Robin Dutt

Ich denke Dutt hat sich insgesamt im Verein Werder Bremen emanzipiert und ist von seiner Position stark genug in der neuen Saison eine klare, konsequente Linie zu fahren. Sowohl was Taktik, Aufstellung und auch Personalentscheidungen angeht.

:tnx:

In der Tat. Der Nachfolger eines langjährigen Trainers tritt egal wo automatisch in große Fußstapfen, die sich nicht allein auf den sportlichen Bereich beschränken. Daher muß sich dieser Nachfolger genau so erst einmal an den Club gewöhnen, wie umgekehrt der Verein und sein Umfeld an dem seit vielen Jahren ersten neuen Coach.

Im Gegensatz zu Aad de Mos, der die fatalen Fehler begannen hatte, zu viele Änderungen und diese sofort vorzunehmen, hat RD sich und Werder (zumindest dort, wo es möglich war) erst einmal die Zeit gegeben, sich vor dem Umlegen von Hebeln gegenseitig zu "beschnuppern". Dies ist ihm, abgesehen u.a. von den Phasen, wo er a) den Eindruck vermittelte, es möglichst allen recht machen zu wollen und b) die eine oder andere unbedarfte Äußerung von sich gab, recht ordentlich gelungen - sowohl auf, als auch neben dem Platz
 
Gut, dann sage ich es so: wenn wir kommende Saison in etwa den Status von Berlin hätten (bis zu diesem Spieltag, es kann sich ja noch in die eine oder andere Richtung bei denen entwickeln), dann wäre das für mich ein Schritt nach vorne.

Ich gehe davon aus, daß du das Gesamtresultat meinst - denn der "Titel" der (bisher) schlechtesten Rückrundenmannschaft ist nicht wirklich erstrebenswert.

:beer:
 
Die Defensive geht eindeutig gestärkt aus der Saison.

Jepp, wenn man 9x zu Null spielt, während man in den beiden Jahren zuvor zusammen gerade auf 7 Partien ohne Gegentor geblieben ist, dann ist das schon ein unübersehbarer Fortschritt.

Allerdings muß man auch hier ein wenig Wasser in den Wein kippen. Denn damit sich die Mannschaft auch spielerisch weiter entwickeln kann, muß in der kommenden Spielzeit auch mehr Wert auf spielerische Akzente gesetzt werden. Aber das impliziert auch, daß man dabei den Defensivverband automatisch ein wenig lockern muß, so daß abzuwarten bleibt, in wie weit die Fortschritte in der Defensivarbeit aus dieser für die kommende Saison konserviert werden können.
 
Jepp, wenn man 9x zu Null spielt, während man in den beiden Jahren zuvor zusammen gerade auf 7 Partien ohne Gegentor geblieben ist, dann ist das schon ein unübersehbarer Fortschritt.

Du nennst es Fortschritt. Ok!
Aber es ist einzig und alleine eine Folge der Spielausrichtung. Wenn man sich mit 11 Mann hinten rein stellt und vollständig auf offensive Akzente verzichtet, weil man als einziges Ziel hat, das Gegentor zu verhindern, dann sollte es auch so sein, dass man häufiger zu 0 spielt, als wenn man mit einer offensiven Ausrichtung ins Spiel geht.
Wenn es Schaafs Ziel gewesen wäre, möglichst oft zu 0 spielen, dann könnte man wirklich sagen, dass Dutt in dieser Hinsicht einen Fortschritt erreicht hat.

Mir ist aber nicht bekannt, dass Schaaf als Ziel ausgegeben hat, möglichst oft zu 0 zu spielen. Von daher ist der Vergleich etwas schräg.
 
Jepp, wenn man 9x zu Null spielt, während man in den beiden Jahren zuvor zusammen gerade auf 7 Partien ohne Gegentor geblieben ist, dann ist das schon ein unübersehbarer Fortschritt.

