Robin Dutt

Wollte dir vorhin schon antworten, aber irgendwie hatte ich kein Bock alles nochmal durchzukauen. Aber irgendwie lässt einem das auch keine Ruhe.

Die Vergleiche mit anderen Klubs gehen mir langsam nämlich auch auf den Senkel, weil dort eben auch andere Voraussetzungen vorhanden sind.
Ich weiss da auch nicht wie du darauf kommst, dass bei Mainz irgendetwas "kurzfristig" passiert. Mainz arbeitet sowohl sportlich als auch wirtschaftlich mit mittel- bis langfristigen Konzepten. Die fahren den Ertrag einer guten Kaderzusammenstellung, Jugend- und Scoutingarbeit ein. Nicht mehr und nicht weniger.

Aber ansonsten würde ich mich einfach mal darauf konzentrieren, was bei Werder der Fall war und ist.

RD übernahm einen Kader, der es schaffte in der Rückrunde der vergangenen Saison ganze zwei (!) Spiele zu gewinnen und davon mal gerade eines ohne Gegentor zu beenden. Diese Mannschaft verlor dann noch zwei ihrer wichtigsten Akteure. Vor dem Hintergrund dessen, dass dann auch einem gewissen Sparzwang unterlag und unterliegt, soll dann - so verstehe ich dann eben hier viele Aussagen - ganz plötzlich die Kehrtwende kommen.
Man hat hier über die Saison genug zu einzelnen Spielern geschrieben, genug zu den finanziellen Möglichkeiten etc.. Ich bins ehrlich gesagt leid. Werder Bremen war nach der Ära KATS ein einziger Trümmerhaufen. Und man ist immernoch dabei diese Trümmer aufzuräumen. Auch wenn viele das schlicht nicht wahrhaben wollen. Das Erbe von KATS ist ne Katastrophe!!!

Dies kann ich leider nur zu 95 % beipflichten .
WIR SIND IMMERNOCH EIN EINZIGER TRÜMMERHAUFEN
Wir sind jetzt eine graue Maus .
Der Trümmerhaufen den und KATS hinterlassen hat ist für einen Verein wie Werder eigentlich nicht kommpensierbar .
Wir haben 3 Jahre unter KATS mit einer CL MAnnschaft gegen den Abstieg gespielt . Leider wurden alle weiter so bezahlt als ob wir noch CL spielen, eingeschlossen KATS .
Wir haben jetzt ca 20 Mille schulden dadurch , und es werden nach dieser Saison wohl noch welche dazu kommen .
Die letzten 3 Jahre unter KATS waren finanzieller Selbstmord , wir können uns nicht mal mehr so Spieler für 5-6 Mille kaufen .
Ich kann mir nicht vorstellen das wir nächste Saison besser abschneiden werden als diese , warum ?
Werder ist auf absehbare Zeit eine graue Maus , dank KATS , sie haben Werder so wunderbar aufgebaut, allerdings leider dann alles wieder mit dem Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) eingerissen .....
Von den letzten 3 Jahren werden wir uns nicht so schnell nicht erholen, und wir haben ja immer noch Altlasten mit Ecici, Elia etc.die hochdotierte CL Verträge haben aber wenig Leistung bringen .
Als ich Unterschreibe sofort , wenn wir nächste Saison nicht absteigen , völlig unabhängig wer nun der sportliche Leiter ist .
 
Es ist ja müßig, hier jetzt den ganzen Sommer über weiter zu diskutieren, ob die zu beobachtenden Leistungen des SV Werder sowie die Peformance des Trainerteams in dieser Saison nun als
1. leichter Fortschritt,
2. Stagnation oder
3. weiterer Rückschitt
im Vergleich zur Vorsaison eingeordnet werden können.

Das ist ein Stück weit sicher auch ein "Bauchgefühl".
Da gibt es einige objektiv messbare Werte (wie z.B. Punkte, Anzahl geschossener/kassierter Tore, Passstatistik, Zweikampfstatistik) und es gibt eine Vielzahl objektiv nicht messbarer Eindrücke (wie z.B. die Wichtigkeit von nicht mehr zur Verfügung stehenden Spielern, die Frage, ob Punkte durch pures Glück oder "verdient" ergattert wurden, die Frage was man von dem zur Verfügung stehenden Kader "erwarten" darf und was nicht).

