Robin Dutt

Das ist vielleicht ein Umbruch was die Trainerposition angeht, aber alles Andere waren imho erzwungene Reaktionen auf die veränderte Tatsachenlage. KA ging, das konnte man nicht beeinflussen und musste einen neuen Manager holen. Die Mannschaft war viel zu teuer und musste und muss umgebaut werden. Eine den Tatsachen geschuldete Reaktion. Das kann man natürlich als Umbruch bezeichnen oder einfach als erzwungene Entwicklung, weil es keine Alternative gab. Wie oben schon geschrieben heißt es mir viel zu oft: wir sind ja jetzt im Umbruch und in 2, 3 Jahren greifen wir wieder oben an. Mitnichten.
Wir sind genau das, was die Tabelle ausdrückt. Eine durchschnittlich bis schwach besetze Truppe, die aufpassen muss nicht abzusteigen. Finanziell ist es eine notwendige Konsolidierung die sportliche Veränderungen im Kader zwangsläufig mit sich bringt.
Einen Umbruch würde ich es nennen, wenn man die Philosophie aus freien Stücken ändert. Aber das ist ja auch nur eine Auslegungssache bzw. Bezeichnung.
Meine Grundaussage: Kein Umbruch sondern Realität und Ist-Zustand
 
Woher nimmst du die Gewissheit, daß Makiadi den Bayern mindestens zwei Tore auflegen wird?

Weil sein Spielaufbau eine mittlere Katastrophe ist. Was Makiadi an Fehlpässen fabriziert (übertroffen nur von Kroos, der aber ja fehlt) wird gegen Bayern in halbwegs Normalform zu einem Desaster werden. Wir haben noch Glück das Ribery nicht spielen wird, aber dann zerlegt uns eben nur ein Robben. Gegen Hoffenheim hat Makiadi die Hälfte seiner Pässe zum Gegenspieler gespielt und die Hälfte seiner Zweikämpfe verloren. Wenn zudem seine Harmlosigkeit im Pressing auch gegen Bayern wie üblich sein wird, dann darf z.B. ein Kroos mit seiner Schusstechnik sich die Ecke aussuchen in die er seine Fernschüsse versenken wird. Es schaudert mir beim Gedanken an dieses Spiel...
 
Finanziell ist es eine notwendige Konsolidierung die sportliche Veränderungen im Kader zwangsläufig mit sich bringt.

So ist es. Aber ich möchte meinen, die finanzielle Konsolidierung ist durch, kommende Saison steigen die Einnahmen deutlich, selbst mit einer erneuten Bruchlandung im Pokal dürfte die schwarze Null stehen. Werder ist ein kerngesunder Verein der noch über Rücklagen verfügt. Die Leitung muss jetzt dringend den Vorwärtsgang einlegen um nicht zu verspielen was noch ausreichend verfügbar ist: Werders Renomee! Ich bin beruflich viel im Ausland unterwegs und wann immer man auf alte oder neue Bekannte trifft kommt man beim Thema (woher kommst du?) Bremen auf die Frage was eigentlich bei Werder los ist und wann man Werder wieder europäisch begrüßen darf. Natürlich kennen diese Leute nicht wirklich die Lage Werders aber die Quintessenz ist: Werder ist immernoch ein recht großer Name, der Verein steht weiterhin für etwas. Und das darf man mMn. nie und nimmer restlos verspielen indem man sich jetzt 5 Jahre des Umbruchs gönnt. Wenn die aus der CL gebildeten Rücklagen überhaupt für etwas gut waren dann für zwei Dinge: 1. zum Abfangen der massiven Defizite diese und letzte Saison und 2. um den Kahn wieder auf Kurs zu bringen indem entsprechende Spieler kommen. Und das bitte schon im Winter, sonst heißt es nämlich Schiffbruch und wir verspielen mehr als nur unsere Rücklagen.
 

:tnx:

...Aber ich möchte meinen, die finanzielle Konsolidierung ist durch, kommende Saison steigen die Einnahmen deutlich, selbst mit einer erneuten Bruchlandung im Pokal dürfte die schwarze Null stehen.

