Robin Dutt

Aber das ist doch genau das, was ich hier schon lange bemängele!
Werder lebt in der Vergangenheitsform. Realismus wird ausgeblendet.

Nenn mich naiv, aber ich glaube einfach nicht, dass die meisten Verantwortlichen den Ernst der Lage nicht erkennen/erkannt haben. Was ich allerdings glaube, ist, dass Dutt die Lage unterschätzt, bzw. sich selbst überschätzt hat. Er wollte die Gegentorflut beenden. Schafft er nicht. Stattdessen wird was von Zu-Null-Spielen gefasselt, sozusagen als Ersatzbefriedigung. Er wollte das Spielsystem verbessern und als Argument, dafür, dass dies nicht gelingt, sagt er tatsächlich:

„Wenn man 40 Punkte als Ziel ausgegeben hat, dann zeigt man damit doch, dass es mehr Leid als Freud geben wird und dass es eigentlich keine große spielerische Entwicklung geben kann“

Alleine für diese Aussage würde ich ihn entlassen. Er selbst hat trotz der Vorgabe von 40 Punkten vor der Saison gesagt, dass er Stück für Stück die Mannschaft im spielerischen Bereich entwickeln wird. Diese Aussage jetzt ist für mich eine absolute Frechheit.
 
Offenbar scheint wirklich für alles eine Ausrede gefunden zu werden. Furchtbare Aussagen.

Wir sind also eigentlich zu schlecht für alles, können lediglich auf unseren Kampfgeist und die Unterstützung der Fans hoffen. Eine Grandiose Einstellung.
 
Offenbar scheint wirklich für alles eine Ausrede gefunden zu werden. Furchtbare Aussagen.

Wir sind also eigentlich zu schlecht für alles, können lediglich auf unseren Kampfgeist und die Unterstützung der Fans hoffen. Eine Grandiose Einstellung.

Wenn Dutt konsequent gesagt hätte, dass eine spielerische Entwicklung schwer ist und man erstmal wieder Selbstvertrauen aufbauen und die nötigen Punkte sammeln muss, dann hätte ich das verstanden. Wenn er jetzt selbstkritisch sagen würde: die Entwicklung im taktischen und spielerischen Bereich ist mir noch nicht gelungen, weil ..... könnte ich auch mit leben.
Wenn er aber vor der Saison sagt, dass er der Mannschaft ein Grundsystem beibringt, auf dessen Basis variabel umgestellt werden kann usw. und dann in der Winterpause, obwohl diesbezüglich in der Vorrunde wenig kam, nochmal nachlegt, in dem er sagt: er kennt jetzt die Spieler und weiß, was zu tun ist, dann muss man nach den Darbietungen der Rückrunde sagen: er hat nichts aus seinen Aussagen von vor der Saison gelernt. Anstatt kleinere Brötchen im Vorhinein zu backen, wird erst die Klappe aufgerissen und danach Ausreden gesucht. Daher muss man aktuell zu der Erkenntnis kommen, dass Dutt sein Handeln und seine Aussagen wenig selbstreflektiert. Ganz schlecht in unserer Situation.
 
Die Beiden sollten auch generell mal nicht in jedes Mikro sprechen. Wenn man das so liest, kann man den Eindruck gewinnen, dass Dutt und die Mannschaft sich gegenseitig in die Tasche lügen.

Man braucht in einer Mannschaft 2-3 Spieler, die das Sprachrohr an die Presse bilden. Hierachie. Das sind bei uns Prödl, Petersen und Hunt. zT noch Juno.
Zum Glück alle recht intelligente Typen die mit der Presse umgehen können... erinnere mich da mit Grausen an die Wiese-Interviews zurück.

Was sie da aber sagen geht gar nicht. Man muss nicht sagen, dass alles Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) ist, aber auch kein so nen realitätsfremden Bullshit in die Mikros blubbern.
 
Wenn Dutt konsequent gesagt hätte, dass eine spielerische Entwicklung schwer ist und man erstmal wieder Selbstvertrauen aufbauen und die nötigen Punkte sammeln muss, dann hätte ich das verstanden. Wenn er jetzt selbstkritisch sagen würde: die Entwicklung im taktischen und spielerischen Bereich ist mir noch nicht gelungen, weil ..... könnte ich auch mit leben.
Wenn er aber vor der Saison sagt, dass er der Mannschaft ein Grundsystem beibringt, auf dessen Basis variabel umgestellt werden kann usw. und dann in der Winterpause, obwohl diesbezüglich in der Vorrunde wenig kam, nochmal nachlegt, in dem er sagt: er kennt jetzt die Spieler und weiß, was zu tun ist, dann muss man nach den Darbietungen der Rückrunde sagen: er hat nichts aus seinen Aussagen von vor der Saison gelernt. Anstatt kleinere Brötchen im Vorhinein zu backen, wird erst die Klappe aufgerissen und danach Ausreden gesucht. Daher muss man aktuell zu der Erkenntnis kommen, dass Dutt sein Handeln und seine Aussagen wenig selbstreflektiert. Ganz schlecht in unserer Situation.