Es fiele mir - angesichts der großen Menge des zur Verfügung stehenden "harten" und "weichen" Argumentationsmaterials nicht schwer, jede der vorgenannten drei Sichtweisen ausführlich zu begründen und zu untermauern. Soweit da dann "harte Fakten" dagegensprechen, kann man die ja mit den reichlich vorhandenen nicht messbaren Faktoren beiseite schieben bzw. "relativieren".

Unterm Strich bereitete es mir dabei am wenigsten Schwierigkeiten, meine Einschätzung der ersten Umbruchsaison unter Robin Dutt argumentativ zu untermauern, wenn man sie so zwischen 2. und 3. festmacht (vielleicht etwas näher an 2.).
Dass ein Trainer 2/3 einer Saison braucht, um zu erkennen, dass man den Ball auch auf anderem Weg Richtung gegnerischen Strafraum bringen kann, als ihn einfach nur lang rauszubolzen, hat meine Hoffnung auf eine positive Entwicklung auf ein eher geringes Maß heruntergeschraubt. Es wird ja auch weiterhin darauf ankommen (in den Umbruchsaisons 2 und 3), dass mit dem jeweils wechselnden Personal und dessen individuellen Stärken und Schwächen ein ausbalanciertes Konzept gefunden wird. Und wenn das immer so arg lange dauert, bis da eine gewinnbringende Erkenntnis beim Trainer reift, dann sehe ich da eher schwarz.

Aber - die Uneinigkeit darüber, ob nun 1., 2. oder 3. die "objektiv richtige" Einschätzung der Leistungen von Trainerteam und Mannschaft ist, wird nicht aufzulösen sein. Da sollte halt jeder seine Argumente bringen (dürfen), ohne dass ihm deswegen gar zu sehr an die Karre gefahren wird. Denn - wie gesagt: "Gute Gründe" kann man sicher für alle drei grundsätzlichen Sichtweisen finden.

Danke für die Darlegung dieser übergeordenten Elemente. :tnx:

@Fabeldichter; Feli: :beer:
 
Definieren wir erstmal "attraktiven Fussball". Für mich gehört das Attribut "erfolgreich" eigentlich schon zu "attraktiv". Finde erfolglosen Fussball meiner Mannschaft äußerst ätzend.
Und da geht doch das Dilemma schon los.

Ja und Nein. Erfolg macht grundsätzlich "sexy" aber auch nicht um jeden Preis. Dauerhaft möchte ich von Werder jedenfalls keinen Catenaccio geboten bekommen, auch wenn ich bereit bin, in der Phase des Umbruchs diese Kröte zu schlucken. Denn wenn ich diese seinerzeit äußerst erfolgreiche Art des Fußball "spielens" als attraktiv empfunden hätte, wäre ich in meiner Fan-Findungsphase Ende der 1970er bis Anfang der 1980er Jahre wohl eher Tifoso irgendeiner italienischen Mauermannschaft geworden.


Wenn du diese Saison nur eine Stagnation beobachtet hast - sehe ich ja ein bisschen anders, gestehe dir aber einfach mal deine Sicht der Dinge zu - dann ist allein dies schon ein Fortschritt. Die letzten Jahren unter der alten Führung wurde es, trotz immernoch besserer Mittel, jedes Jahr noch einen Tick schlechter. Wir schafften es gleich zwei mal in Folge die schlechtesten Rückrunden der Vereinsgeschichte zu spielen.

1899% Zustimmung :tnx:
 
@Bremen:

Mit "Catenaccio" hatte das, was Werder in dieser Saison gespielt hat herzlich wenig zu tun. Bspw. das Konterspiel, welches dieses System ebenfalls kennzeichnet hat Werder diese Saison nicht geboten. Solltest Du den Begriff nur verwenden, um die defensive Ausrichtung Werders zu akzentuieren, ok, dann war es "Catenaccio" übelster Sorte.

Werders Spiel hatte zu viele Unzulänglichkeiten und zeichnete sich mMn durch zu wenig Ordnung, mangelndes Stellungsspiel und nicht stattfindendes Konterspiel aus, als das hier von einem "Catenaccio" gesprochen werden könnte.

Des Weiteren ist die Raute nicht geeignet, das Spielsystem umzusetzen und wie wir ja wissen, hat Dutt Werder auch oft in dieser Formation aufs Feld geschickt. Auch das Pressing, was Werder bisweilen spielte passt ebensowenig zu dem von Dir bemühten Begriff. So gesehen hat Werder diese Saison nix Halbes und nix Ganzes gespielt.