Wie kommst Du darauf, dass nächste Saison die Einnahmen deutlich steigen? Wenn wir absteigen sollten, wäre eher das Gegenteil der Fall. Selbst wenn nicht, ist eine "schwarze Null" im nächsten Jahr mMn alles andere als sicher. Vermutlich eher erst im übernächsten Jahr!

Werder ist ein kerngesunder Verein der noch über Rücklagen verfügt.

:tnx: Glücklicherweise. Von denen wird man vermutlich aber noch länger zehren müssen.


Die Leitung muss jetzt dringend den Vorwärtsgang einlegen um nicht zu verspielen was noch ausreichend verfügbar ist: Werders Renomee!

Das ist richtig! Das erreicht man mMn aber nicht nur durch Zukäufe allein, sondern insbesondere durch attraktive Spielweise und kluge Entscheidungen. Schaun`mer mal, ob TERD dieser Aufgabe gewachsen sind!

Ich bin beruflich viel im Ausland unterwegs und wann immer man auf alte oder neue Bekannte trifft kommt man beim Thema (woher kommst du?) Bremen auf die Frage was eigentlich bei Werder los ist und wann man Werder wieder europäisch begrüßen darf. Natürlich kennen diese Leute nicht wirklich die Lage Werders aber die Quintessenz ist: Werder ist immernoch ein recht großer Name, der Verein steht weiterhin für etwas.

:tnx:

Dieses Image hat man sich durch jahrzehntelang hervorragende und vorausschauende Arbeit verdient. Wenn der Verein sich wieder auf seine "Grundtugenden" besinnt, stehen die Chancen nicht schlecht, dieses Renommée zu erhalten. Was für den Verein mMn erfahrungsgemäß nicht gut ist, sind unüberlegte "Ad-hoc-Entscheidungen"!

Und das darf man mMn. nie und nimmer restlos verspielen indem man sich jetzt 5 Jahre des Umbruchs gönnt. Wenn die aus der CL gebildeten Rücklagen überhaupt für etwas gut waren dann für zwei Dinge: 1. zum Abfangen der massiven Defizite diese und letzte Saison und 2. um den Kahn wieder auf Kurs zu bringen indem entsprechende Spieler kommen. Und das bitte schon im Winter, sonst heißt es nämlich Schiffbruch und wir verspielen mehr als nur unsere Rücklagen.

Der Umbruch wird so lange dauern, wie er dauert. Auch wenn es wie eine "Binsenweisheit" klingt, glaube ich, dass Werder dessen Ende aufgrund begrenzter Finanzen kaum "erzwingen" kann. Was andere Vereine an Finanzkraft aufbringen können, muss Werder, wie immer, durch "kluge Personalpolitik" kompensieren. Da das in den letzten Jahren nicht so gut gelungen ist, haben wir derzeit eben eine gewisse Not. Aus der wieder herauszukommen, wird von den Maßnahmen der derzeitigen Entscheidungsträger abhängen und eine gewisse Zeit erfordern.
 
Wie kommst Du darauf, dass nächste Saison die Einnahmen deutlich steigen? Wenn wir absteigen sollten, wäre eher das Gegenteil der Fall. Selbst wenn nicht, ist eine "schwarze Null" im nächsten Jahr mMn alles andere als sicher. Vermutlich eher erst im übernächsten Jahr!

Zunächst mal gehe ich bei dieser Aussage davon aus, das wir nicht absteigen werden. Dann werden nächste Saison für alle Bundesligisten die Einnahmen aus der TV-Vermarktung deutlich steigen. Natürlich bringt das alle anderen Vereine ebenfalls in eine bessere finanzielle Situation aber für Werder bedeutet es zunächst mal finanzielle Konsolidierung ohne dafür mehr machen zu müssen als "nur" die Klasse zu halten. Ein Platz etwas weiter oben als Platz 15 wäre natürlich diesbezüglich auch nicht zu verachten.

Das ist richtig! Das erreicht man mMn aber nicht nur durch Zukäufe allein, sondern insbesondere durch attraktive Spielweise und kluge Entscheidungen. Schaun`mer mal, ob TERD dieser Aufgabe gewachsen sind!