Allerdings muß man auch hier ein wenig Wasser in den Wein kippen. Denn damit sich die Mannschaft auch spielerisch weiter entwickeln kann, muß in der kommenden Spielzeit auch mehr Wert auf spielerische Akzente gesetzt werden. Aber das impliziert auch, daß man dabei den Defensivverband automatisch ein wenig lockern muß, so daß abzuwarten bleibt, in wie weit die Fortschritte in der Defensivarbeit aus dieser für die kommende Saison konserviert werden können.

Ich wollte gerade schon leicht aufbegehren....zwei Jahre....letzte Saison waren es nur drei Spiele....davor offenbar vier...aber man hat das eben auch auf dem Platz gesehen. Die Defensive war wirklich gut.

Das ist eben die Kunst. Eben etwas, was Schaaf nie geschafft hat (über Jahre auch nicht schaffen musste). Schau Dir Dortmund an. Gerade in den Meistersaison haben die offensiv stark gespielt, aber auch unglaublich kompakt gestanden.

Werder hat z. B. mit einer Viererkette Caldirola, Luki, Prödl, Iggy gespielt. Dazu eine Taktik, die grob lautete. Zentrum Beton, Gegner soll über die Außen kommen. Da machen die IV alles weg. Haben wir den Ball, dann schlagen wir ihn auf die Stürmer und bauen bei Ballverlust unser Pressing auf und versuchen über Fehler des Gegner zum Erfolg zu kommen.

Wenn ich da einen Garcia, (Galvez, Prödl, Caldirola), Fritz (N.N.) haben, dann sähe das Ganze in der Spieleröffnung schon ganz anders aus. Über MF möchte ich jetzt noch nichts sagen....
 
@neumann:

Das Thema "Weniger Gegentore" kann ja auch kaum noch als Erklärung für den "Fortschritt" herhalten. Obwohl, selbst wenn wir nur ein Tor weniger fangen sollten als im Vorjahr, wird das hier sicher häufig zu lesen sein. ;) :D
 
@neumann:

Das Thema "Weniger Gegentore" kann ja auch kaum noch als Erklärung für den "Fortschritt" herhalten. Obwohl, selbst wenn wir nur ein Tor weniger fangen sollten als im Vorjahr, wird das hier sicher häufig zu lesen sein. ;) :D

Mit dem "Fortschritt" einher geht ja auch die Tatsache, dass wir sage und schreibe 37 (in Worten: siebenunddreißig) Tore erzielt haben.
Es gibt zwei Mannschaften, die noch weniger Tore erzielt haben, und die stehen auf den Plätzen 17 und 18.

In den letzten Schaaf-Jahren waren es 47, 49 und 50.
Davor waren es 71, 64, 75, 76, 79, 68, 79, 51, 54, 53 und 65.
In seiner Anfangssaison, als er uns vor dem Abstieg rettete, waren es 41.

Das ist jetzt keine Kritik an Dutt. Denn Negativrekorde gibt es nicht unter Dutt.
Aber es ist eben eine andere Spielweise und die hat selbstverständlich zur Folge, dass man öfter mal zu 0 spielt. Wenn nicht einmal das klappen würde, dann wären wir jetzt hinter Braunschweig.
 
Ich selbst war damals vom Klassenerhalt überzeugter als diese Saison, weil wir damals immer in der Lage waren, uns eigene Chancen zu erarbeiten und zu nutzen. Wenn Letzteres auch unzureichend. ;)

So gebangt wie in dieser Saison habe ich bisher nur unter Magath. Beides möchte ich ungern wieder erleben.

Das kann ich für mich Null nachvollziehen. Ich habe diese Saison nicht einmal annähernd so gezittert, wie zum Ende der letzten Saison.

Ich finde, dass wir letztes Jahr für den Klassenerhalt deutlich mehr Glück hatten als dieses Jahr.

:tnx:
 
Das kann ich für mich Null nachvollziehen. Ich habe diese Saison nicht einmal annähernd so gezittert, wie zum Ende der letzten Saison.

