Robin Dutt

Richtig. Ich gehe sogar so weit zu sagen, das Mielitz einfach nur im falschen Spiel gepatzt hat. Dutt hat scheinbar gewisse Match-Pläne die darauf ausgelegt waren und sind gegen scheinbar machbare Gegner die Punkte aus einer halbwegs sicheren Defensive einzufahren. Mainz gehörte zu diesen Gegnern und der Plan hier zu punkten wurde durch Mielitz zerstört. Hätte er sich gegen Bayern drei Eier selbst ins Nest gelegt, kein Problem. Dies aber gegen einen Gegner zu tun bei dem man Punkte einplant, riskiert die Grundausrichtung von Dutts Spiel. Deswegen Wolf, der ist zwar deutlich limitierter als Mielitz, aber eben auch ohne die ganz großen Fehler. Einfach im Tor stehen, halten was zu halten ist, keine Experiment und gut is. Einen spielerisch limitierten Gegner kann sogar unsere Abwehr halbwegs in den Griff bekommen. Und dann ist ein Torwart mit Potential in beide Richtungen eben ein Risiko und das hat Dutt elimiert. Das passt zum gesamten Spiel von Werder in dieser Saison und ergibt somitaus Dutts Perspektive durchaus Sinn.

Bleibt nur zu Hoffen das die Talsohle jetzt durchschritten ist und es dann in der neuen Spielzeit einen Schritt nach vorne geht. Das erwate ich auch von der Mannschaft und vom Trainerteam. Oft kam es mit vor als habe die Mannschaft absolut kein Selbstvertrauen und jeder Spieler war froh den Ball nicht am Fuß zu haben. Das muss sich grundlegend ändern. Erschreckend waren aber oft die zwei Gesichter welche die Mannschaft gezeigt hat. Entweder hat sie im Kollektiv gekämpft oder gepennt.
 
Lustigerweise wurden im letzten Jahr unter Schaaf trotz offensiverer Ausrichtung gerade mal 8 Spiele gewonnen, in den beiden Jahren zuvor 11. Den großen Unterschied kann ich dahingehend also kaum feststellen... Mal sehen, was noch so kommt. Wahrscheinlich würde man nach einem nach wie vor möglichen Erreichen der ursprünglich als Saisonziel proklamierten, jetzt aber eben nicht mehr zwingend notwendigen 40 Punkte noch daran herummäkeln, dass man womöglich eine ungerade Anzahl an eigenen Toren erzielt hat.
 
@firedangerboy

Der Punkt bei den Spielen ohne Gegentore ist zudem, dass es deutlich einfacher fällt ein Spiel zu gewinne, denn man muss für einen Sieg nur einen Tor schießen.
Wenn man sich gerade die Rückrunde der vergangenen Saison anschaut, dann sind wir eben nicht an der Offensive gescheitert sondern eben daran, dass wir selbst gegen eine Mannschaft wie Fürth nicht in der Lage waren hinten die Schotten dicht zu halten. Die Offensive wurde allerdings in der letzten Saison schon ganz maßgeblich durch einen KdB geprägt. Er hat selbst zehn Tore geschossen und neun vorbereitet. Das darf man dann eben auch nicht außer acht lassen. Egal, ob er schon so weit war wie ein Özil es damals war. Sein Stellenwert war in der letztjähirgen Mannschaft absolut herausragend!

Unter TS war das der Fall, in Wolfsburg nicht. :unfassbar:

Die junge Mannschaft der letzten Saison hat Erfahrungen sammeln dürfen, auf denen man hätte aufbauen können. Dutt hat es mMn nicht geschafft, diese Mannschaft weiterzuentwickeln.

Ja, wenn man im Stande wäre Tore zu schießen, dann könnte man 3 Punkte mitnehmen. Das ist nicht gelungen und das meist gegen Teams, deren Leistungsvermögen und Kaderkosten noch unterhalb der von Werder Bremen anzusiedeln sind.

Schon in der letzten Saison war gerade der Versuch, die Defensive zu stärken der Trugschluss der begangen wurde und in dieser Saison begeht man mE schon wieder den selben Trugschluss, nur mit einer noch mieseren Performance.

Weiterentwicklung sieht mE anders aus. Werder hat in dieser Saison unter Dutt stagniert, Dutts Plan ist bislang noch nicht aufgegangen. Das Team ist bislang nicht fähig ein tragfähiges Konzept auf den Rasen zu bringen.