Klar, kaufen um des Kaufens willen bringt natürlich nichts, die Spieler müssen passen. Aber Werder sollte durchaus auch bereit sein ein wenig Geld in die Hand zu nehmen.

Dieses Image hat man sich durch jahrzehntelang hervorragende und vorausschauende Arbeit verdient.

Das und letztlich durch die Dauerpräsenz in der CL. Die Zeiten in denen Otto gegen die Bayern gekämpft hat sind mit den 2000ern nicht vergleichbar, Fußball hat sich seitdem zu einem ganz anderen Medienspektakel entwickelt und Werder war bei dieser Entwicklung mitten drin statt nur dabei.

Der Umbruch wird so lange dauern, wie er dauert. Auch wenn es wie eine "Binsenweisheit" klingt, glaube ich, dass Werder dessen Ende aufgrund begrenzter Finanzen kaum "erzwingen" kann.

So begrenzt sind Werders Finanzen aber gar nicht. Wir haben Rücklagen, wir haben starke Sponsoren, kurzum: Wir sind handlungsfähig. Noch. All dies ist bereits jetzt rückläufig, es braucht hier eine Umkehr.

Was andere Vereine an Finanzkraft aufbringen können, muss Werder, wie immer, durch "kluge Personalpolitik" kompensieren.

Es ist eine Mär, das Werder finanziell so benachteiligt wäre. Es wurde ja kürzlich noch öffentlich betont, dass man im Marketing ein wenig gepennt habe. Insbesondere hat man sich jahrelang deutlich zu klein gemacht als man in Deutschland und sogar Europa eine Marke für attraktiven Offensivfußball dargestellt hat. Wer weiß, vielleicht hilft ja der Deal mit Juve, vielleicht lernt man von denen auch ein wenig mehr Selbstvertrauen. Und vielleicht lernt man von denen auch wie man aus der Zweiten Liga heraus zum absoluten Spitzenverein wird.
 
Zunächst mal gehe ich bei dieser Aussage davon aus, das wir nicht absteigen werden. Dann werden nächste Saison für alle Bundesligisten die Einnahmen aus der TV-Vermarktung deutlich steigen. Natürlich bringt das alle anderen Vereine ebenfalls in eine bessere finanzielle Situation aber für Werder bedeutet es zunächst mal finanzielle Konsolidierung ohne dafür mehr machen zu müssen als "nur" die Klasse zu halten. Ein Platz etwas weiter oben als Platz 15 wäre natürlich diesbezüglich auch nicht zu verachten.

OK.

Letztendlich darf man sich aber auch nicht blenden lassen und glauben, diese Zusatzeinnahmen könne man direkt wieder in Spieler investieren. Schließlich werden im Fußball voraussichtlich nicht nur die Einnahmen steigen, sondern auch die Ausgaben und damit insgesamt das Preisniveau ( sprich auch die Kosten für Spielerverpflichtungen).



Klar, kaufen um des Kaufens willen bringt natürlich nichts, die Spieler müssen passen. Aber Werder sollte durchaus auch bereit sein ein wenig Geld in die Hand zu nehmen.

Dafür bin ich auch. Allerings, moderat, mit gutem Auge für die notwendigen und passenden Spieler!


Das und letztlich durch die Dauerpräsenz in der CL. Die Zeiten in denen Otto gegen die Bayern gekämpft hat sind mit den 2000ern nicht vergleichbar, Fußball hat sich seitdem zu einem ganz anderen Medienspektakel entwickelt und Werder war bei dieser Entwicklung mitten drin statt nur dabei.

Das sehe ich etwas anders. Spektakel war Fußball schon zu Ottos Zeiten. Spektakel hat Werder insbesondere durch die Spielweise geboten, sowohl zu Ottos Zeiten wie auch unter Schaaf! Wenn natürlich auch damals weit weniger Geld auf dem Spiel stand.

So begrenzt sind Werders Finanzen aber gar nicht. Wir haben Rücklagen, wir haben starke Sponsoren, kurzum: Wir sind handlungsfähig. Noch. All dies ist bereits jetzt rückläufig, es braucht hier eine Umkehr.