Im Gegensatz dazu hat Real gegen Bayern ein Spiel gezeigt, was die Bezeichnung "Catenaccio" auch verdient, nur, um hier mal einen Vergleich zu bieten.

Werders Spiel assoziiert man deshalb mMn eher mit dem irischen Kick an Rush denn mit dem italienischen Catenaccio. ;)
 
Da bin ich ja auch ganz bei dir. Nur bin ich ebenso der Meinung, dass die Performance von RD auch nicht wirklich überzeugend war und ich das Gefühl nicht loswerde, dass ihm die ganz großen Visionen fehlen. Einen Träumer als Trainer möchte ich auch nicht, aber schon einen, der den SV Werder wieder in ruhigere Gewässer führt, der an sich und sein Wirken glaubt und positiv denkt. Das fehlt mir in seinen Aussagen und ich finde es auch kontraproduktiv für die kommende Saison. Man hat nicht das Gefühl, dass er wirklich selber daran glaubt, dass er den SV Werder wieder aus den Abstiegsniederungen hinausführt und dieses Einstellung vermittelt er in zahllosen Interviews. Er macht in meinen Augen solide Trainerarbeit und ein Malocher ist er ganz gewiss. Man lässt ihn auch von Seiten der Vereinsführung in Ruhe arbeiten, ebenfalls viel wert, wenn man das mit dem HSV oder Nürnberg vergleicht. Aber wie gesagt: Mir ist das zu viel Akzeptanz des status quo, zu viel Realpolitik. Es fehlt mir an Visionen, wie man aus der Dauertalsohle herauskommen möchte.

Wie sagte schon Helmut Schmidt: "Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen". Sicher, RD versprüht in einen Äußerungen wenig Aufbruchstimmung, vllt. auch deshalb, weil Aussagen über später doch nicht erreichtes einem hinterher gerne um die Ohren gehauen werden. Etwas mehr Esprit in diese Richtung von RD wäre sicherlich wünschenswert, aber so etwas birgt auch stets die Gefahr, daß wie z.B. bei Thorsten Fink in seiner Zeit als HSV-Coach die Resulate der Arbeit seines forschen verbalen Auftritts nicht mithalten konnten. Aber wie sagte schon der Schmidt-Nachfolger Helmut Kohl: "Wichtig, was hinten rauskommt."
 
@Bremen:

Mit "Catenaccio" hatte das, was Werder in dieser Saison gespielt hat herzlich wenig zu tun. Bspw. das Konterspiel, welches dieses System ebenfalls kennzeichnet hat Werder diese Saison nicht geboten. Solltest Du den Begriff nur verwenden, um die defensive Ausrichtung Werders zu akzentuieren, ok, dann war es "Catenaccio" übelster Sorte.

Werders Spiel hatte zu viele Unzulänglichkeiten und zeichnete sich mMn durch zu wenig Ordnung, mangelndes Stellungsspiel und nicht stattfindendes Konterspiel aus, als das hier von einem "Catenaccio" gesprochen werden könnte.

Das mit vielen alten und neuen Unzulänglichkeiten behaftete Spiel ist mit Sicherheit kein Cateneaccio. Aber mein Einwurf darauf bezog auch nicht darauf, sondern spiegelt lediglich mein subjektives Empfinden zu den von Felissilvestris eingeworfenen Attribute "erfolgreich" und "attraktiv" wider.
 
Ein brilliant gespieltes "Catenaccio", so wie gestern von Real gespielt, kann auch sehr attraktiv sein. ;) Da hätte ich auch Spaß dran, keine Frage, wenn alle Elemente effizient und flüssig ineinandergreifen lassen sich Spiele auch gerne mal 4:0 gewinnen.

So gesehen ist es ein Vorteil, auch dies Spielsystem in Perfektion zu beherrschen und ich hätte nix dagegen, wenn Werder uns das anbieten würde. :D
 
@ FDB

Helenio Herrera würde sich nicht nur in seinem Grab umdrehen, sondern dort in höchsten Drehzahlen rotieren, wenn er mitbekäme, daß du das gestrige Real-Spiel als Catenaccio definierst. Dafür war, so paradox es auch klingen mag, die Spielweise von Real zu offensiv ausgerichtet.
;)

Aber wenn Werder auch nur ansatzweise diese Art von Fußball beherrschen würde, wäre das "Geschrei" hier im Forum doch sehr groß. Denn gerade in diesem Thread hier konnte man oft lesen, daß offensiver Fußball gleichbedeutend mit Erfolg verbunden ist während eine defensive Spielweise Mißerfolg impliziert - was natürlich Mumpitz ist, denn einzig entscheidend ist, wie gut bzw. schlecht eine Ausrichtung umgesetzt wird.
 