Über weite Strecken der Saison haben wir einen "Kick and Rush" spielenden SVW gesehen und diese Ausrichtung hat Dutt verordnet. Das Team hatte über weite Strecken der Saiosn überhaupt keine Chance ihr Spiel weiterzuentwickeln, weil man sich darauf beschränkte dem Ball hinterherzulaufen anstatt selbst etwas zu gestalten und den Ball in den eigenen Reihen zu halten.

Der Sprung vom Pragmatiker Schaaf zum Theoretiker Dutt ist dem SVW mMn in dieser Saison nicht gut bekommen. Ich bin immer noch gespannt darauf, ob sich das wohl noch ändert. Das Team wie auch Dutt können jetzt ja tiefenentspannt aufspielen (lassen). Mal sehen was da noch geht, ob Dutt den Schlüssel zur Tür vom 1:0 Schalter endlich mal findet, wie Dutt es in der Winterpause so schön nannte und wir die nächsten Partien in souveräner Manier für uns entscheiden.

Sorry, aber ich bewerte die Abgänge von Sokratis und KdB nicht so dermaßen wie Du es tust. Auch mit dem zur Verfügung stehenden Kader ist es möglich Fußball zu spielen, wenn man das Team nur lässt, wie wir in der Hinrunde im Spiel gegen Nürnberg bestaunen durften. Erst als das Team nach der HZ-Pause dazu angehalten wurde, keine Spielfreude mehr zu entwickeln, sondern zu versuchen, diese Partie unterkühlt nach Hause zu schaukeln, gingen die 2 Punkte mit Pauken und Trompeten verloren.

Spielfreude und der SVW sind kein Paar mehr und das ist keine positive Entwicklung, wie ich finde.
 
Ich weiß nicht so recht ob Du meinst Dich in den 80gern zu befinden, aber um die Attraktivität der Bundesliga zu steigern wurde die 3-Punkteregel eingeführt.

Mannschaften, die sich auf das ermauern eines Punktes spezialisiert hatten und die Attraktivität der Bundesliga gefährdeten, sollten dadurch abgestraft werden, weil sie durch diese Taktik bei der 3Punkteregel automatisch 2 Punkte auf der Strecke lassen, weil sie meist nicht im Stande sind Torgefahr zu entwickeln. Komisch. Dass passt irgendwie sehr zum aktuellen SVW. Die Vereine sollten durch die Einführung der 3-Punkte-Regel dazu angehalten werden ein Spielkonzept zu entwerfen, dass es ihnen ermöglicht die 3 Punkte mit nach Hause zu nehmen, weil man nur so sicher gehen kann eine Daseinsberechtigung in der ersten Bundesliga zu fristen.

Irgendwie fühl ich mich daran grad erinnert, auch in Bezug auf die Attraktivität Werders in Bezug auf die Spielgstaltung. Entschuldige bitte diesen Einwurf, aber diese Assoziation kam einfach zu prompt, als ich Deine Zeilen las.

In Bezug auf das Personal: Seit jeher hat Werder Bremen Leistungsträger abgegeben, wobei ich solche Spieler wie KdB nun wahrlich noch nicht als Leistungsträger ansehen würde. Zu unreif war noch das Spiel, aber wenn dieser Spieler in Deinen Augen diese Reife schon besaß, wie sie ein Özil besessen hat, dann ist das Deine Bewertung und dann habe ich auch keine weiteren Fragen mehr, weil ich Dich dann leider nicht mehr ernst nehmen kann mit Deiner Bewertung der Situation.

PS: Das Gusto des Vereines Werder Bremen war bisher, dass der Abgang eines Spielers durch die Mannschaft kompensiert wird. Klappte nicht immer und zusehendst schlechter, aber bislang war das zumeist die Aufgabe des Trainers. Das hat offenbar auch in diesem Jahr unter neuem Trainer nicht geklappt.
Ist mir absolut schnuppe warum die 3 Punkte Regel eingefuehrt wurde. Was zaehlt ist die Tatsache das Werder zu Beginn dieser Saison als Abstiegskandidat gehandelt wurde als Konsequenz der fuerchterlichen Entwicklung in den Jahren vor Dutt. Man muss schon arg am traeumen sein wenn man allen Ernstes behauptet das in einer Katastrophensaison wie 2012/2013 besserer Fussball gespielt wurde. Einzelaktionen eines KdB und die Unfaehigkeit anderer Abstiegskandidaten haben diesem Verein den Hintern gerettet, aber ganz bestimmt nicht die attraktive Spielphilosophie. Im uebrigen ist nicht ganz einfach Spieler mit der Qualitaet eines KdB oder Sokratis gleichwertig zu ersetzen wenn die Finanzen ebenfalls vor den Baum gefahren wurden. Um das zu erkennen muss man nicht automatisch ein Dutt Fan sein. Wenn man jemanden kritisiert, dann sollte man differenzieren koennen und alle Faktoren einbeziehen, dazu gehoeren keine inkorrekten vorher-nachher Vergleiche.
 