Handlungsfähig bleibt man als Werder Bremen aber nur, wenn man umsichtig und vorausschauend mit seinen Mitteln umgeht.

Es ist eine Mär, das Werder finanziell so benachteiligt wäre. Es wurde ja kürzlich noch öffentlich betont, dass man im Marketing ein wenig gepennt habe. Insbesondere hat man sich jahrelang deutlich zu klein gemacht als man in Deutschland und sogar Europa eine Marke für attraktiven Offensivfußball dargestellt hat. Wer weiß, vielleicht hilft ja der Deal mit Juve, vielleicht lernt man von denen auch ein wenig mehr Selbstvertrauen. Und vielleicht lernt man von denen auch wie man aus der Zweiten Liga heraus zum absoluten Spitzenverein wird.

Werder ist, wie sonst nur wenige Vereine gleicher Größe und mit ähnlichem Renommée, ganz stark auf sportliche Erfolge und die damit verbundenen Einnahmen angewiesen. Anders als an anderen Standorten "stehen" die Sponsoren in und um Bremen nicht gerade "Schlange". Man muss Erfolge stärker als andere Vereine quasi "aus eigener Kraft" generieren. Bremen hat eine weit schlechtere leistungssportliche Infrastruktur als andere Standorte. Das ist leider keine Mär! ;)

Dass man es in guten Zeiten verpasst hat, sich besser zu positionieren, sehe ich auch so. Das ist insbesondere ein Versäumnis des "Rest-Vorstands" neben Allofs, aber auch ein Versäumnis von Allofs selbst! Offenbar hat Eichin da andere Vorstellungen. Schaun mer mal, ob er sie auch umsetzten kann. Der Standort Bremen wird dennoch auch so, im Vergleich zu Millionenstädten wie München, Hamburg, Berlin, zu Ballungszentren wie Dortmund und auch Schalke, zu Wirtschaftsstandorten wie Frankfurt und Stuttgart, zu Konzern gestützen Vereinen wie Leverkusen, Wolfsburg benachteiligt sein.
 
Handlungsfähig bleibt man als Werder Bremen aber nur, wenn man umsichtig und vorausschauend mit seinen Mitteln umgeht.

Nur kaputtsparen hilft an der Stelle auch nicht. Wir dürfen nur nicht den Fehler machen diese "besonderen" Spieler zu holen, teuer und ohne jede Garantie auf Qualität. Das hat uns letztlich Genick gebrochen. Ich bin der Meinung das möglicherweise bereits ein entscheidender Spieler dieser Mannschaft entscheidend weiterhelfen würde. Wir haben Elia, der trotz allem große Qualität mitbringt. Wir haben Hunt, unseren mit Abstand besten Spieler, der aber fähige Nebenleute braucht. Juno der Dauerläufer ist irgendwie nicht Fisch nicht Fleisch, trotzdem wichtig. Ein Ekici mit Reaktinsschnelligkeit und Zweikampfstärke wäre Gold wert, da er selbst dazu nicht mehr mutieren wird brauchen wir einen guten ZOM und dazu noch einen guten IV. Ich denke, das würde der Mannschaft bereits einen spürbaren Sprung geben.

Bremen hat eine weit schlechtere leistungssportliche Infrastruktur als andere Standorte. Das ist leider keine Mär! ;)

Das ist aber mMn. auch ein selbstgemachtes Leid. Alle Indikatoren gingen steil nach oben, nimm nur den gescheiterten Deal mit Turkish Airlines durch die verpasste EL-Teilnahme. Werder stellt sich immer als der kuschelige kleine Provinzverein dar. Entsprechende Sponsoren gibt es dann auch. Mehr Risiko in den Goldenen Jahren hätte mMn. auch die Attraktivität für Sponsoren erhöht.

Der Standort Bremen wird dennoch auch so, im Vergleich zu Millionenstädten wie München, Hamburg, Berlin, zu Ballungszentren wie Dortmund und auch Schalke, zu Wirtschaftsstandorten wie Frankfurt und Stuttgart, zu Konzern gestützen Vereinen wie Leverkusen, Wolfsburg benachteiligt sein.