:tnx:...gut erkannt und beschrieben !!!

Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann TERD reflexartig die "Medien" und "Fans" für die viel zu hohen Erwartungen verantwortlich machen wird, die die Mannschaft nicht tragen kann und daran zerbrechen wird ;). Und dann wird wieder der Schulterschluss wie zum Ende der letzten Saison gefordert, dabei liegt der Fehler im internen System :)
 
Zweikampfstärke und Kampfeswille sind generell wichtige Teilbausteine erfolgreicher Arbeit und man sollte die Motivationswirkung eines Trainers und die Art seiner Führung nie unterschätzen, jedoch ist doch bei uns viel zu offensichtlich, dass die Spieler überhaupt nicht wissen, wie sie ein Spiel zu gestalten haben.
...
QUOTE]

Moin!

Ich bin ratlos. Auf der einen Seite diese Spiele, wo bei uns der rote Faden fehlt, gleichwohl wir mit Kampfeswille und Einsatz aufwarten. Ich frage mich, ob unsere Mannschaft en gros schlicht zu dusselig ist, den Trainer zu verstehen?
Dutt hat seine Trainerlizenz nicht im Schlaf bekommen, die Erfolge in Freiburg kann man ihm nicht absprechen. - Der kann doch unmöglich alles vergessen haben und weiß nicht mehr, wie man trainiert? Das gilt auch für Schaaf, für Veh, für Labbadia, für Doll.
Trapattoni hat einmal treffend gesagt: "Ein Trainer ist kein Idiot." http://www.youtube.com/watch?v=OCFj9lf8IQE
Mir ist das statement Trapattonis sympathisch.

Keine Frage, kein Mensch, auch kein Trainer, ist fehlerlos und Mentalität und Erfahrung spielen sicher eine Mitrolle. Ob Dutt zu Werder paßt, das sei einmal außen vor.
Aber ich bin skeptisch, daß der schlechte Ist-Zustand der Mannschaft allein an einer (1) Person hängen soll.

Diese Spieler sind erwachsen, sie sind Profis, sie verstehen etwas von ihrem Beruf. Sie müssen doch selbst in der Lage sein festzustellen, ob ihnen etwas gut oder nicht gut gelingt? Sie sind nicht unmündig. Und dann kann diese Gruppe im Zusammenwirken mit dem Trainerstab keinen roten Faden entwickeln?
Mag es sein, daß bei uns auch ein Guardiola Schiffbruch erlitte?

Grün weiße Grüße:schal:
 
Moin!

Aber ich bin skeptisch, daß der schlechte Ist-Zustand der Mannschaft allein an einer (1) Person hängen soll.

Diese Spieler sind erwachsen, sie sind Profis, sie verstehen etwas von ihrem Beruf. Sie müssen doch selbst in der Lage sein festzustellen, ob ihnen etwas gut oder nicht gut gelingt? Sie sind nicht unmündig. Und dann kann diese Gruppe im Zusammenwirken mit dem Trainerstab keinen roten Faden entwickeln?
Mag es sein, daß bei uns auch ein Guardiola Schiffbruch erlitte?
Grün weiße Grüße:schal:

Ein's vorweg - ich war zuversichtlich, als Dutt den Job übernahm, aber heute muss ich sagen: setzen, 6 Herr Dutt!

Dass das momentane Desaster durchaus eng mit dem Trainer verknüpft und er m. E. die Hauptverantwortung dafür zu tragen hat, mache ich daran fest, dass die Mannschaft auf dem Platz herumstolpert. Man hat nicht den Eindruck, dass alle ihre Laufwege kennen und es gibt kein erkennbares, taktisches Konzept. Dass hat m. E. auch nichts mit technischen Defiziten, sondern mit falschem Training oer falscher Aufstellung zu tun. Und dafür ist nun einmal vor allem der Trainer verantwortlich.

Klar - unsere Spieler sind min. zur Hälfte nicht ersligatauglich, aber man kann ihnen Laufwege und taktische Ausrichtung beibringen.

Was ein guter Trainer bewegen kann, hat man vor ein paar Jahren bei Gladbach gesehen. Die waren eigentlich schon abgestiegen als Favre übernahm - er hat mit der Mannschaft, die bis dato kaum geradeaus laufen konnte, nicht nur den Klassenerhalt geschafft, sondern sie im Folgejahr ins internationale Geschäft geführt - es geht also, wenn man an den richtigen Stellschrauben dreht.
 