@ FDB

Helenio Herrera würde sich nicht nur in seinem Grab umdrehen, sondern dort in höchsten Drehzahlen rotieren, wenn er mitbekäme, daß du das gestrige Real-Spiel als Catenaccio definierst. Dafür war, so paradox es auch klingen mag, die Spielweise von Real zu offensiv ausgerichtet.
;)

Aber wenn Werder auch nur ansatzweise diese Art von Fußball beherrschen würde, wäre das "Geschrei" hier im Forum doch sehr groß. Denn gerade in diesem Thread hier konnte man oft lesen, daß offensiver Fußball gleichbedeutend mit Erfolg verbunden ist während eine defensive Spielweise Mißerfolg impliziert - was natürlich Mumpitz ist, denn einzig entscheidend ist, wie gut bzw. schlecht eine Ausrichtung umgesetzt wird.
Werder hat diese Saison - und die ist noch nicht einmal beendet - 9 ( In Worten neun) perfekte Spiele abgeliefert.
Das Rauskloppen der Bälle hat die Mannschaft genutzt, sich Monat für Monat weiter zu entwickeln, ohne für noch unzulängliches Kombinationsspiel auf die Fresse zu kriegen. Stattdessen schweißt sich da eine Mannschaft zusammen, deren Selbstbewusstsein deutlich wächst.
Wie gesagt: Diese Saison schon 9 perfekte Spiele.
 
Werder hat diese Saison - und die ist noch nicht einmal beendet - 9 ( In Worten neun) perfekte Spiele abgeliefert.
Das Rauskloppen der Bälle hat die Mannschaft genutzt, sich Monat für Monat weiter zu entwickeln, ohne für noch unzulängliches Kombinationsspiel auf die Fresse zu kriegen. Stattdessen schweißt sich da eine Mannschaft zusammen, deren Selbstbewusstsein deutlich wächst.
Wie gesagt: Diese Saison schon 9 perfekte Spiele.

ob nun "perfekt" oder nicht? who cares? wer will das woran bemessen? wichtig ist das man eine Entwicklung erkennt und die kann ich z.B. deutlich erkennen! :daumen:
man kann auch alles permanent madig machen ... die Frage ist ob das zielführend ist!? ich halte eher etwas von konstruktiver denn von destruktiver Denkweise! :wink: ich kann mir schon denken woher dieses Negativdenken rührt und ich kann es auch gut verstehen! doch die Zeit von KATS mit all ihrer Lithargie und Vetternwirtschaft ist nun mal vorbei. Es weht ein neuer, frischer Wind bei Werder und das ist auch GUT so!!! :daumen::beer:
 
Frischer Wind oder noch laues Lüftchen - zumindest schon mal aus anderer Richtung, denn aus Norderney.

Perfekte Spiele für diese Werder-Elf sind 9 Zunull-Spiele. Mehr geht ja gar nicht als zunu!!
 
@ FDB

Helenio Herrera würde sich nicht nur in seinem Grab umdrehen, sondern dort in höchsten Drehzahlen rotieren, wenn er mitbekäme, daß du das gestrige Real-Spiel als Catenaccio definierst. Dafür war, so paradox es auch klingen mag, die Spielweise von Real zu offensiv ausgerichtet.
;)

Aber wenn Werder auch nur ansatzweise diese Art von Fußball beherrschen würde, wäre das "Geschrei" hier im Forum doch sehr groß. Denn gerade in diesem Thread hier konnte man oft lesen, daß offensiver Fußball gleichbedeutend mit Erfolg verbunden ist während eine defensive Spielweise Mißerfolg impliziert - was natürlich Mumpitz ist, denn einzig entscheidend ist, wie gut bzw. schlecht eine Ausrichtung umgesetzt wird.