München hat sich aber nicht zu dem entwickelt was es heute ist, weil Sponsoren sie gepimpt hätten. Hertha hat mit viel Konkurrenz zu kämpfen, Fußball ist da ein Aspekt unter vielen, die haben noch Eishockey, Handball und Basketball. Stuttgart ist jetzt auch nicht der Verein der groß in Geld schwimmt, die waren zwischendurch fast mal pleite und selbst die 35mio aus dem Gomez-Transfer haben sie nicht spürbar voran gebracht sondern finanziell "nur" saniert. Und Frankfurt? Auch da wäre mir neu, das die groß gefördert würden. Die Banken stehen jetzt nicht so zwingend auf Prollo-Fußball. München, Dortmund und Schalke stechen natürlich aufgrund ihrer Infrastruktur hervor klar. Und klar, Hamburg wäre ganz vorne dabei, wenn nicht jahrzehntelange Inkompetenz Erfolge verlässlich verhindern würden ;)
 
Nur kaputtsparen hilft an der Stelle auch nicht. Wir dürfen nur nicht den Fehler machen diese "besonderen" Spieler zu holen, teuer und ohne jede Garantie auf Qualität. Das hat uns letztlich Genick gebrochen. Ich bin der Meinung das möglicherweise bereits ein entscheidender Spieler dieser Mannschaft entscheidend weiterhelfen würde. Wir haben Elia, der trotz allem große Qualität mitbringt. Wir haben Hunt, unseren mit Abstand besten Spieler, der aber fähige Nebenleute braucht. Juno der Dauerläufer ist irgendwie nicht Fisch nicht Fleisch, trotzdem wichtig. Ein Ekici mit Reaktinsschnelligkeit und Zweikampfstärke wäre Gold wert, da er selbst dazu nicht mehr mutieren wird brauchen wir einen guten ZOM und dazu noch einen guten IV. Ich denke, das würde der Mannschaft bereits einen spürbaren Sprung geben.

:tnx:

Zustimmung.

Das ist aber mMn. auch ein selbstgemachtes Leid. Alle Indikatoren gingen steil nach oben, nimm nur den gescheiterten Deal mit Turkish Airlines durch die verpasste EL-Teilnahme. Werder stellt sich immer als der kuschelige kleine Provinzverein dar. Entsprechende Sponsoren gibt es dann auch. Mehr Risiko in den Goldenen Jahren hätte mMn. auch die Attraktivität für Sponsoren erhöht.

Weitgehende Zustimmung! :tnx: :beer:

München hat sich aber nicht zu dem entwickelt was es heute ist, weil Sponsoren sie gepimpt hätten. Hertha hat mit viel Konkurrenz zu kämpfen, Fußball ist da ein Aspekt unter vielen, die haben noch Eishockey, Handball und Basketball. Stuttgart ist jetzt auch nicht der Verein der groß in Geld schwimmt, die waren zwischendurch fast mal pleite und selbst die 35mio aus dem Gomez-Transfer haben sie nicht spürbar voran gebracht sondern finanziell "nur" saniert. Und Frankfurt? Auch da wäre mir neu, das die groß gefördert würden. Die Banken stehen jetzt nicht so zwingend auf Prollo-Fußball. München, Dortmund und Schalke stechen natürlich aufgrund ihrer Infrastruktur hervor klar. Und klar, Hamburg wäre ganz vorne dabei, wenn nicht jahrzehntelange Inkompetenz Erfolge verlässlich verhindern würden ;)

Ich glaube schon, dass es in MÜnchen stark mit den Sponsoren, bzw. den "strategischen Partnern" zusammenhängt. Die drängen natürlich ganz stark "ans Licht". Wie so etwas aussehen kann, ist mMn in folgendem Artikel/Interview gut erkennbar:

http://www.berliner-zeitung.de/spor...ner-willi-sagte--egal-,10808794,24944254.html

In Berlin spielt der Hauptstadt-Status mMn eine gewisse Rolle. U.a. so ist zu erklären, dass die mit der DB einen lukrativen Vertragspartner haben, der hier vor Ort "präsent" sein möchte. Ein Verein wie der VfB Stuttgart wird durch die Nähe zu vielen angesehenen Unternehmen, auch nach verfehlter Perosnalpolitik, immer wieder "auf die Vorderbeine fallen". Ähnlich verhält es sich mMn in Frankfurt. Das geht Werder mMn schon ein wenig ab.

