positionen und erheblicher Mangel auf Schlüsselpositionen. Um den Anschluss an die in den letzten Jahren hart erkämpfte Position hinter den Bayern nicht fahrlässig abzugeben muss Allofs handeln und nicht den Sparfuchs mimen. Bremen hat gut gewirtschaft und sicherlich den einen oder anderen Euro auf der Kante (ich habe mir einen Vortrag der Geschäftsführung angehört - Euch grün-weißen gehts wirklich nicht schlecht, aber ständige Tiefstapellei wirkt auf Dauer unsympathisch und stur), so dass im Winter nachgebessert werden muss! Wenn es so weiter geht, dann steht man am Ende der Saison plötzlich wie einst Hertha oder andere Bsp. dar! Und das mit der Truppe, die so sicherlich nicht zu halten wäre. Dennoch benötigt der ein oder andere Profi einen Denkzettel. Für mich stehen auf der Abschussliste:
Vander, Pasanen, Silvestre, Borowski, Hunt, Jensen.
Unter Beobachtung gestellt werden sollten:
Boenisch, Fritz, Wagner (evtl. ausleihen), Husejinovic und Mertesacker (der den Titel Nationalspieler aktuell nicht verdient hat).
Dass ein Kader in der Größenordnung nicht kpl. auszutauschen ist, ist mir klar, aber einige sind über ihren Zenit hinaus und belasten die Gehaltsliste. Auslaufende Verträge würde ich mit ersteren Vorschlägen nicht verlängern. Bis zur Winterpause muss Schaaf zusehen, dass er die Abwehr in erster Linie zusammen hält und das Tor vernagelt. Ohne Wiese und zuvor Mielitz würde Werder nun hinter Gladbach die schlechteste Abwehr der Liga stellen! Fraglich ist auch, ob die Leistungsträger, die gewillt sind, Leistung zu zeigen, lange bei Werder bleiben wenn Woche für Woche blamable Vorstellungen von der Mannschaft zu sehen sind. Teilweise ist das nur noch peinlich anzuschauen, Verletzte hin oder her. Allofs kann sich als Weihnachtsvorbereitung auf dem Transfermarkt umschauen, einen Zehner holen (was ist z.B. mit Misimovic?), einen LV (wenn der Markt es zu fairen Preisen hergibt), wobei ich denke, dass Werder auf Schmidt setzen sollte, und einen RV als Druckmacher für Fritz, der sich zu sicher geworden ist. Im MF ist man, wenn dann ein Zehner kommt, sehr gut aufgestellt. Im Sturm bin ich nach wie vor dafür, auf Almeida und Arnautovic zu setzen, beide haben sehr gute Ansätze und wenn der Knoten erstmal platzt, dann kommen sie auch in ihrer Entwicklung voran. Dazu noch Pizarro, der erstmal frei von Verletzungen bleiben soll. Dann und wann muss Schaaf es schaffen, Nachwuchs einzubinden. Die anderen BuLi-Mannschaften machen es vor. Kommt ein starker Zehner bin ich überzeugt, dass Schaaf sein System findet und Werder wieder Buden wie am Fließband machen wird. Das überdeckt dann wieder taktische Defizite, vor allem im Abwehrverbund. Kommt ein Naldo zurück ist aber auch das im Rahmen zu halten und für mich als Fan spektakulärer wenn dann wieder 4:3 gewonnen wird, statt 0:3 zu verlieren! Im Grunde kann man die Entwicklung wol nur bis zum Winter abwarten. Verändert sich nichts, hockt Werder weiterhin auf der Kohle, statt den Kader wieder auf Vordermann zu bringen - Qualität zahlt sich am Ende aus und ich denke, dass die Kohle dann schon wieder rein kommt. Ansonsten endet wohl tatsächlich eine erfolgreiche Ära - nur bitte keine 90er Jahre mehr wie unter de Mos, Dörner und wie sie alle hießen..."

gepostet von SineUllaSpe
 
@Kugelblitz
Dass KATS falsch an das Problem rangehen bzw. rangegangen sind, sehe ich wie oben beschrieben genauso.