Real hat den sog. "Catenaccio" in Reinform und Perfektion geboten. Würde Werder diese Art von Fußball in Reinform spielen wäre das Geschrei in diesem Forum nicht groß. Mit einer fluideren Form des sog. "Catenaccio" mit überfallartigen Kontern und Kontrolle in der Defensive hat Werder mE auch das "Double" geholt. Wobei das sicher Widerspruch auslösen wird, da die offensiven Bemühungen damals wirklich über das Maß hinaus betrieben wurden.

Es gab Spiele, wo Werder (unter Dutt) sich am "Catenaccio" versucht hat und auch im Stande war die offensiven Bemühungen sehr effektiv zu nutzen. Werder hat mE aber eher nicht Fisch nicht Fleisch gespielt, also, wie nen Fischotter. Ich würde mir wünschen mehr Reinheit in dieser Hinsicht auf dem Spielfeld zu erkennen und das nicht nur in Bezug auf Spielsystematik sondern vor allem in Bezug auf Aktionen auf dem Spielfeld.

Von meiner Seite ist das so titulierte "Geschrei" groß, weil diese "Klarheit" auf dem Platz in den Aktionen der Profis oft nicht erkennbar ist und in vielerlei Hinsicht oft sehr hilflos und halbherzig wirkt.
 
Guter Defensivfussball, der schnell nach vorne umschaltet, ist für mich der höchste Fussballgenuss. Dafür braucht man aber eben solche Spieler wie Alonso, Modric und di Maria. Defensivfussball mit Holzfüssen ist eine Qual, vor allem wenn die Umschaltspieler inexistent sind.
 
Real hat den sog. "Catenaccio" in Reinform und Perfektion geboten. Würde Werder diese Art von Fußball in Reinform spielen wäre das Geschrei in diesem Forum nicht groß. Mit einer fluideren Form des sog. "Catenaccio" mit überfallartigen Kontern und Kontrolle in der Defensive hat Werder mE auch das "Double" geholt. Wobei das sicher Widerspruch auslösen wird, da die offensiven Bemühungen damals wirklich über das Maß hinaus betrieben wurden.

Catenaccio ist wohl er das, was Reals Ex-Coach "Mou" mit dem Chelsea FC spielen läßt, aber das ist ein anderes Thema.


Von meiner Seite ist das so titulierte "Geschrei" groß, weil diese "Klarheit" auf dem Platz in den Aktionen der Profis oft nicht erkennbar ist und in vielerlei Hinsicht oft sehr hilflos und halbherzig wirkt.

So sollte es ja auch eigentlich sein. Aber wie schon beschrieben, werden oft nicht die halbherzigen Auftritte selbst kritisiert, sondern die defensive Ausrichtung als Quell des Übels bezeichnet; und das ist das, was ich als Mumpitz bezeichne, denn bei offensiver Spielweise waren die Auftritte sowohl unter RD als auch unter TS ähnlich halbherzig.
 
Catenaccio ist wohl er das, was Reals Ex-Coach "Mou" mit dem Chelsea FC spielen läßt, aber das ist ein anderes Thema.

So sollte es ja auch eigentlich sein. Aber wie schon beschrieben, werden oft nicht die halbherzigen Auftritte selbst kritisiert, sondern die defensive Ausrichtung als Quell des Übels bezeichnet; und das ist das, was ich als Mumpitz bezeichne, denn bei offensiver Spielweise waren die Auftritte sowohl unter RD als auch unter TS ähnlich halbherzig.

Bitte, ich verstehe es nicht. Was sind die Unterschiede vom "Catenaccio" bei Mou und Capello.

Die defensive Ausrichtung wird kritisiert, weil Werder sie nicht gescheit umgesetzt bekommen hat. Werder hat in der Zeit, wo das Team sich konsequent hinten reingestellt hat auch die Ordnung nicht gehalten und darüber hinaus fand das offensive Spiel nicht mehr statt, weil die Spieleröffnung, die auch bei dieser Spielweise von herausragender Bedeutung ist ebenfalls nicht stattfand. Man behalf sich mit vollkommen unpräzisem langen Hafer.

Diese Spiele brauchte man sich nicht ansehen, weil Werder garnicht auf dem Platz existent war.

Ich wäre dafür, dass wir in Bezug auf Werder das Wort "Catenaccio" nicht nutzen, weil die Spielweise über reines Mauern nicht hinauskam und ich würde mich freuen, wenn das Team von Werder dazu befähigt werden würde, ein nahezu perfektes "Catenaccio" umzusetzen. Ich hätte Spaß daran, zu sehen, wie Werder ein geordnetes Konterspiel aufzeigt und hinten konsequent das Zentrum dichtmacht indem zwei enge Viererketten es dem Gegner unmöglich machen den Ball gefährlich in die Nähe des 16ners zu kombinieren.