Ansonsten aber sind wir uns ja gar nicht so uneins! :cool:

:beer:
 
Werder ist von der Infrastruktur gegenüber anderen Clubs, die zumindest Ambitionen haben unter die ersten sechs Plätze zu kommen, sehr benachteiligt.

Das fängt beim Standort des Stadions mitten in der Stadt an und hört bei finanzkräftigen Sponsoren auf. Werder war unter KA darauf aus, billige Talente zu bekommen, um daraus Stars zu machen. Das war kurzweiliges Denken und ein großer Fehler. Es war nicht unbedingt gewollt, dass diese hier mehr als 2-3 Jahre bleiben - denn man war auf den Transfererlös angewiesen. Erfreulicherweise hat man eine paar Jahre lang mit diesen Spielern in der CL gespielt und Zusatzeinnahmen generiert.

Man hat verpasst, das Geld auch in die Infrastruktur zu investieren und neue Märkte zu erschließen und das Scouting auszuweiten. Werder ist gesund, allerdings mit sehr beschränktem finanziellen Rahmen. Das wird auch die nächsten Jahre so bleiben. Finanzkräftige Sponsoren werden aus der Region auch nicht kommen. Bremen steht nun nicht gerade für eine florierende Wirtschaft.

Leihgeschäfte und eigene Jugendspieler werden unsere zukünftigen Standbeine sein. Und wenn da nicht ab und zu mal einer einschlägt, kann ich mir durchaus vorstellen, das wir wirklich mal Luft in der 2. Liga schnappen. Wichtig wäre, dass eben die jungen Spieler, die einschlagen, möglichst lange an den Verein gebunden werden, um konstant eine Mannschaft mit Qualität aufzubauen. Das verhindern unter anderem kurzweilige Leihgeschäfte. Darum wäre es wichtig, Leihspieler (evtl. ja aus Turin), auch für mindestens 2 Jahre zu binden - und ab und zu vll sogar mal einen mit Kaufoption. Und genau da erhoffe ich mir ein gutes Auge von RD, um mal wieder auf das Thema das Threads zurück zu kommen. Aber das sind grundlegende, strukturelle Prozesse, die mehrere Jahre dauern.
 
Moin !

Ich lese immernoch mit, hab nur mal eine Frage ... Also bei einer Sache verstehe ich eure Argumentation nicht.

Viele von euch sagen ja das es eben nunmal so lange Zeit braucht - die Entwicklung und das ganze. Das es eben nicht von heute auf morgen geht...

Sicher ? Schaut euch doch mal andere Beispiele an. Hannover. Mittlerweile ja recht solide. War immer im Abstiegskampf (meistens) zu finden, und irgendwann hat sich anscheinend irgendwas verändert (Slomka?) und es ging aufwärts. Da gab es keine Zwischenetappen.

Frankfurt. Fahrstuhlmannschaft, und seit 2 Jahren gings aufeinmal stark bergauf. Damit meine ich eben von Platz 15 (oder 2. Liga) bis hin zur EL.

Freiburg. Ebenfalls immer im Abstiegskampf zu finden und auch ohne wirklich große "Zwischenetappe" direkt in die EL.

Hier bei euch hört sich das so an als geht man immer von einer stetigen Entwicklung aus die Jaaaahre dauert. So nach einer Art Masterplan. Ich weiss nicht, mir ist das zu statisch. Ich glaube nicht das soetwas funktioniert. Entweder funktionierts - recht schnell, oder eben nicht.

Also daher bin ich weiter der Meinung entweder man sieht bei Trainerwechsel recht schnell Veränderungen zum positiven und wenn nicht, dann ists auch nicht der richtige.