Ob die Strukturen generell zu starr sind, kann nicht genau beurteilen, da fehlt mir die Nähe zu den handelnden Personen. Beurteilen kann ich höchstens anhand der sportlichen Ergebnisse und wie diese zustandekommen. Bevor ich aber glaube und fordere, dass "neuer Wind reinmuss", würde ich erstmal die Ursachen für den langfristigen Erfolg des letzten Jahrzehnts näher betrachten. Da komme ich unweigerlich zu dem Schluss, dass KATS genau zu Umfeld und Vereinsphilosophie von Werder Bremen passen. De Mos und Dörner passten nicht dazu, obwohl ich denen fussballfachlich damals durchaus was abgewinnen konnte. KATS haben ganz sicher Fehler im sportlichen Bereich gemacht, die eventuell dadurch wiederholt bzw. nicht abgestellt wurden, weil der sich dennoch einstellende, sportliche Erfolg für ein Stück Betriebsblindheit sorgte. Das bedeutet aber nicht, dass KATS die Fähigkeiten abhanden gekommen sind. So gesehen könnte gerade eine solche Saison, wie sie sich derzeit andeutet, einen entsprechenden Lerneffekt erzeugen.

Die Diskussion erinnert mich irgendwie an die Situation so um 1990 bis 92 mit Rehagel. Werder`s Fussball wurde immer eindimensionaler, immer eintöniger und unansehnlicher und immer ausrechenbarer für die Gegner. Die Heimbilanz immer miserabler. Daher stand OR heftigst in der Kritik. 92 dann ein paar gute Einkäufe, eine ganz leichte Veränderung in der Spielphilosophie und schon funzte es wieder. Ich glaube fest daran, dass KATS den Umbruch schaffen können, auch wenn`s vielleicht nochmal eins, zwei Jahre dauert.

@mezzo74
Im Glauben, es würde ähnlich wie immer laufen, hab ich seinerzeit die Möglichkeit zunehmender Personalsorgen, so gravierender Formverfälle wie Marin, Bargfrede oder PM und die statt besser noch schwieriger werdende Integrationen von Arnautovic unterschätzt, vor allem aber Wesley insofern falsch eingeschätzt, dass ich glaubte, er würde sich bei Eingewöhnung mehr hin zu dem Spieler entwickeln, den Werder dringend braucht. Er ist ein guter Fussballer und eine Verstärkung, allerdings auch wieder auf einer Ebene, wo der Bedarf nicht ganz so hoch war.
Desweiteren drängt sich mehr und mehr der Eindruck auf, dass das Pokalspiel irgendwie ein Schlüsselerlebnis war. mMn hätte KEINE andere BL-Mannschaft nach 1:1-Stand zur Halbzeit dort in der zweiten Hälfte so agiert wie Werder. Es wurde eine Offensivwucht betrieben, die zu Lasten der Ordnung ging - was sich zum Glück nur beim 2:1 rächte, wo ein riesiger Abstand zwischen Abwehrkette und DM offenkundig war, weil die Bayern zu dämlich waren, schneller umzuschalten. Das mögen einige schön finden und auch nach dem Motto "wenn-die-Chancen-sitzen-dann" argumentieren, ich finde es einfach naiv. Die Frage, warum dieser Wandel, nachdem das Team gerade begann, sich über mehr Sicherheit in den Mannschaftsteilen zusammen zu finden, kann wohl nur TS beantworten. Aber nach dem Spiel war eigentlich klar, was kommt. Weil Werder nicht die Leute für so eine, unintelligente Spielweise hat. Danach trafen wir auf Gegner, die hauptsächlich gut kontern können, das musste schief gehen.
Jetzt muss die Analyse kommen, warum diese Mannschaft nicht organisierter und geordneter spielen kann und inwieweit da Abhilfe geschaffen werden muss. Aber warum sollten KATS das nicht können? Ausserdem ist mir Deine Brücke von "Platz 3 im Vorjahr mit nahezu identischer Mannschaft in die Niederungen des Abstiegskampfes" zum jetzigen Zeitpunkt zu früh.
 
Und hier weiss ich nicht, ob Allofs die "gemeinsame Perspektive" immer richtig eingeschätzt hat.

...

Wenn er ständig und gestern wieder erzählt "Schaaf ist der richtige Trainer, es gibt keinen besseren für Werder" dann sollte er in der Transferpolitik/Förderung eigener Spieler auch darauf achten, dass er einem Trainer, der Spielern viele Freiheiten einräumt, auch Spieler gibt, die etwas aus diesen Freiheiten machen können.

Damit sprichst Du mir voll aus der Seele.

Also meiner Ansicht nach, müssen sich hier Allofs und Schaaf mal in einen Raum setzen und sich mal so Richtig ausschnacken, mal gegenseitig alles an den Kopf schmeißen, also mal Klartext miteinander reden.

Denn ich denke, das die beiden hier ihr Vertrauen, sich gegenüber verloren haben, ist aber nur reine Spekulation meinerseits.