Was mich auch so langsam nervt ist die Tatsache, dass RD, wie gestern wieder im ZDF, immer wieder auf seine Erfolge aus seiner Freiburger Zeit verweist. Was nützt uns das denn bitte? Als ob er damit allen sagen möchte er sei doch ein guter Trainer und werde es deshalb schon irgendwie mit Werder packen?? Wenn ein Trainer anfängt sich mit Argumenten aus der Vergangenheit zu rechtfertigen ist das immer ein ganz schlechtes Zeichen, finde ich.
Außerdem ist im Moment von einer Weiterentwicklung nichts zu sehen. Im Gegenteil, die Mannschaft spielt noch schlechter als letztes Jahr, was eigentlich fast unmöglich ist. Deshalb darf man Dutt's Aussage, er habe es bisher immer geschafft in der Winterpause eine Mannschaft zu verbessern, so langsam aber sicher in Frage stellen.
Dutt macht jedenfalls in Sachen Kommunikation definitiv viel zu viele Fehler. Genau so, wie man es aus der Leverkusener Zeit kennt.
 
Hier wird fast nur auf RD rumgehackt! Er hat fast alles gemacht was hier im Forum gefordert wurde. Viele Spieler, sind ein spiel Gut (Kroos, Selassi, Garcia...) dann kommt wieder nichts (Keine Konstanz)! Übrigens wurde der Hauptkader unter KATS zusammengestellt, und da sind einige Graupen dabei.
Diese Saison den Abstieg vermeiden, dann Bitte sich von Spielern trennen (Ekici, Fritz, Akpala, Selassi, Lukimja.......) müssen unbedingt Verkauft oder Verschenkt werden. Danach neuen Kader zusammenstellen, und den Trainer beurteilen. Auch Guadiola oder Klopp würden aus dieser Truppe nicht mehr rausholen!
 
Offenbar scheint wirklich für alles eine Ausrede gefunden zu werden. Furchtbare Aussagen.

Wir sind also eigentlich zu schlecht für alles, können lediglich auf unseren Kampfgeist und die Unterstützung der Fans hoffen. Eine Grandiose Einstellung.

Exakt!!!:tnx:
Das Gesamtporjekt läuft nur noch unter dem Motto: Das Beste hoffen. Das Schlimmste ausblenden.
Außer Braunschweig ist keine Mannschaft spielerisch schlechter als Werder. Der HSV zerfleischt sich aktuell selbst. Ich würde mich an Werders Stelle nicht darauf verlassen, dass das so bleibt.
Der Tag ist nicht mehr fern, dass wir hier im Forum auf den Platz 16 hoffen. Und Relegation ist ein Vabanque-Spiel.
 
Für den Trainer ist es sehr schwer eine Konstanz in das Spiel zu bringen. Den Spielern fehlt es an Selbstvertrauen. So wie gegen Dortmund oder Bayern kann man einfach nicht so offensiv spielen. Man muss defensiver agieren und zwar muss man schon im Mittelfeld versuchen den Gegner zu stören.

Grundsätzlich muss man sagen, dass Werder ein kleiner verein ist und hat nach finanziellen Möglichkeiten in den zurückliegenden Jahren auf dem obersten Level gehandelt. Man hat dann die falschen Leute geholt. Und ist finanziell ein sehr hohes Risiko bei den Spielertransfers (Carlos, Wessley, Marin) eingegangen, das sich nicht bezahlt gemacht hat. Gute Spieler bekommt man heute nur ab 8 Mill. Euro und auch schon Talente muss man schon 6 Mill hinlegen. Auch die Gehälter sind dabei nicht von Pappe.
Werder bleibt nur übrig mit ganz jungen Spielern aus dem Nachwuchs zu arbeiten und eine neue Mannschaft auifzubauen. Das kann in der 2. Liga enden. Aber es bleibt nichts anderes übrig wenn die Kassen leer sind. Mit den Rücklagen würde ich auch nicht handeln.
 
Ein's vorweg - ich war zuversichtlich, als Dutt den Job übernahm, aber heute muss ich sagen: setzen, 6 Herr Dutt!
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Was ein guter Trainer bewegen kann, hat man vor ein paar Jahren bei Gladbach gesehen. Die waren eigentlich schon abgestiegen als Favre übernahm - er hat mit der Mannschaft, die bis dato kaum geradeaus laufen konnte, nicht nur den Klassenerhalt geschafft, sondern sie im Folgejahr ins internationale Geschäft geführt - es geht also, wenn man an den richtigen Stellschrauben dreht.