Kann da jetzt halt wirklich nur von LEV sprechen, aber ich denke es ist bei fast allen Vereinen so.

Geht mans mal durch bei uns, Toppmöller: sofort eingeschlagen - hinterher liefs nicht mehr
Dann folgten viele Pfeifen: Skibbe, Hörster später Labbadia und zuletzt Dutt. Unter denen gabs keine Steigerung zu Beginn und auch irgendwann später gabs keine positive Entwicklung. Entweder es läuft - oder nicht. Und das bleibt auch so.

Heynckes kam: sofort eingeschlagen.
Hyypiä (Lewandowski) kamen: sofort eingeschlagen.

Mit jedem Trainer wirds (anscheinend) auch irgendwann schlechter, vll. ist ein stetiger Wechsel auch nötig, aber wenns zu Beginn nix wird, wird das auch so bleiben.

Ich meine... hier wird darüber diskutiert ob jetzt 16 Punkte ein akzeptables Ergebnis sind... Und obs mit der Defensive nicht vll doch etwas besser geworden ist. Hallo ? - Nein - ist es definitiv nicht !

Irgendjemand postete hier mal euer Rückrundenprogramm. Mir war garnicht bewusst das eure Gegner auf Augenhöhe fast alle auswärts kommen. Und ihr fragt euch ob dann die Hinrunde Fortschritte erkennen lässt?
Bleibe dabei, Dutt ist eine Niete und mit ihm steigt ihr ab.

PS: Gegen Leverkusen punktet ihr sicher, für sowas sind wir immer zu haben ;)
 
Nur eine Frage bevor ich mich mit deinem längeren Post auseinandersetze: Du vergleichst Lev (Heynkes&Hyypiä) und Werder? Um hier ich sachlich korrekt zu bleiben müssten wir uns dann die Anfangskader der Trainer anschauen.
Ich bleib dabei: Dutt hätte auch nach Bayern gehen können und hätte da Erfolg gehabt. Sprich wichtig ist die Truppe und das vorhandene Potential.
Und da gibbet bei uns derzeit nicht viel zu holen. Wenn schon die Lichtblicke di Santo und Garcia (NEUZUGÄNGE) und Hunt sind dann weiß man schon über die Qualität Bescheid. Elia hat nachweislich schon eine Entwicklung mitgemacht also besser als beim Vorgänger.
 
Freiburg. Ebenfalls immer im Abstiegskampf zu finden und auch ohne wirklich große "Zwischenetappe" direkt in die EL.

....
Bleibe dabei, Dutt ist eine Niete und mit ihm steigt ihr ab.

Na ja, Freiburg ist ohne großen Zwischenschritt vom Abstiegskampf direkt in die EL - und jetzt stecken sie wieder im Abstiegskampf. Ist natürlich ne Super Entwicklung. Und mMn ein perfektes Beispiel, dass langfristiger Erfolg eben nicht "ohne Zwischenschritt" passiert, sondern eben doch eine Entwicklung und damit auch Zeit braucht. Und ich bin zumindest durchaus bereit, dem Trainer Zeit zu geben. Ich seh nämlich durchaus schon eine Weiterentwicklung.

Dass du ein persönliches Problem mit RD hast, ist ja nichts Neues, deswegen war's wohl nur eine Frage der Zeit, bis so ein Post von dir kommt, aber gut, jedem das Seine.
 
Die sehe ich auch, allerdings in die falsche Richtung.

Da du ja regelmäßig postest, wenn Werder nicht gewinnt bzw. in Rückstand liegt aber artig die Schnauze hältst, wenn gewonnen bzw. nach Rückstand doch noch gepunktet wird, überrascht mich das jetzt nicht im geringsten. Insofern müsste dich diese Entwicklung, die du wahrzunehmen glaubst, doch eigentlich freuen.
 