Dito... Weil man bei jedem Spiel gegen die zweite Tabellenhälfte wusste, dass ein Sieg drin war, wenn man das erste Tor erzielt... meist reichte das ja schon.

Wohingegen letzte RR man irgendwie mit viel weniger Hoffnung ins Spiel ging aufgrund der Niederlagenserie.
 
Mir ging es auch so, dass ich in der letzten Saison keinen Zweifel hatte, dass wir die Klasse halten würden. In dieser Saison war die Sorge viel größer.
Auch wenn wir nicht ganz so tief im Schlamassel steckten, gaben doch die zuvor gebotenen Leistungen keinerlei Anlass zur Hoffnung.
Um so erleichterter war ich nach dem letzten Sieg.

Um noch einmal auf Dutts großartige Defensive zurückzukommen, möchte ich einmal die Gegentore anführen, die wir unter Schaaf, der ja "bekanntlich keine Defensive konnte" kassiert haben:
47, 48, 43, 50, 38, 37, 37, 40, 45, 50, 40, 61, 58, 66.

In dieser Saison sind es bisher 59.
Man sieht deutlich, dass Dutt die Defensive stabilisiert hat.
 
Du nennst es Fortschritt. Ok!
Aber es ist einzig und alleine eine Folge der Spielausrichtung. Wenn man sich mit 11 Mann hinten rein stellt und vollständig auf offensive Akzente verzichtet, weil man als einziges Ziel hat, das Gegentor zu verhindern, dann sollte es auch so sein, dass man häufiger zu 0 spielt, als wenn man mit einer offensiven Ausrichtung ins Spiel geht.
Wenn es Schaafs Ziel gewesen wäre, möglichst oft zu 0 spielen, dann könnte man wirklich sagen, dass Dutt in dieser Hinsicht einen Fortschritt erreicht hat.

Mir ist aber nicht bekannt, dass Schaaf als Ziel ausgegeben hat, möglichst oft zu 0 zu spielen. Von daher ist der Vergleich etwas schräg.

Die Vorgabe "die Null muß stehen" bedeutet alleine ja noch lange nicht, daß die Null nach Spielende auch tatsächlich steht - in den letzten 3 Jahren sind wir ja auch trotz einer offensiven Ausrichtung 24x = in knapp 1/4 der Punktspiele ohne Torerfolg geblieben.

Aber in unserer Situation definiere ich Fortschritt nicht anhand der Ausrichtung, sondern an dem beheben der größten Defizite bzw, an
Zugewinn an Dingen wie z.B. Stabilität. Und in unserem Fall war das größte Defizit der letzten 3 Jahre die lausige Defensivarbeit (185 Gegentore, damit sogar 21 Buden mehr als Hopp€nh€im und die meisten Gegentore aller Clubs, die in diesen 3 Jahren erstklassig waren), die u.a. auch darin begründet war, daß wir nicht mehr die spielerische Klasse für einen abstiegssorgenfreien, gepflegten Zauberfußball hatten.

Demzufolge war es zur Gewinnung von Stabilität richtig, hier die Hebel anzusetzen, bevor man den freien Fall weiter fortsetzt. Mir ist eine offensive Ausrichtung auch wesentlich lieber, aber nicht um jeden Preis, d.h. nur so lange, wenn man dadurch nicht wie in den vergangenen Jahren um die Existenz in der Liga zittern muß. Ein Dauerzustand kann und darf das sicherlich nicht sein, aber temporär ist er vertretbar.
 
Vor dem Spiel in Hannover gab es doch kaum Anlass, auch nur darauf zu hoffen, dass wir uns mal einen Sieg auch verdienen, dass wir in der Lage sein würden, mehr als 1 Glücks-Tor zu erzielen.

Und letzte Rückrunde gab es doch nach ein paar Spielen kaum noch die Hoffnung, dass wir nochmal drei Punkte gewinnen könnten. Das sah doch diese RR völlig anders aus. Man wusste doch, dass die Mannschaft auch nach schlechten Spielen immer wieder den Schalter umlegen konnte.