Sollte also das Vertrauen zwischen Allofs und Schaaf nicht mehr zu kitten sein, dann würde ich persönlich, voll und ganz hinter Schaaf stehen und dann wäre ich dafür, das Allofs geht. Denn in der Pizarro Affäre, damals, sah Allofs auch schon irgendwie nicht so gut aus. Also ich wäre dann dafür, das Marco Bode neuer Sportdirektor wird, anstelle von Allofs. Das ist aber meine ganz persönliche Meinung und beruht nur auf Spekulationen meinerseits.

Was denkt ihr darüber?
 
Falls jemand noch keinen Hass auf die beispielos schlechte Berichterstattung hatt:

http://www.bild.de/BILD/sport/fussb...5/thomas-schaaf/tief-getroffen-3-20-tore.html

:wall:

Man achte auch auf das Chatprotokoll weiter unten...

Anstatt Dich über die Berichterstattung aufzuregen, solltest Du Dir lieber mal Gedanken über diejenigen machen, die den Stoff für diese Schlagzeilen liefern... Immer diese Nebenkriegsschauplätze, nur um von den desolaten "Leistungen" Werders abzulenken! :rolleyes:
 
Ich schätze die Arbeit von Thomas Schaaf und Klaus Allofs, aber seit 2 Jahren merke ich keinen Fortschritt mehr. Sie machen immer mehr Fehler!
1. Abwehr wielange soll der Hühnerhaufen dahinten noch spielen?

Mertesacker, Passanen, Fritz, Silvestre, Boenisch, Prödl sofort verkaufen

Naldo ist der einzige der sich Verteidiger nennen darf und bleiben soll

2. defensive Mittelfeld Frings ist nicht mehr tragbar. Ich war ein großer Fan
von ihm, aber seine Zeit ist vorbei. Für 2.Liga reicht es noch aber nicht
mehr hier. Borowski und Jensen sind unterdurchschnittlich.
Bargfrede spielt eine schwache Saison aber ich denke auf ihn kann man
noch bauen. Niemeyer zeigt bei Hertha was er kann

3. Hunt bleibt das ewige Talent, Marin spielt gut wenn das Umfeld gut ist.

4. STURMPROBLEM

nach Pizza kommt lange nichts ok Almeida hat 6 Tore geschossen aber ist
nicht konstant, Wagner bislang sehr blass hatte ich mehr erwartet.
Arnautovic ein großes Problemkind er denkt er sei schon der größte ist
er aber leider nicht.

5. Transferpolitik seit 2 Jahren sehr mies.

Prödl 3-; Silvestre 6; Borowski 5; Marin 2-; Wesley 3+; Wagner 4-;
Arnautovic 4+ usw.

Holt Nils Petersen ( 21 ) von Energie Cottbus! Der hat Zukunft! 5Mio
ungefähr. Christian Fuchs ( 24 )von Mainz als linker Verteidiger! Marc Andre
Kruska ( 23 ) von Energie defensives Mittelfeld. Alexander Madlung ( 28 )
Innenverteidiger. Sind 4 Spieler haben und noch erschwinglich.

MFG

Komme gerade aus Tottenham wieder.

100% Zustimmung
 
Jetzt muss die Analyse kommen, warum diese Mannschaft nicht organisierter und geordneter spielen kann und inwieweit da Abhilfe geschaffen werden muss. Aber warum sollten KATS das nicht können? Ausserdem ist mir Deine Brücke von "Platz 3 im Vorjahr mit nahezu identischer Mannschaft in die Niederungen des Abstiegskampfes" zum jetzigen Zeitpunkt zu früh.

Mag sein, dass es früh ist. Ich fände es allerdings verdammt naiv, dem Abstiegsgespenst jetzt nicht in die Augen zu schauen so wie die Mannschaft sich in den letzten 4 Spielen präsentiert hat. Besonders erschreckend finde ich, dass unser Offensivspiel derzeit überhaupt nicht stattfindet, das kennt man als Werderfan gar nicht mehr. Ich hoffe ja, dass TS auch diesmal die Kurve kriegt, die Leistungen der letzten Wochen lassen allerdings Böses erahnen.
Dass das Bayernspiel ein Wendepunkt war sehe ich genauso. Mir fehlt aber auch hier eine Erklärung, die Leistung in diesem Spiel fand ich sehr ansprechend und auch die Taktik in der 2.HZ war m.E. genau richtig. Warum nicht einen schwächelnden Gegner unter Druck setzen? Es sah lange Zeit nicht nach einem Bayernsieg aus und diesen hatten die Bazen an jenem Tag nur der individuellen Klasse von Schweinsteiger (Sonntagsschuss!)und unserer unterirdischen Chancenverwertung (bzw.der fehlenden Klasse unserer Stürmer Almeida und Arnautovic) zu verdanken.
 
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