Nur eine Frage bevor ich mich mit deinem längeren Post auseinandersetze: Du vergleichst Lev (Heynkes&Hyypiä) und Werder? Um hier ich sachlich korrekt zu bleiben müssten wir uns dann die Anfangskader der Trainer anschauen.
Ich bleib dabei: Dutt hätte auch nach Bayern gehen können und hätte da Erfolg gehabt. Sprich wichtig ist die Truppe und das vorhandene Potential.
Und da gibbet bei uns derzeit nicht viel zu holen. Wenn schon die Lichtblicke di Santo und Garcia (NEUZUGÄNGE) und Hunt sind dann weiß man schon über die Qualität Bescheid. Elia hat nachweislich schon eine Entwicklung mitgemacht also besser als beim Vorgänger.

Nein, ich ich vergleiche die beiden nicht direkt. Seh es als Gesamtbild, was sich mMn sehr häufig zeigt. Nämlich das sich bei Trainerwechsel entweder recht schnell (schneller als nach 14 Spieltagen) etwas positives entwickelt - oder eben nicht. Und falls nicht, das sich dann auch nach längerer Zeit nichts entwickeln wird.
 
Nein, ich ich vergleiche die beiden nicht direkt. Seh es als Gesamtbild, was sich mMn sehr häufig zeigt. Nämlich das sich bei Trainerwechsel entweder recht schnell (schneller als nach 14 Spieltagen) etwas positives entwickelt - oder eben nicht. Und falls nicht, das sich dann auch nach längerer Zeit nichts entwickeln wird.

Schnelle Effekte sind aber oft auch Strohfeuer oder treten ein, wenn Vorgänger völlig daneben liegen und das Potenzial nicht ansatzweise ausschöpfen oder es zwischen Trainer und Mannschaft nicht mehr passt. Beides war bei uns unter TS nicht der Fall. Deine Beispiele Freiburg und Frankfurt finde ich gerade nicht sehr gelungen, da beide Teams tief im Abstiegskampf stecken. Bei uns hat eine kontinuierliche negative Entwicklung der Kaderqualität stattgefunden, da kommst du nicht schnell wieder hoch. Da braucht es in zukünftigen Transferperioden wieder Volltreffer. Die Qualität ist einfach nicht ausreichend. Natürlich ist die Punktausbeute aktuell nicht das Nonplusultra und könnte besser sein. Aber sie spiegelt schon stark unsere Qualität wieder.
 
Na ja, Freiburg ist ohne großen Zwischenschritt vom Abstiegskampf direkt in die EL - und jetzt stecken sie wieder im Abstiegskampf. Ist natürlich ne Super Entwicklung. Und mMn ein perfektes Beispiel, dass langfristiger Erfolg eben nicht "ohne Zwischenschritt" passiert, sondern eben doch eine Entwicklung und damit auch Zeit braucht. Und ich bin zumindest durchaus bereit, dem Trainer Zeit zu geben. Ich seh nämlich durchaus schon eine Weiterentwicklung.

Ein persönliches Problem hab ich mit Dutt nicht. Ich halte ihn nur für eine Laberbacke. Aber wie du schon sagtest - jedem das seine ;)

Zu Freiburg:
Du hast natürlich Recht das es dort wieder rapide bergab ging. Der Grund hier liegt allerdings an eben solchen zahungskräftigen Sponsoren und Mehreinnahmen durch Europa. Das ist es was ich meine. Sportlich müssen die Teams es nach oben schaffen um dann Mehreinnahmen zu generieren die sie oben halten. Hier: Nicht den halben Kader an die Konkurrenz abgeben.

DAS ist in Freiburg passiert, nichts anderes. Die haben eine völlig andere Mannschaft und sind deshalb wieder ins bodenlose gefallen. Das hat nichts mit irgendwelchen fehlenden Zwischenetappen in der Entwicklung zu tun.

Wenn Werder in 4 Jahren wieder in der EL spielt und ein paar Spieler (6-8) weggekauft werden würden und hätte ,wie Freiburg, KEINEN finanziellen Backround, würdet ihr ja genauso wieder unten rumgurken. Daran entscheidet sich dann ob es langfristig nach oben geht oder nicht.
Erstmal nach oben kommen - das ist was anderes. Entweder es klappt oder es klappt nicht. Und das klappt bei Werder, mit Dutt, nicht.
 
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