Grundsätzlich erkenne ich eine positive Entwicklung. Vieles steckt noch in den Kinderschuhen. Vieles ist noch ungenau und der richtige Moment für das Abspiel wird oft noch nicht gefunden.
Beispiel:
Die Jungs haben es gelernt, im ZM eine Variante zu erlernen, die es ihnen ermöglicht, sich aus dem Pressing zu befreien. Das Kurzpassspiel, wie es BMG auch spielt. Es fehlt dabei aber noch an der Abstimmung mit der Offensive, die dann in mehrere Schnittstellen reinstarten muss.
Des Weiteren würde ich gerne öfter sehen, dass unsere IV direkt Offensivmaßnahmen ergreift durch lange punktgenaue Anspiele, so wie es der BVB reihenweise macht. Mit Elia und Füllkrug haben wir schnelle Spieler, die einen solchen Pass auch verwerten können.
Für mich ist gerade Füllkrug derzeit ein Lichtblick! Enttäuscht bin ich bislang von Junu, der vermittelt mir grad immer noch zu wenig Plan.
Zuzdem nervt mich das schlampige Passpiel von einigen Akteuren. Der Ball wird nicht vernünftig angenommen, der Mitspieler wird angespielt obwohl der nicht die Möglichkeit hat, den Ball sinnvoll zu verarbeiten etc. Das macht das Spiel von Werder unkontrolliert und langsam. Vor allem diese hohen oder halbhohen halbherzigen Zuspiele nerven ungemein!
Dutt ist dies schnelle Passpiel wichtig und gegen 1860 hat man das auch des öfteren gesehen. Das scheint jetzt aber schon wieder bei einigen Geschichte zu sein. Es mangelt wohl am Verständnis, warum man dies genaue schnelle Passspiel zeigen sollte.
Dutts Handschrift erkenne ich zurzeit an dem "neuen" Spielaufbau. Von drei zentralen Mittelfeldspielern lassen sich situationsbedingt zwei fallen, manchmal sogar alle drei. Dadurch gerät unser Spielaufbau, durch das Pressing des Gegners, weniger unter Bedrängnis. Für mich hat diese Form des Spielaufbaus ein paar erwähnenswerte Punkte aufzuweisen.
1. Die Anzahl der Anspielstationen werden im 1/3 des Feldes erhöht, daraus folgt, dass das Pressing des Gegners an Wirkung verliert, wenn er nicht bereit ist, im letzten Drittel von ihm aus gesehen, mehr Spieler für das Pressing zur Verfügung zu stellen. Tut er dies dann folgt (2.1), ansonsten (2.2).
2.1 Der Gegner verstärkt das Pressing, indem er unsere drei zentralen Mittelfeldspieler verfolgt, wenn sie sich fallen lassen. Daraus folgt aber auch, dass vor der Abwehr vom Gegner Räume entstehen, die genutzt werden müssen! Tut man das folgt (2.1.1), ansonsten (2.1.2).
2.1.1 Die Flügelspieler, die Sturmspitze und eventuell ein zentraler Mittelfeldspieler, der sich nicht fallen lassen hat, sind hierbei gefragt. Diese Spieler stehen nun in Position um vertikale Pässe aus der Tiefe entgegennehmen zu können. Dabei kann (a) die Sturmspitze mit seinem robusten Körper den Ball abschirmen bzw. den Ball an seine Mitspieler prallen lassen (b) die Flügelspieler den Ball annehmen und im hohen Tempo Zug zum Tor entwickeln, wobei diese sich zunächst geschickt von Außen in die Mitte bewegen um dort den größeren Raum zu nutzen. oder evtl. (c) der zentrale Mittelfeldspieler steht bereit für Doppelpässe oÄ. zur Verfügung.
2.1.2 Das sehen wir zur Zeit in den Testspielen!
2.2 Der Gegner kriegt kein Pressing aufgezogen und wir bleiben dadurch lange in Ballbesitz. Das Problem hierbei ist aber, dass wir keinen Zug nach vorne entwickeln, weil es in der Offensive zu wenig Anspielstationen bzw. zu wenig Raum gibt. Auch das sehen wir teilweise in den Testspielen.
EDIT:
3. Bei Ballverlust im Spielaufbau sind bereits viele Spieler tiefer in der eigenen Hälfte als sonst. Erheblicher Vorteil um den Gegner sofort wieder unter Druck zu setzen bzw. schnell hinter den Ball zu kommen - Stichwort Umschaltspiel -. Wie man sieht, hat dieser Spielaufbau auch Vorteile für die Stabilisierung der Defensive.