Bislang hat Werder das in den seltendsten Fällen hinbekommen.
 
Ich wäre dafür, dass wir in Bezug auf Werder das Wort "Catenaccio" nicht nutzen, weil die Spielweise über reines Mauern nicht hinauskam und ich würde mich freuen, wenn das Team von Werder dazu befähigt werden würde, ein nahezu perfektes "Catenaccio" umzusetzen. Ich hätte Spaß daran, zu sehen, wie Werder ein geordnetes Konterspiel aufzeigt und hinten konsequent das Zentrum dichtmacht indem zwei enge Viererketten es dem Gegner unmöglich machen den Ball gefährlich in die Nähe des 16ners zu kombinieren.

Bislang hat Werder das in den seltendsten Fällen hinbekommen.

Catenaccio, abgeleitet vom ital. "catena" = Riegel, hat das primäre Ziel, durch das Verengen von Räumen den Spielaufbau des Gegners zu verhindern. Der etwaige Aufbau von Kontern ist lediglich das Sekundärziel. Ob man Werders Spiel nun als Catenaccio bezeichnen kann, darüber läßt sich ohne Frage streiten; aber dieses Wort nicht zu verwenden, bloß weil vom Sekundärziel zu wenig zu sehen ist, halte ich für nicht angebracht. Denn eine schlechte Ausführung einer SPielweise ist ja nicht gleichbedeutend damit, daß man sie nun gar nicht praktiziert.
 
Aber wie schon beschrieben, werden oft nicht die halbherzigen Auftritte selbst kritisiert, sondern die defensive Ausrichtung als Quell des Übels bezeichnet;

Ne, nicht die defensive Ausrichtung wurde als Quell des Übels bezeichnet sondern die Unfähigkeit aus dieser Ausrichtung heraus umzuschalten, klar strukturierte Konter zu fahren, sowie die nicht erkennbare Entwicklung eben hin zu diesen klaren Strukturen.
 
Ne, nicht die defensive Ausrichtung wurde als Quell des Übels bezeichnet sondern die Unfähigkeit aus dieser Ausrichtung heraus umzuschalten, klar strukturierte Konter zu fahren, sowie die nicht erkennbare Entwicklung eben hin zu diesen klaren Strukturen.

Mag auf einige Diskussionsteilnehmer zutreffen. Nach meinem persönlichen empfinden handelt sich dabei allerdings um eine Minderheit.

Hier wurde von Anfang schon sehr deutlich Kritik an dem Vorhaben einer defensiv(er)en Grundausrichtung geübt.
 
Aha?

Für mich ist das ein leider hier übliches Verfahren, dass zur Dutt-Verteidigung immer angewendet wird, wo es mit Argumenten für dessen Minusfussball schwierig wird: Man weicht auf Nebenkriegsschauplätze aus oder stellt nicht belegbare Unterstellungen in den Raum. Mal Butter bei die Fische: welche User sind grundsätzlich gegen eine defensivere Grundausrichtung? Das ist doch ziemlicher Quatsch. Seitenlang haben wir über das fehlende Konter- bzw. Umschaltspiel geschrieben und dann kommen solche völlig überflüssigen Pauschalkeulen.
 
Aha?

Für mich ist das ein leider hier übliches Verfahren, dass zur Dutt-Verteidigung immer angewendet wird, wo es mit Argumenten für dessen Minusfussball schwierig wird: Man weicht auf Nebenkriegsschauplätze aus oder stellt nicht belegbare Unterstellungen in den Raum. Mal Butter bei die Fische: welche User sind grundsätzlich gegen eine defensivere Grundausrichtung? Das ist doch ziemlicher Quatsch. Seitenlang haben wir über das fehlende Konter- bzw. Umschaltspiel geschrieben und dann kommen solche völlig überflüssigen Pauschalkeulen.

Mit dem lieben DRAKR streite ich mich über diese Frage seit mehr als nur dieser Saison. Das weiss ich ganz gewiss. Und in diesen Diskussionen fanden und finden sich immer gewisse Adjutoren.
Die Diskussion hat sich tatsächlich verbessert und geht nun mehr ins Detail. In wie weit dies so bleiben wird, wird man abwarten müssen.
 
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