Moin roter Sand!
Das ist fürwahr ein gutes Beispiel, wie sich Dinge entwickeln können.
Gladbach hat nicht nur den Abstieg vermieden, sie haben guten Fußball gespielt, sind verdient auf ihrem Tabellenplatz. Und die Spieler scheinen sich wohlzufühlen, Kruse hat seit der SC-Zeit noch eine Schippe draufgelegt.
Ich schätze Favre, seine unaufgeregte Art, großen Respekt. Ich mutmaße, daß zusammen mit Favre das Präsidium, Manager, Spieler und Berater etc. alle mitgezogen haben und die Summe das Ziehen an einem Strang war.
Das wünschte ich mir auch bei uns.
Gefragt danach, ob Dutt zu Werder paßt, bin ich recht verhalten. Leverkusen war nicht sein Treffer ins Schwarze, den für ihn geschaffenen DFB-Job mochte er nicht. Nun mag das mit Werder ja noch etwas werden, es sind ja noch Spiele, jedoch allein mit Kampfeswille und Einsatz werden wir nicht in der Liga bleiben. Zurecht.
 
Hier wird fast nur auf RD rumgehackt! Er hat fast alles gemacht was hier im Forum gefordert wurde. Viele Spieler, sind ein spiel Gut (Kroos, Selassi, Garcia...) dann kommt wieder nichts (Keine Konstanz)! Übrigens wurde der Hauptkader unter KATS zusammengestellt, und da sind einige Graupen dabei.
Diese Saison den Abstieg vermeiden, dann Bitte sich von Spielern trennen (Ekici, Fritz, Akpala, Selassi, Lukimja.......) müssen unbedingt Verkauft oder Verschenkt werden. Danach neuen Kader zusammenstellen, und den Trainer beurteilen. Auch Guadiola oder Klopp würden aus dieser Truppe nicht mehr rausholen!

Ich sehe das ähnlich und sehe das Problem erst in zweiter Linie bei RD, der sich sicherlich vorwerfen muss, die taktische Ausrichtung der ersten Spieltage, die noch gut aussahen, verlassen zu haben. Ich sehe in erster Linie die katastrophale Qualität des Werder-Kaders, den RD geerbt hat, für die derzeitige Situation als Hauptgrund. Wie viel Zeit und Mühe hat ein RD aufgewendet, um solche Spieler wie Elia, Ekici, Schmitz, Petersen starkzureden. Gekommen ist bis auf das eine oder andere Strohfeuer rein gar nichts. Die technischen und taktischen Defizite sind bekannt. Ein anderes Thema sind charakterliche Defizite und die Tatsache, dass die Spieler vor der Presse mehr mit dem Mund arbeiten ("...wir müssen...wir wollen...etc.) und offenbar weniger auf dem Trainingsplatz mit dem Ball. DAS sollte RD u.a. dringend abstellen. Darüber hinaus ist die Mannschaft mit komplexeren taktischen Vorgaben klar überfordert. Dann muss die Devise halt lauten "Macht hinten den Laden dicht und JEDER arbeitet nach hinten und zerstört nur noch das Spiel des Gegners. Aufrücken bei eigenem Ballbesitz verboten..." Dann klaubt man vielleicht noch die paar Unentschieden zusammen, die einem am Ende den Klassenerhalt sichern....
 
Moin roter Sand!
Das ist fürwahr ein gutes Beispiel, wie sich Dinge entwickeln können.
Gladbach hat nicht nur den Abstieg vermieden, sie haben guten Fußball gespielt, sind verdient auf ihrem Tabellenplatz. Und die Spieler scheinen sich wohlzufühlen, Kruse hat seit der SC-Zeit noch eine Schippe draufgelegt.
Ich schätze Favre, seine unaufgeregte Art, großen Respekt. Ich mutmaße, daß zusammen mit Favre das Präsidium, Manager, Spieler und Berater etc. alle mitgezogen haben und die Summe das Ziehen an einem Strang war.
Das wünschte ich mir auch bei uns.
Gefragt danach, ob Dutt zu Werder paßt, bin ich recht verhalten. Leverkusen war nicht sein Treffer ins Schwarze, den für ihn geschaffenen DFB-Job mochte er nicht. Nun mag das mit Werder ja noch etwas werden, es sind ja noch Spiele, jedoch allein mit Kampfeswille und Einsatz werden wir nicht in der Liga bleiben. Zurecht.

Ich schätze Favre auch sehr und halte ihn für einen bomben Coach.
Allerdings kann man die Qualität der Einzelspieler die Gladbach hatte nicht mit Werder vergleichen. Gladbach hatte einen Reus, Arango und einen Dante. Solche sehr guten Einzelspieler hat Werder einfach nicht.
 
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