@FDB: nur, um mal wieder ein paar Fakten in die Diskussion zu bringen: von den neun Zu-Null-Spielen diese Saison hat Werder sechs gewonnen und aus allen neun Spielen zusammen 21 Punkte geholt. Bis auf zwei dieser Spiele hätte schon ein Gegentor Punktverlust bedeutet und es wären gerade mal 10 Punkte gewesen. Die Zu-Null-Spiele waren also Gold wert.

Wie kommst du darauf, dass diese Spiele Phyrrussieg wären? :confused:
 
Weil mich davon nach meinem Verständnis kein einziger Sieg wirklich überzeugt hat, noch nicht einmal der Sieg gegen Leverkusen in der letzten Hinrunde.

Richtig überzeugend hat Werder mE nur gegen Schalke gespielt.

Welcher Punktgewinn von diesen Partien hat Dich denn überzeugt. Dass Du glücklich über die Punkte bist bestreite ich ja nicht.
 
Willst du jetzt vom Thema ablenken? Es ist doch völlig irrelevant, welche Spiele davon für mich überzeugend waren. Es geht darum, dass die neun Spiele zu Null für mehr als die Hälfte der (bisher) gesammelten Punkte waren und damit sehr wichtig für das Abschneiden in dieser Saison. Und das wirst du auch nicht klein reden können.
 
@FDB: nur, um mal wieder ein paar Fakten in die Diskussion zu bringen: von den neun Zu-Null-Spielen diese Saison hat Werder sechs gewonnen und aus allen neun Spielen zusammen 21 Punkte geholt. Bis auf zwei dieser Spiele hätte schon ein Gegentor Punktverlust bedeutet und es wären gerade mal 10 Punkte gewesen. Die Zu-Null-Spiele waren also Gold wert.

Wie kommst du darauf, dass diese Spiele Pyrrhussieg wären? :confused:

Genau so ist es. :tnx:
Hier geistert immer noch das Spiel 5:4 gegen Hoffenheim in den Köpfen Vieler herum. Das ist Fußball, so soll er sein. Alleine diese Spiele haben hier einen irrationalen Anspruch losgetreten.
Dieser Eventfußball hat uns in die Situation gebracht, in der wir heute stehen. Zu behaupten, dass dieser Kader dazu annähernd in der Lage wäre, ist vermessen.
Nürnberg hat unter Verbeek einen solchen Fußball gespielt und war zum Schluss gut ausrechenbar (vgl. Bader auf Sky 90) . Die sind mit einem Drmic 16 Tore auf Platz 17 !
Der moderne Fußball geht heute über eine stabile Defensive. Die Gegentore sprechen zwar eine andere Sprache, weil alleine gegen Bayern wir diese Saison 12 Stück bekommen haben. Die Abwehr ist schon besser geworden, was angesichts der Tabelle grotesk erscheint.
 
Willst du jetzt vom Thema ablenken? Es ist doch völlig irrelevant, welche Spiele davon für mich überzeugend waren. Es geht darum, dass die neun Spiele zu Null für mehr als die Hälfte der (bisher) gesammelten Punkte waren und damit sehr wichtig für das Abschneiden in dieser Saison. Und das wirst du auch nicht klein reden können.

Ich frage Dich, welches dieser Spiele Dich überzeugt hat, weil das so nicht reproduzierbar ist mit den 10 Punkten. Dieser Drobs ist gelutscht. Wollen wir wirklich ins Detail gehen, wie diese Partien zugunsten Werders entschieden wurden?