Aber egal, hoffen wir mal, dass es nächstes Jahr für keinen von uns etwas zu zittern gibt.
 
Und letzte Rückrunde gab es doch nach ein paar Spielen kaum noch die Hoffnung, dass wir nochmal drei Punkte gewinnen könnten.

Doch, natürlich. Wir haben damals viele Punkte unglücklich verloren bzw. nicht geholt. ;)

Das sah doch diese RR völlig anders aus. Man wusste doch, dass die Mannschaft auch nach schlechten Spielen immer wieder den Schalter umlegen konnte.

Ist das Dein Ernst? :eek: :confused: :unfassbar: Welchen Schalter? Die Mannschaft konnte und kannte doch monatelang nur das "Verbarrikadieren" des eigenen Tores! :(Was hat sie da denn "umgelegt"? :confused: Erst seit dem Hannover-Spiel hat man den Eindruck, dass sie weiß, dass des Gegners Tor gegenüber steht!

Aber egal, hoffen wir mal, dass es nächstes Jahr für keinen von uns etwas zu zittern gibt.

Da sind wir uns einig! :tnx: :daumen: :beer:
 
Dito... Weil man bei jedem Spiel gegen die zweite Tabellenhälfte wusste, dass ein Sieg drin war, wenn man das erste Tor erzielt... meist reichte das ja schon.

Jein.

Wohingegen letzte RR man irgendwie mit viel weniger Hoffnung ins Spiel ging aufgrund der Niederlagenserie.
:tnx:

Man hat in dieser RR deutlich öfters gespürt, daß die Mannschaft öfters an sich geglaubt hat. Die Partien gegen Hopp€nh€im sind dafür ein Paradebeispiel: vor Jahresfrist war sie nicht in der Lage, einen 2:0-Vorsprung zu halten, in dieser Saison hat sie trotz eines sehr frühen Rückstands an sich gegalubt und das Spiel gedreht - und das Selbstvertrauen dafür hat die Truppe dadurch erlangt, daß sie in vorangegangen Spielen bereits an sich glaubte und sich damit bereits Punkte sichern konnte.
 
Doch, natürlich. Wir haben damals viele Punkte unglücklich verloren bzw. nicht geholt. ;)

In der letzten RR war da fast gar nicht unglücklich, sondern einfach schlecht. Wenn, dann hatte man in der HR ein paar Mal Pech.

Ist das Dein Ernst? :eek: :confused: :unfassbar: Welchen Schalter? Die Mannschaft konnte und kannte doch monatelang nur das "Verbarrikadieren" des eigenen Tores! :(Was hat sie da denn "umgelegt"? :confused: Erst seit dem Hannover-Spiel hat man den Eindruck, dass sie weiß, dass des Gegners Tor gegenüber steht!

Ich sag doch, dass wir nicht auf den gleichen Nenner kommen.
 
Man hat in dieser RR deutlich öfters gespürt, daß die Mannschaft öfters an sich geglaubt hat. Die Partien gegen Hopp€nh€im sind dafür ein Paradebeispiel: vor Jahresfrist war sie nicht in der Lage, einen 2:0-Vorsprung zu halten, in dieser Saison hat sie trotz eines sehr frühen Rückstands an sich gegalubt und das Spiel gedreht - und das Selbstvertrauen dafür hat die Truppe dadurch erlangt, daß sie in vorangegangen Spielen bereits an sich glaubte und sich damit bereits Punkte sichern konnte.

Nach den extrem schwachen Hinrunden-Spielen wurde oft behauptet, es läge an der aus der Vorsaison übernommenen Unsicherheit. Und das, obwohl die ersten beiden Spiele gewonnen wurden.

Jetzt sollen die Spieler ausgerechnet durch erstümperte Punktgewinne, wie z.B. in Frankfurt, an Selbstvertrauen gewonnnen haben?
 
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