Ich habe daran kein gesteigertes Interesse. Wir können glücklich über diese Punkte sein, aber auf das Geleistete blicke ich nicht mit Wonne sondern schlage eher die Hände übern Kopf zusammen. Das ist doch keine Art und Weise auf der man aufbauen kann.

Du willst mir das womöglich noch als verbesserte Defensivleistung hier verkaufen. Werder hat sich diese Punkte im wahrsten Sinn des Wortes erkämpft, aber doch nicht erspielt.

Fußball wurde in dieser Saison recht wenig gespielt vom SVW und ich freue mich wirklich, wenn man damit endlich mal wieder anfängt. Dann gibt es auch endlich mal was, auf dem man aufbauen kann.

Darum sind diese zu 0-Spiele für mich nen Pyrhussieg, weil die das Team Entwicklungstechnisch keinen Deut voran gebracht haben, geschweige denn dem Team Sicherheit in ihren Aktionen gegeben hat.

Dutt hat zumeist Blut und Wasser am Spielfeldrand geschwitzt und uns Fans gings nicht anders. Sichere Siege waren das allesamt nicht, darüber können auch die gewonnenen Punkte nicht hinwegtäuschen.
 
Weil mich davon nach meinem Verständnis kein einziger Sieg wirklich überzeugt hat, noch nicht einmal der Sieg gegen Leverkusen in der letzten Hinrunde.

Richtig überzeugend hat Werder mE nur gegen Schalke gespielt.

Welcher Punktgewinn von diesen Partien hat Dich denn überzeugt. Dass Du glücklich über die Punkte bist bestreite ich ja nicht.
Lass uns doch einfach darauf hoffen in der kommenden Saison erfolgreichen UND attraktiven Fussball geboten zu bekommen. Waere schoen zur Abwechslung mal nicht gegen den Abstieg zu spielen. Gutes Naechtle. ;)
 
Lass uns doch einfach darauf hoffen in der kommenden Saison erfolgreichen UND attraktiven Fussball geboten zu bekommen. Waere schoen zur Abwechslung mal nicht gegen den Abstieg zu spielen. Gutes Naechtle. ;)

Definieren wir erstmal "attraktiven Fussball". Für mich gehört das Attribut "erfolgreich" eigentlich schon zu "attraktiv". Finde erfolglosen Fussball meiner Mannschaft äußerst ätzend.
Und da geht doch das Dilemma schon los.

@FDB

Wenn du diese Saison nur eine Stagnation beobachtet hast - sehe ich ja ein bisschen anders, gestehe dir aber einfach mal deine Sicht der Dinge zu - dann ist allein dies schon ein Fortschritt. Die letzten Jahren unter der alten Führung wurde es, trotz immernoch besserer Mittel, jedes Jahr noch einen Tick schlechter. Wir schafften es gleich zwei mal in Folge die schlechtesten Rückrunden der Vereinsgeschichte zu spielen.
 
Für einen attraktiven Fußball brauchst du aber das Spielermaterial und da warten wir erst Mal ab, welche Spieler in der Sommerpause so verpflichtet werden können.

Ich denke ja, dass R.D. vor allem an Spieler im Defensivverbund denkt.

Wo sollte da der attraktiven Fußball hergezaubert werden?
Bin wirklich gespannt, er da im Sommer zu uns stößt.
 
Sebastian Prödl im heutigen WK zum Thema Gegentore:

Frage: In der vergangenen Saison hat Werder 66 Gegentore kassiert. In dieser Saison sollten es weniger werden. Zwei Spieltage vor Schluss sind es aber schon wieder 64. Was hat da nicht funktioniert?

Prödl: Letztes Jahr haben wir konstant viele Gegentore bekommen, dieses Jahr mal gar keine, mal sehr viele. Aber selbst wenn wir uns 70 Gegentore einfangen würden und wir hätten 45 Punkte, dann wären die Gegentore … – nein, nicht egal. Aber dann wären wir auch zufrieden. Das Punktekonto ist entscheidend. Die Gegentore sind eine Randerscheinung, an der wir arbeiten müssen, aber die uns auf dem Weg zum Klassenerhalt nicht geschadet hat.

:tnx:
 
Es ist ja müßig, hier jetzt den ganzen Sommer über weiter zu diskutieren, ob die zu beobachtenden Leistungen des SV Werder sowie die Peformance des Trainerteams in dieser Saison nun als
1. leichter Fortschritt,
2. Stagnation oder
3. weiterer Rückschitt
im Vergleich zur Vorsaison eingeordnet werden können.

Das ist ein Stück weit sicher auch ein "Bauchgefühl".
Da gibt es einige objektiv messbare Werte (wie z.B. Punkte, Anzahl geschossener/kassierter Tore, Passstatistik, Zweikampfstatistik) und es gibt eine Vielzahl objektiv nicht messbarer Eindrücke (wie z.B. die Wichtigkeit von nicht mehr zur Verfügung stehenden Spielern, die Frage, ob Punkte durch pures Glück oder "verdient" ergattert wurden, die Frage was man von dem zur Verfügung stehenden Kader "erwarten" darf und was nicht).

Es fiele mir - angesichts der großen Menge des zur Verfügung stehenden "harten" und "weichen" Argumentationsmaterials nicht schwer, jede der vorgenannten drei Sichtweisen ausführlich zu begründen und zu untermauern. Soweit da dann "harte Fakten" dagegensprechen, kann man die ja mit den reichlich vorhandenen nicht messbaren Faktoren beiseite schieben bzw. "relativieren".

Unterm Strich bereitete es mir dabei am wenigsten Schwierigkeiten, meine Einschätzung der ersten Umbruchsaison unter Robin Dutt argumentativ zu untermauern, wenn man sie so zwischen 2. und 3. festmacht (vielleicht etwas näher an 2.).
Dass ein Trainer 2/3 einer Saison braucht, um zu erkennen, dass man den Ball auch auf anderem Weg Richtung gegnerischen Strafraum bringen kann, als ihn einfach nur lang rauszubolzen, hat meine Hoffnung auf eine positive Entwicklung auf ein eher geringes Maß heruntergeschraubt. Es wird ja auch weiterhin darauf ankommen (in den Umbruchsaisons 2 und 3), dass mit dem jeweils wechselnden Personal und dessen individuellen Stärken und Schwächen ein ausbalanciertes Konzept gefunden wird. Und wenn das immer so arg lange dauert, bis da eine gewinnbringende Erkenntnis beim Trainer reift, dann sehe ich da eher schwarz.

Aber - die Uneinigkeit darüber, ob nun 1., 2. oder 3. die "objektiv richtige" Einschätzung der Leistungen von Trainerteam und Mannschaft ist, wird nicht aufzulösen sein. Da sollte halt jeder seine Argumente bringen (dürfen), ohne dass ihm deswegen gar zu sehr an die Karre gefahren wird. Denn - wie gesagt: "Gute Gründe" kann man sicher für alle drei grundsätzlichen Sichtweisen finden.
 
Aber ansonsten würde ich mich einfach mal darauf konzentrieren, was bei Werder der Fall war und ist.
...
Man hat hier über die Saison genug zu einzelnen Spielern geschrieben, genug zu den finanziellen Möglichkeiten etc.. Ich bins ehrlich gesagt leid. Werder Bremen war nach der Ära KATS ein einziger Trümmerhaufen. Und man ist immernoch dabei diese Trümmer aufzuräumen. Auch wenn viele das schlicht nicht wahrhaben wollen. Das Erbe von KATS ist ne Katastrophe!!!

Da bin ich ja auch ganz bei dir. Nur bin ich ebenso der Meinung, dass die Performance von RD auch nicht wirklich überzeugend war und ich das Gefühl nicht loswerde, dass ihm die ganz großen Visionen fehlen. Einen Träumer als Trainer möchte ich auch nicht, aber schon einen, der den SV Werder wieder in ruhigere Gewässer führt, der an sich und sein Wirken glaubt und positiv denkt. Das fehlt mir in seinen Aussagen und ich finde es auch kontraproduktiv für die kommende Saison. Man hat nicht das Gefühl, dass er wirklich selber daran glaubt, dass er den SV Werder wieder aus den Abstiegsniederungen hinausführt und dieses Einstellung vermittelt er in zahllosen Interviews. Er macht in meinen Augen solide Trainerarbeit und ein Malocher ist er ganz gewiss. Man lässt ihn auch von Seiten der Vereinsführung in Ruhe arbeiten, ebenfalls viel wert, wenn man das mit dem HSV oder Nürnberg vergleicht. Aber wie gesagt: Mir ist das zu viel Akzeptanz des status quo, zu viel Realpolitik. Es fehlt mir an Visionen, wie man aus der Dauertalsohle herauskommen möchte.
 
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